„Wo die wilden Kerle wohnen“ ist eine Fantasiegeschichte, die 1967 von Maurice Sendak geschrieben und im Jahr 2009 als Grundlage zur Verfilmung des Bilderbuchklassikers unter dem Originaltitel „Where the Wild Things Are“ genutzt wurde. Da das Buch bei der Verfilmung nur als Grundlage diente, gestaltet sich die kritische Hinterfragung von Zusammenhängen und Unterschieden als spannend und soll in diesem Essay näher beleuchtet werden. Ebenso widme ich mich der Fragestellung, wie und inwieweit das Kinderbuch sowie der Spielfilm in der Schule eingesetzt werden kann oder auch sollte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. „Wo die wilden Kerle wohnen“ – das Bilderbuch
2.1. Inhaltliche Zusammenfassung
2.2. Die Figuren
2.2.1. Max
2.2.2. Die Mutter von Max
2.2.3. „Die wilden Kerle“
3. „Wo die wilden Kerle wohnen“ – der Spielfilm
3.1. Inhaltliche Zusammenfassung
3.2. Die Figuren/Darsteller
3.2.1. Max
3.2.2. Die Mutter von Max
3.2.3. Claire
3.2.4. Der Freund der Mutter
3.2.5. Carol
3.2.6. KW
3.2.7. Ira
3.2.8. Judith
3.2.9. Alexander
3.2.10. Douglas
3.2.11. Bull
4. Vergleich von Bilderbuch und Spielfilm
5. Der Einsatz der Geschichte „Wo die wilden Kerle wohnen“ in Schule und Unterricht
5.1. Die Einführung der Geschichte
5.2. Kritische Fragestellungen bezogen auf den Hintergrund der Geschichte
5.3. Einführung des Spielfilms
5.4. Reflektion der Geschichte und Unterrichtsreihe
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Maurice Sendaks Bilderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ und dessen Spielfilm-Adaption aus dem Jahr 2009, um darauf aufbauend didaktische Konzepte für den Einsatz beider Medien im Grundschulunterricht zu entwickeln.
- Vergleichende Analyse der narrativen Struktur und Charaktertiefe von Buch und Film.
- Untersuchung der psychologischen Ebene, insbesondere der Themen Wut, Eifersucht und emotionale Entwicklung.
- Entwicklung eines didaktischen Leitfadens für den Deutsch- und Kunstunterricht.
- Förderung von Ausdrucksvermögen, Kreativität und Interpretation bei Grundschulkindern.
- Integration von Medienpädagogik und Selbstreflexion durch schülerzentrierte Aufgaben.
Auszug aus dem Buch
2.1. Inhaltliche Zusammenfassung
Max ist ein kleiner Junge, dessen Alter nicht näher beschrieben wird. Er tobt in seinem Wolfspelz im Haus umher. Auf die Anweisungen seiner Mutter reagiert er trotzig und wird daraufhin von ihr ohne Abendessen auf sein Zimmer geschickt. Max ist wütend und träumt sich in eine Phantasiewelt hinein, die für ihn real wird. So segelt er mit einem Boot bis zu der Insel, wo die wilden Kerle wohnen. Die wilden Kerle zeigen ihr schrecklichstes Gebrüll, aber Max zähmt sie, indem er ihnen mit einem Trick einen Schrecken einjagt und so zu ihrem König ernannt wird. Eine Weile spielen die wilden Kerle und Max miteinander, brüllen und toben herum und machen jede Menge Krach. Nach einiger Zeit fühlt Max sich allerdings einsam und sehnt sich nach seiner Mutter. So beschließt er die Insel, wo die wilden Kerle wohnen, zu verlassen und nach Hause zurückzukehren. Die wilden Kerle haben Max jedoch mittlerweile auch ins Herz geschlossen und wollen ihn nicht gehen lassen – doch Max läuft zu seinem Boot und winkt ihnen zum Abschied. Nach einiger Zeit kommt er schließlich zuhause an und bemerkt, dass ihm jemand Essen in sein Zimmer gestellt hat und dass es sogar noch warm ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die beiden zu vergleichenden Medien vor und skizziert das Ziel der Arbeit, eine kritische Analyse und ein didaktisches Konzept zu erarbeiten.
2. „Wo die wilden Kerle wohnen“ – das Bilderbuch: Das Kapitel bietet eine inhaltliche Zusammenfassung und eine detaillierte Charakterisierung der Hauptfiguren des Kinderbuchs.
3. „Wo die wilden Kerle wohnen“ – der Spielfilm: Hier wird der 2009 erschienene Spielfilm zusammengefasst und eine differenzierte Vorstellung der erweiterten Figurenwelt präsentiert.
4. Vergleich von Bilderbuch und Spielfilm: Dieses Kapitel stellt die Unterschiede in der Komplexität und Detailtiefe beider Medien gegenüber und beleuchtet die psychologische Bedeutung der Charaktere.
5. Der Einsatz der Geschichte „Wo die wilden Kerle wohnen“ in Schule und Unterricht: Dieses Kapitel liefert einen praxisorientierten Leitfaden zur unterrichtlichen Umsetzung, strukturiert in Sequenzen für das Bilderbuch und den Film.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie das Thema Freundschaft und Emotionen mittels der Geschichte erfolgreich im Unterricht bearbeitet werden kann.
Schlüsselwörter
Wo die wilden Kerle wohnen, Maurice Sendak, Spike Jonze, Bilderbuchanalyse, Spielfilm, Grundschulunterricht, Didaktik, Medienpädagogik, emotionale Entwicklung, Max, Phantasiewelt, Unterrichtsreihe, Sozialverhalten, Kinderliteratur, Interpretation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich zwischen dem Bilderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak und der Spielfilm-Adaption von Spike Jonze aus dem Jahr 2009.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?
Im Zentrum stehen die narrativen Unterschiede zwischen den Medien, die psychologische Entwicklung der Figur Max sowie die kindgerechte Aufarbeitung von Themen wie Wut, Einsamkeit und familiären Konflikten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die didaktischen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Geschichte im Grundschulunterricht genutzt werden kann, um die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse sowie eine didaktische Reflexion, die theoretische Grundlagen mit praktischen Unterrichtsentwürfen verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Analyse der beiden Medien, deren direkten Vergleich sowie die detaillierte Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe für die dritte Jahrgangsstufe.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienvergleich, didaktische Analyse, emotionale Bildung, Identitätsentwicklung und schülerzentrierte Unterrichtsgestaltung.
Warum empfiehlt die Autorin, das Bilderbuch und den Film in unterschiedlichen Klassenstufen einzusetzen?
Die Autorin argumentiert, dass der Film aufgrund seiner Länge und der komplexen Darstellung psychologischer Konflikte anspruchsvoller ist und daher erst ab der dritten Klasse eingesetzt werden sollte, während das Buch bereits früher geeignet ist.
Welche Rolle spielt das „Wilde Kerle Tagebuch“ im Unterrichtskonzept?
Es dient als begleitendes Medium, in dem die Kinder ihre Eindrücke, Gefühle und gestalterischen Aufgaben dokumentieren, was sowohl das Schreibvermögen als auch die persönliche Reflexion fördert.
- Arbeit zitieren
- Nina Redder (Autor:in), 2013, "Wo die wilden Kerle wohnen". Spielfilm und Kinderbuch im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320127