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Transnationale Karrieren. Deutsche Finanzmanager in London und Franzosen in Berlin im Vergleich

Title: Transnationale Karrieren. Deutsche Finanzmanager in London und Franzosen in Berlin im Vergleich

Term Paper , 2015 , 19 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Summary Excerpt Details

Ich beschäftige mich in dieser Hausarbeit mit deutschen Finanzmanagern, die sich für einen bestimmten Zeitraum in der City of London aufhalten und mit Franzosen, die sich im Zuge der Internationalisierung in Berlin aufhalten.

Ich werde im Folgenden darauf eingehen aus welchen Gründen die jeweilige Gruppe in die Stadt gegangen ist und auf welche Anforderungen sie dort trifft. Ich möchte die Identitäten der Gruppen definieren und sie in Bezug setzen, zu den Gegebenheiten der jeweiligen Stadt. Besonders interessiert bin ich daran herauszuarbeiten, welche Unterschiede sich zu Ihrem jeweiligen Heimatland ergeben, wie die Gruppen darauf reagieren und wie ein eventuelles An- bzw. Einpassen funktioniert.

Aufgrund der immer steigenden Internationalisierung in den Industriestaaten ist das Thema aktueller denn je und wird auch zukünftig immer mehr von Bedeutung sein.

Ich beziehe mich in dieser Hausarbeit auf die Ergebnisse der Feldforscher Lars Meier und Cédric Duchêne-Lacroix, die dieses Thema als eine der ersten aufgriffen. Meine untersuchten Materialen bezog ich aus der Arbeit „Transnationale Karrieren“ von Florian Kreutzer und Silke Roth und „Das Einpassen in den Ort – Der Alltag deutscher Finanzmanager in London und Singapur“ von Lars Meier, die sich damit beschäftigten, wie sich die Transnationalisierung auf die Lebensführung der internationalen Migranten auswirkt.

Ich werde in der Hausarbeit zuerst auf die jeweiligen Städte und die dortigen Gegebenheiten eingehen. Daraufhin werde ich die Deutschen Finanzmanager/innen und Franzosen/Französinnen in Vergleich setzen, um deutlich zu machen, welche Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede bei diesen Transnationalen Migranten zu erkennen sind. Abschließend werde ich ein kurzes Fazit ziehen, um die Ergebnisse meiner Arbeit zu verkünden.

Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, welche Schwierigkeiten und Möglichkeiten sich für transnationale Migranten ergeben, wenn diese auf ein Umfeld treffen, welches andere kulturelle und soziale Gewohnheiten vorweist als diejenigen, die sie aus der Heimat kennen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. City of London

2.1. City of London – Ort der Distanz, Exklusivität und Forderung

2.2. Aufbau von Netzwerken in der City

2.3. Zusammenfassung

3. Die Franzosen in Berlin

3.1. Die unterschiedlichen Gruppen von Franzosen in Berlin

3.2. Integration in den Ort

3.3. Zusammenfassung

4. Vergleich der beiden Gruppen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensbedingungen und Anpassungsstrategien transnationaler Migranten anhand von zwei Fallbeispielen: deutschen Finanzmanagern in der City of London und französischen Staatsbürgern in Berlin. Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Städte sowie die Auswirkungen auf Identität, Alltag und beruflichen Erfolg zu analysieren und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihren transnationalen Karrieren herauszuarbeiten.

  • Analyse der Selektivitätsmechanismen und Anforderungen in der City of London.
  • Untersuchung der Lebensformen französischer Gruppen in Berlin unter dem Konzept des "Archipels".
  • Vergleich der unterschiedlichen Integrations- und Anpassungszwänge in beiden Zielorten.
  • Evaluation des Mehrwerts transnationaler Mobilität für die individuelle Karriereentwicklung.
  • Reflektion über die Auswirkungen beruflicher Internationalisierung auf das Privatleben.

Auszug aus dem Buch

2.1. City of London – Ort der Distanz, Exklusivität und Forderung

Die City of London begegnet den deutschen Finanzmanagern/innen als Ort der Distanz, der Exklusivität und der Forderung, welcher durch sichtbare sowie unsichtbare Grenzen gekennzeichnet ist.

Schon beim Betreten der Stadt wird deutlich, dass dieser Ort nicht für jeden zugänglich ist. An der Grenze zur City gibt es etliche Sicherheitskontrollen und Überwachungskameras die dafür sorgen, dass Unbefugten der Zutritt verwehrt wird. Wer die City per Auto erreichen möchte, der zahlt beim überqueren der Grenze dem sogenannten „Ring of Steel“, 8 Pfund per automatischer Kennzeichenerkennung. Die Mauern der Tower Bridge, am Rande der City of London, markieren die Grenze zur Stadt, sie stehen sinnbildlich für die Selektivität dieses besonderen Ortes.

Doch auch nach Betreten der Stadt ist die Selektivität an verschiedenen strukturellen Merkmalen zu erkennen. So gibt es beispielsweise nahezu keine öffentlichen Toiletten, die Preise für Nahrungsmittel jeglicher Art sind überproportional hoch, Gehwege sind zum Teil in Privatbesitz und Sitzgelegenheiten auf Mauern etc. wurden mit sogenannten Spikes versehen um ein Herumlungern zu verhindern.

Auf diese Weise gelingt es, dass sich in der City nahezu ausnahmslos nur Personen aus der aus der Oberschicht aufhalten. Irritationen durch nicht erwünschte Personen aus sozialen Randgruppen werden geschickt verhindert. An dieser Stelle wird den deutschen Finanzmanagern/innen zum Ersten mal der Unterschied zur Heimat deutlich. Während der Finanzsektor in Frankfurt beispielsweise keiner besonderen Selektivität unterliegt und dort Menschen jeglicher Schichtzugehörigkeit anzutreffen sind, wird das Erscheinungsbild der City von Menschen aus der oberen Schicht dominiert. Die City of London präsentiert sich ihnen als ein kühler Ort, an dem Alles darauf ausgerichtet ist dem Funktionieren des Finanzsektors zu dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der transnationalen Migration ein und formuliert das Ziel, die Anpassungsstrategien von Finanzmanagern in London und Franzosen in Berlin zu untersuchen.

2. City of London: Das Kapitel analysiert die City of London als exklusiven, hochselektiven Raum, der von den Migranten eine starke Anpassung ihres gesamten Lebensstils und Tagesrhythmus fordert.

2.1. City of London – Ort der Distanz, Exklusivität und Forderung: Dieser Abschnitt beschreibt die physischen und sozialen Barrieren der City, die sicherstellen, dass sich dort primär die globale Elite aufhält.

2.2. Aufbau von Netzwerken in der City: Hier wird erläutert, wie informelle Treffen in Pubs und Fitnessstudios essenziell für den beruflichen Erfolg und die Netzwerkkontakte sind.

2.3. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert, dass der Erfolg in der City den Verzicht auf private Ressourcen und eine vollständige Unterordnung unter die Erfordernisse des Finanzsektors verlangt.

3. Die Franzosen in Berlin: Hier wird das Konzept des "französischen Archipels" in Berlin vorgestellt und analysiert, wie diese Gruppen ihre kulturelle Identität in der fremden Stadt bewahren.

3.1. Die unterschiedlichen Gruppen von Franzosen in Berlin: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen historischen und aktuellen Migrantengruppen, wie Soldaten oder Diplomaten, und deren Grad an Integration.

3.2. Integration in den Ort: Es wird erörtert, wie transnationale Akteure mittels unterschiedlicher Identitätsformen ("interkulturell", "atopisch", "unpassend") auf das Berliner Umfeld reagieren.

3.3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung betont, dass Franzosen in Berlin durch die Schaffung eigener Infrastrukturen weniger Anpassungsdruck verspüren als die Finanzmanager in London.

4. Vergleich der beiden Gruppen: Dieses Kapitel stellt die beiden Migrationskontexte gegenüber und zeigt auf, dass der Zwang zur Anpassung in London signifikant höher ist als bei den beobachteten Gruppen in Berlin.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten und Chancen transnationaler Karrieren zusammen und reflektiert die persönliche Bedeutung der Forschungsergebnisse.

Schlüsselwörter

Transnationale Migration, Finanzmanager, City of London, Berlin, Anpassung, Exklusivität, Lebensführung, Identität, Transnationalität, Karrieren, Sozialisation, Netzwerkbildung, Arbeitsalltag, Globalisierung, Elite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Lebensbedingungen und den Anpassungsprozessen von transnationalen Migranten in verschiedenen urbanen Kontexten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Internationalisierung auf die individuelle Lebensführung, die Bedeutung von städtischen Räumen für soziale Selektion und die Strategien zur Identitätsbehauptung im Ausland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Schwierigkeiten und Möglichkeiten sich für transnationale Migranten ergeben, wenn sie auf ein Umfeld treffen, das sich kulturell und sozial stark von der Heimat unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse qualitativer Feldforschungsdaten, insbesondere der Arbeiten von Lars Meier sowie Florian Kreutzer und Silke Roth.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des extrem fordernden Umfelds der Londoner City für Finanzmanager sowie die Analyse der verschiedenen Lebensformen französischer Migranten in Berlin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Transnationale Migration, Anpassung, Exklusivität, globale Elite, soziale Identität und transnationale Karrieren.

Warum unterscheidet sich die Situation der Finanzmanager in London von der der Franzosen in Berlin?

Während die City of London durch ihre exklusive Struktur einen enormen Anpassungsdruck erzeugt, können sich französische Gruppen in Berlin durch ihre spezifischen "Archipel"-Strukturen eher von der lokalen Gesellschaft abkapseln.

Welche Rolle spielt die "kulturelle Gymnastik" in der Arbeit?

Der Begriff beschreibt die tägliche Anstrengung transnationaler Migranten, ihre interkulturellen Kompetenzen aktiv zu fördern und zu erhalten, um berufliche Vorteile zu sichern.

Was ist mit dem "unpassenden Eigenen" bei den Franzosen in Berlin gemeint?

Dieser Begriff beschreibt Migranten, die bewusst keine Integration in die deutsche Gesellschaft suchen, sondern ihre kulturellen Rituale aus Frankreich exklusiv im neuen Umfeld fortführen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft internationaler Karrieren?

Die Autorin schlussfolgert, dass internationale Karrieren zunehmend an Bedeutung gewinnen und in Zukunft nicht mehr nur die globale Elite, sondern verstärkt auch den Mittelstand betreffen werden.

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Details

Title
Transnationale Karrieren. Deutsche Finanzmanager in London und Franzosen in Berlin im Vergleich
College
University of Siegen
Course
Kulturelle Globalisierung
Grade
1,1
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V320199
ISBN (eBook)
9783668197350
ISBN (Book)
9783668197367
Language
German
Tags
City of London Finanzmanager; Berlin; Transnational; Transnationale Karrieren; Karriere; Franzosen in Berlin; London
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Transnationale Karrieren. Deutsche Finanzmanager in London und Franzosen in Berlin im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320199
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