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Die Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich

Title: Die Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich

Term Paper , 2015 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
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Summary Excerpt Details

Die beiden Staatstheoretiker Jean-Jacques Rousseau und Thomas Hobbes zählen zu den bedeutendsten Vertretern der Politikwissenschaft. Aus diesem Grund ist es meiner Ansicht nach sinnvoll, die beiden Gesellschaftsverträge „Leviathan“ von Thomas Hobbes, der sich selbst als Begründer der Politikwissenschaft sieht und den „Contract Social“ von Jean Jacques Rousseau miteinander zu vergleichen. Dabei sollen ihre Kernaussagen bezüglich der Vorstellungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der differenten Gesellschaftsformen gegenübergestellt werden.

Insbesondere werde ich mich auf den Gesellschaftsvertrag in seiner Form und Umsetzung und seiner Notwendigkeit beziehen. Zusätzlich werde ich für jeden der beiden Staatstheoretiker den geschichtlichen Hintergrund ihrer Zeit und ihr jeweiliges Menschenbild darstellen, damit man die Intention einen Gesellschaftsvertrag zu verfassen, besser nachvollziehen kann.

Um eine Darstellung und einen Vergleich der beiden Gesellschaftsverträge herauszuarbeiten werde ich mich primär mit ihren jeweiligen Werken „Leviathan“ und „Contract Social“ beschäftigen. Zusätzlich werde ich aber auch einige Sekundärliteratur verwenden, die mir zur Bearbeitung des Themas hilfreich schien.

Um meine Vorgehensweise kurz darzustellen, ich werde in den nachfolgenden Kapiteln jeweils herausarbeiten unter welchen Bedingungen und Motiven der jeweilige Gesellschaftsvertrag entstanden ist. Die gesellschaftlichen und historischen Umstände zu verstehen ist wichtig um die Motivation, einen Gesellschaftsvertrag zu erstellen, nachvollziehen zu können. Der geschichtliche Hintergrund ist meiner Meinung nach von besonderer Bedeutung, da die Probleme der Zeit, in der die beiden Staatstheoretiker lebten, ihre Vorstellungen von einer idealen Gesellschaftsform entscheidend geprägt haben.

Anschließend werde ich die Verträge einzeln untersuchen und die genaue Form des Staates und der Herrschaftsform darstellen. Danach werde ich mich daran begeben einen Vergleich der beiden Gesellschaftsverträge zu erstellen, der die, meiner Meinung nach, wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten übersichtlich darstellen soll. Abschließend werde ich ein kurzes Fazit ziehen, in dem ich noch einmal auf die Verträge an sich und auch auf ihre Übertragbarkeit auf die heutige Zeit eingehen werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas Hobbes

2.1 Geschichtlicher Hintergrund und Menschenbild

2.2 Gesellschaftsvertrag nach Hobbes

3. Jean-Jacques Rousseau

3.1 Geschichtlicher Hintergrund und Menschenbild

3.2 Gesellschaftsvertrag nach Rousseau

4. Vergleich der Gesellschaftsverträge von Hobbes und Rousseau

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem systematischen Vergleich der Staatstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, wobei der Fokus auf der Entstehung und der Ausgestaltung ihrer jeweiligen Gesellschaftsverträge liegt. Das Ziel besteht darin, die Motivationen hinter der Vertragsschließung sowie die Unterschiede im Verständnis von Souveränität, Freiheit und politischer Ordnung herauszuarbeiten.

  • Historischer Kontext und Menschenbild bei Hobbes und Rousseau
  • Die Funktion und Notwendigkeit des Gesellschaftsvertrags
  • Kontrastierung der Konzepte des Leviathan und der Volonté générale
  • Analyse der Partizipationsmöglichkeiten und des Widerstandsrechts
  • Übertragbarkeit der Staatstheorien auf moderne politische Strukturen

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschichtlicher Hintergrund und Menschenbild

Thomas Hobbes berühmteste Schrift „Leviathan“ erschien im Jahr 1651. Nur zwei Jahre nach dem Ende des Englischen Bürgerkriegs, der von 1642 bis 1649 währte. Die Schrecken und Leiden, die der Bürgerkrieg mit sich brachte, motivierten Hobbes dazu, nach einer Lösung für eine optimale Gesellschaftsform zu suchen, in welcher die Menschen in friedlicher Gemeinschaft miteinander leben sollten. Das Chaos und die vielen Toten, die Folge des Bürgerkriegs waren, haben Hobbes’ Menschenbild nachhaltig geprägt und seinen Wunsch nach gesellschaftlicher Ordnung bekräftigt.

Anders als historische Philosophen wie beispielsweise Aristoteles, vertritt Hobbes die Ansicht, dass der Mensch von Natur aus nicht freiwillig nach Gemeinschaft strebt, sondern nur weil er sich von dieser einen persönlichen Vorteil erhofft. Dies macht er deutich mit seiner Aussage „Der Mensch sucht von Natur keine Gesellschaft um der Gesellschaft willen, sondern um von ihr [...] Vorteil zu erlangen.“

Orientiert hat sich Hobbes, bei der Vorstellung über den Menschen im Naturzustand an dem Verhalten von damals wie heute existierenden wilden Völkern. Thomas Hobbes sieht den Menschen in seinem Naturzustand als ein Wesen, das über völlige Handlungsfreiheit verfügt und immer darauf bedacht ist, sich gegenüber seinen Mitmenschen hervorzuheben und besser sein möchte als sie. Dies ist für Hobbes ein Grund, weshalb sich Menschen zusammenschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Staatstheoretiker und Darlegung der Zielsetzung, die Gesellschaftsverträge von Hobbes und Rousseau vergleichend gegenüberzustellen.

2. Thomas Hobbes: Untersuchung des historischen Kontexts des Englischen Bürgerkriegs, des pessimistischen Menschenbildes bei Hobbes und der daraus folgenden Notwendigkeit eines souveränen Leviathans.

3. Jean-Jacques Rousseau: Analyse von Rousseaus Sicht auf die natürliche Freiheit des Menschen und die Konzeption eines Gesellschaftsvertrags, der auf dem allgemeinen Willen (volonté générale) basiert.

4. Vergleich der Gesellschaftsverträge von Hobbes und Rousseau: Direkte Gegenüberstellung der Theorien hinsichtlich ihrer Ursprünge, der Rolle des Souveräns und der politischen Rechte der Bürger.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über Parallelen und Unterschiede sowie eine Einschätzung zur heutigen Relevanz der Ansätze.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Staatstheorie, Naturzustand, Souveränität, Leviathan, Gemeinwille, Menschenbild, politische Ordnung, Freiheit, Untertanen, Bürger, Politikwissenschaft, Staatsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die zwei zentralen staatstheoretischen Entwürfe von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau hinsichtlich ihrer Gesellschaftsverträge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den jeweiligen Menschenbildern, den historischen Hintergründen der Autoren und der Funktionsweise ihrer Gesellschaftsverträge.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe der Staatstheoretiker zu verdeutlichen, warum ein Gesellschaftsvertrag notwendig ist, um Frieden und Ordnung in einer Gesellschaft zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse der Primärwerke „Leviathan“ und „Contract Social“ sowie ergänzende Sekundärliteratur zur systematischen Vergleichung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der jeweiligen Theorien von Hobbes und Rousseau sowie einen expliziten Vergleich dieser Konzepte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturzustand, Souverän, Gemeinwille, Freiheit, Sicherheit und der Vergleich von absolutistischen vs. demokratischen Elementen.

Warum spielt der „Englische Bürgerkrieg“ eine entscheidende Rolle für Hobbes?

Die Erfahrungen aus diesem Krieg prägten Hobbes’ Wunsch nach einer absolutistischen, ordnungsstiftenden Gewalt, um das „größtmögliche Übel“ – den Tod – zu verhindern.

Wie unterscheidet sich Rousseaus Konzept der „volonté générale“ von Hobbes' Leviathan?

Während bei Hobbes die Macht bei einem einzelnen Souverän liegt, ist bei Rousseau das gesamte Volk als Gesamtheit der Souverän, der auf Basis des Gemeinwillens handelt.

Warum bezeichnet Rousseau den Vertrag von Hobbes als „Selbstversklavung“?

Rousseau sieht in der Unterwerfung unter einen mächtigen Souverän ohne Rückgabemöglichkeit der politischen Freiheit eine Verletzung der menschlichen Natur und Vernunft.

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Details

Title
Die Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich
College
University of Siegen
Course
Sozialwissenschaftliche Theorien
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
18
Catalog Number
V320201
ISBN (eBook)
9783668194502
ISBN (Book)
9783668194519
Language
German
Tags
Hobbes Rousseau Thomas Hobbes Gesellschaftsvertrag Jean-Jacques Rousseau Vergleich Gesellschaftsverträge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Die Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320201
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