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Der Film „The Dark Knight“ von Christopher Nolan. Welche narrativen Strategien der Emotionslenkung gibt es und wie werden sie praktisch umgesetzt?

Titel: Der Film „The Dark Knight“ von Christopher Nolan. Welche narrativen Strategien der Emotionslenkung gibt es und wie werden sie praktisch umgesetzt?

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mein Ziel ist es, herauszufinden, welche narrativen Strategien der Emotionslenkung beim populären Film existieren und wie diese praktisch umgesetzt werden. Daraus resultiert das Thema meiner Hausarbeit: Narrative Strategien der Emotionslenkung in „The Dark Knight“ (Nolan, 2008). Ich habe „The Dark Knight“ (Nolan, 2008) als Analysebeispiel ausgewählt, da der Film als erfolgreicher Blockbuster zahlreiche Strategien populärer Filmdramaturgie enthält und gleichzeitig über eine komplexe narrative Struktur verfügt. Ich hoffe, dass es mir gelingt, im Laufe der Hausarbeit narrative Strategien offen zu legen, die Regisseur Christopher Nolan intentional zur Emotionslenkung eingesetzt hat.

Emotionen zu vermitteln ist ein entscheidender Teil des Kommunikationsprozesses zwischen Publikum und Filmemacher: „Filme sind auf die emotionalen Aneignungsprozesse von Zuschauern ausgerichtet, diese bilden ihren intentionalen Horizont“ (Wulff, 2006, p. 18). Emotionen sind Filmen und anderen audiovisuellen Medien also bereits eingeschrieben und von Filmemachern intendiert. Audiovisuelle Medien vereinfachen Emotionalstrukturen und „thematisieren Emotionen in allgemeiner Form, zeigen die Gefühle realer Personen oder erfundener Figuren und lenken das emotionale Erleben der Zuschauer“ (Bartsch, Eder & Fahlenbrach, 2007, p. 10).

Aufbau der Arbeit: Am Anfang steht eine Einführung in das Thema „Narration und Emotion“ (Kapitel 2). Dieses Kapitel legt den Grundstein der Arbeit und errichtet das theoretische Grundgerüst. Nach einer kurzen Vorstellung des Analysebeispiels „The Dark Knight“ folgt das Kapitel „Set the mood“, welches sich inhaltlich mit den Anfangssequenzen audiovisueller Medien beschäftigt und sich auf Smiths „mood-cue approach“ stützt. Das 5. Kapitel „Plotentwicklung“ macht den größten Teil der Arbeit aus und ist in die Unterkapitel „Figurenkonzeption“, „Zielorientierung und Konflikte“ und „Plot Points“ geteilt. Darauf folgt das Kapitel „Auflösung“ sowie das Fazit und das Literaturverzeichnis. Der Aufbau der Hausarbeit orientiert sich an dem kanonischen Story-Schema, welches Filme in 3 Akte (Exposition, Konfrontation und Auflösung) teilt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Narration und Emotion

3. Analysebeispiel: „The Dark Knight“ (Nolan, 2008)

4. Set the mood

5. Plotentwicklung

5.1 Figurenkonzeption

5.2 Zielorientierung und Konflikte

5.3 Plot Points

6. Auflösung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die narrativen und dramaturgischen Strategien, die Filmemacher einsetzen, um Emotionen beim Publikum gezielt zu erzeugen und zu lenken. Anhand des Blockbusters „The Dark Knight“ wird analysiert, wie narrative Strukturen die Zuschauerinvolvierung und emotionale Bewertung von Filmereignissen determinieren.

  • Narrative Strategien der Emotionslenkung
  • Bedeutung von Anfangssequenzen (Mood-Cue Approach)
  • Rolle der Figurenkonzeption und moralischen Identifikation
  • Funktion von Zielorientierung und Konfliktentwicklung
  • Einfluss dramatischer Plot Points auf das Zuschauererleben

Auszug aus dem Buch

5. Plotentwicklung

Plot Points sind dramatische Handlungspunkte (Skarics, 2004) in der Geschichte, „central turning points in the course of action“ (Suckfüll nach Wuss, 2010, p. 42). Plot Points sind Wendepunkte, diese „treiben die Handlung voran, treiben sie in eine andere Richtung, führen uns in ein neues Umfeld (...)“ (Skarics nach Seger, 2004, p. 100). Sie sind außerdem nach Eder (2000): „Ausgangspunkt für Verschärfung des Konflikts“ (p. 87), „kontextrelativer Höhepunkt“ (p. 87) oder ein Ereignis „in dem ein Teilziel der Hauptfigur endgültig erreicht oder verfehlt wird“ (p. 86).

Plot Points sind ein so wichtiger Teil der Narration, weil sie die Handlung vertiefen, den Konflikt verschärfen oder den Protagonisten vor ein neues Problem stellen. Dadurch werden beim Zuschauer „concerns“ hervorgerufen, er bleibt emotional in das Geschehen involviert. Nach Tan: „A positive or negative turn of events gives rise to an emotion“ (1996, p. 56). Wie bereits erläutert, stellt der Zuschauer während der Rezeption Hypothesen über den Verlauf der Handlung auf. Nimmt die Geschichte eine dramatische Wendung, ein Protagonist verfehlt beispielsweise eines seiner Ziele, reagiert der Zuschauer mit unbehaglichen Emotionen (Carroll, 1999). Plot Points intensivieren sozusagen das emotionale Erleben der Zuschauer: Die Lage des Protagonisten wird aussichtloser, das Erreichen des Zieles unwahrscheinlicher, die Spannung wird gesteigert und das Interesse des Zuschauers am Ausgang der Geschichte größer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsinteresse ein, Emotionen durch narrative Strukturen in audiovisuellen Medien gezielt zu lenken, und stellt den Film „The Dark Knight“ als Analysebeispiel vor.

2. Narration und Emotion: Dieses Kapitel erarbeitet das theoretische Fundament, indem es die kognitiven und affektiven Prozesse der Filmrezeption sowie die Bedeutung narrativer Szenarien für die Emotionsentstehung beleuchtet.

3. Analysebeispiel: „The Dark Knight“ (Nolan, 2008): Hier wird der gewählte Film kurz vorgestellt und begründet, warum er trotz komplexer Struktur als ideales Beispiel für klassische Filmdramaturgie dient.

4. Set the mood: Das Kapitel untersucht die Rolle von Anfangssequenzen bei der Etablierung emotionaler Orientierung mittels des „mood-cue approach“.

5. Plotentwicklung: Dieses Hauptkapitel analysiert dramaturgische Mittel wie die Figurenkonzeption, die Etablierung von Zielorientierungen und Konflikten sowie die steuernde Funktion von Plot Points.

6. Auflösung: Die Auflösung beschreibt den dramatischen Höhepunkt und die abschließende Beantwortung der zentralen Fragen des Films im dritten Akt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt, dass narrative Strukturen das grundlegende Instrumentarium für die Lenkung audiovisueller Emotionen darstellen.

Schlüsselwörter

Narrative Strukturen, Emotionslenkung, Filmrezeption, The Dark Knight, Figurenkonzeption, Plot Points, Mood-Cue Approach, Suspense, Identifikation, Empathie, Dramaturgie, Zuschauererleben, Concern-based Construals, Story-Schema, Filmtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung, wie Filme durch gezielte narrative und dramaturgische Strategien die Emotionen des Publikums lenken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Filmrezeptionspsychologie, narrative Strukturen, die Dramaturgie populärer Filme sowie die Bedeutung von Figuren und Konflikten für das emotionale Miterleben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu identifizieren, welche spezifischen narrativen Strategien existieren, um Zuschauerreaktionen zu erzeugen und zu steuern, angewandt am Beispiel von Christopher Nolans „The Dark Knight“.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmtheoretische Analyse, die auf etablierten Ansätzen wie dem „mood-cue approach“, kognitiven Emotionsmodellen und dramaturgischen Standards basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bedeutung der Exposition für die Stimmung, die dramaturgische Konzeption der Protagonisten und Antagonisten, die Entwicklung von Zielkonflikten sowie die Funktion von Plot Points als Wendepunkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Emotionslenkung, narrative Strukturen, Filmrezeption, Suspense und dramaturgische Strategien.

Welche Rolle spielt die „Makro-Frage“ in der Filmanalyse?

Die Makro-Frage dient als zentrales Spannungsinstrument, das den Zuschauer motiviert, den Film aufmerksam zu verfolgen, bis am Ende eine Antwort auf das zentrale Problem der Hauptfigur gegeben wird.

Warum ist „The Dark Knight“ ein besonders geeignetes Beispiel für diese Analyse?

Der Film enthält als erfolgreicher Blockbuster zahlreiche klassische dramaturgische Muster wie Suspense-Aufbau, innere Konflikte und komplexe Wendepunkte, die eine tiefgehende narrative Analyse ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Film „The Dark Knight“ von Christopher Nolan. Welche narrativen Strategien der Emotionslenkung gibt es und wie werden sie praktisch umgesetzt?
Hochschule
Universität Mannheim
Veranstaltung
Audiovisuelle Emotionen
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V320218
ISBN (eBook)
9783668193147
ISBN (Buch)
9783668193154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
The Dark Knight Emotionen Emotionslenkung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2012, Der Film „The Dark Knight“ von Christopher Nolan. Welche narrativen Strategien der Emotionslenkung gibt es und wie werden sie praktisch umgesetzt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320218
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Leseprobe aus  21  Seiten
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