Es ist das Ziel dieser Arbeit, das Social Media Recruiting hinsichtlich seiner Möglichkeiten und Grenzen zu analysieren.
Um dies zu erreichen, wird zunächst die theoretische Grundlage bezüglich des Social Media Recruitings geschaffen, in dem der Begriff zunächst allgemein und anschließend durch eine Dreiteilung detaillierter erläutert wird.
Anschließend werden aktuelle Studien auf die Möglichkeiten und Grenzen des Social Media Recruitings hin analysiert. In einem Fazit wird dargelegt, ob sich die Einführung von Social Media Recruiting als Reaktion auf die aufkommenden Trends eignet.
Für das Jahr 2015 gehen 69% Prozent der Unternehmen davon aus, dass der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ansteigen wird. So stellt sich die Frage, welche kommenden Herausforderungen für eine Verschärfung des Wettbewerbs in Zukunft führen könnten. In diesem Zusammenhang werden oft die größten, externen Trends, welche die Personalwirtschaft nach Meinung der Unternehmen beeinflussen genannt. So stehen die Unternehmen vor der Herausforderung einer alternden Gesellschaft, was dazu führt, dass die Schicht der potentiellen Kandidaten für zu besetzende Stellen immer weiter schrumpft. Oft wird diese Entwicklung einhergehend mit dem Begriff des Fachkräftemangels genannt. Weitergehend stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, dass soziale Netzwerke immer größeren Einfluss auf die Kommunikation der Gesellschaft haben.
Ebenso sehen die Unternehmen unter den aktuellsten Trends einen Wertewandel innerhalb der auf den Arbeitsmarkt nachrückenden Arbeitskräfte. So drängt sich die Frage auf, wie auf die beschriebenen Trends durch Unternehmen reagiert werden kann. Ein Hinweis ergibt sich aus der Tatsache, dass 2015 73% der Unternehmen angaben mehr Geld in das sogenannte „Social Media Recruiting“ zu investieren. Dieses wurde in den vergangenen Jahren oft als Antwort auf die zukünftigen Herausforderungen diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Social Media Recruiting
2.1 Definition
2.2 Verschiedene Perspektiven
3 Literaturanalyse
3.1 Möglichkeiten
3.1.1 Kurzfristige Perspektive
3.1.2 Mittelfristige Perspektive
3.1.3 Langfristige Perspektive
3.2 Grenzen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer kritischen Analyse der Möglichkeiten und Grenzen von Social Media Recruiting aus der Sicht von Unternehmen. Dabei wird untersucht, ob und wie soziale Medien als Antwort auf aktuelle Trends in der Personalwirtschaft, wie etwa den Fachkräftemangel oder den Wertewandel der nachrückenden Generation, effektiv eingesetzt werden können.
- Grundlagen und Definition des Social Media Recruitings
- Differenzierung in kurz-, mittel- und langfristige Recruiting-Perspektiven
- Analyse der Chancen durch Active Sourcing und Mitarbeiterempfehlungen
- Untersuchung der Herausforderungen wie Kontrollverlust und Glaubwürdigkeit
- Bedeutung von Employer Branding im Kontext sozialer Netzwerke
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Kurzfristige Perspektive
Die kurzfristige Perspektive des SMR umfasst alle Einsatzmöglichkeiten für die unmittelbare Stellenbesetzung. In diesem Bereich ergeben sich durch den Einsatz von SMR neue Möglichkeiten, um die Besetzung von Stellen effektiver innerhalb eines Unternehmens hinsichtlich der zukünftigen Herausforderungen voranzutreiben.
Die erste Möglichkeit, welche sich bietet, ist die Nutzung von SMR für das sogenannte „Active Sourcing“. Ins Deutsche übersetzt bezeichnet dieser Begriff die „proaktive Kandidatensuche“, was wiederum die Direktansprache von potentiellen Kandidaten und Talenten für eine zu besetzende Stelle beschreibt. Dabei eröffnet diese Methodik neue Gruppen von potentiellen Kandidaten für eine vakante Stelle, da sie nicht, wie die herkömmliche Vorgehensweise des „Post and Pray“, auf den Pool der aktiv Suchenden zurückgreift, sondern diejenigen, welche auf das Jobprofil passen würden, miteinschließt. „Post and Pray“ bezeichnet den Vorgang des Schaltens einer Personalanzeige in Verbindung mit dem darauffolgenden Hoffen auf eingehende, passende Bewerbungen. Durch die Vorgehensweise des „Active Sourcing“ wird folglich der Kandidatenkreis vergrößert. Dies ist möglich, da nur ein kleiner Anteil der passenden Kandidaten auch kommuniziert aktiv auf Jobsuche zu sein. Ein weitaus größerer Anteil der möglichen Kandidaten wäre aber nicht abgeneigt mit Personalern anderer Unternehmen über Chancen und Angebote zu sprechen. Diese Möglichkeit des „Active Sourcing“ spiegelt sich bereits in einer aktuellen Studie wider, da mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen der Meinung sind, dass Karrierenetzwerke im Rahmen von SMR ein geeigneter Weg zur Identifikation und Ansprache von Kandidaten sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas angesichts aktueller Arbeitsmarkttrends und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Social Media Recruiting: Theoretische Herleitung des Begriffs sowie Erläuterung der zeitlichen Perspektiven des Recruitings.
3 Literaturanalyse: Detaillierte Betrachtung der methodischen Möglichkeiten sowie der bestehenden Risiken und Hindernisse beim Einsatz von Social Media.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle von Social Media Recruiting als notwendige Antwort auf zukünftige Herausforderungen in der Personalwirtschaft.
Schlüsselwörter
Social Media Recruiting, Personalbeschaffung, Active Sourcing, Employer Branding, Fachkräftemangel, Generation Y, Personalmarketing, E-Recruitment, Web 2.0, Mitarbeiterempfehlungen, Arbeitgebermarke, Kommunikation, Rekrutierung, Digitalisierung, Online-Stellenmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung von Social Media Recruiting als Instrument der modernen Personalbeschaffung aus Unternehmensperspektive.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Social Media Recruiting, die Unterscheidung zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Ansätzen sowie die Analyse von Möglichkeiten und Grenzen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Eignung des Social Media Recruitings als Antwort auf drängende Herausforderungen wie den Fachkräftemangel und sich wandelnde Kommunikationsbedürfnisse zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Studien und Fachliteratur auswertet, um Chancen und Risiken des Social Media Recruitings darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine strukturierte Analyse, die Möglichkeiten (Active Sourcing, Employer Branding) den Grenzen (Kontrollverlust, Glaubwürdigkeit) gegenüberstellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Social Media Recruiting, Employer Branding, Active Sourcing, Personalbeschaffung und Generation Y.
Warum spielt die Generation Y eine besondere Rolle bei der Betrachtung von Social Media Recruiting?
Die Generation Y unterscheidet sich in ihrem Mediennutzungs- und Kommunikationsverhalten deutlich von älteren Generationen, was Unternehmen zwingt, ihre Recruiting-Strategien in sozialen Netzwerken entsprechend anzupassen.
Welches zentrale Risiko identifiziert der Autor in Bezug auf die Mitarbeiterbindung?
Ein Risiko besteht in der Vermischung von privater und geschäftlicher Nutzung sozialer Netzwerke, die von einigen Unternehmen als potenzielle Gefahr für die Arbeitsproduktivität wahrgenommen wird.
- Quote paper
- Tim Borneck (Author), 2015, Eine kritische Betrachtung von Social Media Recruiting. Möglichkeiten und Grenzen aus Unternehmenssicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320274