Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Business Management, Corporate Governance

Kulturelle Aspekte von Konfliktmanagement

Title: Kulturelle Aspekte von Konfliktmanagement

Term Paper , 2001 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Mitterer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Einleitung

Die zunehmend internationalen Unternehmenstätigkeiten bringen Führungskräfte immer häufiger in Kontakt mit fremden Kulturen. Bei diesen Begegnungen geht es nicht um freundliche Gespräche mit dem Ziel, einander kennenzulernen und sich zu verständigen. Es geht um die Notwendigkeit, mit Menschen einer anderen Kultur Verhandlungen zu führen, das Verhalten aufeinander abzustimmen und zusammenzuarbeiten, um wirtschaftliche Ziele gemeinsam erfolgreich erreichen zu können. Dabei können eine Reihe von kommunikativen Problemen auftreten, die zu Konflikten und schließlich zum Misserfolg des Geschäftes führen können, weil die kulturell verankerten Mentalitäts- und Verhaltensunterschiede nicht ausreichend Berücksichtigung gefunden haben. Um sich in einem interkulturellen Zusammenhang erfolgreich auszudrücken, bewegen und einbringen zu können, ist eine sensible Erfassung der kulturspezifischen Standards nötig.

Im Rahmen dieser Hausarbeit erfolgt zunächst in Kapitel 2 eine Eingrenzung der Begriffe „Konflikt“ und „Kultur“. Auf eine weiterführende Diskussion wird jedoch verzichtet. Im Weiteren möchte ich in Kapitel 3 das kulturspezifische Konfliktverhalten am Beispiel Chinas und der USA vorstellen, weil gerade der Vergleich dieser beiden Länder sehr gut aufzeigen kann, dass kulturell bedingt Manager sehr unterschiedliches Konfliktverhalten zeigen können. Man kann sich vorstellen, dass Konflikte bei interkulturellen Begegnungen daher vorprogrammiert sind. Aus diesem Grund wird anschließend dargestellt, was passieren kann, wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen aufeinander treffen und wie die zur Zeit in der Literatur vorgeschlagenen Konfliktlösungsstrategien in diesem Zusammenhang aussehen. Abschließend möchte ich meine persönlichen Erfahrungen als Internationale Beteiligungs-Controllerin vorstellen. Den Schluss bildet eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffseingrenzungen

2.1. Konflikt

2.2. Kultur

3. Konfliktrelevante Aspekte innerhalb der Kulturen

3.1. Chinesische Konfliktbewältigung

3.2. Die amerikanische Lösung

3.3. Interkulturelle Begegnungen - Konfliktbewältigungsstrategien

4. Meine persönlichen Erfahrungen als Internationale Beteiligungs-Controllerin

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung kultureller Unterschiede für das Konfliktmanagement in international tätigen Unternehmen. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche kulturelle Mentalitäten und Verhaltensstandards die Konfliktbewältigung beeinflussen und welche Kompetenzen erforderlich sind, um interkulturelle Missverständnisse im geschäftlichen Kontext zu minimieren.

  • Grundlagen der Begriffe "Konflikt" und "Kultur" im interkulturellen Kontext.
  • Kulturspezifisches Konfliktverhalten am Beispiel Chinas und der USA.
  • Analyse von Missverständnissen bei interkulturellen Begegnungen.
  • Entwicklung von interkultureller Kommunikations- und Handlungskompetenz.
  • Reflektion persönlicher Erfahrungen im internationalen Beteiligungs-Controlling.

Auszug aus dem Buch

3.1. Chinesische Konfliktbewältigung

Chinesische Manager bevorzugen einen vermeidenden, ausweichenden Stil, um Konflikte beziehungsweise öffentliche Diskussionen von Konflikten zu bewältigen. Eines der wichtigsten Gründe für das Vermeiden direkter Diskussionen über den Konflikt liegt in dem tief verwurzelten Harmoniestreben der Chinesen beziehungsweise dem Wunsch, vorhandene persönliche Beziehungen um jeden Preis zu bewahren, was an konfuzianische Werte anknüpft. In diesem Zusammenhang spielt „das Gesicht verlieren“ im Sinne von gedemütigt werden eine entscheidende Rolle. Soziale Beziehungen sollen nach Konfuzius in einer Weise gepflegt werden, die jedem die Wahrung des Gesichts ermöglicht. Dementsprechend lernen bereits die Kinder gemäß der konfuzianischen Lehre sich nicht als Individuum, sondern als Mitglied einer Gruppe zu begreifen, in der die individuellen Bedürfnisse und Wünsche zugunsten des Allgemeinwohls zurückgestellt werden, um die Harmonie in der Gruppe zu wahren.

Harmonie zeigt sich unter anderem darin, keine Situation entstehen zu lassen, bei der weder der eine noch der andere das Gesicht im Sinne von Würde und Selbstachtung verlieren kann. Dies bedeutet, keine konfrontativen Verhaltensstrategien anzuwenden, die involvierte Personen bloßstellen könnten. Die Vermeidung einer Disharmonie und eines möglichen Gesichtsverlustes steht im Vordergrund allen Bemühens. Offen vorgetragene Kritik führt damit unweigerlich zu Konflikten. Das bedeutet nicht, dass keine Meinungsverschiedenheiten existieren dürfen, sondern die Probleme werden abgemildert, um sie so dann einer gemeinsamen Lösung zuzuführen. Aus diesem Grund wird auch die Abgabe von eindeutigen Stellungnahmen vermieden, um mögliche Konfrontationen zu vermeiden. Das Wort „nein“ wird selten ausgesprochen, denn „nein“ zu sagen bedeutet bereits Konfrontation und Gesichtsverlust.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Problematik, dass internationale Unternehmenstätigkeiten aufgrund kultureller Unterschiede häufig mit kommunikativen Konflikten verbunden sind.

2. Begriffseingrenzungen: Theoretische Herleitung der Begriffe „Konflikt“ und „Kultur“ unter Berücksichtigung kulturvergleichender Forschungsansätze.

3. Konfliktrelevante Aspekte innerhalb der Kulturen: Detaillierte Gegenüberstellung der Konfliktbewältigungsstile in China und den USA sowie Analyse der resultierenden interkulturellen Herausforderungen.

4. Meine persönlichen Erfahrungen als Internationale Beteiligungs-Controllerin: Erfahrungsbericht über die berufliche Praxis im internationalen Controlling und die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz bei der Zusammenarbeit mit Tochtergesellschaften.

5. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung über die Wichtigkeit sozialer Kompetenz und professioneller Schulung für international tätige Führungskräfte.

Schlüsselwörter

Konfliktmanagement, interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards, China, USA, internationale Unternehmenstätigkeit, Konfliktbewältigung, Harmoniestreben, Gesichtsverlust, soziale Kompetenz, Management, interkulturelle Handlungskompetenz, Reporting, interkulturelle Begegnungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche kulturelle Hintergründe die Art und Weise beeinflussen, wie Manager in verschiedenen Ländern mit Konflikten umgehen und welche Missverständnisse dabei entstehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Kultur und Konflikt, die spezifischen Kommunikations- und Verhaltensmuster in asiatischen (China) und westlichen (USA) Kulturen sowie die Praxis des internationalen Beteiligungs-Controllings.

Was ist das primäre Ziel?

Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für kulturelle Unterschiede in der Konfliktlösung zu schaffen und Strategien zur erfolgreichen interkulturellen Zusammenarbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu interkulturellen Theorien, ergänzt durch eine qualitative Reflexion persönlicher Erfahrungen aus der beruflichen Praxis als Controllerin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, eine vergleichende Analyse des Konfliktverhaltens in China und den USA sowie die Darstellung interkultureller Begegnungen und daraus resultierender Anforderungen an Führungskräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Konfliktmanagement, interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards sowie der Vergleich zwischen asiatischem Harmoniestreben und westlichem konfrontativem Stil.

Wie unterscheidet sich das Konfliktverhalten in China und den USA?

Während chinesische Manager Konflikte aufgrund eines hohen Harmoniestrebens eher vermeiden und den Gesichtsverlust scheuen, bevorzugen US-amerikanische Manager eine direkte, konfrontative Kommunikation zur Problemlösung.

Welche Rolle spielen persönliche Erfahrungen der Autorin?

Die Autorin verdeutlicht an konkreten Fallbeispielen aus dem Reporting, wie Missverständnisse entstehen können und warum eine reine Sachorientierung ohne zwischenmenschliches Feingefühl im internationalen Kontext zu scheitern droht.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Kulturelle Aspekte von Konfliktmanagement
College
Nordakademie University  (FB Betriebswirtschaft)
Course
Comparative Management
Grade
2,0
Author
Claudia Mitterer (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V3202
ISBN (eBook)
9783638119412
Language
German
Tags
Kulturspezifisches Konfliktverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Mitterer (Author), 2001, Kulturelle Aspekte von Konfliktmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3202
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint