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Wie wichtig ist Achtsamkeit in der familiären Kindererziehung? Eine Untersuchung zur subjektiven Sicht der Eltern

Title: Wie wichtig ist Achtsamkeit in der familiären Kindererziehung? Eine Untersuchung zur subjektiven Sicht der Eltern

Master's Thesis , 2015 , 132 Pages , Grade: 5.5 (Schweiz)

Autor:in: Sonja Gross (Author)

Pedagogy - Family Education
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Summary Excerpt Details

Achtsamkeit ist die Haltung der eigenen Person, aber auch anderen gegenüber. Das Konzept der Achtsamkeit hat eine lange Geschichte: Es stammt aus der buddhistischen Philosophie, wird inzwischen aber auch in der Psychologie breit rezipiert und gewinnt in der Erziehungswissenschaft zunehmend an Beachtung.

In diesem Buch untersucht die Autorin, welche Bedeutung Eltern der Achtsamkeit im Kontext der familiären Kindererziehung beimessen und lenkt damit den Fokus auf die Perspektive der Eltern. Die Analyse basiert auf einer empirischen Untersuchung der Autorin, deren Ergebnisse sie vor dem Hintergrund vorliegender Erkenntnisse skizziert und einordnet.

Aus dem Inhalt:

- Geschichte der Achtsamkeit;
- Achtsamkeit in der Erziehung;
- Familie und Erziehung;
- Einflussfaktoren erfolgreicher familiärer Erziehung;
- Subjektive Bedeutung von Achtsamkeit

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Achtsamkeit

2.1 Geschichte der Achtsamkeit

2.1.1 Achtsamkeit oder Sati

2.1.2 Achtsamkeit im Buddhismus

2.1.3 Achtsamkeit in der Wissenschaft

2.2 Definitionsversuche

2.2.1 „Nichturteilend, nichtkognitiv und gegenwartszentriert“?

2.2.2 Achtsamkeit gleich Aufmerksamkeit?

2.2.3 Selbstbezüglichkeit

2.3 Achtsamkeit in der Erziehung (-sgeschichte und -swissenschaft)

2.3.1 Definition (-sprobleme)

2.3.2 Das Modell von Duncan, Coatsworth und Greenberg

2.3.3 Zusammenfassung und Diskussion

3. Kindererziehung

3.1 Familie und Erziehung

3.1.1 Blick in die Entwicklungsgeschichte

3.1.2 Das Konstrukt Familie

3.1.3 Erziehung und deren Ziele

3.2 Einflussfaktoren erfolgreicher familiärer Erziehung

3.2.1 Strukturelle Merkmale

3.2.2 Prozessmerkmal Bindungsqualität

3.2.3 Zusammenfassung und Diskussion

4. Method(-ologische) Grundlegung

4.1 Datenerhebung

4.1.1 Offenes Leitfadeninterview

4.1.2 Interviewaufbau

4.2 Fallauswahl und Feldzugang

4.2.1 Zur Fallzahl

4.2.2 Fallauswahl

4.2.3 Rekrutierung und Postskriptum der Interviewsituationen

4.3 Datenauswertung

4.3.1 Datenaufbereitung

4.3.2 Auswertungsmethode

4.3.3 Grounded Theory

4.4 Methodenüberblick

5. Ergebnisse

5.1 Die Fälle

5.1.1 Fall A – Manuela A.

5.1.2 Fall B – Britta B.

5.2 Achtsamkeit

5.2.1 Explizite Achtsamkeit

5.2.2 Implizite Achtsamkeit

5.2.3 Vergleich

5.3 Einbezug der Rahmenbedingungen

5.3.1 Zeit

5.3.2 Weitere Rahmenbedingungen

5.3.3 Fazit

6. Diskussion

6.1 Inhaltliche Diskussion

6.1.1 Subjektive Bedeutung von Achtsamkeit

6.1.2 Duncans Modell

6.1.3 Struktur- und Prozessunterscheidung

6.1.4 Bindungstheorie

6.2 Strukturelle Diskussion

6.2.1 Fallzahl und Fallauswahl

6.2.2 Datenerhebung und Datenauswertung

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die subjektive Bedeutung, die Eltern der Achtsamkeit im Kontext der innerfamiliären Kindererziehung beimessen. Ziel ist es, durch eine qualitative Rekonstruktion der Perspektiven von Elternteilen zu verstehen, wie Achtsamkeit in Erziehungsprozessen verstanden und umgesetzt wird, wobei die Arbeit insbesondere auf dem Kontrast zwischen verschiedenen individuellen Lebensrealitäten aufbaut.

  • Bedeutung und Konzeptualisierung von Achtsamkeit in der Pädagogik
  • Historische Entwicklung des Verständnisses von Familie und Erziehung
  • Einflussfaktoren familiärer Erziehung (Struktur- vs. Prozessmerkmale)
  • Methodische Anwendung der Grounded Theory in der qualitativen Erziehungsforschung
  • Vergleich subjektiver Bedeutungszuschreibungen von Eltern im Alltag

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Achtsamkeit im Buddhismus

Buddha, der erkannt hat, dass alles Geschaffene vergänglich ist, mahnte zur unablässigen Achtsamkeit. „Die Buddha-Natur ist – vor allem anderen – Achtsamkeit. Die Übung der Achtsamkeit ist die Übung, den Buddha im gegenwärtigen Moment zu Leben zu erwecken. Sie ist der wahre Buddha“ (Thich Nhat Hanh 2000, S. 181). Achtsamkeit ist der bedeutendste Teil des bekanntesten Systems der buddhistischen Meditation, der sogenannten „Satipatthana“, und steht bei allen klassischen Systemen der buddhistischen Meditation im Zentrum (vgl. Bodhi 2013, S. 37ff.). Jedoch muss betont werden, dass Achtsamkeit im Buddhismus mehr ist als eine reine Meditationsübung. „Achtsamkeit ist eine universale Haltung, ihre eigentliche Realisierung findet im Alltag statt und nicht in der isolierten Übungssituation auf dem Meditationskissen“ (Imm 2009, S. 31).

Die Lehre von Buddha, die als „dhamma“ bezeichnet wird, besteht nicht aus einer Reihe von Lehrsätzen, an die man glauben soll, vielmehr handelt es sich um Grundsätze und Übungen, die den Menschen von Leid befreien und auf der Suche nach Glück unterstützen sollen. Achtsamkeit erhält einen besonderen Stellenwert, da Buddha sie in den Achtfachen Pfad und als die vierte der vier edlen Wahrheiten in seine Lehre aufnahm. Die Reden des Buddha wurden vier Jahrhunderte lang mündlich bewahrt und von einer Generation zur nächsten Generation der Rezitatoren überliefert, bevor sie schliesslich in der sogenannten frühen Sammlung, dem Pali-Nikaya, verschriftlicht wurden (vgl. Bodhi 2013, S. 39). Der bekannteste Text über die Achtsamkeitspraxis, das „Satipatthana Sutta“, beginnt mit einem Ausruf, der sowohl das Ziel als auch die Methode der Achtsamkeitsübung beschreibt:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den modernen Zeitgeist, der den Menschen unter Druck setzt, und führt Achtsamkeit als Fähigkeit ein, um im Moment präsent zu sein und die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung zu verbessern.

2. Achtsamkeit: Dieses Kapitel definiert Achtsamkeit ausgehend von buddhistischen Ursprüngen bis hin zur modernen psychologischen Forschung und diskutiert die Übertragbarkeit auf den Erziehungskontext.

3. Kindererziehung: Es erfolgt eine Analyse der historischen Entwicklung von Erziehung und Familie, wobei aktuelle Theorien zu Einflussfaktoren und Bindungsqualität im Fokus stehen.

4. Method(-ologische) Grundlegung: Hier wird das qualitative Vorgehen mittels offener Leitfadeninterviews dargelegt und die Grounded Theory als Auswertungsmethode begründet.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse aus den beiden Fallstudien werden detailliert präsentiert, wobei der Fokus auf den subjektiven Sichtweisen der Eltern hinsichtlich Achtsamkeit liegt.

6. Diskussion: Das Kapitel verknüpft die empirischen Befunde mit den theoretischen Modellen, insbesondere dem Modell von Duncan et al., und reflektiert das methodische Vorgehen.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Bedeutung von Achtsamkeit für Eltern zusammen und gibt Impulse für zukünftige, umfassendere Forschungsvorhaben.

Schlüsselwörter

Achtsamkeit, Kindererziehung, Familienalltag, qualitative Sozialforschung, Grounded Theory, Mindful Parenting, Eltern-Kind-Beziehung, Bindungstheorie, subjektive Bedeutung, Erziehungswissenschaft, Achtsame Wahrnehmung, Achtsamer Umgang, Zeitmanagement, Stresserleben, Selbstregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Achtsamkeit aus der subjektiven Perspektive von Eltern innerhalb der familiären Kindererziehung.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Themen umfassen die Geschichte und Definition von Achtsamkeit, die historische Wandlung von Familie und Erziehung sowie die Analyse persönlicher Erziehungsalltage.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu rekonstruieren, welche subjektive Bedeutung Eltern dem Konzept der Achtsamkeit beimessen und wie sie diese in der Interaktion mit ihren Kindern verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden offene Leitfadeninterviews mit Elternteilen geführt und die Daten mittels der Grounded Theory qualitativ ausgewertet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Achtsamkeit und Erziehung, gefolgt von einer empirischen Analyse, in der zwei spezifische Fälle (Manuela A. und Britta B.) gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Achtsame Wahrnehmung, Achtsamer Umgang, Mindful Parenting sowie der sozio-ökonomische Kontext des Familienalltags.

Warum spielt das "Mami-Gen" in einem der Fälle eine Rolle?

Die Interviewte Britta assoziiert Achtsamkeit mit einem angeborenen "Mami-Gen", was ihre subjektive Vorstellung einer automatisierten oder naturgegebenen Form der Achtsamkeit verdeutlicht.

Wie unterscheidet sich die Umsetzung von Achtsamkeit bei den beiden untersuchten Müttern?

Während Manuela A. in ihrem Alltag häufig Indikatoren achtsamer Wahrnehmung und Umgangsformen zeigt, berichtet Britta B. von Schwierigkeiten, Achtsamkeit aufgrund von Zeitknappheit und Müdigkeit umzusetzen.

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Details

Title
Wie wichtig ist Achtsamkeit in der familiären Kindererziehung? Eine Untersuchung zur subjektiven Sicht der Eltern
College
University of Zurich  (Insitut für Erziehungswissenschaft)
Course
Lehrstuhl für Ausserschulische Bildung und Erziehung
Grade
5.5 (Schweiz)
Author
Sonja Gross (Author)
Publication Year
2015
Pages
132
Catalog Number
V320303
ISBN (eBook)
9783668279896
ISBN (Book)
9783946458906
Language
German
Tags
ausserschulische Bildung und Erziehung Eltern Familie familiäre Erziehung Achtsamkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Gross (Author), 2015, Wie wichtig ist Achtsamkeit in der familiären Kindererziehung? Eine Untersuchung zur subjektiven Sicht der Eltern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320303
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