Institutionen der Wirtschaft und des beruflichen Lebens. Arbeitgeberverbände und Arbeitnehmerverbände


Hausarbeit, 2004
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Gewerkschaften – Interessenvertreter der Arbeitnehmer
2.1 Allgemeines
2.2 Aufgaben der Einzelgewerkschaften
2.3 Aufgaben und Ziele des Deutschen Gewerkschaftsbundes
2.3.1 Aufgaben
2.3.2 Ziele und Reformanstöße des DGB für Wachstum, Beschäftigung, Bildung und Innovation
2.3.2.a Wirtschafts- und Finanzpolitik
2.3.2.b Ausgabenbelastung
2.3.2.c Solidarische Sicherungssysteme
2.3.2.d Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt
2.3.2.e Tarifpolitische Interessenvertretung
2.3.2.f Mitbestimmung
2.3.2.g Innovation

3. Der Arbeitgeberverband
3.1 Allgemeines
3.2 Organe der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände
3.3 Aufgaben der Arbeitgeberverbände und der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände
3.4 Leitziele des Bundesververeinigung der deutschen Arbeitgeberverbände
3.4.1 Arbeitsrecht
3.4.2 Lohn- und Tarifpolitik
3.4.3 Arbeitsmarkt
3.4.4 Bildung, Gesellschaft und Grundsatzfragen
3.4.5 Soziale Sicherung
3.4.6 Betriebliche Personalpolitik und berufliche Bildung
3.4.7 Europäische Union und internationale Sozialpolitik

4. Schlussbetrachtung

5. Quellenverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

1. Vorwort

Im Rahmen der Veranstaltung: „Schule und das außerschulische Kooperationsfeld Unternehmen“ unter der Leitung von Herrn Dr. XY, war es möglich, sich mit den Institutionen der Wirtschaft und des Berufslebens zu beschäftigen, welches auch den wesentlichen Gegenstand dieser Ausarbeitung darstellt.

Bezieht man die Interessenvertretung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zunächst in den Focus von Schülerinnen und Schüler mit ein, wird schnell klar, dass diese umfassend über Aufgaben und Ziele beider Interessenvertreter informiert sein müssen. Da allgemein das Problem besteht, dass Erwachsene wie auch junge Auszubildende z. T. vor schwierigen und schwerwiegenden beruflichen Problemen stehen, ist ihnen das Wissen und die Hilfestellung seitens der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbänden (je nach Sicht) sehr hilfreich.

Allgemeiner Auftrag der Arbeitgeber- wie auch der Arbeitnehmerorganisationen ist die Vertretung der Interessen. Solche Interessen sind jedoch nicht statisch – sondern unterliegen, wie auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, einen beständigen Wandel. Innerhalb diesem Wandel müssen Aufgaben und Ziele ständig überdacht und erweitert werden. Sieht man in der Zeitgeschichte zurück, setzte mit dem Beginn der Industrialisierung auch der Kampf der Arbeiter um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Durch das Überangebot an Arbeitskräften und das Fehlen jeder Arbeits- und Sozialgesetzgebung war es den Arbeitgebern möglich, die Arbeitnehmer rücksichtslos auszubeuten. Mit Minimallöhnen bezahlt, wurden diese bis zur Erschöpfung ausgebeutet. Als ihnen bewusst wurde, dass sie als einzelne keine Möglichkeit hatten sich gegen die Arbeitsbedingungen zu beschweren, schlossen sie sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen. In Verhandlungen mit dem Arbeitgebern sollten höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen ausgehandelt werden. Als Gegengewicht zu den Gewerkschaften begannen sich auch die Unternehmer zusammenzuschließen um ihre Interessen gegenüber den Arbeitnehmerverbänden standhafter zu vertreten.

Durch diese Hausarbeit möchte ich den Focus meiner Betrachtung auf die Interessenvertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer lenken und anhand ihres jeweiligen Auftrages und ihrer Ziele, Reformen und Leitziele thematisieren, die sie in sozialpolitischer Hinsicht diskutieren.

2. Die Gewerkschaften – Interessenvertreter der Arbeitnehmer

2.1 Allgemeines

Gewerkschaften sind Zusammenschlüsse von Arbeitnehmern zur Vertretung ihrer Interessen gegenüber Arbeitgebern und Staat.

Rechtliche Grundlage für den Zusammenschluss zu Verbänden von Arbeitnehmern auf der einen und Arbeitgebern auf der anderen Seite, ergibt sich aus Artikel 9 des Grundgesetzes, was einen jeden Koalitionsfreiheit garantiert.

Innerhalb des Zusammenschlusses der Arbeitnehmer haben sich drei Gewerkschaftsbünde herauskristallisiert, die letztlich Dachorganisationen der einzelnen Gewerkschaften sind:

- Der deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist die größte Dachorganisation[1]
- Der deutsche Beamtenbund repräsentiert die zweitgrößte Organisation
- Der christliche Gewerkschaftsbund

Innerhalb der Dachorganisationen haben sich Arbeitnehmer speziell zu ihrer jeweiligen Branche in der sie tätig sind, zu Einzelgewerkschaften zusammen-geschlossen. Dachverband ist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit rund 8 Millionen Mitgliedern, die sich auf 8 Mitgliedsgewerkschaften aufteilen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: prozentuale Aufteilung der Mitgliedsgewerkschaften im DBG

Als Vertreter der Gewerkschaftsmitglieder kommen im Bundeskongress alle 4 Jahre 400 Delegierte zusammen, um strategische Entscheidungen für die nächsten Jahre zu treffen. Er ist das höchste Beschlussgremium des deutschen Gewerkschafts-bundes. Der Bundeskongress wählt außerdem den geschäftsführenden Bundes-vorstand, der aus 5 Mitgliedern besteht. Er bildet somit gemeinsam mit dem Vorsitzenden der acht DGB Gewerkschaften den DGB Bundesvorstand.

Zwischen den Bundeskongressen trifft der Bundesausschuss einmal im Jahr zentrale Entscheidungen. Ihm gehören neben 70 Mitgliedern der Gewerkschaften auch die Mitglieder des Bundesvorstandes und die Vorsitzenden der DGB- Bezirke an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Aufbau und Gliederung der Gewerkschaften

[v. l. n. r. IG Bauen- Agrar- Umwelt, IG Bergbau, Chemie, Energie, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, IG Metall, Gewerkschaft Nahrung- Genuss- Gaststätten, Gewerkschaft der Polizei, Transnet, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft]

2.2 Aufgaben der Einzelgewerkschaften

Allgemein haben die Einzelgewerkschaften die Aufgabe, die Interessen der Arbeitnehmer zu wahren und zu schützen.

Außerdem haben sie im speziellen folgende Aufgaben:

- setzen sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen (z. B. Lohnerhöhungen, Arbeitszeitverkürzungen, Urlaubsverbesserung, Bildungs-urlaub) ein
- gewähren Rechtschutz für die Mitglieder durch Vertretung vor dem Arbeits- und Sozialgericht
- handeln mit den Arbeitgeberverbänden neue Tarifverträge aus
- geben Hilfestellung bei der Gründung von Betriebsräten
- unterstützen Beschäftigte bei betrieblichen Konflikten
- führen den Arbeitskampf und organisieren Streiks
- zahlen Streikunterstützung bei entfallenen Entgelt durch Streiks

2.3 Aufgaben und Ziele des Deutschen Gewerkschaftsbundes

2.3.1 Aufgaben

Zu den allgemeinen Aufgaben des DGB gehören zum einen die Vertretung der Einzelgewerkschaften gegenüber den politischen Entscheidungsträgern, Parteien und Verbänden auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Außerdem koordiniert er gewerkschaftliche Aktivitäten z. B. in Form von Streiks, die er aber selbst nicht ausruft. Er arbeitet auf internationaler Ebene im europäischen Gewerkschaftsbund und im Internationalen Bund Freier Gewerkschaften mit. Ebenso wie die Einzelgewerkschaften ist er unabhängig aber politisch nicht neutral und bezieht Position im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

[...]


[1] Innerhalb der Hausarbeit wird lediglich auf den deutschen Gewerkschaftsbund mit deren Einzelgewerkschaften eingegangen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Institutionen der Wirtschaft und des beruflichen Lebens. Arbeitgeberverbände und Arbeitnehmerverbände
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für ökonomische Bildung)
Veranstaltung
Schule und das außerschulische Kooperationsfeld Unternehmen
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V320358
ISBN (eBook)
9783668190320
ISBN (Buch)
9783668190337
Dateigröße
607 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitnehmerverband, Arbeitgeberverband
Arbeit zitieren
Daniel von Kirchner (Autor), 2004, Institutionen der Wirtschaft und des beruflichen Lebens. Arbeitgeberverbände und Arbeitnehmerverbände, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320358

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