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Das Toleranzkonzept Rainer Forsts im Vergleich zur UNESCO-Erklärung der Prinzipien von Toleranz

Titel: Das Toleranzkonzept Rainer Forsts im Vergleich zur UNESCO-Erklärung der Prinzipien von Toleranz

Hausarbeit , 2013 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jacqueline Rapp (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Toleranz ist politisch und ideengeschichtlich von großer Bedeutung, denn Toleranz ist ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Demokratie. Toleranz stellt eine unverzichtbare, aber auch umstrittene Tugend dar. Der Grund, warum der Begriff „Toleranz“ konfliktbehaftet ist, mag der sein, dass Toleranz eine Tugend darstellt, die während eines menschlichen Streits gefordert ist, die aber gleichzeitig auch schon immer ein Gegenstand des Streits gewesen ist.

Die Mitgliedstaaten der UNESCO verabschiedeten während ihrer 28. Generalkonferenz im Herbst 1995 in Paris die „Erklärung von Prinzipien der Toleranz“, weil sie "den Gedanken der Toleranz in unserer Gesellschaft […] verbreiten" wollen, da Toleranz "eine notwendige Voraussetzung für den Frieden und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker" ist. Die UNESCO-„Erklärung von Prinzipien der Toleranz“ ist die einzige internationale Schrift, die den Begriff der Toleranz in einer Erklärung darlegt.

In meiner Arbeit möchte ich mich mit der Toleranzkonzeption des Philosophen und Politologen Rainer Forst beschäftigen und sie mit der UNESCO-„Erklärung von Prinzipien der Toleranz“ vergleichen. Dabei möchte ich der Frage nachgehen, in wie weit Forsts Toleranzkonzept mit dem Toleranzverständnis der UNESCO übereinstimmt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. RAINER FORST

2. DIE UNESCO- ERKLÄRUNG VON PRINZIPIEN DER TOLERANZ

2.1 DIE ERKLÄRUNG VON PRINZIPIEN DER TOLERANZ IM VERGLEICH ZU RAINER FORSTS TOLERANZKONZEPTION

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Toleranzkonzept des Philosophen Rainer Forst theoretisch aufzuarbeiten und mit dem Toleranzverständnis der „Erklärung von Prinzipien der Toleranz“ der UNESCO kritisch zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Begründung und Anwendung von Toleranz herauszuarbeiten.

  • Philosophische und politische Grundlagen des Toleranzbegriffs
  • Analyse der Toleranzkonzeption nach Rainer Forst
  • Untersuchung der UNESCO-„Erklärung von Prinzipien der Toleranz“
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Konzepte
  • Bedeutung der Toleranz für demokratische Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

1. Rainer Forst

Rainer Forst, geboren am 15. August 1964 in Wiesbaden, studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt a.M. und New York. Er promovierte im Jahr 1993 bei Jürgen Habermas mit einer Arbeit zur politischen und sozialen Gerechtigkeit. Später arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent erst an der FU Berlin, dann in Frankfurt a.M. Im Jahr 2003 habilitierte Forst in Philosophie mit der Schrift „Toleranz im Konflikt“. Nach dem Erhalt des Heisenbergstipendiums, nahm Forst im Jahr 2004 die Professur für politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität in Frankfurt an. Seit 2007 ist Rainer Forst Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, erhielt er im Jahr 2012 (vgl. „Curriculum Vitae“, Online-Ressource).

Nach Rainer Forst handelt es sich bei dem Begriff Toleranz um eine umstrittene Tugend. Die Problematik mit der dieser Begriff belegt ist, führt Forst auf die Tatsache zurück, dass Tugend als Toleranz im Zusammenleben der Menschen vorkommt. Von Bedeutung ist hierbei, dass Menschen eigene Erfahrungen, Perspektiven, Interessen und Wertvorstellungen haben und nicht wie Maschinen funktionieren (vgl. Forst 2000 S. 8). Forst beschäftigt sich nicht nur mit dem gegenwärtigen Toleranzdiskurs, sondern auch mit dem historischen, da der Begriff der Toleranz vor allem ab dem 16. Jahrhundert im Zuge der innerhalb des Christentums aufbrechenden, religiösen Konflikten geprägt wurde. Historische, als auch gegenwärtige Toleranzdiskurse, werden von unterschiedlichen Rechtfertigungen geprägt, zu denen unter anderen pragmatische oder strategische Klugheitserwägungen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische und politische Bedeutung von Toleranz als Tugend in einer funktionierenden Demokratie ein und benennt die Forschungsfrage der Arbeit.

1. RAINER FORST: Dieses Kapitel stellt die Biografie des Philosophen vor und erläutert seine theoretischen Grundlagen zur Toleranz, einschließlich seiner Paradoxien und Konzeptionen im politischen Kontext.

2. DIE UNESCO- ERKLÄRUNG VON PRINZIPIEN DER TOLERANZ: Hier wird der Hintergrund der UNESCO-Erklärung beleuchtet sowie deren inhaltliche Struktur und Definition von Toleranz dargestellt.

2.1 DIE ERKLÄRUNG VON PRINZIPIEN DER TOLERANZ IM VERGLEICH ZU RAINER FORSTS TOLERANZKONZEPTION: Dieser Abschnitt analysiert die Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen dem systemischen Ansatz von Forst und den in der UNESCO-Erklärung geforderten Werten.

3. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des Toleranzkonzepts nach Forst zur Analyse aktueller Toleranzdebatten.

Schlüsselwörter

Toleranz, Rainer Forst, UNESCO, Toleranzbegriff, politische Philosophie, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Diskriminierung, Interdependenz, moralische Verpflichtung, Demokratie, Rechtfertigung, Tugend, pluralistische Gesellschaft, ethische Konflikte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Untersuchung des Toleranzbegriffs und vergleicht das wissenschaftliche Konzept des Philosophen Rainer Forst mit der internationalen Erklärung der UNESCO.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die philosophische Herleitung von Toleranz, die verschiedenen Toleranzkonzeptionen im politischen Raum sowie die Bedeutung von Toleranz für den sozialen Frieden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit das theoretische Toleranzkonzept von Rainer Forst mit dem in der UNESCO-Erklärung von 1995 verankerten Toleranzverständnis korrespondiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse (komparative Methode), um die abstrakten Konzepte von Forst mit den normativen Vorgaben der UNESCO gegenüberzustellen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die biografischen und theoretischen Eckpunkte zu Rainer Forst als auch die sechs Artikel der UNESCO-Erklärung analysiert und in Beziehung zueinander gesetzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind hierbei Toleranz, Rechtfertigung, moralische Verpflichtung, Menschenrechte, Demokratie und die von Forst entwickelten Paradoxien der Toleranz.

Inwiefern unterscheidet sich die "Erlaubnis-Konzeption" von der "Respekt-Konzeption"?

Die Erlaubnis-Konzeption ist primär pragmatisch begründet und zielt auf die Wahrung der öffentlichen Ordnung ab, während die Respekt-Konzeption auf einer moralisch begründeten, wechselseitigen Achtung der Bürger basiert.

Was versteht Forst unter der "Paradoxie des toleranten Rassisten"?

Die Paradoxie beschreibt den Umstand, dass ein Rassist als umso toleranter erscheinen könnte, je mehr er seine Ablehnung auf Basis seiner Überzeugungen artikuliert, was jedoch durch eine normative Begründungspflicht entkräftet wird.

Welche Rolle spielt der Begriff der "Gerechtigkeit" in der Argumentation?

Forst verknüpft Toleranz eng mit Gerechtigkeit, indem er sie als Tugend der Gerechtigkeit definiert, die ein „Recht auf Rechtfertigung“ für alle Beteiligten erfordert.

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Details

Titel
Das Toleranzkonzept Rainer Forsts im Vergleich zur UNESCO-Erklärung der Prinzipien von Toleranz
Note
2,0
Autor
Jacqueline Rapp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V320423
ISBN (eBook)
9783668197688
ISBN (Buch)
9783668197695
Sprache
Deutsch
Schlagworte
toleranzkonzept rainer forsts vergleich unesco-erklärung prinzipien toleranz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Rapp (Autor:in), 2013, Das Toleranzkonzept Rainer Forsts im Vergleich zur UNESCO-Erklärung der Prinzipien von Toleranz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320423
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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