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Ansätze psychomotorisch orientierter Sprachförderung in der Sprachheilpädagogik

Die Modelle von Olbrich, Eckert, Kleinert-Molitor und Lütje-Klose im Vergleich

Titel: Ansätze psychomotorisch orientierter Sprachförderung in der Sprachheilpädagogik

Akademische Arbeit , 2003 , 36 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Janina Daab (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Psychomotorische Förderung wird von vielen Pädagogen in allen organisatorischen Modellen der Sprachheilpädagogik genutzt, um Kinder beim Aufbau sprachtragender Basiskompetenzen zu unterstützen, ihnen bedeutungsvolle gemeinsame Handlungssituationen anzubieten und vielfältige Sprachlerngelegenheiten zu eröffnen. Dazu haben die Veröffentlichungen einiger Autoren (unter anderem von Olbrich, Eckert, Kleinert-Molitor) beigetragen, die seit Ende der 70er und Beginn der 80er Jahre ihre Ansätze entwickelt haben. Ihr Verdienst als „Grenzgänger“ der Sprachheilpädagogik und der Psychomotorik ist es, als erste die Dimension der Kommunikation und Sprache in die Welt der Psychomotorik eingebracht und gleichzeitig zu einem frühen Zeitpunkt psychomotorische Erfahrungen in die Sprachheilpädagogik integriert zu haben. Ihre Vorstellungen wurden seitdem von verschiedenen Autoren (unter anderem von Lütje-Klose) aufgegriffen und weiterentwickelt.

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze psychomotorisch orientierter Sprachförderung von Ingrid Olbrich, Renate Eckert, Barbara Kleinert-Molitor sowie Birgit Lütje-Klose.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Ingrid OLBRICH - Die Integrierte Sprach- und Bewegungstherapie (ISBT)

2. Renate ECKERT - Die Integrierte Entwicklungs- und Kommunikationsförderung (IEK)

3. Barbara KLEINERT-MOLITOR - Die Psychomotorisch orientierte Sprachentwicklungsförderung

3.1 Wahrnehmungs- und Bewegungshandeln mit Sprachbegleitung

3.2 Begegnung von Sprach- und Bewegungshandeln

3.3 Sprachhandeln mit Bewegungsbegleitung

4. Birgit LÜTJE-KLOSE - eine kind- und umfeldbezogene Förderdiagnostik

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht verschiedene Ansätze der psychomotorisch orientierten Sprachförderung innerhalb der Sprachheilpädagogik. Ziel ist es, die Modelle von Olbrich, Eckert, Kleinert-Molitor und Lütje-Klose im Vergleich darzustellen und deren spezifische methodische Schwerpunkte in der Förderung sprachentwicklungsgestörter Kinder herauszuarbeiten.

  • Grundlagen der psychomotorisch orientierten Sprachförderung
  • Vergleich therapeutischer Modelle und Förderkonzepte
  • Bedeutung von Spiel- und Bewegungshandeln für den Spracherwerb
  • Methoden der kind- und umfeldbezogenen Förderdiagnostik
  • Rolle des Therapeuten und Einbeziehung des sozialen Umfelds

Auszug aus dem Buch

Die Stärkung der Mutter-Kind- (Vater-Kind-) Dyade

Die Beteiligung eines Elternteils ist das wichtigste Merkmal der ISBT. Durch fantasie- und reizvolle Materialen werden beteiligte Eltern und ihre Kinder zu Partnern, die gemeinsam eine Spielhandlung vollführen. Es entsteht ein gleichberechtigtes, partnerschaftliches Experimentieren. In der Sicherheit und Geborgenheit der Zweierbeziehung zu Mutter oder Vater, kann die Bereitschaft zur Kontaktaufnahme über Sprache wieder erwachen.

Es ist wichtig, dass sich diese Interaktion zwischen dem Kind und einem/beiden Elternteil/en vollzieht, um die Sprachentwicklung in einer stützenden Atmosphäre zu fördern. Menschliche Entwicklung vollzieht sich unter normalen Umständen nicht in der Isolation, sondern in der sozialen Gemeinschaft. Auch bei gestörter Sprachentwicklung kann Sprache optimal nur in der Gemeinschaft erworben werden. Das macht deutlich, dass eine duale Beziehung eines Therapeuten zu seinem Klienten in diesem Fall, dem Sinn sozialer Gemeinschaft, nicht förderlich sein kann.

In der ISBT sind die Kinder-Eltern-Gruppen über lange Zeit stabil, es wird keine Einzeltherapie angeboten. OLBRICH stellt fest, dass sich so die Teilnehmer in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützen und fördern (vgl. OLBRICH 1989 (a), S.257).

Mit den Inhalten der Psychomotorik, die bereits genannt wurden, werden für den Therapieprozess bedeutsame sprachentwicklungspsychologische Phasen miteinander verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ingrid OLBRICH - Die Integrierte Sprach- und Bewegungstherapie (ISBT): Das Kapitel stellt die von Ingrid Olbrich entwickelte Therapieform vor, die Sprachentwicklung durch die Stärkung der Gesamtpersönlichkeit und die Integration von Bewegung und Wahrnehmung fördert.

2. Renate ECKERT - Die Integrierte Entwicklungs- und Kommunikationsförderung (IEK): Dieser Abschnitt beschreibt den Ansatz von Renate Eckert, der verschiedene pädagogische und therapeutische Elemente vereint, um Kommunikation in offenen, situativen Lernräumen zu ermöglichen.

3. Barbara KLEINERT-MOLITOR - Die Psychomotorisch orientierte Sprachentwicklungsförderung: Hier wird das Modell von Kleinert-Molitor erläutert, das Sprache als "Schlüsselwerkzeug" begreift und in drei gezielten Förderphasen direkt auf sprachliche Strukturen einwirkt.

3.1 Wahrnehmungs- und Bewegungshandeln mit Sprachbegleitung: Dieses Unterkapitel fokussiert auf die erste Phase des Förderplans, in der die Schulung von Basisfunktionen sowie Bewegung und Wahrnehmung im Vordergrund stehen.

3.2 Begegnung von Sprach- und Bewegungshandeln: Der Abschnitt thematisiert die zweite Phase, in der Sprache durch gezielte Situationsgestaltung zum unverzichtbaren Bestandteil von Spielaktivitäten wird.

3.3 Sprachhandeln mit Bewegungsbegleitung: Das Kapitel behandelt die dritte Phase, in der Sprache das zentrale Instrument zur Handlungsplanung und -ausführung darstellt und gezielt syntaktisch-morphologische Störungen adressiert werden.

4. Birgit LÜTJE-KLOSE - eine kind- und umfeldbezogene Förderdiagnostik: Dieser Teil beschreibt den diagnostischen Ansatz von Lütje-Klose, der Diagnostik und Förderung als zirkulären Prozess versteht, der sowohl das Kind als auch sein soziales Umfeld einbezieht.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die vorgestellten Ansätze zusammen und zeigt auf, dass sie sich trotz unterschiedlicher Schwerpunkte gegenseitig ergänzen und gemeinsam die Psychomotorik in der Sprachheilpädagogik bereichern.

Schlüsselwörter

Psychomotorik, Sprachheilpädagogik, Sprachförderung, Sprachentwicklungsstörung, ganzheitliche Förderung, Handlungskompetenz, Interaktion, Spielhandlung, Bewegungsförderung, Förderdiagnostik, Elternarbeit, Integrierte Sprach- und Bewegungstherapie, Kommunikation, Entwicklungsförderung, Sprachvermögen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen der psychomotorisch orientierten Sprachförderung im Kontext der Sprachheilpädagogik und vergleicht die Modelle renommierter Vertreterinnen wie Olbrich, Eckert, Kleinert-Molitor und Lütje-Klose.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Integration von Bewegung und Sprache, die Bedeutung des Spiels als Sprachlernort, die Rolle der Bezugspersonen und die methodische Planung von Förderstunden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein vergleichender Überblick über die theoretischen Grundlagen und methodischen Umsetzungen der verschiedenen psychomotorischen Förderansätze, um deren Nutzen für sprachentwicklungsgestörte Kinder aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die auf den Konzepten der genannten Fachautorinnen basiert und diese strukturiert miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der spezifischen Förderkonzepte (ISBT, IEK, etc.), deren methodische Umsetzung in Phasen sowie die Bedeutung der Förderdiagnostik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind Psychomotorik, Sprachheilpädagogik, ganzheitliche Förderung, Handlungskompetenz, Interaktion und Förderdiagnostik.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von KLEINERT-MOLITOR von den anderen Modellen?

Im Unterschied zu den familientherapeutisch orientierten Ansätzen von Olbrich und Eckert setzt Kleinert-Molitor stärker auf eine direkte, methodisch geplante Einwirkung auf spezifische sprachliche Strukturen innerhalb von Kleingruppen in schulischen oder vorschulischen Kontexten.

Warum spielt die Diagnostik bei Lütje-Klose eine so zentrale Rolle?

Lütje-Klose betont, dass eine fundierte Diagnostik die zwingende Voraussetzung für jede erfolgreiche Förderung ist, da nur so ein an den aktuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes orientiertes, bedeutsames Handeln geplant und durchgeführt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansätze psychomotorisch orientierter Sprachförderung in der Sprachheilpädagogik
Untertitel
Die Modelle von Olbrich, Eckert, Kleinert-Molitor und Lütje-Klose im Vergleich
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Sonderpädagogik)
Note
sehr gut
Autor
Janina Daab (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
36
Katalognummer
V320427
ISBN (eBook)
9783668188723
ISBN (Buch)
9783668188730
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansätze sprachförderung sprachheilpädagogik modelle olbrich eckert kleinert-molitor lütje-klose vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Daab (Autor:in), 2003, Ansätze psychomotorisch orientierter Sprachförderung in der Sprachheilpädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320427
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Leseprobe aus  36  Seiten
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