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Der psychologische Ansatz der Filmanalyse. Eine Analyse des Kurzfilms „Schwarzfahrer“

Titel: Der psychologische Ansatz der Filmanalyse. Eine Analyse des Kurzfilms „Schwarzfahrer“

Hausarbeit , 2014 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Svenja Schäfer (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll der psychologische Ansatz der Filmanalyse am Beispiel des Kurzfilms „Schwarzfahrer“ erläutert werden. Die zentralen Fragen, die sich hierbei ergeben, lauten, inwiefern die einzelnen Filmfiguren im Film „Schwarzfahrer“ zueinander stehen, und inwieweit man die Personen einer speziellen Sympathie- und Antipathie-Skala zuordnen kann, beziehungsweise welche empathischen Empfindungen durch die Filmfiguren im Allgemeinen hervorgerufen werden.

Da dies jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich sein kann, wird die Analyse eine subjektive Wertung enthalten. Das gilt generell für die gesamte Filmanalyse, denn hierfür gibt es keinen „Königsweg“. Jeder Film benötigt eine eigene Analyse, die genau zu ihm passt. Viele Wissenschaftler vertreten bei der Filmanalyse ihren eigenen Ansatz, was deutlich macht, dass dies ein sehr interessengeleitetes Gebiet ist, worauf im Laufe dieser Hausarbeit noch genauer eingegangen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansätze der Filmanalyse

2.1 Der psychologische Ansatz

3. „Schwarzfahrer“ – Inhalt und Hintergrundinformationen

4. Figurenkonstellation in „Schwarzfahrer“

4.1 Das empathische Feld der Filmfiguren in „Schwarzfahrer“

5. Schlussteil – Meine subjektiven empathischen/konterempathischen sowie sympathischen/antipathischen Empfindungen zu den Figuren in „Schwarzfahrer“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den psychologischen Ansatz der Filmanalyse am Beispiel des Kurzfilms „Schwarzfahrer“ und analysiert dabei die zwischenmenschlichen Beziehungen sowie das empathische Empfinden der Zuschauer gegenüber den dargestellten Filmfiguren.

  • Grundlagen der psychologischen Filmanalyse und kognitiver Ansatz
  • Inhaltliche Analyse und Hintergrund des Films „Schwarzfahrer“
  • Strukturierung der Figurenkonstellation und empathische Felder
  • Subjektive Bewertung der Filmfiguren mittels Sympathie- und Antipathie-Skalen

Auszug aus dem Buch

2.1 Der psychologische Ansatz

Lange Zeit sah die psychoanalytische Filmtheorie ihre Aufgabe in der „Interpretation der Psyche von Filmfiguren“.10 Die kognitive Psychologie sei jedoch der Ansicht gewesen, dass der hierdurch fehlende Realitätsbezug nicht der richtige Weg sei. Spielfilme würden, so die Vertreter des kognitiven Ansatzes, wie reale Fallgeschichten behandelt werden, obwohl sie eigentlich nur fiktive Geschichten darstellen. Der kognitive11 Ansatz beschäftige sich mit den „Prozessen, die zwischen der Reizaufnahme und dem daran anschließenden Erleben und Verhalten des Zuschauers stattfinden“. Es werde also nicht mehr nur die Psyche der Filmfigur analysiert, sondern der Schwerpunkt liege jetzt auf der Psyche des Zuschauers.12 Im Allgemeinen gehe es darum, dass der Zuschauer sich kognitiv in die Lage der Filmfigur versetzt und deren Gefühle teilt. Somit verstehe er, warum die Figur in bestimmten Situationen ein bestimmtes Verhalten aufzeigt. Wie bereits in der Einleitung erläutert, nennt man diesen Vorgang Empathie. Da der Zuschauer sich jedoch in der Regel nicht nur in eine Person hineinversetzt und mit dieser mitfühlt, sondern für alle Filmfiguren Empathie empfindet, spricht man, laut Klant und Spielmann, von einem „empathischen Feld“ der Figurenkonstellation, welches beispielsweise neben dem Protagonisten auch den Antagonisten, also den Gegenspieler, enthält. Der Zuschauer versetze sich auch in das Innenleben der Antagonisten hinein, was von der kognitiven Filmtheorie als „Konterempathie“ bezeichnet werde.

Zudem spielen noch die Begriffe „Sympathie“ und „Antipathie“ eine Rolle. Hierbei werde das Innenleben der Figuren bewertet, was jedoch nicht immer eindeutig ausfalle, da die Zuschauer subjektive Vorstellungen haben. Dass sich Sympathieempfindungen von empathischen Prozessen nicht leicht unterscheiden lassen und hierbei Schwierigkeiten auftreten können, wird in dem Zitat von Hans J. Wulff, welches am Anfang dieser Hausarbeit aufgeführt ist, deutlich.13

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der psychologischen Filmanalyse ein und erläutert die zentrale Forschungsfrage, die sich mit der Figurenkonstellation und den empathischen Reaktionen im Film beschäftigt.

2. Ansätze der Filmanalyse: Es wird ein Überblick über verschiedene Methoden der Filmanalyse gegeben, wobei der Fokus insbesondere auf dem psychologischen und kognitiven Ansatz liegt.

2.1 Der psychologische Ansatz: Dieser Abschnitt vertieft die theoretischen Grundlagen der kognitiven Filmpsychologie, insbesondere die Konzepte Empathie, Konterempathie sowie Sympathie und Antipathie.

3. „Schwarzfahrer“ – Inhalt und Hintergrundinformationen: Hier wird der Kurzfilm von Pepe Danquart kurz vorgestellt und die gesellschaftliche Thematik der Ausländerdiskriminierung eingeführt.

4. Figurenkonstellation in „Schwarzfahrer“: Dieses Kapitel analysiert die Rollenverteilung der wichtigsten Akteure und deren jeweilige Interaktionen im Film.

4.1 Das empathische Feld der Filmfiguren in „Schwarzfahrer“: Die Analyse konzentriert sich darauf, wie der Zuschauer gegenüber verschiedenen Charakteren Empathie, Konterempathie oder Fremdschämen empfindet.

5. Schlussteil – Meine subjektiven empathischen/konterempathischen sowie sympathischen/antipathischen Empfindungen zu den Figuren in „Schwarzfahrer“: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Gefühle und erstellt eine persönliche Sympathie- und Antipathie-Skala für die Figuren des Films.

Schlüsselwörter

Filmanalyse, Psychologischer Ansatz, Kognitive Psychologie, Schwarzfahrer, Empathie, Konterempathie, Sympathie, Antipathie, Figurenkonstellation, Pepe Danquart, Filmdidaktik, Diskriminierung, Protagonist, Antagonist, Zuschauerpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung psychologischer Analysemethoden auf den Film „Schwarzfahrer“ unter besonderer Berücksichtigung der kognitiven Wahrnehmung durch den Zuschauer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Filmanalyse, das Verständnis von Empathie im Kino sowie die spezifische Analyse von Figurenkonstellationen und Sympathie-Empfindungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Beziehungsgefüge der Filmfiguren zu entschlüsseln und zu untersuchen, welche empathischen Reaktionen die Handlungen der Figuren beim Publikum auslösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt den psychologischen (insbesondere den kognitiven) Ansatz der Filmanalyse und verbindet diesen mit einer subjektiven hermeneutischen Interpretation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Einführung in den psychologischen Ansatz, eine inhaltliche Vorstellung des Films sowie eine detaillierte Untersuchung der Figuren und des sogenannten „empathischen Feldes“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Filmanalyse, Empathie, Konterempathie, Figurenkonstellation und die Bewertung von Protagonisten und Antagonisten in fiktiven Erzählungen.

Welche Rolle spielt die „Konterempathie“ in diesem Film?

Konterempathie beschreibt das Hineinversetzen des Zuschauers in das Innenleben von Antagonisten, in diesem Fall der alten Dame, deren rassistische Äußerungen zwar abgelehnt werden, deren Beweggründe jedoch durch das Vorwissen des Zuschauers nachvollziehbar bleiben.

Warum wird der Mofafahrer als „Schwarzfahrer“ bezeichnet?

Der Mofafahrer ist die einzige Person, die tatsächlich keinen Fahrschein besitzt, da er aufgrund einer Panne seines Fahrzeugs unter Zeitdruck in die Bahn eingestiegen ist; er profitiert zudem indirekt von der Haupthandlung.

Wie bewertet die Autorin das Ende des Films?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die alte Dame durch den Vorfall vermutlich nicht geläutert wurde, sondern sich eher in ihrer negativen Haltung gegenüber Ausländern bestätigt fühlt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der psychologische Ansatz der Filmanalyse. Eine Analyse des Kurzfilms „Schwarzfahrer“
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Svenja Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V320488
ISBN (eBook)
9783668196865
ISBN (Buch)
9783668196872
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansatz filmanalyse eine analyse kurzfilms schwarzfahrer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Svenja Schäfer (Autor:in), 2014, Der psychologische Ansatz der Filmanalyse. Eine Analyse des Kurzfilms „Schwarzfahrer“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320488
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Leseprobe aus  13  Seiten
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