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Wie hat sich das Armutsrisiko für Geringqualifizierte im Zuge der Aktivierungsreformen in Großbritannien und Deutschland entwickelt?

Ein Vergleich zur Relevanz der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik

Titel: Wie hat sich das Armutsrisiko für Geringqualifizierte im Zuge der Aktivierungsreformen in Großbritannien und Deutschland entwickelt?

Seminararbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Frederik Unruh (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vielfalt an aktivierungspolitischen Reformansätzen ist mit Unterschieden in der Umsetzung, der Implementierung und den Zielen mannigfaltig. In diesem Forschungspropsal sollen anhand zweier nationaler Reformtrends, der ‚Hartz IV’-Reform in Deutschland und der ‚New Labour’-Reformen in Großbritannien, die Auswirkungen der Aktivierungspolitik für Geringqualifizierte betrachtet werden.

Können Aktivierungsstrategien, ungeachtet der wohlfahrtsstaatlichen Regimeorientierung, tatsächlich ein wirksames Mittel zur Prävention von Armut unter den Geringqualifizierten sein? Oder sind die wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen von übergeordneter Bedeutung und vorrangigem Einfluss?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sozialpolitische Relevanz und Spezifizierung der Fragestellung

2. Was ist Aktivierungspolitik? Welcher Fokus wird in dieser Arbeit gelegt?

a. Der Gegenstand der Aktivierungspolitik mit Bezug zu Deutschland und Großbritannien

i. Aktivierungspolitische Konvergenzen und die empirische Ausgangslage

ii. Konzeptionelle Eigenschaften – Die Dreiteilung nach Van Berkel und Hornemann Moller (2002)

iii. Zielgruppen

iv. Wirtschaftliche Perspektive: Bewältigung der negativen Anreize (work-first Strategien)

b. Die aktivierende arbeitsmarkpolitische Situation in Deutschland und Großbritannien - ausgewählte Ausprägungen

i. Übersicht Deutschland und Großbritannien

ii. Deutschlands Hartz IV-Reformen und Großbritanniens New Labour-Reformen

iii. Hypothesen

3. Methodische Umsetzung – Daten und Operationalisierung

a. Warum wurde diese Quelle gewählt?

b. Operationalisierung der relevanten Indikatoren

c. Zeitraum und Länderauswahl

4. Anfängliche Auswertung und Vorschlag eines Forschungsprojekts

a. Deskriptive Statistik

b. Kurze Vorschlag eines Analysemodells

5. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik auf das Armutsrisiko von Geringqualifizierten. Ziel ist es, durch einen Vergleich der deutschen Hartz IV-Reformen und der britischen New Labour-Reformen zu analysieren, ob Aktivierungsstrategien Armut präventiv mindern können oder ob wohlfahrtsstaatliche Rahmenbedingungen einen dominanteren Einfluss ausüben.

  • Vergleichende Analyse aktivierender Arbeitsmarktpolitiken (AAMP)
  • Reformtrends in Deutschland (Hartz IV) und Großbritannien (New Labour)
  • Wirkung auf Geringqualifizierte und das Armutsrisiko
  • Operationalisierung arbeitsmarktpolitischer Indikatoren
  • Entwicklung eines Erklärungsmodells für Reformeffekte

Auszug aus dem Buch

2. Was ist Aktivierungspolitik? Welcher Fokus wird in dieser Arbeit gelegt?

Das Konzept der Aktivierung kann in zwei grundlegende Ansätze unterteilt werden, die verlangende, fordernde (demanding) und die befähigende, ermöglichende (enabling) Dimension. Die Balance zwischen den beiden Facetten variiert in den spezifischen Fällen im Rahmen der nationalen Reformpolitik. Da die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Deutschland und Großbritannien weitestgehend divergent sind (vgl. Funk 2007, Eichhorst 2008), soll in dieser Arbeit der Fokus auf Aktivierungsdimensionen liegen, in denen, obgleich von unterschiedlichen Ausgangslagen kommend, der Trend in den beiden Ländern dieselbe Richtung aufweist.

Der betrachtete Fokus liegt damit auf den Ausprägungen in den aktivierungspolitischen Dimensionen der Zielgruppen (2. a. iii.) und der wirtschaftlichen Perspektive (2. a. iv.) in Verbindung mit den allgemeinen Zielen und arbeitsmarkttechnischen Rahmenbedingungen.

Mit Rückbezug auf die zentrale Forschungsfrage können die Reformeffekte von Aktivierungsstrategien als Explanandum definiert werden (vgl. Grafik 1). Die unterschiedlichen Ausprägungen der aktivierungspolitischen Ansätze und der institutionellen Gefüge in Deutschland und Großbritannien werden als erklärende Faktoren betrachtet. Dieser internationalen Gegenüberstellung liegt durch das Interesse an der zeitlichen Entwicklung und Auswirkung eine intranationale Untersuchung über verschiedene Zeitpunkte hinweg (vgl. 2. b. iii.) zugrunde. Die zeitliche Periode wird durch das Datum der politischen Formulierung und Implementierung im Zusammenhang mit arbeitsmarktpolitischen Reformen aufgespannt. Da die Einordnung der beiden Länder anhand der aktivierungspolitischen Maßnahmen idealtypisch ist und die praktischen Ergebnisse der Reformen ebenfalls von weiteren Variablen abhängen, sind für diese Analyse keine Laborbedingungen gegeben. Diese Problematik bei der Beurteilung der gemessenen Effekte muss berücksichtigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sozialpolitische Relevanz und Spezifizierung der Fragestellung: Dieses Kapitel führt in den historischen Kontext der wohlfahrtsstaatlichen Systeme ein und begründet die Relevanz der Aktivierungspolitik angesichts wachsender Armutsrisiken und Langzeitarbeitslosigkeit.

2. Was ist Aktivierungspolitik? Welcher Fokus wird in dieser Arbeit gelegt?: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Aktivierung (fördernd vs. befähigend) erarbeitet und der Fokus der Arbeit auf Zielgruppen sowie die wirtschaftliche Perspektive in Deutschland und Großbritannien gelegt.

3. Methodische Umsetzung – Daten und Operationalisierung: In diesem Kapitel werden die Datenquelle (Eurostat) sowie die verwendeten Indikatoren wie Arbeitslosenquote und Armutsgefährdungsquote operationalisiert und der Untersuchungszeitraum definiert.

4. Anfängliche Auswertung und Vorschlag eines Forschungsprojekts: Das Kapitel präsentiert eine erste deskriptive statistische Auswertung der Reformeffekte anhand der Hypothesen und skizziert einen Vorschlag für ein weiterführendes Analysemodell.

5. Anhang: Hier finden sich ergänzende Darstellungen wie das Erklärungsmodell der Arbeit sowie eine tabellarische Übersicht der verwendeten Indikatoren.

Schlüsselwörter

Aktivierungspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Hartz IV, New Labour, Armutsrisiko, Geringqualifizierte, Wohlfahrtsstaat, work-first, Reformeffekte, Arbeitslosenquote, soziale Exklusion, Beschäftigungsfähigkeit, Deutschland, Großbritannien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht vergleichend, wie sich aktivierende Arbeitsmarktpolitiken in Deutschland und Großbritannien auf das Armutsrisiko von Geringqualifizierten auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind der Vergleich von Wohlfahrtsstaatregimen, die Konzepte der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik (AAMP), Arbeitsmarktindikatoren und der Zusammenhang zwischen Reformen und Armutsgefährdung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Aktivierungsstrategien ein wirksames Mittel zur Prävention von Armut unter Geringqualifizierten darstellen oder ob bestehende wohlfahrtsstaatliche Rahmenbedingungen einen stärkeren Einfluss ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird ein vergleichender Ansatz mit deskriptiver Statistik auf Basis von Makrodaten von Eurostat genutzt, um intranationale Reformeffekte vor und nach den jeweiligen politischen Umbrüchen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Konzeptualisierung der Aktivierung, die Darstellung der Reformkontexte (Hartz IV vs. New Labour) und die methodische Operationalisierung für den empirischen Vergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Aktivierungspolitik, Armutsrisiko, Hartz IV, New Labour, Beschäftigungsfähigkeit und wohlfahrtsstaatliche Institutionen.

Warum spielt der Bildungsabschluss in der Argumentation eine Rolle?

Der Bildungsabschluss dient als zentraler Faktor zur Identifikation der Risikogruppe der Geringqualifizierten, deren Armutsgefährdung durch die aktivierenden Maßnahmen besonders beeinflusst werden soll.

Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland von der in Großbritannien laut Autor?

Deutschland basiert auf einer kontinental-konservativen Tradition, während Großbritannien einem liberalen Modell folgt, was zu divergenten Ansätzen bei der Gewichtung von Forderung und Förderung führt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie hat sich das Armutsrisiko für Geringqualifizierte im Zuge der Aktivierungsreformen in Großbritannien und Deutschland entwickelt?
Untertitel
Ein Vergleich zur Relevanz der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik
Hochschule
Universität Mannheim  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Wohlfahrtsstaaten und soziale Ungleichheit
Note
1,3
Autor
Frederik Unruh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V320564
ISBN (eBook)
9783668196742
ISBN (Buch)
9783668196759
Sprache
Deutsch
Schlagworte
armutsrisiko geringqualifizierte zuge aktivierungsreformen großbritannien deutschland vergleich relevanz arbeitsmarktpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frederik Unruh (Autor:in), 2015, Wie hat sich das Armutsrisiko für Geringqualifizierte im Zuge der Aktivierungsreformen in Großbritannien und Deutschland entwickelt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320564
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Leseprobe aus  22  Seiten
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