Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Potenziale von außerschulischen Lehr-Lernsituationen für den naturwissenschaftlichen Unterricht anhand eines konkreten Konzeptes zu ermitteln. Hierbei geht es zum einen darum, welche Potenziale bereits in dem Kontext „außerschulischer Lernort“ stecken, aber auch um eine Erweiterung und Überprüfung von weiterem Potenzial anhand einer konkreten Lehr-Lernsituation. Dabei wird von der These ausgegangen, dass sich außerschulische Lehr-Lernsituationen nicht nur positiv auf den naturwissenschaftlichen Unterricht auswirken, sondern auch darüber hinaus.
PISA-Studien und internationale, die Bildungssysteme betreffende Vergleichsstudien wie TIMSS haben deutlich gemacht, dass sich das deutsche Bildungssystem im internationalen Ranking im unteren Mittelfeld befindet. Diese Tatsache erzielte sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit eine große Resonanz und wurde mit dem Aufruf verbunden, Deutschland zurück auf eine Spitzenposition zu führen.
Die größten Defizite von deutschen Schülerinnen und Schülern betreffen die Kompetenzen bezüglich Problemlöse- und Transferaufgaben, das heißt jene Art von Aufgaben, die ein konzeptuelles Verständnis sowie ein flexibel anwendbares Wissen erfordern. Dies heißt, dass Gelerntes im Kontext der Lernsituation anwendbar ist, allerdings eine Übertragung auf unbekannte Zusammenhänge oftmals nicht funktioniert. Um diese Öffnung zu erreichen, müssen, so die These dieser Arbeit, die Unterrichtsräume verlassen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Danksagung
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abkürzungs- und Symbolverzeichnis
- Einleitung
- Situiertes Lernen
- Traditionelle Unterrichtsansätze und träges Wissen
- Erklärungsansätze für träges Wissen
- Metaprozesserklärungen
- Strukturdefiziterklärungen
- Situiertheitserklärungen
- Situiertes Lernen als ein Prinzip zur Verhinderung von trägem Wissen
- Komplexe Ausgangsprobleme
- Authentizität der Lernumgebung
- Konkrete Anwendungskontexte
- Multiple Kontexte und Perspektiven
- Sozialer Kontext
- Artikulation und Reflexion
- Außerschulische Lernorte und situiertes Lernen
- Potenziale außerschulischer Lernorte
- Lernen an und mit der Wirklichkeit
- Unterstützung sozialer Lernformen
- Umwelterziehung
- Umsetzung außerschulischer Lehr-Lernsituationen
- Charakteristika außerschulischer Lehr-Lernsituationen
- Formen außerschulischer Lehr-Lernsituationen
- Auswahlkriterien außerschulischer Lehr-Lernsituationen
- Organisation des Unterrichtsganges zu außerschulischen Lehr-Lernsituationen
- Potenziale außerschulischer Lernorte
- Problemstellung und Potenziale
- Bedingungsanalyse
- DLR School Lab Dresden
- LernLabor Farbe
- Problemstellung
- Potenziale
- Bedingungsanalyse
- Das Konzept
- Sachlogische Strukturierung
- Lehrplananalyse
- Erläuterung des Vorgehens
- Ablaufplan
- Reflexion
- Testlauf mit Schülern am 13. Januar 2016
- Potenziale aus 3.3
- Ausblick
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Anhang
- Lehrplananalyse
- Biologie
- Chemie
- Physik
- Materialien und Chemikalien
- Materialliste
- Chemikalienliste
- Arbeitsmaterialien
- Einstieg
- Farbstoffextraktion
- Farbstoffidentifikation
- Konzentrationsbestimmung
- Auswertung
- Lehrplananalyse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Masterarbeit untersucht die Potenziale außerschulischer Lehr-Lernsituationen für den naturwissenschaftlichen Unterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie situiertes Lernen außerhalb der Schule zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Verständnisses beitragen kann und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die Arbeit analysiert bestehende Konzepte und entwickelt ein eigenes Konzept für eine außerschulische Lehr-Lernsituation.
- Situiertes Lernen und seine Prinzipien
- Potenziale außerschulischer Lernorte für den naturwissenschaftlichen Unterricht
- Entwicklung und Umsetzung eines konkreten Konzepts für eine außerschulische Lehr-Lernsituation
- Analyse der Ergebnisse und Reflexion des Konzepts
- Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Masterarbeit ein und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit. Sie stellt den Zusammenhang zwischen situiertem Lernen und außerschulischen Lernorten her und skizziert die Bedeutung dieser für den naturwissenschaftlichen Unterricht.
Situiertes Lernen: Dieses Kapitel beleuchtet das Konzept des situierten Lernens, beschreibt traditionelle Unterrichtsansätze und das Problem des trägen Wissens. Es werden verschiedene Erklärungsansätze für träges Wissen vorgestellt (Metaprozess-, Strukturdefizit- und Situiertheitserklärungen) und anschließend wird detailliert erläutert, wie situiertes Lernen dazu beitragen kann, träges Wissen zu vermeiden. Die Kapitel erläutert die Schlüsselmerkmale situierten Lernens, darunter komplexe Ausgangsprobleme, authentische Lernumgebungen, konkrete Anwendungskontexte, multiple Kontexte und Perspektiven, sowie den sozialen Kontext und die Bedeutung von Artikulation und Reflexion.
Außerschulische Lernorte und situiertes Lernen: Dieses Kapitel erörtert die Potenziale außerschulischer Lernorte für situiertes Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht. Es werden die Vorteile des Lernens an und mit der Wirklichkeit, die Unterstützung sozialer Lernformen und der Beitrag zur Umwelterziehung hervorgehoben. Die Kapitel beschreibt die Charakteristika und Formen außerschulischer Lehr-Lernsituationen sowie relevante Auswahlkriterien und die Organisation des Unterrichtsganges.
Problemstellung und Potenziale: Dieses Kapitel beschreibt die Rahmenbedingungen der Arbeit, insbesondere die Auswahl der außerschulischen Lernorte (DLR School Lab Dresden und LernLabor Farbe). Die Problemstellung wird präzise definiert, und das Kapitel identifiziert Potenziale außerschulischer Lernorte im Hinblick auf die Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Es bildet die Grundlage für die Entwicklung des eigenen Konzepts.
Das Konzept: Dieses Kapitel präsentiert das entwickelte Konzept für eine außerschulische Lehr-Lernsituation im naturwissenschaftlichen Unterricht. Es beschreibt die sachlogische Strukturierung des Konzepts, die durchgeführte Lehrplananalyse und erläutert detailliert den Ablauf des geplanten Unterrichts. Ein Ablaufplan visualisiert die einzelnen Phasen der Lehr-Lernsituation. Die Kapitel erklärt die didaktischen Entscheidungen, die hinter dem gewählten Ansatz stehen und begründet die einzelnen Schritte des geplanten Vorgehens.
Reflexion: In diesem Kapitel wird der Testlauf des Konzepts mit Schülern am 13. Januar 2016 reflektiert. Die Ergebnisse des Testlaufs werden analysiert und im Hinblick auf die in Kapitel 3 identifizierten Potenziale diskutiert. Das Kapitel beinhaltet einen Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen und mögliche Verbesserungen des Konzepts.
Schlüsselwörter
Situiertes Lernen, träges Wissen, außerschulische Lernorte, naturwissenschaftlicher Unterricht, Lehr-Lernsituationen, DLR School Lab Dresden, LernLabor Farbe, Konzeptentwicklung, Umwelterziehung, Reflexion, Lehrplananalyse.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Masterarbeit: Außerschulische Lernorte und Situiertes Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht
Was ist das Thema der Masterarbeit?
Die Masterarbeit untersucht die Potenziale außerschulischer Lernorte für den naturwissenschaftlichen Unterricht unter besonderer Berücksichtigung des situierten Lernens. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines konkreten Konzepts für eine solche Lehr-Lernsituation.
Was ist situiertes Lernen und warum ist es wichtig?
Situiertes Lernen beschreibt einen Lernansatz, der den Kontext des Lernens betont. Im Gegensatz zu traditionellem Unterricht, der oft zu „trägem Wissen“ führt (Wissen, das nicht angewendet werden kann), zielt situiertes Lernen darauf ab, Wissen in authentischen, realitätsnahen Kontexten zu erwerben und anzuwenden. Die Arbeit analysiert verschiedene Erklärungsansätze für träges Wissen und zeigt auf, wie situiertes Lernen diesem entgegenwirkt.
Welche außerschulischen Lernorte werden in der Arbeit betrachtet?
Die Arbeit konzentriert sich auf das DLR School Lab Dresden und das LernLabor Farbe als Beispiele für außerschulische Lernorte mit Potential für naturwissenschaftlichen Unterricht. Die Wahl dieser Orte wird begründet und ihre spezifischen Potenziale werden analysiert.
Wie ist die Masterarbeit aufgebaut?
Die Arbeit gliedert sich in verschiedene Kapitel: Einleitung, Situiertes Lernen, Außerschulische Lernorte und situiertes Lernen, Problemstellung und Potenziale, Das Konzept (inkl. Lehrplananalyse und Ablaufplan), Reflexion (inkl. Testlauf und Ausblick), Fazit, Literaturverzeichnis und Anhang (inkl. detaillierter Materialien und Arbeitsblätter).
Was sind die zentralen Ergebnisse der Arbeit?
Die Arbeit entwickelt ein konkretes Konzept für eine außerschulische Lehr-Lernsituation im naturwissenschaftlichen Unterricht, das auf den Prinzipien des situierten Lernens basiert. Dieses Konzept wird anhand eines Testlaufs evaluiert, die Ergebnisse werden reflektiert, und es werden Perspektiven für zukünftige Forschungsarbeiten aufgezeigt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind: Situiertes Lernen, träges Wissen, außerschulische Lernorte, naturwissenschaftlicher Unterricht, Lehr-Lernsituationen, DLR School Lab Dresden, LernLabor Farbe, Konzeptentwicklung, Umwelterziehung, Reflexion, Lehrplananalyse.
Wie wird das Konzept des situierten Lernens in der Arbeit umgesetzt?
Das entwickelte Konzept für die außerschulische Lehr-Lernsituation berücksichtigt die Schlüsselmerkmale situierten Lernens: komplexe Ausgangsprobleme, authentische Lernumgebungen, konkrete Anwendungskontexte, multiple Kontexte und Perspektiven, sozialen Kontext sowie Artikulation und Reflexion. Der Ablaufplan visualisiert die einzelnen Phasen.
Welche Rolle spielt die Lehrplananalyse?
Die Lehrplananalyse dient dazu, das entwickelte Konzept an den gültigen Lehrplänen für Biologie, Chemie und Physik auszurichten und die Relevanz des Konzepts für den schulischen Unterricht zu gewährleisten.
Was sind die nächsten Schritte nach der Masterarbeit?
Der Ausblick im letzten Kapitel der Arbeit identifiziert weiterführende Forschungsfragen und mögliche Verbesserungen des Konzepts. Es werden Perspektiven für die Implementierung und den Transfer des Konzepts in den regulären Unterricht aufgezeigt.
- Arbeit zitieren
- Karina Kliemank (Autor:in), 2016, Chlorophyll in grünen Smoothies. Potenziale außerschulischer Lehr-Lernsituationen für den naturwissenschaftlichen Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320651