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Grundgedanken und praktische Ansätze für den transkulturellen Literaturunterricht

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Titel: Grundgedanken und praktische Ansätze für den transkulturellen Literaturunterricht

Unterrichtsentwurf , 2014 , 28 Seiten , Note: 1

Autor:in: Melanie Binder (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werde ich im ersten Hauptkapitel versuchen, eine Trennlinie zwischen Trans- und Interkulturalität zu ziehen. Danach beschäftige ich mich mit der Bezugswissenschaft der transkulturellen Literaturdidaktik: der transkulturellen Literaturwissenschaft.

Im dritten Hauptpunkt widme ich mich der transkulturellen Literaturdidaktik. Hier soll ein Einblick in den didaktischen Zugang, mit dem der Name Werner Wintersteiner aufs engste verbunden ist, vermittelt werden. Im Folgekapitel soll eine Begründung für den transkulturellen Literaturunterricht geliefert werden.

Im letzten Hauptkapitel folgen zwei praktische Beispiele, die sich mit Büchern von Feridun Zaimoglu beschäftigen. Darin sind auch Grobplanungen für zwei Stundensequenzen zu je fünf Stunden enthalten. Abschließend sollen die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst werden.

Aufgrund der Vielschichtigkeit der Arbeit fällt es sehr schwer eine konkrete Forschungsfrage abzuleiten, daher habe ich mich für drei Fragen entschieden:

I. Wie kann Transkulturalität von Interkulturalität abgegrenzt werden?

II. Wodurch unterscheidet sich die transkulturelle Literaturdidaktik von anderen literaturdidaktischen Ansätzen?

III. Wie können die theoretischen Grundgedanken der transkulturellen Literaturdidaktik praktisch umgesetzt werden?
Diese Fragen werden in der vorliegenden Seminararbeit behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Begriffsdefinitionen: Transkulturalität vs. Interkulturalität

3 Die Herausbildung einer transkulturellen Literaturwissenschaft

4 Transkultureller Literaturunterricht und seine Grundzüge

5 Begründung der Notwendigkeit eines transkulturellen Literaturunterrichts

6 Praktische Beispiele

6.1 Das Leben und Schaffen von Feridun Zaimoglu

6.2 Kanak Sprak

6.2.1 Informationen zum Buch

6.2.2 Konzeption einer Stundensequenz: Grobplanung

6.3 Liebesmale, scharlachrot

6.3.1 Informationen zum Buch

6.3.2 Konzeption einer Stundensequenz: Grobplanung

7 Zusammenfassung

8 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und praktische Umsetzbarkeit einer transkulturellen Literaturdidaktik im schulischen Kontext. Dabei wird insbesondere analysiert, wie durch die Auseinandersetzung mit Werken von Feridun Zaimoglu transkulturelle Lernprozesse initiiert werden können, die über traditionelle interkulturelle Ansätze hinausgehen.

  • Abgrenzung der Begriffe Transkulturalität und Interkulturalität
  • Grundlagen und Aufgaben einer transkulturellen Literaturdidaktik
  • Begründung der Notwendigkeit einer globalen Bildung
  • Praktische Erarbeitung von Stundenkonzepten anhand der Werke von Feridun Zaimoglu

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Informationen zum Buch

Der Begriff „Kanake“ spielt im Buch Kanak Sprak eine wichtige Rolle. Der Ausdruck war zunächst als Schimpfwort gedacht, doch dann wurde er von der betroffenen Gruppe übernommen und als „Gemeinschaft stiftende Sprachbrücke“ aufgewertet. Zaimoglu selbst meint, dass die türkischstämmigen in Deutschland aufgewachsenen Personen ihn dafür verwenden, um ihre besondere Form des Seins auszudrücken: nicht ganz Türken und nicht ganz Deutsche. (Vgl. Wrobel 2006: 126f.)

Wie bereits erwähnt, wird in den 24 kurzen Prosatexten, die sich auf die Interviews mit 24 jungen türkischstämmigen Männern stützen, die Frage „Wie lebt es sich als Kanake in Deutschland?“ beantwortet. In den Antworten finden familiäre, berufliche, religiöse und politische Angaben Raum. Die Erfahrung von Fremdheit im eigenen Land wird aufgegriffen und sowohl geschmackvoll als auch innovativ aufgearbeitet.

Zaimoglu möchte auf keinen Fall eine Betroffenheitsliteratur schaffen, die den „Kanaken“ an die Opferrolle fesselt. Ziel ist es, Menschen Gehör zu verschaffen, die nur selten von der Öffentlichkeit gehört werden wollen. (Vgl. Wrobel 2006: 127)

Authentizität scheint besonders wichtig gewesen zu sein, aus diesem Grund greift er auch auf ein Stilmittel zurück, das Authentizität in besonderer Weise unterstützt: die „Kanak Sprak“. Die Erfahrung der Interviewten soll in dem sprachlichen Pendant besser zur Geltung kommen. Der Reportage-Stil kommt ebenfalls zum Einsatz, auch wenn die Selbstäußerungen der Interviewpartner unkommentiert bleiben. (Vgl. Wrobel 2006: 127)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz von Mehrsprachigkeit und Transkulturalität und stellt den Aufbau der Arbeit sowie die Forschungsfragen vor.

2 Begriffsdefinitionen: Transkulturalität vs. Interkulturalität: Dieses Kapitel arbeitet die theoretische Differenz zwischen den beiden Konzepten heraus und beleuchtet die Kritik an einem starren Verständnis von kultureller Identität.

3 Die Herausbildung einer transkulturellen Literaturwissenschaft: Es wird die historische Aufnahme des Transkulturalitätsbegriffs in die Literaturwissenschaft und die daraus resultierende methodische Debatte beschrieben.

4 Transkultureller Literaturunterricht und seine Grundzüge: Dieses Kapitel erläutert die didaktischen Ziele des transkulturellen Unterrichts, insbesondere im Hinblick auf Alterität, Perspektivenwechsel und das Verständnis für komplexe Identitäten.

5 Begründung der Notwendigkeit eines transkulturellen Literaturunterrichts: Basierend auf sechs Thesen wird die Notwendigkeit einer globalen Bildung und die Abkehr von nationalen Bildungsidealen begründet.

6 Praktische Beispiele: Der Hauptteil bietet eine biografische Einführung zu Feridun Zaimoglu sowie detaillierte Stundenkonzepte für die Werke "Kanak Sprak" und "Liebesmale, scharlachrot".

7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer expliziten Beantwortung der eingangs formulierten Forschungsfragen ab.

8 Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Transkulturalität, Interkulturalität, Literaturdidaktik, Feridun Zaimoglu, Kanak Sprak, Liebesmale scharlachrot, Migrationsliteratur, Identität, Weltliteratur, Fremdverstehen, Mehrsprachigkeit, globaler Unterricht, kulturelle Hybridität, Alterität, Sprachwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung einer transkulturellen Literaturdidaktik im Deutschunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Trans- und Interkulturalität, die Veränderung des Blicks auf Weltliteratur sowie die Einbindung migrationsspezifischer Identitätsthemen in schulische Lehrpläne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler durch Literatur dazu angeregt werden können, kulturelle Vielfalt zu reflektieren und starre Klischeebilder abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung aktueller kulturwissenschaftlicher Diskurse, kombiniert mit einer didaktischen Analyse und der Erstellung praktischer Grobplanungen für den Unterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Ansätzen die Werke "Kanak Sprak" und "Liebesmale, scharlachrot" von Feridun Zaimoglu analysiert und in Form konkreter Stundenkonzepte für die Schule aufbereitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Transkulturalität, Literaturdidaktik, Identitätskonstruktion, Mehrsprachigkeit, Migrationsliteratur und der Umgang mit dem "Fremden".

Warum spielt die Person Feridun Zaimoglu eine zentrale Rolle?

Zaimoglu wird gewählt, da seine Werke in besonderem Maße Themen wie kulturelle Identität, Sprache und das Leben zwischen den Kulturen verhandeln und sich daher ideal für einen transkulturellen Literaturunterricht eignen.

Wie definiert die Arbeit den Begriff "Heimat" im Kontext der untersuchten Romane?

Heimat wird hier nicht als fester Ort, sondern als ambivalente Kategorie beschrieben, die sich in Bezug auf Sprache, soziale Bindungen und die persönliche Erfahrung von Exklusion oder Zugehörigkeit definiert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundgedanken und praktische Ansätze für den transkulturellen Literaturunterricht
Untertitel
Wir - eine Welt
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Melanie Binder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V320965
ISBN (eBook)
9783668216587
ISBN (Buch)
9783668216594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundgedanken ansätze literaturunterricht welt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Binder (Autor:in), 2014, Grundgedanken und praktische Ansätze für den transkulturellen Literaturunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320965
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Leseprobe aus  28  Seiten
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