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Gesellschaftliche, sicherheitspolitische und industrielle Faktoren von Drohnen. Entwicklung eines Leitfadens für ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestags

Titel: Gesellschaftliche, sicherheitspolitische und industrielle Faktoren von Drohnen. Entwicklung eines Leitfadens für ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestags

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christian Rucker (Autor:in)

Politik - Methoden, Forschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit verfolgt die Zielsetzung, die Position zu bewaffneten Drohnen innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu beleuchten und hervorzuheben. Dabei soll auch versucht werden, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, welche sich aus dem parteilichen Profil der SPD in Zusammenhang mit diesem Thema ergeben, in der Untersuchung zur Sprache zu bringen. Um dennoch eine möglichst zielgerichtete und objektive Einschätzung zu dieser Frage, aber auch um eine möglichst hohe Konkretisierung des Untersuchungsinteresses zu erhalten, sollen besonders die Experten und führenden Bundespolitiker der Partei zu diesem Thema befragt werden.

Die Hypothese ist, dass sich die SPD, neben der Opposition, bei diesem Thema eher dagegen oder zumindest - auch nach der Festlegung von Ursula von der Leyen - teilweise eher skeptisch positioniert; oder dass innerhalb der Partei diesbezüglich konträre Positionen herrschen bzw. die Partei sogar in Bezug auf Drohnen langfristig gespalten ist. Diese Hypothese liegt in parteipolitischen Profilierungen, allerdings auch in der Selbstauffassung und dem parteilichen Profil vieler in der SPD begründet.

Es soll in diesem Zusammenhang auch vor allem die Frage geklärt werden, ob die zuständigen Experten innerhalb der Partei eher die Gefahren und die möglichen Risiken, sowie die rechtlichen „Grauzonen“, welche mit dem Nutzen von bewaffneten unbemannten Luftfahrzeugen einhergehen, besonders hervorheben. Die Position der SPD ist aus Sicht des Verfassers auch von dem gescheiterten Beschaffungsvorgang der Drohne „Euro Hawk“ mitbeeinflusst, welche unter anderem wegen mangelnden Einblicks in die Technik und ihrer Zulassung für den zivilen Luftraum zu einer enormen Kostensteigerung geführt hat und das Projekt letztlich eingestellt wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Debatte um eine Beschaffung bewaffneter, unbemannter Luftfahrzeuge (Drohnen) für die Bundeswehr

2. Zielsetzung und Hypothese

3. Untersuchungsdesign und Probleme

4. Aufbau des Erhebungsinstruments

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die parteiinterne Haltung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zur Beschaffung bewaffneter Drohnen. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen parteipolitischen Positionierungen, sicherheitspolitischen Notwendigkeiten und ethischen Bedenken durch eine qualitative Expertenbefragung zu analysieren.

  • Qualitative Erforschung der SPD-Position zu Kampfdrohnen
  • Analyse von Sicherheitsaspekten und ethischen Bedenken
  • Untersuchung von parteiinternen Meinungsunterschieden
  • Reflexion des Beschaffungsprozesses durch die Bundeswehr

Auszug aus dem Buch

3. Untersuchungsdesign und Probleme

Nach Ansicht des Verfassers ist, angesichts des Untersuchungsgegenstandes, ein qualitatives Untersuchungsdesign zu bevorzugen. Dies liegt primär in dem Vorzug nicht-standardisierten Daten begründet, welche sich durch Befragungen zu diesem Themenkomplex sammeln lassen. Des Weiteren ist man bei diesen Daten auf eine spezielle interpretativ-hermeneutische und eventuell auch theorienbildende Auswertung angewiesen, um die persönlichen Eindrücke der jeweiligen Parteiexperten in Bezug auf das Thema „Kampfdrohnen“ zu verstehen und um möglichst viele neue Informationen gewinnen zu können. Um dieses Expertenwissen und die Entscheidungskonzepte der jeweiligen Verantwortlichen innerhalb der SDP-Riege sichtbar zu machen, scheint ein qualitatives Vorgehen durch ein Interview angebracht zu sein.

Der Sachverhalt und die oben erwähnte Hypothese lassen sich aus Sicht des Verfassers dadurch bestmöglich analysieren. Christel Hopf stützt diese Ansicht mit ihrer Aussage über das qualitative und somit „wenig strukturierte[…] Interview, das, von lockeren Hypothesen angeleitet, der Exploration eines bestimmten, wissenschaftlich wenig erschlossenen Forschungsfeldes dienen soll, und das - zumindest der Intention nach – den Befragten einen breiten Spielraum der Strukturierung und Äußerung subjektiver Deutungen einräumt.“ Nach dieser ersten Einschätzung erscheint im Hinblick auf den zu untersuchenden Sachverhalt das diskursiv-dialogische bzw. das Experteninterview nach Michael Meuser und Ulrike Nagel als die geeignetste Interviewform.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Debatte um eine Beschaffung bewaffneter, unbemannter Luftfahrzeuge (Drohnen) für die Bundeswehr: Dieses Kapitel skizziert die sicherheitspolitische und gesellschaftliche Relevanz von Drohnen in Deutschland sowie die aktuelle politische Ausgangslage im Kontext der Bundeswehr.

2. Zielsetzung und Hypothese: Hier wird das Forschungsziel definiert, die skeptische oder konträre Haltung innerhalb der SPD zur Drohnenbeschaffung aufzuzeigen und die Hypothese einer parteiinternen Spaltung in diesem Themenfeld begründet.

3. Untersuchungsdesign und Probleme: Es wird dargelegt, warum ein qualitatives Untersuchungsdesign in Form eines Experteninterviews gewählt wurde, um tiefgreifende Einsichten in das parteiinterne Fachwissen und die Meinungsbildung zu gewinnen.

4. Aufbau des Erhebungsinstruments: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Gestaltung des Interviewleitfadens und die Kriterien für die Auswahl der Experten sowie die konkrete Formulierung der Fragen.

Schlüsselwörter

Drohnen, Kampfdrohnen, Bundeswehr, SPD, Sicherheitspolitik, Verteidigungsausschuss, Experteninterview, qualitative Sozialforschung, Ethik, Beschaffung, Außenpolitik, Militärstrategie, parlamentarische Debatte, Ursula von der Leyen, Hans-Peter Bartels

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Haltung und die Positionierung der SPD zur Frage der Beschaffung bewaffneter unbemannter Luftfahrzeuge durch die Bundeswehr.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen sicherheitspolitische Strategien, ethische Implikationen von Kampfdrohnen, parteipolitische Willensbildung sowie die industrielle und militärische Dimension der Drohnentechnologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Skepsis und die internen Kontroversen innerhalb der SPD in Bezug auf bewaffnete Drohnen zu beleuchten und zu verstehen, wie Parteiexperten diese hochbrisante militärpolitische Frage bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Methode gewählt, konkret das leitfadengestützte Experteninterview, da dieses Vorgehen am besten geeignet ist, um subjektive Expertenmeinungen und Entscheidungskonzepte zu explorieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Untersuchungsdesign erläutert, der theoretische Rahmen für Experteninterviews abgesteckt und ein konkreter Interviewleitfaden entwickelt, der sich an Experten wie Dr. Hans-Peter Bartels richtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Drohnen, Sicherheitspolitik, SPD, Experteninterview, ethische Bedenken und parlamentarische Debatte definiert.

Welche Rolle spielt Dr. Hans-Peter Bartels in dieser Untersuchung?

Dr. Hans-Peter Bartels dient als primärer Interviewpartner, da er als Vorsitzender des Verteidigungsausschusses über eine hohe Fachexpertise verfügt und eine moderierende Rolle im Meinungskonflikt der Verteidigungspolitik einnimmt.

Warum wird die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring angewendet?

Diese Methode wurde gewählt, um die gewonnenen Interviewdaten methodisch abgesichert auszuwerten, wobei der Fokus auf induktiver Kategorienentwicklung liegt, um dem komplexen und subjektiven Gegenstandsbereich gerecht zu werden.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesellschaftliche, sicherheitspolitische und industrielle Faktoren von Drohnen. Entwicklung eines Leitfadens für ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestags
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Methoden der empirischen Sozialforschung für Politikwissenschaftler
Note
2,0
Autor
Christian Rucker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V321001
ISBN (eBook)
9783668212558
ISBN (Buch)
9783668212565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesellschaftliche faktoren drohnen entwicklung leitfadens interview vorsitzenden verteidigungsausschusses bundestags
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Rucker (Autor:in), 2014, Gesellschaftliche, sicherheitspolitische und industrielle Faktoren von Drohnen. Entwicklung eines Leitfadens für ein Interview mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestags, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321001
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Leseprobe aus  18  Seiten
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