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Kulturelle Bildung im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion. Das Museum als Ort für Kulturelle Teilhabe

Title: Kulturelle Bildung im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion. Das Museum als Ort für Kulturelle Teilhabe

Term Paper , 2016 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sara Kritzler (Author), Andreas Janßen (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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“Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit”, lautet ein Zitat des Malers Lyonel Feininger. ‘Kunst’ könnte hier gleichermaßen mit dem Begriff der Kulturellen Bildung getauscht werden, denn auch diese darf kein Luxusgut sein, sondern sollte jedem Menschen zustehen. Im Alltag sieht es jedoch anders aus und Kulturelle Bildung wird nicht allen Menschen in gleichem und auch nicht in notwendigem Maße zuteil, sondern befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion.

Kulturelle Bildung ist dabei ein Feld, das bisher noch weniger erforscht ist als allgemein angenommen, aber dessen Erforschung notwendig ist. Die unter dem Punkt 1.2 Forschung(sstand) zitierten Studien zeigen die Bedeutsamkeit der Einflussnahme der Familie auf die Entwicklung eines Kindes in Hinblick auf dessen Kulturelle Bildung auf. Weitergehend wird herausgearbeitet, dass Kulturelle Bildung im familiären Kontext nicht immer ausreichend ist und es wird von diesem Umstand abgeleitet, dass Kulturelle Bildung auch institutionell stattfinden muss – zum einen als Ergänzung, zum anderen zur Kompensation. Dem kommt entgegen, dass Kinder in immer jüngerem Alter für immer längere Zeitspannen am Tag institutionell betreut werden, was auf der einen Seite sicherlich kritisch betrachtet werden kann, in der vorliegenden Arbeit aber als Möglichkeit zur Herstellung von Chancengleichheit hinsichtlich des Zugangs zu Kultur beleuchtet wird, denn in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung (Kitas) können alle Kinder erreicht werden.

Da es also wichtig ist, mit Kultureller Bildung bereits früh zu beginnen (1.3 Auf die ersten Jahre kommt es an), liegt der Fokus bei den Ausführungen über (2.) Museen als Orte für Kulturelle Teilhabe auf der Zielgruppe Kinder. So beziehen sich die vorgestellten (2.2.2) Rahmenbedingungen und (2.2.3) Prinzipien der Vermittlung auf Museumsbesuche von Kindergruppen aus Einrichtungen der Kindertagesbetreuung beziehungsweise auf Kooperationen zwischen Museen und solchen Einrichtungen. Mit der Pop Art und der partizipativen Kunst werden außerdem beispielhaft zwei Kunstrichtungen vorgestellt, deren Konzept die Ermöglichung zur Teilhabe aller an der Kunst beinhaltet (2.2.1 Teilhabe an der Kunst / “Kunst für alle!”).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kulturelle Bildung

1.1 Was und wozu? – Eine Annäherung an den Begriff

1.2 Forschung(sstand)

1.3 Auf die ersten Jahre kommt es an

2. Das Museum als Ort für kulturelle Teilhabe

2.1 Das Museum als Bildungs- und Lernort früher und heute

2.2 Kulturelle Bildung im Kunst-Museum

2.2.1 Teilhabe an der Kunst / „Kunst für alle!“

2.2.2 Rahmenbedingungen

2.2.2.1 Zusammenarbeit

2.2.2.2 Eintrittsgelder

2.2.2.3 Audience Development & Kommunikation

2.2.3 Prinzipien der Vermittlung bei der Zielgruppe Kinder

2.2.3.1 Handlungsorientierung

2.2.3.2 Prinzip der Lebensnähe

2.2.3.3 Verknüpfung mit Emotionen

3. Fazit

4. Literatur

Sekundärliteratur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion im Kontext kultureller Bildung. Ziel ist es, die Rolle von Museen als bedeutsame Bildungsorte für Kinder zu analysieren, wobei der Fokus auf der Bedeutung früher kultureller Erfahrungen und den Rahmenbedingungen für eine gelungene Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Museen liegt.

  • Bedeutung der kulturellen Bildung als Menschenrecht und gesellschaftliche Teilhabe.
  • Die Familie als prägender Faktor für den Zugang zu kulturellen Angeboten.
  • Das Museum als institutioneller Lernort und sein Wandel in der Vermittlungspraxis.
  • Methodische Prinzipien für die museumspädagogische Arbeit mit der Zielgruppe Kinder.

Auszug aus dem Buch

2.2.3.1 Handlungsorientierung

Lernerfahrungen sind für Kindern nachhaltiger, wenn sie dabei wortwörtlich genommen selbst tätig werden können, sich also neues Wissen auf handelndem Wege mit allen Sinnen aneignen können (Prinzip der Selbsttätigkeit und Anschaulichkeit). Bezogen auf den Bereich der Kulturellen Bildung bedeutet dies, dass neben Rezeptionsprozessen auch die eigene künstlerisch-kreative Auseinandersetzung von hoher Bedeutung ist. Wenn die Kinder im Rahmen einer Museumsführung oder im Anschluss selber gestalterisch tätig werden dürfen, “kann die innere Beschäftigung mit den neuen Erfahrungen und Eindrücken nach außen gewandt werden” (Ruempler-Wenk, 2012, 84). Geschehen kann dies zum Beispiel, indem die Kinder nach einer Führung im Ausstellungsraum Gelegenheit dazu bekommen und aufgefordert werden, die Werke abzumalen oder zu zeichnen, was ihnen an und/oder in den Werken besonders gut gefällt.

Bei einem Museumsbesuch mit (Kita-)Kindern gilt es außerdem, bereits während der Führung handlungsorientierte Methoden einzusetzen. Ein Beispiel wäre, dass die Kinder (zum Schutz mit Baumwollhandschuhen) Exponate anfassen dürfen (vgl. BVMP, 2010a) oder dass der/die MuseumspädagogIn bei Exponaten, bei denen dies aus konservatorischen Gründen nicht möglich ist, Repliken oder Materialbeispiele zum Anfassen zur Verfügung stellt. So lernen die Kinder gleichzeitig die “Besonderheit eines Originals [kennen] [(es] ist selten, historisch, von künstlerischem Wert und muss sorgsam behandelt werden[)]” (ebd.) und verstehen dadurch eine der Aufgaben des Museums, nämlich die des Bewahrens, besser.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit kultureller Bildung als Teilhabe für alle Menschen und führt in das Spannungsfeld zwischen Bildungschancen und sozialer Distinktion ein.

1. Kulturelle Bildung: Dieses Kapitel definiert kulturelle Bildung, erörtert den Forschungsstand und betont die kritische Rolle der frühen Kindheit sowie des institutionellen Umfelds für eine Chancengleichheit.

2. Das Museum als Ort für kulturelle Teilhabe: Hier wird der historische Wandel des Museums vom elitären Raum zum Bildungsort analysiert und spezifische Vermittlungsmethoden für die Zielgruppe Kinder im Kunstmuseum vorgestellt.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass kulturelle Bildung als lebenslanger Prozess zu verstehen ist, wobei besonders der frühe, institutionell begleitete Kontakt zu Museen soziale Barrieren abbauen kann.

4. Literatur: Dieser Abschnitt enthält das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Kulturelle Bildung, Museen, Kulturelle Teilhabe, Kindertageseinrichtungen, Frühkindliche Bildung, Museumspädagogik, Chancengleichheit, Kunstrezeption, Handlungsorientierung, Soziale Inklusion, Ästhetische Erfahrung, Audience Development, Bildungspläne, Lebenslanges Lernen, Kooperation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung kultureller Bildung für Kinder und untersucht dabei insbesondere Museen als Orte, die durch gezielte Vermittlungsangebote Teilhabe ermöglichen und soziale Ungleichheiten mindern können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion, die Rolle von Museen im Bildungssystem, die Notwendigkeit frühkindlicher kultureller Erfahrungen sowie die Rahmenbedingungen erfolgreicher Kooperationen zwischen Kitas und Museen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie kulturelle Bildung, insbesondere im Museum, als Instrument zur Herstellung von Chancengleichheit eingesetzt werden kann und welche didaktischen Ansätze dabei besonders kindgerecht sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Auswertung relevanter Fachliteratur, Studien und Bildungspläne, ergänzt durch die Analyse von Modellen der Museumspädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Stellenwert kultureller Bildung im familiären und institutionellen Kontext, den Wandel des Museumsbegriffs sowie konkrete Methoden der Vermittlung, wie etwa Handlungsorientierung oder das Prinzip der Lebensnähe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Kulturelle Bildung, Museen, Chancengleichheit, Museumspädagogik, Frühkindliche Bildung und Teilhabe.

Warum wird gerade der Fokus auf die Zielgruppe Kinder gelegt?

Kinder befinden sich in einer prägenden Entwicklungsphase, in der die Weichen für ein späteres Interesse an Kunst und Kultur gestellt werden, weshalb eine frühzeitige, qualifizierte Bildungsbegleitung besonders nachhaltig wirkt.

Welche Rolle spielt die Kooperation zwischen Museen und Kitas?

Eine enge Kooperation hilft, institutionelle Hemmschwellen abzubauen und sicherzustellen, dass Kinder unabhängig von ihrem familiären Hintergrund Zugang zu kulturellen Erfahrungen und ästhetischer Bildung erhalten.

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Details

Title
Kulturelle Bildung im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion. Das Museum als Ort für Kulturelle Teilhabe
College
University of Applied Sciences Düsseldorf  (FB 06 Sozial- und Kulturwissenschaften)
Course
Kultur, Kulturelle Bildung und gesellschaftliche Teilhabe
Grade
1,0
Authors
Sara Kritzler (Author), Andreas Janßen (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V321201
ISBN (eBook)
9783668204331
ISBN (Book)
9783668204348
Language
German
Tags
Museum Museumspädagogik Pädagogik Kultur Kulturelle Teilhabe Teilhabe Partizipation Kunst Kulturelle Bildung Frühförderung gesellschaftliche Teilhabe Gesellschaft Kunstpädagogik Kinder Jugendliche Jugend Rat für Kulturelle Bildung Distinktion Museen Bildungsort Lernort Kunst für alle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Kritzler (Author), Andreas Janßen (Author), 2016, Kulturelle Bildung im Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Distinktion. Das Museum als Ort für Kulturelle Teilhabe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321201
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