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Alkestis in der Kunst. Ein griechischer Mythos auf kaiserzeitlichen Sarkophagen

Title: Alkestis in der Kunst. Ein griechischer Mythos auf kaiserzeitlichen Sarkophagen

Bachelor Thesis , 2010 , 92 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Skibbe (Author)

Archaeology
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Summary Excerpt Details

Der Aufbau der Arbeit ist eine Einleitung zur Entwicklung und Bedeutung von Sarkophagreliefs, die gefolgt wird vom Mythos Alkestis und seiner literarischen Überlieferung. Die Betrachtung der eigentlichen Reliefs folgt der Ikonographie und die Deutung des Alkestismythos auf sepulkraler Ebene beendet die Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung zur Entwicklung und Bedeutung von Sarkophagreliefs

2. Der Mythos Alkestis und seine literarische Überlieferung

3. Ikonographie

3.1. Alkestis in der griechischen Kunst

3.2. Alkestis in der römischen Kunst

3.2.1. Kleinkunst

3.2.2. Reliefs

3.2.3. Sarkophage

3.2.4. Wandgemälde

3.3. Erkenntnisse aus der Ikonographie

4. Die Sarkophagreliefs

4.1. Der Sarkophag der Ulpia Kyrilla in St. Aignan (Tafel 8, Abb. 23)

4.1.1. Beschreibung

4.1.2. Szeneneinteilung und Komposition

4.1.3. Benennung und Deutung der Figuren und Szenen

4.2. Der Euhodus-Sarkophag im Vatikan (Tafel 8, Abb. 24)

4.2.1. Beschreibung

4.2.2. Szeneneinteilung und Komposition

4.2.3. Benennung und Deutung der Figuren und Szenen

4.2.4. Die Porträtierung – Vermischung von Wirklichkeit und Mythos

4.3. Alkestissarkophag der Villa Albani in Rom (Tafel 9, Abb. 25)

4.3.1. Beschreibung

4.3.2. Szeneneinteilung und Komposition

4.3.3. Benennung und Deutung der Figuren und Szenen

4.4. Alkestissarkophag, ehemals in Cannes (Tafel 9, Abb. 26)

4.5. Resultate aus den Vergleichen

5. Deutung des Alkestismythos auf sepulkraler Ebene

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Darstellung des griechischen Mythos der Alkestis auf kaiserzeitlichen Sarkophagreliefs des 2. Jahrhunderts n. Chr. Das primäre Ziel ist es, die Ikonographie, Komposition und inhaltliche Deutung der vier vollständig erhaltenen Hauptdenkmäler zu analysieren und deren Bedeutung im sepulkralen Kontext sowie ihre Funktion als Ausdruck für Tugend und Totenlob zu erschließen.

  • Kaiserzeitliche Sarkophagproduktion und deren Symbolik
  • Literarische Überlieferung des Alkestismythos
  • Ikonographische Analyse der vier Haupt-Sarkophage
  • Die Rolle der Porträtierung und Vermischung von Wirklichkeit und Mythos
  • Deutung der sepulkralen Funktion von Sarkophagreliefs als Tugend- und Trostbilder

Auszug aus dem Buch

4.2.4. Die Porträtierung – Vermischung von Wirklichkeit und Mythos

Der Zeit angemessen, ist Alkestis in der Mitte mit der Haartracht der älteren Faustina (Tafel 16, Abb. 48 und 49) und mit Porträtzügen, wahrscheinlich denen der Metilia Acte, ausgestattet. Passend zur Verschleierung in der Szene mit Herakles und der damit verbundenen Annahme, dass Alkestis noch als Schatten angesehen wird, trägt sie hier den idealisierten Kopf einer jungen Frau und nicht etwa ein Porträt, welches ihre Enthüllung suggerieren würde (Tafel 16, Abb. 53).

Admetos wird in der Haar- und Barttracht des Mark Aurel gezeigt, ähnlich wie auch die Diener, und trägt wohl Züge des Euhodus (Tafel 16, Abb. 50 und 51). Auch die Amme trägt eine zeitgenössische Frisur und porträthafte Züge (Tafel 16, Abb. 52). Robert leugnet das dreimalige Auftauchen des Euhodus-Admetos mit der Begründung, dass der Gesichtstypus vom mittleren und linken Vertreter ein anderer wäre. Es würden die vorspringende, eckige Stirn, die platte Nase und die hochgezogenen Brauen fehlen. Auch Abweichungen im Haar- und Bartschnitt wären vorhanden. Man muss allerdings beachten, dass solche Abweichungen fast irrelevant werden, wenn man bedenkt, in welch kleiner Ausführung die Porträts angefertigt wurden und wenn man zusätzlich die Tatsache mit einbezieht, dass sich die Perspektiven verändern.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung zur Entwicklung und Bedeutung von Sarkophagreliefs: Einführung in die Thematik der Alkestis-Darstellungen auf kaiserzeitlichen Sarkophagen und Abriss des allgemeinen Forschungsstandes zur römischen Sarkophagkunst.

Der Mythos Alkestis und seine literarische Überlieferung: Zusammenfassung der antiken literarischen Quellen, insbesondere des Dramas von Euripides, und Diskussion der mythologischen Vorgeschichte.

Ikonographie: Systematische Untersuchung von Darstellungen der Alkestis von der griechischen Kunst bis zur römischen Kaiserzeit, unterteilt in Kleinkunst, Reliefs, Sarkophage und Wandgemälde.

Die Sarkophagreliefs: Ausführliche Analyse der vier zentralen Alkestissarkophage sowie Einordnung von sechs weiteren Fragmenten in den kunsthistorischen Kontext.

Deutung des Alkestismythos auf sepulkraler Ebene: Interpretation der Sarkophage als Grabrhetorik, die Tugenden wie eheliche Treue und Aufopferung für den Totenkult funktionalisiert.

Zusammenfassung: Fazit zur ikonographischen Entwicklung und der Funktion der Sarkophagreliefs als Ausdruck für Tugend und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

Schlüsselwörter

Alkestis, Sarkophagreliefs, römische Kaiserzeit, Mythologie, Admetos, sepulkraler Kontext, Ikonographie, Totenkult, Tugendlob, Grabarchitektur, Porträtierung, Euhodus, Euripides, Bestattungssitten, Trauerhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ikonographischen und inhaltlichen Untersuchung des Alkestis-Mythos auf römischen Sarkophagen des 2. Jahrhunderts n. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung der Sarkophagkunst, die literarische Überlieferung des Mythos, die ikonographische Analyse der Reliefs und deren Funktion in der Grabmalerei.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die vier wichtigsten Alkestis-Sarkophage detailliert zu beschreiben, deren Bildsprache zu deuten und die Intention hinter der mythologischen Darstellung im Grabbau zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die kunsthistorische Ikonographie- und Stilkritik sowie den Vergleich mit literarischen Zeugnissen und anderen antiken Monumenten, um eine Typologie der Sarkophage zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von griechischen und römischen Bildquellen, gefolgt von einer ausführlichen Analyse der fünf nahezu vollständig erhaltenen Alkestissarkophage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Alkestis-Mythos, Sarkophagreliefs, sepulkraler Kontext, antike Ikonographie und Tugendlob.

Welche Bedeutung haben die Porträts auf dem Euhodus-Sarkophag?

Sie vermischen Wirklichkeit und Mythos, indem sie echte Verstorbene (Euhodus und Metilia Acte) in einen mythologischen Kontext setzen, um deren eheliche Treue und Tugenden hervorzuheben.

Warum wird der Mythos der Alkestis im 2. Jahrhundert n. Chr. so beliebt?

Die Geschichte der aufopferungsbereiten Frau bot eine ideale Vorlage für das römische Tugendideal der Matrona und diente den Hinterbliebenen als Trost und als symbolische Hoffnung auf ein glückliches Leben im Jenseits.

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Details

Title
Alkestis in der Kunst. Ein griechischer Mythos auf kaiserzeitlichen Sarkophagen
College
University of Rostock  (Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Katrin Skibbe (Author)
Publication Year
2010
Pages
92
Catalog Number
V321231
ISBN (eBook)
9783668208513
ISBN (Book)
9783668208520
Language
German
Tags
alkestis kunst mythos sarkophagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Skibbe (Author), 2010, Alkestis in der Kunst. Ein griechischer Mythos auf kaiserzeitlichen Sarkophagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321231
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