Lernen, Motivation, Emotion und Kognition sind Teilbereiche der Allgemeinen Psychologie. Die traditionellen Grenzen zwischen Lerntheorie, Gedächtnispsychologie, Kognitionspsychologie und Motivationspsychologie haben sich verwischt. Das Ziel dieser Arbeit ist dieses umfassende Themengebiet durch Fallbeispiele aus persönlicher Erfahrung, subjeketiven Theorien und wissenschaftlichen Theorien zu veranschaulichen. Besonders spannend fand ich dabei dass dieses Thema durch die unterschiedlichsten Paradigmen beeinflusst wurde. Nicht nur die Psychoanalyse, Behaviorismus und Kognitionspsychologie haben sich eingehend mit Lernen und Motivation auseinandergesetzt. Sondern auch in der Biologischen Psychologie ist dieses Thema von großem Interesse. Das Leben auch Lernen bedeutet und wir eigentlich von der Wiege bis zur Barre, Subjekte sind, die sich immerfort verändern und neue Einsichten über uns und die Umwelt erlangen finde ich die Auseinandersetzung mit dem Lernen für Psychologen unerlässlich. Ein besonderes Augenmerk legt diese Arbeit auch auf Paradigmenvergleiche die veranschaulichen, dass die Unterschiede vor welchem Hintergrund man dieses Thema beleuchtet nicht unüberwindbar groß sind. „Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken. « (Albert Szent-Györgyi, Nobelpreisträger)
Inhaltsverzeichnis
1. ABSTRACT
2. F1A) – WANN WAR DAS LERNEN ERFOLGREICH?
2.1 FALLGESCHICHTE:
2.2 SUBJEKTIVE THEORIE
2.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIEN
2.3.1 Operantes Kontidionieren
2.3.1.1 Positive Verstärkung
2.3.1.2 Negative Verstärkung
2.3.1.3 Löschen
2.3.1.4 Bestrafung
2.3.1.5 Vergessen
2.3.2 Modelllernen
3. F1B) INDUKTION; WAS BEDEUTET FÜR MICH LERNEN?
3.1 SUBJEKTIVE THEORIE
3.2 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE
3.2.1 Kognitive Lerntheorie
3.2.2 Hirnbiologische Grundlagen von Lernen
3.2.2.1 Die Konsolidierung der Gedächtnisspur
4. F1C) LERNEN IM PARADIGMENVERGLEICH
5. F1D) WANN WAR LERNEN NICHT ERFOLGREICH
5.1 FALLGESCHICHTE
5.2 SUBJEKTIVE THEORIE
5.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE
5.3.1 Die pathologische Angst
5.3.2 Störeinflüsse Selbstwertbezogener Gedankeninhalte
6. F2A) WANN WAR ICH MOTIVIERT ZU LERNEN?
6.1 FALLGESCHICHTE
6.2 SUBJEKTIVE THEORIE
6.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIEN
6.3.1 Flow-Erleben als universeller Tätigkeitsanreiz
6.3.2 Neugiermotivation
6.3.2.1 Intrinsische Motivation
7. F2B WAS BEDEUTET MOTIVATION
7.1 SUBJEKTIVE THEORIE
7.2 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE
7.2.1 Freudsche Triebkonzeption
7.2.2 Neurobiologie süchtigen Verhaltens
8. F2C) MOTIVATION IM PARADIGMENVERGLEICH
9. F2D) WANN WAR ICH NICHT MOTIVIERT ZU LERNEN?
9.1 FALLGESCHICHTE
9.2 SUBJEKTIVE THEORIE
9.3 WISSENSCHAFTLICHE THEORIE
9.3.1 Ursachenerklärungen von Erfolg und Misserfolg
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Lernen, Motivation, Emotion und Kognition, indem sie individuelle Lernerfahrungen mit psychologischen Theorien verknüpft, um zu verdeutlichen, dass traditionelle fachliche Grenzen zunehmend verschwimmen.
- Verbindung von Fallbeispielen aus der Praxis mit wissenschaftlichen Lerntheorien.
- Analyse der Rolle von Motivation und Emotion bei Lernprozessen.
- Gegenüberstellung verschiedener psychologischer Paradigmen (Behaviorismus, Kognitivismus, Psychobiologie).
- Untersuchung von Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren beim Lernen.
- Reflexion über die Bedeutung von psychobiologischen Grundlagen für das Verständnis menschlichen Verhaltens.
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Operantes Kontidionieren
Unter dem Stichwort operantes Konditionieren werden Lernprozesse untersucht, bei denen das Tier oder der Mensch zur Lösung der gestellten Lernaufgabe Verhaltensweisen entwickeln, die auf den ersten Blick nicht direkt reizauslösend sind wie beim klassischen Konditionieren. Es sind vielmehr von „innen“ herauskommende Wirkreaktionen, die die Lernumgebung zum Vorteil (Futteraufnahmemöglichkeit) oder zum Nachteil (Bestrafung) verändern. (Angermeier, 1984, 52)
Verglichen mit meiner persönlichen Lernerfahrung, haben sich durch die Anwendung der französischen Sprache haben sich meine Reiseerfahrungen, zum Vorteil verändert. Es war mir möglich, mich mit Menschen in ihrer Landessprache zu unterhalten, was sie mir gegenüber um vieles offener werden lies und ich dadurch die für mich interessanten Informationen bekommen habe.
Unter dem Einfluss einer auf das vordergründig Sichtbare sich beschränkenden Forschungstradition (Behaviorismus) standen und stehen zum Teil heute noch nur so genannte Reize (Ausschnitte aus der Lernsituation) und Reaktionen (Ausschnitte aus dem Verhaltenrepertoire des Lernens) im Brennpunkt des Interesses. Gelernt werden nur Verbindungen zwischen Reizen und Reaktionen. Und diese Verbindungen sollten nicht unabhängig von den Reizen und Reaktionen irgendwo in einem Speicher oder Gedächtnis existieren. Aussagen über irgendwelche Gedächtnisprozesse, die es zu untersuchen gilt, gäbe es deshalb auch nicht. Die äußerlich geknüpften Verbindungen schienen dauerhaft für immer zu bestehen. Wenn dennoch ein Vergessen häufig nicht zu übersehen war, so konnte es diesen Vorstellungen gemäß nur durch die störende Wirkung neuer Reize oder anderer Reaktionen erklärbar sein. Die Wirkung von Verstärkern bestand hauptsächlich darin, die geknüpften Reize und Reaktionen abzuschirmen. (Angermeier, 1984, 73)
Zusammenfassung der Kapitel
ABSTRACT: Diese Arbeit beleuchtet die Integration der Teilbereiche der Allgemeinen Psychologie und deren Verschränkung durch Fallbeispiele und Paradigmenvergleiche.
F1A) – WANN WAR DAS LERNEN ERFOLGREICH?: Anhand einer persönlichen Fallgeschichte wird der Einfluss von positiver Verstärkung und Modelllernen auf den schulischen Erfolg untersucht.
F1B) INDUKTION; WAS BEDEUTET FÜR MICH LERNEN?: Dieses Kapitel definiert Lernen als einen Prozess der individuellen Anpassung und beleuchtet die kognitiven sowie hirnbiologischen Grundlagen.
LERNEN IM PARADIGMENVERGLEICH: Hier werden der Kognitivismus und die Psychobiologie als gegensätzliche, aber ergänzende Ansätze zur Erklärung menschlichen Lernens verglichen.
F1D) WANN WAR LERNEN NICHT ERFOLGREICH: Die Analyse pathologischer Angst und selbstwertbezogener Gedankeninhalte zeigt auf, wie diese Faktoren den Lernerfolg massiv hemmen können.
F2A) WANN WAR ICH MOTIVIERT ZU LERNEN?: Dieses Kapitel widmet sich der intrinsischen Motivation durch Flow-Erleben und Neugier am Beispiel des Studiums der Psychoanalyse.
F2B WAS BEDEUTET MOTIVATION: Neben der subjektiven Theorie wird hier die Freudsche Triebkonzeption und die Neurobiologie süchtigen Verhaltens zur Erklärung von Motivationsprozessen herangezogen.
MOTIVATION IM PARADIGMENVERGLEICH: Eine Gegenüberstellung von psychoanalytischen Aspekten und biologisch-physiologischen Sichtweisen auf motiviertes Verhalten.
F2D) WANN WAR ICH NICHT MOTIVIERT ZU LERNEN?: Eine Untersuchung der Ursachen von Misserfolg, wobei besonders Kausalattributionen und der Einfluss externer Interessen betrachtet werden.
Schlüsselwörter
Lernen, Motivation, Emotion, Kognition, Behaviorismus, Kognitivismus, Psychobiologie, Operantes Konditionieren, Modelllernen, Intrinsische Motivation, Flow-Erleben, Kausalattribution, Angst, Gedächtnis, Psychoanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Lernen, Motivation, Emotion und Kognition aus Sicht der Allgemeinen Psychologie und verbindet dabei persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Theorien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Lerntheorien, die biologischen Grundlagen des Lernens, die Motivationspsychologie sowie den Vergleich verschiedener psychologischer Paradigmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, das komplexe Themengebiet durch eine Kombination aus subjektiven Theorien und wissenschaftlichen Erkenntnissen anschaulich zu machen und Unterschiede zwischen psychologischen Paradigmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt den Vergleich theoretischer Konzepte, die Analyse persönlicher Fallbeispiele sowie die Einbeziehung biologischer und psychologischer Forschungsliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die Themen wie operantes Konditionieren, Modelllernen, kognitive Lerntheorien, pathologische Angst bei Prüfungen und die verschiedenen Motivationsformen analysieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Lernpsychologie, Motivation, Kognition, Paradigmenvergleich, intrinsische Motivation und Attributionstheorie definieren.
Wie erklärt die Arbeit das Phänomen des Prüfungsversagens bei Mathias?
Der Autor führt dies auf pathologische Angst zurück, die die Aufmerksamkeit einschränkt, sowie auf selbstwertbezogene Gedankeninhalte, die die Aufgabentätigkeit stören.
Warum ist die Psychoanalyse laut der Autorin ein wesentlicher Motivationsfaktor?
Sie fasziniert durch ihre Fähigkeit, menschliches Erleben aus einer neuen Perspektive zu beleuchten und bietet einen "Flow-Zustand", der durch das tiefe Aufgehen im interessanten Themenstoff entsteht.
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- Sonja Mayr-Stockinger (Author), 2004, Lernen, Motivation, Emotion & Kognition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32134