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Hilfen für Eltern mit geistiger Behinderung. Unterstützungsmöglichkeiten vor und während der Elternschaft

Titel: Hilfen für Eltern mit geistiger Behinderung. Unterstützungsmöglichkeiten vor und während der Elternschaft

Akademische Arbeit , 2012 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Gabriele Marx (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein umso mehr". Dies gilt insbesondere, wenn zu der großen Herausforderung "Elternschaft" eine weitere hinzukommt, zum Beispiel in Form einer geistigen Behinderung eines oder beider Elternteile.

Die folgende Arbeit zeigt, über welche Unterstützungsmöglichkeiten Eltern mit geistiger Behinderung vor, während und nach der Schwangerschaft verfügen. Im Hinblick auf eine bestmögliche Vorbereitung betroffener Eltern nimmt die Autorin verschiedene Materialien aus der Sexualpädagogik genauso unter die Lupe wie schwangerschaftsbegleitende Anlaufstellen. Auch stellt sie Unterstützungsnetzwerke bei der Ausübung der Elternschaft vor, wobei vor allem die Bundesarbeitsgemeinschaft "Begleitete Elternschaft" im Fokus der Untersuchung steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Methoden, Materialien und Werkzeuge

1.1 Der Kinderwunsch als Anlass, in das Gespräch zu kommen

1.2 Sexualpädagogische Materialien

1.3 Begleitung während der Schwangerschaft

2. Unterstützungsnetzwerke als Hilfen bei der Ausübung der Elternschaft

3. Hilfen bei der Ausübung der Elternschaft durch die Bundesarbeitsgemeinschaft ‚Begleitete Elternschaft‘

3.1 Die Bundesarbeitsgemeinschaft ‚Begleitete Elternschaft‘

3.2 Ziele und Aufnahmebedingungen

3.3 Räumliche Ausstattung

3.4 Aufgaben und Qualifikation der BegleiterInnen

3.5 Rechtliche Grundlagen und Finanzierung

3.6 Arbeitsweisen/ Methoden

3.6.1 Vermittlung von Informationen

3.6.2 Alltagssituationen begleiten

3.6.3 Beratungsgespräche

3.6.4 Erläutern und Erlernen

3.6.5 Übernahme von Tätigkeiten, Entlastungsgespräche

3.6.6 Aufbau und Koordination des sozialen und institutionellen Netzwerkes

3.6.7 Termine und Gespräche begleiten

3.6.8 Förderung der Kinder

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern mit geistiger Behinderung, wobei ein besonderer Fokus auf der Phase vor, während und nach der Schwangerschaft liegt. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch professionelle Beratung, gezielte sexualpädagogische Angebote und ein stabiles Unterstützungsnetzwerk die Elternschaft gelingen kann, um eine Fremdunterbringung des Kindes zu vermeiden.

  • Methoden der Beratung bei Kinderwunsch von Menschen mit geistiger Behinderung
  • Einsatz sexualpädagogischer Materialien in der Unterstützungsarbeit
  • Die Bedeutung und Organisation von Unterstützungsnetzwerken
  • Das Konzept der „Begleiteten Elternschaft“ und seine praktischen Anwendungsmöglichkeiten
  • Rechtliche Grundlagen und Finanzierungsmodelle für begleitende Hilfen

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Kinderwunsch als Anlass, in das Gespräch zu kommen

Der Wunsch eines Menschen mit individuellen Einschränkungen nach einem Kind sollte ernst genommen werden. Dabei ist es wichtig die Beweggründe für ein Kind zu erfassen. Manchmal ist es der Wunsch nach mehr Nähe und Zuwendung, der Wunsch nach einer Lebensbereicherung oder auch der Wunsch gebraucht zu werden. Hier gilt es herauszufinden, ob der Wunsch nach einem Kind wirklich im Interesse der Person liegt, oder ob nur verschiedene andere Bedürfnisse befriedigt werden sollen. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass die von den Personen genannten Motive für Kinder in erster Linie dazu dienen sollen, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen. Dies gilt für behinderte wie für nicht behinderte Menschen. Jedoch verdeutlicht PIXA-KETTNER vor dem Hintergrund der besonderen Situation von Menschen mit Behinderung zusätzlich den Aspekt, dass ein Kinderwunsch auch Ausdruck von Normalität und Erwachsenheit sein kann.

Die Beweggründe ein Kind zu bekommen, erfahren in der Gesellschaft unterschiedliche Hinterfragungen. „Während sich nicht behinderte Frauen tendenziell dafür rechtfertigen müssen, wenn sie sich kein Kind wünschen, müssen sich geistig behinderte Frauen rechtfertigen, wenn sie sich ein Kind wünschen.“

In der Praxis ist der Umgang mit dem Kinderwunsch von Menschen mit individuellen Einschränkungen von großer Hilflosigkeit geprägt. Hier scheint es noch immer ein Grundsatz zu sein, das Thema Kinderwunsch nicht anzusprechen, um nicht unnötig die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Die Ablehnung der Gesellschaft ist den Menschen mit Behinderung durchaus bewusst. Aus diesem Grund verbergen sie ihren Kinderwunsch auch, oder verheimlichen eine Schwangerschaft über lange Zeit. Jedoch ist es wichtig Wünsche anzusprechen, auch wenn sie nicht erfüllt werden können. Die Person muss ernst genommen werden mit ihrem Wunsch ein Kind zu bekommen. Dies gewährleistet einen angemessenen Entscheidungs- und Verarbeitungsprozess und sichert, dass sie sich mit ihren Wünschen, Träumen und Vorstellungen auseinandersetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Methoden, Materialien und Werkzeuge: Dieses Kapitel erläutert die Gestaltung von Beratungsgesprächen bei Kinderwunsch und stellt hilfreiche sexualpädagogische Materialien sowie spezielle Konzepte wie das "Elternpraktikum" vor.

2. Unterstützungsnetzwerke als Hilfen bei der Ausübung der Elternschaft: Hier wird die essenzielle Rolle von sozialen Netzwerken und "Sozialer Unterstützung" für Eltern mit Lernschwierigkeiten analysiert, um eine Überforderung zu verhindern.

3. Hilfen bei der Ausübung der Elternschaft durch die Bundesarbeitsgemeinschaft ‚Begleitete Elternschaft‘: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Ziele, Aufnahmebedingungen, Finanzierung sowie die systemischen Arbeitsweisen und Methoden der "Begleiteten Elternschaft".

4. Schlussbemerkung: Die Autorin resümiert, dass das Thema trotz positiver Entwicklungen durch die BAG noch einer besseren flächendeckenden Versorgung bedarf, um das Recht auf Elternschaft wirksam zu sichern.

Schlüsselwörter

Elternschaft, Geistige Behinderung, Kinderwunsch, Begleitete Elternschaft, Unterstützungsnetzwerk, Sexualpädagogik, Schwangerschaftsberatung, Jugendhilfe, Inklusion, Normalisierungsprinzip, Empowerment, Hilfe zur Selbsthilfe, Hilfepläne, Elternberatung, Familienbegleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern mit geistiger Behinderung, um ihnen ein gelingendes Familienleben zu ermöglichen und eine Fremdunterbringung des Kindes zu vermeiden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Kinderwunsch, die Begleitung während der Schwangerschaft, die Bedeutung sozialer Netzwerke sowie das Konzept der "Begleiteten Elternschaft".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eltern mit geistiger Behinderung durch professionelle Hilfe unterstützt werden können, um ihre Rolle als Eltern selbstbestimmt und kompetent auszuüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und greift auf wesentliche Studien aus dem deutschsprachigen Raum zurück, um die Lebenssituation und Unterstützung von Eltern mit geistiger Behinderung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert methodische Vorgehensweisen in der Beratung, die Relevanz von Unterstützungsnetzwerken sowie die Strukturen und Arbeitsweisen der Bundesarbeitsgemeinschaft "Begleitete Elternschaft".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elternschaft, geistige Behinderung, Begleitete Elternschaft, Unterstützungsnetzwerke, Empowerment und Hilfe zur Selbsthilfe.

Welche Bedeutung haben Sexualpädagogische Materialien?

Sie sind wichtige Hilfsmittel, um komplexe Themen wie Kinderwunsch oder Schwangerschaft anschaulich – oft durch Piktogramme – zu vermitteln, da viele Betroffene über ein eingeschränktes Leseverständnis verfügen.

Warum ist eine frühzeitige Einbindung des Jugendamtes kritisch zu betrachten?

Die Einbindung kann bei den Eltern Ängste vor einer Fremdunterbringung auslösen, weshalb ein vertrauensvoller Aufbau und eine begleitete Kommunikation durch Fachkräfte für eine erfolgreiche Planung der Unterstützung essenziell sind.

Was ist das Besondere am Konzept der "Begleiteten Elternschaft"?

Es arbeitet mit einem systemischen, ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur die Eltern, sondern die gesamte Familiensituation betrachtet und "Hilfe zur Selbsthilfe" anstrebt.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hilfen für Eltern mit geistiger Behinderung. Unterstützungsmöglichkeiten vor und während der Elternschaft
Hochschule
Fachhochschule Erfurt  (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Gabriele Marx (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V321525
ISBN (eBook)
9783668202009
ISBN (Buch)
9783668202016
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hilfen eltern behinderung unterstützungsmöglichkeiten elternschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gabriele Marx (Autor:in), 2012, Hilfen für Eltern mit geistiger Behinderung. Unterstützungsmöglichkeiten vor und während der Elternschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321525
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Leseprobe aus  32  Seiten
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