1. Managen aus dem Bauch heraus: Wer noch immer auf Systematik und Faktenarbeit verzichtet und dem “Feeling“ frönt wird langfristig nicht wirtschaftlich überleben können. 2. Für jeden der Liebling sein: Wer es jedem recht machen will, wird niemanden als Freund gewinnen. Der Verzicht auf Profil und eine klare Kernzielgruppe garantiert Verluste. 3. Der Rausch der Kreativität: Originellste Werbekampagnen sorgen für größte Aufmerksamkeit - und häufig geringste Erlöse. 4. Neu, neu, neu: Bieten Sie Ihren Kunden mit Ihren Produkten immer wieder andere Gefühlswelten, macht es dem Konsumenten unmöglich, Ihre Produkte zu lieben und zu loben. 5. Viele Schultern, wenig Köpfe: Wird die Kompetenz auf viele Ebenen aufgeteilt, hat niemand den Überblick und keiner etwas zu sagen. 6. Stretching ohne Kompromisse: Wer monetär das letzte aus seiner Unternehmung herausholen will, muss das Sortiment ausdehnen und verliert somit seinen Namen. 7. Vertrauen auf den echten Nutzen: Wer nur auf Qualität und Nutzen abzielt, aber Image und Gefühl nicht beachtet, wird langfristig nicht überleben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Der Begriff “Strategie“
1.2 Stand der Technik
1.3 Aktuelle Situation der Handwerksbetriebe im Umfeld
1.4 Zielsetzung
1.5 Abgrenzung
2 Strategieentwicklung
2.1 Ist-Analyse
2.1.1 SWOT-Analyse
2.1.2 Ermittlung der Geschäftsfeldstärke
2.1.3 Beurteilung der Marktattraktivität
2.2 Divergente Phase
2.2.1 Sensibilisierung
2.2.2 Benchmarking
2.2.3 Optionenbericht
2.3 Konvergente Phase
3 Strategieimplementierung
3.1 Arten der Strategieimplementierung
3.1.1 Top-Down-Strategie
3.1.2 Bottom-Up-Strategie
3.2 Balanced Scorecard
3.2.1 Wirtschaftliche Perspektive
3.2.2 Kundenspezifische Perspektive
3.2.2.1 Kunden- und Marktsegmentierung
3.2.2.2 Wertangebote an die Kunden
3.2.3 Interne Prozessperspektive
3.2.3.1 Der Innovationsprozess
3.2.3.2 Der Betriebsprozess
3.2.3.3 Der Serviceprozess
3.2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
3.2.5 Ursache und Wirkungsketten der BSC
3.2.6 Einführung der BSC
3.2.7 Beispiel einer BSC
3.3 Six-Sigma
3.3.1 Der Beginn
3.3.2 Die Ausbildung
3.3.3 Kennzahlen für Verbesserungen
3.3.4 Kontinuierliche Verbesserungen
3.4 EFQM-Modell
4 Strategieverfolgung
5 Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Handwerksbetrieben und kleinen bis mittleren Unternehmen (KMU) einen strategischen Wegweiser für eine nachhaltige Unternehmensführung im 21. Jahrhundert zu bieten. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie strategische Planungsmethoden konkret in Handwerksbetrieben implementiert werden können, um trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks die Zukunftsfähigkeit zu sichern.
- Grundlagen der Strategieentwicklung und Ist-Analyse
- Methoden der Strategieimplementierung (Balanced Scorecard, Six-Sigma, EFQM)
- Prozessorientierte Unternehmensführung in KMU
- Strategiecontrolling als Instrument zur langfristigen Sicherung
- Verbindung von operativer Flexibilität und strategischer Planung
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Begriff “Strategie“
Zitat: “Der Begriff Strategie ist zum Modewort geworden. Seine ursprüngliche Bedeutung geht auf das griechische Wort “strategós“ (stratos = Heer, agein = führen) zurück, das so viel wie “Heerführer“ bedeutet. Im 18. Jahrhundert erscheint der Begriff Strategie im berühmten Werk „Vom Kriege“ (Carl von Clausewitz) in der Gegenüberstellung zur Taktik. Strategie fungiert als Lehre vom Gebrauch der Gefechte zum Zweck des Krieges – die Taktik ist die Lehre vom Gebrauch der Streitkräfte im Gefecht. Aus dem Militärwesen in die Wirtschaftswissenschaften übertragen wurde der Strategiebegriff von John von Neumann und Oskar Morgenstern, den Erfindern der sog. Spieltheorie. Ihr Buch erschien 1944 unter dem Titel: Theory of Games and Economic Behavior. Im Rahmen dieser Theorie bedeutet eine Strategie – etwa so wie im Schachspiel – eine Folge voneinander abhängiger Einzelschritte, die auf ein ganz bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Von Ansoff [Strategy] wurde dieser Begriff im Jahre 1965 verwendet, um das zu benennen, was wir heute als Strategie bezeichnen: Strategien sind Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Erfolgs eines Unternehmens.
Folglich leiten sich Taktiken aus Strategien ab. Der Duden definiert Strategie als genauen Plan des eigenen Vorgehens, der dazu dient, sein Ziel zu erreichen und in dem diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hineinspielen können, von vorneherein einzukalkulieren versucht werden. Auch Picasso hat die Kunst der Strategie sehr treffend auf den Punkt gebracht: “Aufgabe ist es, das Muster zu erkennen, das hinter dem scheinbaren Chaos liegt.“ In der Betriebswirtschaft bedeutet Strategie, einen Rahmenplan zu entwickeln, um die Unternehmensziele zu erreichen, die Substanz und Werte zu steigern, sowie die Existenz des Unternehmens nachhaltig und ertragreich zu sichern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz strategischer Planung zur Existenzsicherung für Handwerksbetriebe und KMU in einem permanenten Entwicklungskreislauf.
2 Strategieentwicklung: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Bestandsaufnahme mittels Ist-Analyse, SWOT-Analyse sowie die divergente Suche nach Optionen und deren konvergente Zusammenführung.
3 Strategieimplementierung: Hier werden spezifische Managementmethoden wie die Balanced Scorecard, Six-Sigma und das EFQM-Modell vorgestellt, um Visionen in operative Ziele zu übersetzen.
4 Strategieverfolgung: Dieses Kapitel beschreibt die Notwendigkeit des Strategiecontrollings zur permanenten Überprüfung und Anpassung der getroffenen Maßnahmen an die Marktdynamik.
5 Schlusswort: Das Fazit betont, dass strategisches Denken eine unumgängliche Voraussetzung für den Erfolg und den Fortbestand kleinerer Unternehmungen ist.
Schlüsselwörter
Strategie, Handwerk, KMU, Balanced Scorecard, Six-Sigma, EFQM, Strategieentwicklung, Unternehmensführung, Marktattraktivität, Wettbewerbsfähigkeit, Prozessoptimierung, Strategiecontrolling, Kundenorientierung, Wertschöpfungskette, Innovationsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und der praktischen Anwendung von strategischer Planung in kleinen und mittleren Handwerksbetrieben, um deren langfristige Wettbewerbsfähigkeit im 21. Jahrhundert zu gewährleisten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die analytische Strategieentwicklung, diverse Implementierungsmethoden wie die Balanced Scorecard oder Six-Sigma, die Prozessorientierung sowie das strategische Controlling.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Handwerkern einen Wegweiser an die Hand zu geben, wie sie durch geplantes, strategisches Vorgehen den Unternehmensfortbestand nachhaltig sichern können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Adaption anerkannter Management-Tools (SWOT, BSC, Six-Sigma, EFQM) sowie eine strukturierte Vorgehensweise in einem permanenten Management-Kreislauf.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen der Strategie: Die analytische Entwicklung, die operative Implementierung mit verschiedenen Instrumenten sowie die kontinuierliche Verfolgung und Anpassung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Besonders prägend sind Begriffe wie Strategieentwicklung, Prozessorientierung, Balanced Scorecard, Six-Sigma und die spezifische Ausrichtung auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Warum ist das "Sperrvermerk"-Kapitel in der Arbeit enthalten?
Dies ist eine formale Anforderung an wissenschaftliche Diplomarbeiten, um das geistige Eigentum des Verfassers zu schützen und die Vervielfältigung durch Dritte ohne Zustimmung zu unterbinden.
Welche Bedeutung kommt dem "Optionenbericht" bei der Strategieentwicklung zu?
Der Optionenbericht dient als Entscheidungsgrundlage, in der alle denkbaren Maßnahmen gesammelt, bewertet und bezüglich ihrer Realisierbarkeit eingeschätzt werden, um eine objektive strategische Wahl zu treffen.
- Quote paper
- Tim Staiger (Author), 2004, Handwerk im 21. Jahrhundert: Strategie als zentrales Element der Unternehmensführung in kleinen und mittleren Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32158