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Peter Singers Personenbegriff und das Tötungsverbot von Tieren

Titel: Peter Singers Personenbegriff und das Tötungsverbot von Tieren

Hausarbeit , 2016 , 10 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Holger Nikutta (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dies ist ein Essay über den Personenbegriff des Philosophen Peter Singer und seinen Umgang mit Tieren, besonders, was das Töten angeht.

Es soll der Frage nachgegangen werden, was Singer unter einer Person versteht und inwiefern sich dieser Begriff auf Menschen und Tiere beziehen lässt. Davon ausgehend werde ich betrachten, wie Singer für das Tötungsverbot für die verschiedenen Statusgruppen – Personen, Nichtpersonen, bloß bewusste Wesen – argumentiert. Ist er hierbei überzeugend und stimmig? Und wollen wir schließlich in einer Gesellschaftsordnung nach Singerschem Modell leben?

Ist Singers Theorie, die auf dem Utilitarismus beruht, also leistungsfähig genug, um sich auch Dingen wie der industriellen Massentierhaltung und der Tatsache, dass Tiere zunehmend als Objekte des Konsums betrachtet werden, zu stellen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Personen und Nichtpersonen

2.1. Personen

2.2. Nichtpersonen und bloß bewusste Wesen

3. Tötungsverbot

3.1. Hedonistischer Utilitarismus

3.2. Präferenz-Utilitarismus

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den philosophischen Personenbegriff von Peter Singer und dessen Implikationen für die ethische Bewertung des Tötungsverbots, wobei kritisch hinterfragt wird, ob Singers utilitaristische Unterscheidung zwischen Personen und Nichtpersonen ein tragfähiges Modell für den Umgang mit Menschen und Tieren darstellt.

  • Analyse der Kriterien für den Personenstatus bei Peter Singer
  • Differenzierung zwischen Personen, Nichtpersonen und bloß bewussten Wesen
  • Ethische Begründung des Tötungsverbots aus hedonistischer und präferenzutilitaristischer Sicht
  • Kritische Würdigung der Konsequenzen für den moralischen Status von Tieren und Menschen
  • Reflektion über die Stimmigkeit und Reichweite der Singerschen Theorie

Auszug aus dem Buch

2.1. Personen

Was eine Person philosophisch gesehen ist, fragt nicht erst Peter Singer. Nein, es gibt in der Tradition der Philosophie viele Denker*innen, die sich mit diesem Thema bereits beschäftigt haben, u.a. die Stoiker, Locke, Hegel und Kant. Nichtsdestotrotz bringt Singer neue Impulse in die Diskussion, wenn er „Person“ nicht zwangsläufig als ein „menschliches Wesen“ verstanden wissen will, sondern auch Tiere in die Sphäre der Personen rückt: „[E]s könnte eine Person geben, die nicht Mitglied unserer Spezies ist. Es könnte auch Mitglieder unserer Spezies geben, die nicht Personen sind.“ Singer behauptet also erstens, dass Tiere Personen sein können, womit er den Speziesismus verwirft. Zweitens stellt er die These auf, dass nicht alle Menschen Personen sind, was dem Alltagsverständnis diametral gegenübersteht. Um nun also Singers Personenbegriff zu kritisieren, müssen wir verstehen, was er genau unter einer Person versteht.

Singer zitiert dazu eine Standarddefiniton aus dem Oxford Dictionary: „ein selbstbewusstes oder rationales Wesen“, womit ein erster Rahmen gesetzt ist. Davon ausgehend ist es aber laut Singer ein spezielles Kriterium, das entscheidend sind: Es ist die Fähigkeit, sich als eines Individuums bewusst zu sein, das mit einer Vergangenheit und Zukunft ausgestattet ist. Dieser Aspekt, den Locke eingeführt hat, sagt, dass ein Wesen nicht nur über momentane Bedürfnisse verfügt, sondern auch darüber hinaus Wünsche für die Zukunft entwickeln kann, was für Singer sehr bedeutend ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt Peter Singers Einfluss auf den Diskurs über das Mensch-Tier-Verhältnis dar und leitet die Forschungsfrage bezüglich seines Personenbegriffs und dessen Auswirkungen auf das Tötungsverbot ein.

2. Über Personen und Nichtpersonen: Hier wird Singers differenzierte Kategorisierung von Lebewesen in Personen und Nichtpersonen erläutert und die damit einhergehende philosophische Kritik beleuchtet.

3. Tötungsverbot: Dieses Kapitel analysiert, wie das Tötungsverbot innerhalb des hedonistischen und des Präferenz-Utilitarismus begründet wird und wo die Schwachstellen dieser Argumentation liegen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Singers Theorie zwar das Mensch-Tier-Verhältnis in den Fokus rückt, jedoch aufgrund ihrer exklusiven Personen-Dichotomie und menschlich geprägten Standards nicht vollständig überzeugen kann.

Schlüsselwörter

Peter Singer, Praktische Ethik, Personenbegriff, Tötungsverbot, Utilitarismus, Präferenz-Utilitarismus, Hedonismus, Speziesismus, Tierethik, moralischer Status, Selbstbewusstsein, anthropozentrisch, Nichtpersonen, Mensch-Tier-Verhältnis, Leidminderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der moralphilosophischen Unterscheidung, die Peter Singer zwischen Personen und Nichtpersonen trifft, und untersucht, wie diese Einteilung seine Position zum Tötungsverbot beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Personenbegriff bei Singer, die Abgrenzung zu Nichtpersonen sowie die moralische Bewertung der Tötung von Lebewesen aus utilitaristischer Perspektive.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob Singers Personenbegriff und das daran gekoppelte Tötungsverbot schlüssig und ethisch tragfähig sind, besonders im Hinblick auf ihre Anwendung auf Menschen und Tiere.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die zentrale Texte von Peter Singer interpretiert, in den Kontext der Philosophiegeschichte stellt und einer kritischen ethischen Prüfung unterzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst geklärt, wie Singer Personen definiert, und anschließend wird erörtert, welche Rolle Präferenzen und Zukunftsorientierung für den Schutz vor Tötung spielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personenbegriff, Präferenz-Utilitarismus, Speziesismus, Tierethik und moralischer Status.

Warum kritisiert der Autor die Einordnung von Komapatienten als „Nichtpersonen“?

Der Autor hinterfragt die Praxis, Lebewesen allein aufgrund fehlenden aktuellen Selbstbewusstseins ihren Schutzstatus zu entziehen, da dies die moralische Sicherheit und das gesellschaftliche Klima gefährden würde.

Wie bewertet der Autor Singers Umgang mit Fischen als Beispiel für „Nichtpersonen“?

Der Autor sieht in der Schlussfolgerung, dass die Tötung von Fischen moralisch irrelevant sei, ein Anzeichen für eine zu berechnende und rationalistische Ethik, die den intrinsischen Wert von Lebewesen missachtet.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Peter Singers Personenbegriff und das Tötungsverbot von Tieren
Hochschule
Universität Münster  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Singers "Praktische Ethik"
Note
2,3
Autor
Holger Nikutta (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V321643
ISBN (eBook)
9783668210417
ISBN (Buch)
9783668210424
Sprache
Deutsch
Schlagworte
peter singers personenbegriff tötungsverbot tieren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Holger Nikutta (Autor:in), 2016, Peter Singers Personenbegriff und das Tötungsverbot von Tieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321643
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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