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Soziale Diskriminierung und Integration. Welchen Einfluss hat institutionelle Diskriminierung auf Integration?

Title: Soziale Diskriminierung und Integration. Welchen Einfluss hat institutionelle Diskriminierung auf Integration?

Term Paper , 2014 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Frank Melz (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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In dieser Arbeit werden die Untersuchungsfelder der Sozialpsychologie und Soziologie zum Thema ‚Soziale Diskriminierung’ vorgestellt und ihre Begrifflichkeiten skizziert. Weiter wird Integration nach Hartmut Esser definiert und überprüft, ob ‚Soziale Diskriminierung’ einen Einfluss auf Integration ausübt. Da das Forschungsgebiet schier unerschöpflich scheint, wird in dieser Abhandlung das Themenfeld Bildung hinsichtlich institutioneller Diskriminierung genauer betracht.

Glaubt man den Sozialpsychologen Mummendey, Kessler und Otten, so wird „erst mit der Wahrnehmung unterschiedlicher Gruppen in einem gemeinsamen sozialen Kontext die jeweilige Gruppenzughörigkeit sichtbar.“ Ähnlich beschreibt es auch Mead (1934), der sich sicher ist, dass wir nur ein Bewusstsein von uns selbst entwickeln können, wenn wir uns aus der Sicht der anderen beobachte.

Hat Integration versagt, wenn Menschen aus anderen Ländern mit andersartigen Merkmalen geduldet, aber nicht beachtet werden? Sind es Vorurteile und Stereotype, die den Deutschen davon abhalten, den Fremden in die Mitte seines Lebens aufzunehmen? Oder benötigen wir sogar die Unterschiede, um uns selbst zu erkennen?

Demnach unterscheiden wir Menschen, die uns ‚ähnlich’ sind von denen, die ‚anders’ sind als wir. Aber wer sind diese ‚anderen’? Oft sind es unterschiedliche Kulturen, Religionen oder ethnische Hintergründe, die den Vergleich zwischen Menschen ermöglichen. Aber auch äußerliche Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht und Alter spielen eine wichtige Rolle. Die „anderen“ durchdringen sämtliche Bereiche des Lebens, werden meist negativ bewertet und mit Gefühlen wie auch Urteilen belegt. Schnell entstehen Muster, die sich in Stereotype gießen und sich quer durch die Gesellschaft manifestieren. Die große Gefahr, die dahinter steht, ist die soziale Diskriminierung. Wenn die ‚anderen’ nicht nur beurteilt, sondern auch benachteiligt behandelt werden, dann spricht man von Diskriminierung.

„Vorurteile, Stereotypen und Diskriminierung sind keine Erfindung der Wissenschaft, sie sind reale Phänomene.“ (Förster, 2009, S. 13). „Neben dieser Betrachtungsweise von Diskriminierung als Interaktion von Individuen oder Gruppen wird in der Soziologie heute zusätzlich Diskriminierung durch Institutionen und Strukturen erfasst.“ (Liebscher / Fritzsche, 2010, S. 27).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Diskriminierung

2.1 Sozialpsychologische Ansätze

2.2 Soziologische Ansätze

3. Integration nach Hartmut Esser

3.1 Systemintegration

3.2 Sozialintegration

4. Bildung, institutionelle Diskriminierung und Integration

4.1 Institutionelle Diskriminierung im deutschen Bildungssystem

4.2 Institutionelle Diskriminierung und Integration

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen sozialer Diskriminierung und den Integrationschancen von Migranten in Deutschland. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Frage, inwiefern institutionelle Barrieren innerhalb des Bildungssystems die soziale Integration von Zuwanderern beeinflussen und erschweren.

  • Grundlagen der sozialen Diskriminierung aus sozialpsychologischer und soziologischer Sicht.
  • Analyse der Integrationstheorie nach Hartmut Esser, insbesondere der Konzepte der System- und Sozialintegration.
  • Untersuchung institutioneller Diskriminierungsmuster im deutschen Bildungswesen.
  • Kritische Reflexion der Kausalität zwischen institutioneller Ausgrenzung und Integrationserfolgen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Sozialpsychologische Ansätze

‚Soziale Diskriminierung’ ist seit den Forschungsanfängen der Sozialpsychologie eines der zentralen Themen der psychologischen Theorienbildung (Petersen / Six, 2008). „Die einflussreichste Definition von sozialer Diskriminierung in der Psychologie stammt von Gordon W. Allport (1954): ‚Diskriminierung liegt vor, wenn einzelnen oder Gruppen von Menschen die Gleichheit der Behandlung vorenthalten wird, die sie wünschen. Diskriminierung umfaßt alles Verhalten, das auf Unterschieden sozialer oder natürlicher Art beruht, die keine Beziehung zu individuellen Fähigkeiten oder Verdiensten haben noch zu dem wirklichen Verhalten der individuellen Person.’ “ (Petersen / Six, 2008, S. 161). Kessler und Mummendey folgen dieser Definition und heben vor allem das negative, benachteiligende oder abwertende Verhalten gegenüber sozialer Gruppen und ihren Mitgliedern hervor (Kessler / Mummendey, 2007, S. 489).

Weitere neuere Auslegungen betonen, dass soziale Diskriminierung schon entsteht, wenn allein über Bevorzugung oder Ablehnung von Personen oder Gruppen entschieden wird, einzig auf Basis der Zugehörigkeit zu anderen Gruppen oder Kategorien (Petersen / Six, 2008, S. 161). In der Sozialpsychologie werden die Begriffe Gruppe und Kategorie streng von einander getrennt. Während die soziale Gruppe eine Anzahl von Individuen darstellt, die auf sozialen Beziehungen und einer gemeinsamen Identität beruht, also interagiert, gemeinsame Interessen und Ziele verfolgt; beschränken sich die Kategorien auf Bezeichnungen sozialer Gruppen. Dies kann entweder aus der psychologischen Selbstkategorisierung entspringen, also von innen, oder aus der soziologischen Kategorisierung, eben von außen (Jonas / Beelmann, 2009, S. 22). „Der Unterschied zwischen den Begriffen soziale Gruppe und Kategorie besteht also darin, dass soziale Gruppen tatsächliche Beziehungen und soziale Strukturen kennzeichnen, während Kategorien allein Selbst- und Fremdbezeichnungen von sozialen Gruppen sind.“ (Jonas / Beelmann, 2009, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Zusammenlebens in einer Migrationsgesellschaft ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Diskriminierung auf Integration.

2. Soziale Diskriminierung: Das Kapitel bietet eine theoretische Fundierung des Diskriminierungsbegriffs durch die Gegenüberstellung von sozialpsychologischen und soziologischen Erklärungsansätzen.

3. Integration nach Hartmut Esser: Hier wird das theoretische Modell von Esser erläutert, welches Integration als Zusammenhalt eines sozialen Systems definiert und in System- sowie Sozialintegration unterteilt.

4. Bildung, institutionelle Diskriminierung und Integration: Dieses Hauptkapitel analysiert die Benachteiligungen von Migranten im Bildungssystem und diskutiert, inwieweit diese strukturellen Barrieren die Integration behindern oder gar verhindern.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Vergleichbarkeit existierender Studien zur institutionellen Diskriminierung.

Schlüsselwörter

Soziale Diskriminierung, Integration, Institutionelle Diskriminierung, Hartmut Esser, Bildungssystem, Sozialpsychologie, Soziologie, Migration, Assimilation, Systemintegration, Sozialintegration, Bildungsbenachteiligung, Vorurteile, Stereotype, Struktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von sozialer Diskriminierung und den Integrationsprozessen von Migranten innerhalb der deutschen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Diskriminierung, Integrationstheorien nach Hartmut Esser sowie die strukturelle Benachteiligung von Migranten im deutschen Bildungswesen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, welchen Einfluss institutionelle Diskriminierung konkret auf die Integration von Migranten im Bildungsbereich hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen sowie sozialpsychologischen Forschungsansätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Integration nach Esser, den Unterschieden zwischen System- und Sozialintegration sowie der Untersuchung von Diskriminierung im Bildungssystem durch Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Diskriminierung, Institutionelle Diskriminierung, Integration, Assimilation und Bildungsgerechtigkeit.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen systemischer und individueller Diskriminierung?

Die Arbeit differenziert anhand der Ansätze von Forschern wie Feagin, Eckberg und Gomolla zwischen interaktioneller, individueller Diskriminierung und institutionell verankerten strukturellen Barrieren.

Welche Rolle spielt das Bildungssystem für die Integration laut Esser?

Esser sieht das Bildungssystem und den Erwerb von Sprache und kulturellen Kompetenzen als essenziell für die erfolgreiche Plazierung und Assimilation in der Aufnahmegesellschaft an.

Warum wird die Datenlage in der Integrationsforschung kritisiert?

Die Arbeit kritisiert die schlechte Datenlage und unklare Definitionen des Migrationsbegriffs, die eine Vergleichbarkeit von Studien erschweren.

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Details

Title
Soziale Diskriminierung und Integration. Welchen Einfluss hat institutionelle Diskriminierung auf Integration?
Grade
1,7
Author
Frank Melz (Author)
Publication Year
2014
Pages
27
Catalog Number
V321658
ISBN (eBook)
9783668210431
ISBN (Book)
9783668210448
Language
German
Tags
soziale diskriminierung integration welchen einfluss
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Melz (Author), 2014, Soziale Diskriminierung und Integration. Welchen Einfluss hat institutionelle Diskriminierung auf Integration?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321658
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