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Soziale Netzwerke und Lebenszufriedenheit. Der Einfluss "emotionaler" sozialer Netzwerke

Titel: Soziale Netzwerke und Lebenszufriedenheit. Der Einfluss "emotionaler" sozialer Netzwerke

Forschungsarbeit , 2015 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Frank Melz (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Schon immer sind Lebensqualität und Lebenszufriedenheit entscheidende Konzepte im Leben der Menschen. Die Determinanten, welche die Lebenszufriedenheit beeinflussen, sind vielfältig und vielschichtig. Glatzer und Zapf konkretisieren in ihrem Ansatz die Definition von Lebensqualität wie folgt: „[u]nter Lebensqualität verstehen wir für unsere Zwecke zunächst einmal gute Lebensbedingungen, die mit einem positiven subjektiven Wohlbefinden zusammengehen.“ (Zapf, 1984, S. 23).

Unter guten Lebensbedingungen verweisen die beiden Wissenschaftler auf Determinanten wie Einkommen, Wohnverhältnisse, Arbeitsbedingungen, Familienbeziehungen und soziale Kontakte, Gesundheit, soziale und politische Beteiligung. Unter subjektivem Wohlbefinden werden hingegen „[...] die von den Betroffenen selbst abgegebenen Einschätzungen über spezifische Lebensbedingungen und über das Leben im allgemeinen [herangezogen].“ (ebd.). Hierzu gehören Hoffnungen und Ängste, Glück und Einsamkeit, Erwartungen und Ansprüche, Kompetenzen und Unsicherheiten, Konflikte und Prioritäten (ebd.). Auf dieser Grundlage erschließen sich für Glatzer drei wesentliche Dimensionen subjektiven Wohlbefindens: positive Dimension des Wohlbefindens, negative Dimension des Wohlbefindens und Dimension der Zukunftserwartung (vgl. Schäfers, 2008, 39). Objektive Einflussfaktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Vor allem der Einfluss emotionaler, enger Netzwerke auf die Lebenszufriedenheit soll Gegenstand dieses Forschungsberichts sein und an den Forschungsbericht des Sommersemesters 2014 anknüpfen.

Aus diesem Grund werden die Inhalte zu sozialen Netzwerken spezifischer behandelt und vorwiegend emotionale bzw. enge Netzwerke in den Fokus der folgenden Untersuchung gestellt. Auf eine geschichtliche Betrachtung der Netzwerkforschung wird dabei verzichtet. Entlang der Forschungsfrage: Welchen Einfluss haben emotionale Netzwerke auf die Lebenszufriedenheit?, wird zunächst der Begriff des ,Sozialen Netzwerks’ vertiefend definiert. Erneut wird der Forschungsstand betrachtet und spezifiziert. Mit Hilfe einer Primärdatenanalyse wird geprüft, ob signifikante Zusammenhänge zwischen der Netzwerkgröße emotionaler sozialer Netzwerke und der allgemeinen Lebenszufriedenheit bestehen. Weitere Überprüfungsansätze liefern die Variablen Alter, Geschlecht, Bildung und soziales Umfeld. Sie bilden gemeinsam mit der Größe des emotionalen sozialen Netzwerkes die Grundlage für eine logistische Regression.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Netzwerke

2.1 Definition

2.1.1 Relationale Merkmale

2.1.2 Funktionale Merkmale

2.1.3 Morphologische Merkmale

2.2 Forschungsstand

2.3 Hypothesenableitung

3. Fragebogen - Zufriedenheit, Lebensqualität und Gesundheit

4. Empirische Analyse

4.1 Variablen

4.2 Methoden

4.3 Ergebnisse

5. Diskussion und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss emotionaler sozialer Netzwerke auf die Lebenszufriedenheit von Individuen. Mittels einer quantitativen Primärdatenanalyse wird geprüft, inwieweit die Netzwerkgröße sowie weitere soziodemografische Variablen als Prädiktoren für das subjektive Wohlbefinden dienen können.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Netzwerkgröße und Lebenszufriedenheit
  • Einfluss soziologischer Determinanten wie Bildung und soziales Umfeld
  • Anwendung bivariater und multivariater statistischer Verfahren
  • Validierung theoretischer Ansätze zur sozialen Unterstützung
  • Diskussion von Ergebnissen im Kontext aktueller Netzwerkforschung

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

„Das Netzwerkkonzept ist von bemerkenswerter Schlichtheit und deshalb auch schnell definiert: Es bezeichnet die Tatsache, daß Menschen mit anderen sozial verknüpft sind und vermittelt für dieses Faktum eine bildhafte Darstellungsmöglichkeit. Menschen werden als Knoten dargestellt, von denen Verbindungsbänder zu anderen Menschen laufen, die wiederum als Knoten symbolisiert werden.“ (Keupp, 1987, S. 12; vgl. Abbildung 2). In weiteren Ausführungen von Keupp, in denen er sich auf Barnes (1954) bezieht, erschließt sich ebenso greifbar wie praxisnah die Metapher des schlampig geknoteten Fischernetzes, in dem Knoten unterschiedlicher Größe und Abstände direkt oder indirekt miteinander verbunden sind (vgl. ebd.).

„Eine der bekanntesten Netzwerkdefinition formuliert J. Clyde Mitchell [1969], der soziale Netzwerke als ‚a specific set of linkages among a defined set of persons, with the additional property that the characteristics of these linkages as a whole may be used to interpret the social behaviour of the persons involved’ [...] definiert“ (Bruns, 2008, S. 90). Mit dieser Definition wird Clyde Mitchell ein besonderer Verdienst zugeschrieben, da er die Netzwerkmetapher methodisch gestützt und ihr so den Stellenwert eines sozialwissenschaftlichen Konstrukts zugeschrieben hat (vgl. Neyer, S. 15). Um den Aufbau sozialer Netzwerke zu rekonstruieren, wurden zunächst nur wenige Merkmale angeführt. Die Liste der möglichen Merkmale war von Anfang an kein begrenztes oder in sich geschlossenes Instrumentarium. „Vielmehr entwickelte sich diese Liste allmählich zu einem umfangreichen, je nach Interesse genutzten Fundus (Boissevain, 1974; Mitchell, 1969).“ (Röhrle, 1994, S. 15). Die Elemente sozialer Netzwerke sind nicht nur einzelne Personen, sondern auch soziale Einheiten wie Gruppen, Organisationen und Nationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Forschungsfeld sowie Herleitung der Forschungsfrage zur Bedeutung emotionaler Netzwerke für die Lebenszufriedenheit.

2. Soziale Netzwerke: Theoretische Fundierung des Netzwerkkonzepts, Darstellung des Forschungsstandes und Ableitung der zu prüfenden Hypothesen.

3. Fragebogen - Zufriedenheit, Lebensqualität und Gesundheit: Beschreibung der Datenerhebung, des Forschungsprozesses sowie des eingesetzten Erhebungsinstruments.

4. Empirische Analyse: Detaillierte Vorstellung der Variablen, der gewählten statistischen Methoden sowie der Ergebnisse aus bivariaten und multivariaten Berechnungen.

5. Diskussion und Zusammenfassung: Interpretation der Ergebnisse im Vergleich zum Forschungsstand und Reflexion der methodischen Vorgehensweise.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Lebenszufriedenheit, Subjektives Wohlbefinden, Soziale Unterstützung, Netzwerkgröße, Empirische Sozialforschung, Primärdatenanalyse, Soziologie, Logistische Regression, Chi-Quadrat-Test, Bildungseffekt, Soziales Umfeld, Lebensqualität, Sozialstruktur, Forschungspraktikum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss emotionale soziale Netzwerke auf die Lebenszufriedenheit von Menschen haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Netzwerkforschung, das subjektive Wohlbefinden sowie der Einfluss soziologischer Variablen wie Geschlecht, Alter, Bildung und soziales Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mittels Primärdatenanalyse zu prüfen, ob signifikante Zusammenhänge zwischen der Größe eines emotionalen Netzwerks und der allgemeinen Lebenszufriedenheit bestehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine quantitative Datenauswertung unter Anwendung bivariater Analysen (Chi-Quadrat-Test) sowie multivariater Verfahren (logistische Regression).

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung und die ausführliche statistische Auswertung der Umfragedaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziale Netzwerke, Lebenszufriedenheit, soziale Unterstützung und quantitative Datenanalyse.

Welche Rolle spielt der Bildungsgrad in der Analyse?

Die Analyse zeigt einen starken Bildungseffekt auf: Mit steigendem Bildungsgrad sinkt das Risiko der Unzufriedenheit signifikant.

Wie bewertet die Arbeit die Qualität der Daten?

Es werden methodische Herausforderungen wie Stichprobenverzerrungen und ein hoher Anteil fehlender Werte diskutiert, die bei zukünftigen Erhebungen optimiert werden sollten.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Netzwerke und Lebenszufriedenheit. Der Einfluss "emotionaler" sozialer Netzwerke
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,0
Autor
Frank Melz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
34
Katalognummer
V321659
ISBN (eBook)
9783668211124
ISBN (Buch)
9783668211131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale netzwerke lebenszufriedenheit einfluss
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frank Melz (Autor:in), 2015, Soziale Netzwerke und Lebenszufriedenheit. Der Einfluss "emotionaler" sozialer Netzwerke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321659
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Leseprobe aus  34  Seiten
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