Der Ausgangspunkt dieser Bachelor-Arbeit wird zunächst die Analyse des Begriffes „Entrepreneurship“ darstellen und was im Allgemeinen darunter zu verstehen ist. Diese soll die Basis der Arbeit darstellen. Erst nachdem der Grundbaustein zur Entrepreneurship-Thematik allgemeinen dargelegt wurde, wird im Nachgang das eigentliche Thema in Bezug auf die GESt-Studie behandelt.
Unterschiedliche Herausforderungen von außen und solche, die sich im Inneren von etablierten Unternehmen befinden, zwingen diese früher oder später die Flexibilität und Innovationsfähigkeit der Vergangenheit wiederzuerlangen. Dennoch können sie manchmal nicht mit Unternehmensgründungen mithalten.
Unternehmensgründungen rücken mehr und mehr in den Fokus der Volkswirtschaft eines Landes. Da hervorgebrachte Innovationen meist Auslöser für Unternehmensgründungen sind, ist auch davon auszugehen, dass sie zum einen etwas für den Wohlstand einer Volkswirtschaft beitragen und zum anderen das Bruttoinlandsprodukt steigern. Gerade technologieorientierte Unternehmensgründungen, welche die technologischen Leistungsfähigkeiten einer Nation erhöhen, führen zu einer internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Auch werden in der Regel durch Unternehmensgründungen Arbeitsplätze geschaffen. Gleichzeitig verringert sich durch die steigende Beschäftigungszahl die Arbeitslosenquote in einem Land. Erfolgreiche Neugründungen wachsen in der heutigen Zeit schnell und sind daher stets auf neue Mitarbeiter angewiesen. Beispielsweise entstehen in Deutschland durch jede Neugründung vier bis sieben neue Arbeitsplätze.
Aufgrund der enormen Wichtigkeit solcher Unternehmensgründungen und dem damit einhergehenden Mehrwert für die Volkswirtschaft wurden die Themen Gründung und Unternehmergeist beispielsweise in die Strategie der Europäischen Union aufgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Entrepreneurship und deren Relevanz
2.1 Begrifflichkeiten zum Thema Entrepreneurship
2.1.1 Entrepreneurship
2.1.2 Entrepreneur
2.1.3 Start-Up
2.1.4 Spin-off
2.1.5 Venture Capitel
2.2 Global Entrepreneurship Monitor
3. Rahmenbedingungen in Slowenien und Lettland
4. Forschungsdesign zur GESt-Studie
5. Studentenbefragungen und deren Resultate
5.1 Untersuchung der befragten Studenten aus Slowenien
5.1.1 Einschätzung des aktuellen Gründungsklimas
5.1.2 Gründe zur Selbstständigkeit
5.1.3 Unterstützung durch Hochschulen zur Unternehmensgründung
5.1.4 Auseinandersetzung mit Entrepreneurship
5.1.5 Gründungsinteresse, -wahrscheinlichkeit und Umfang der Unternehmensgründung
5.1.6 Gedanken slowenischer Studenten in Bezug auf eine angestrebte Unternehmensgründung
5.2 Untersuchung der befragten Studenten aus Lettland
5.2.1 Gründungsklima in Lettland und anderen ausgewählten Gebieten
5.2.2 Wichtige Motive zur Selbstständigkeit
5.2.3 Beitrag von Hochschulen zur Unternehmensgründung
5.2.4 Beschäftigung lettischer Studenten mit Entrepreneurship
5.2.5 Unternehmensgründungsaffinität
5.2.6 Gründungsansätze und Gründungsvorhaben
6. Ergebnisunterschiede und Gründungsbarrieren
6.1 Kurzüberblick über Zusammenhänge und Unterschiede zwischen den befragten Studenten beider Länder
6.2 Gegenüberstellung der Gründungsbarrieren beider Länder und mögliche Gründe für einen Gründungsabbruch
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Gründungsintentionen und -neigungen von Studierenden in Slowenien und Lettland im Kontext der GESt-Studie vergleichend zu analysieren, um Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten im unternehmerischen Denken und Handeln aufzuzeigen.
- Vergleichende Analyse des Gründungsinteresses von Akademikern
- Untersuchung von Rahmenbedingungen und Gründungsbarrieren
- Einfluss der Hochschulunterstützung auf Unternehmensgründungen
- Analyse von Gründungsintentionen und Risikobereitschaft
Auszug aus dem Buch
2.1.1 ENTREPRENEURSHIP
Mit Blick auf die internationale Wissenschaft, die Entrepreneurship-Thematiken analysieren und beschreiben, hat sich eine Vielzahl von Definitionen gebildet. An dieser Stelle gibt es beispielgebend Begriffserklärungen von Entrepreneurship, die mit dem deutschen Begriff Unternehmensgründung oder Unternehmertum zusammenfallen.
Entrepreneurship ist im Sinne von Schumpeter eng mit Innovation verbunden doch nicht als Erfindertum zu verwechseln. Entrepreneurship kann als ein immer wiederkehrender Prozess gesehen werden, welcher nichts erfindet sondern vielmehr bestehendes verändert und in Innovation überführt. Auch zeichnet sich Entrepreneurship durch die Nutzung von Marktchancen beziehungsweise durch das „Ergreifen“ dieser und das „Umsetzen“ in Gewinnen aus. Entrepreneurship besteht demnach aus folgenden drei Schritten: Erkennung von Marktchancen, Ideenentwicklung und Umsetzung.
Hinter Entrepreneurship muss es mindestens eine Person geben, welche den Kern des unternehmerischen Prozesses darstellt. Dieser koordiniert die Kombination von Ressourcen und ergreift Gelegenheiten, welche ihn und das Unternehmen weiterbringen. Schließlich ist es der Organisator, welcher unternehmerische Chancen sieht, nutzt und weiterentwickelt und durch das richtige Zusammenspiel der Unternehmensteile den Unternehmenserfolg dauerhaft sichert. Hypothesen von verschiedenen Forschen zeigen vier besonders bedeutende Faktoren, die das Erkennen und Nutzen von Gelegenheiten bestärken: aktive Marktchancensuche, Wachsamkeit bezüglich unternehmerischen Veränderungen, Vorwissen und soziale Netzwerke.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die volkswirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen und führt in die Problemstellung sowie das Ziel der vergleichenden Untersuchung ein.
2. Entrepreneurship und deren Relevanz: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Entrepreneurship, Start-Up und Spin-off und stellt den Global Entrepreneurship Monitor vor.
3. Rahmenbedingungen in Slowenien und Lettland: Hier werden die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Unternehmertum in beiden Ländern beleuchtet.
4. Forschungsdesign zur GESt-Studie: Es wird der methodische Ansatz der internationalen GESt-Studie beschrieben, die auf der Befragung von Studierenden basiert.
5. Studentenbefragungen und deren Resultate: Dieses Kapitel präsentiert detailliert die empirischen Ergebnisse der Befragungen in Slowenien und Lettland getrennt voneinander.
6. Ergebnisunterschiede und Gründungsbarrieren: Ein direkter Vergleich der Länderergebnisse fokussiert sich auf Unterschiede und identifizierte Gründungsbarrieren.
7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Handlungsempfehlungen zur Förderung des studentischen Unternehmergeists.
Schlüsselwörter
Entrepreneurship, Unternehmensgründung, Studierende, Slowenien, Lettland, GESt-Studie, Gründungsintention, Gründungsbarrieren, Start-Up, Innovation, Unternehmertum, Gründungsneigung, Risikobereitschaft, Hochschulunterstützung, Wirtschaftsstandort.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer vergleichenden Analyse von Gründungsintentionen und Merkmalen von Studierenden in Slowenien und Lettland im Rahmen der internationalen GESt-Studie.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die Begriffsdefinition von Entrepreneurship, der Vergleich länderspezifischer Gründungsrahmenbedingungen sowie die Auswertung von studentischen Umfragen zu Gründungsmotiven und -barrieren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die unternehmerische Motivation von Akademikern in den beiden untersuchten Ländern zu gewinnen und Unterschiede in deren Gründungsneigung herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Auswertung standardisierter Fragebögen, die im Rahmen der GESt-Studie erhoben wurden, ergänzt um eine Literaturanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Darstellung der Landesrahmenbedingungen sowie eine detaillierte Auswertung der erhobenen Studentendaten inklusive eines direkten Vergleichs der Gründungsbarrieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Entrepreneurship, Unternehmensgründung, GESt-Studie, Slowenien, Lettland und Gründungsbarrieren.
Welches Gründungsinteresse zeigen Studenten in Slowenien im Vergleich zu Lettland?
Die Analyse zeigt Unterschiede in den Gründungsambitionen und dem benötigten Startkapital, wobei lettische Studenten Gründungsbarrieren teilweise deutlicher wahrnehmen.
Welche Rolle spielen Hochschulen bei der Gründungsförderung?
Hochschulen dienen als wichtige Anlaufstellen für Information und Vernetzung, wobei sich die Präferenzen der Studierenden hinsichtlich der gewünschten Unterstützungsangebote zwischen den Ländern unterscheiden.
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- Mahit Akis (Author), 2016, Entrepreneurship. Merkmale und Gründungsintentionen im Rahmen der GESt-Studie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321663