In der nachfolgenden Facharbeit werde ich das Konzept des „Shared Space“ beleuchten. Den Anfang werde ich mit Informationen zu der Geschichte des Shared Space machen. Anschließend werde ich erarbeiten, ob die Umsetzung des Shared Space legal oder illegal ist. Diese Frage dürfte im heutigen Deutschland aufgrund der Vielzahl an Regelungen durchaus berechtigt sein.
Um auf die Möglichkeiten und die Probleme des Shared Space sprechen zu kommen, werde ich zunächst am Beispiel des Shared Space Projekts in Graz die typische Umsetzung eines der Projekte zeigen. Die letzten beiden Punkte sind den Vorteilen, welche Shared Space uns bietet und den Nachteilen, welche leider mit jeder neuen Philosophie einhergeht, gewidmet. Abschließend werde ich ein Fazit ausformulieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil, erster inhaltlicher Abschnitt
2.1 Geschichte
2.2 Rechtliche Lage
2.3 Sonnenfelsplatz - Graz
3. Hauptteil, zweiter inhaltlicher Abschnitt
3.1 Vorteile des Shared Space
3.2 Nachteile des Shared Space
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
6. Abbildungsverzeichnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Facharbeit untersucht das Planungskonzept „Shared Space“ als Methode zur Gestaltung lebenswerter und sicherer öffentlicher Straßenräume. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich das Konzept rechtlich in Deutschland umsetzen lässt und welche Auswirkungen die Reduzierung von Verkehrsregeln und -schildern auf die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität hat.
- Geschichte und theoretische Grundlagen des Shared Space Konzepts
- Analyse der rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung in Deutschland
- Fallstudie: Evaluation des Sonnenfelsplatzes in Graz
- Untersuchung der Vor- und Nachteile hinsichtlich Verkehrssicherheit und Lärmbelastung
- Diskussion der Eignung des Modells für urbane Räume
Auszug aus dem Buch
2.1: Hauptteil – Geschichte
„Shared Space […] bezeichnet eine Planungsphilosophie, nach der vom Kfz-Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll.“.1 Entwickelt wurde das Konzept im Jahr 1990 von dem Niederländer Hans Monderman. Seiner Meinung nach gibt es im Straßenverkehr zu viele Einschränkungen, welche der unmittelbaren Umwelt sozusagen ihre Identität rauben. Dies kann zum Beispiel durch die „Kanalwirkung“ der Straße geschehen, die die Kfz-Fahrer auf ihrer Bahn halten solle. In den „Shared Space“ Bereichen soll dem entgegengewirkt werden. Regulierende Straßenschilder werden entfernt, der Untergrund wird ebenerdig und farbig gestaltet, und alle Verkehrsteilnehmer werden in Folge dessen gleichberechtigt behandelt und sind nicht mehr dem Kfz unterworfen, welches bisher als der stärkste Verkehrsteilnehmer fungierte.2
Diese Idee wurde 1990 von zeitnahen Entwicklungen in der Schweiz und Deutschland vorangetrieben, und findet auch, oder gerade, in der Gegenwart großen Zuspruch. Parallel zur Entwicklung des „Shared Space“ Konzeptes von Hans Monderman wurde in der Schweiz die Entwicklung einer Verkehrsberuhigung durch die sogenannten Begegnungszonen entwickelt. Diese Zone bevorzugt den Fußgänger, und wurde bereits ab 1980 in Deutschland als Verkehrsberuhigter Bereich in Wohngebieten eingesetzt. Anders als bei dem Konzept, geht der Name für das neue Verkehrsmodell auf den britischen Verkehrsplaner Ben Hamilton-Baillie zurück.3
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept des „Shared Space“ ein und umreißt die methodische Herangehensweise sowie die Zielsetzung der Facharbeit.
2. Hauptteil, erster inhaltlicher Abschnitt: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung des Konzepts, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und analysiert das konkrete Praxisbeispiel Sonnenfelsplatz in Graz.
3. Hauptteil, zweiter inhaltlicher Abschnitt: Hier werden die spezifischen Vorteile für die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität den potenziellen Nachteilen wie der Risikobereitschaft und Alltagstauglichkeit gegenübergestellt.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Shared Space Konzept als zukunftstaugliche und effektive Methode zur Verbesserung des urbanen Wohnraums.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Webseiten und Richtlinien.
6. Abbildungsverzeichnis: Nachweis der verwendeten Grafiken, Diagramme und Fotografien.
Schlüsselwörter
Shared Space, Verkehrsplanung, Verkehrssicherheit, Straßenraumgestaltung, Mischfläche, Verkehrsberuhigung, Hans Monderman, Stadtplanung, Aufenthaltsqualität, Sonnenfelsplatz, Verkehrsrecht, StVO, Mobilität, Stadtentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der Planungsphilosophie „Shared Space“ und deren Anwendung zur Verbesserung von Straßenräumen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie, der rechtlichen Durchführbarkeit, der praktischen Umsetzung anhand von Fallbeispielen und der kritischen Abwägung von Vor- und Nachteilen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu eruieren, ob Shared Space eine legale, sichere und sinnvolle Alternative zur klassischen Verkehrsplanung darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine fachliche Analyse auf Basis von Literaturstudien, Verkehrsstatistiken und der Auswertung von Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entstehung, die rechtliche Situation in Deutschland unter Einbeziehung der StVO sowie die Analyse von Vorteilen wie erhöhter Sicherheit und Nachteilen wie möglichen Konflikten durch mangelnde klare Wegeführung.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Shared Space, Verkehrssicherheit, urbane Aufenthaltsqualität und rechtliche Rahmenbedingungen.
Welche Rolle spielt der Sonnenfelsplatz in Graz?
Er dient als konkretes, erfolgreiches Fallbeispiel, an dem die Umsetzung einer Shared Space Fläche in der Praxis demonstriert wird.
Warum wird das Treppchenmodell von Monderman kritisch betrachtet?
Das Modell zeigt, dass Autofahrer nach kurzer Fahrt dazu tendieren, die Geschwindigkeit schnell zu erhöhen, was die Eignung des Shared Space Konzepts auf längeren oder großen Strecken einschränken könnte.
- Citar trabajo
- Luca Knaack (Autor), 2016, Möglichkeiten und Probleme des "Shared Space". Konzepte für lebenswerte öffentliche Straßenräume, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321721