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Lyrik im Sturm und Drang: Das Gottesbild in den Gedichten 'Die Allgegenwart Gottes' von Friedrich Gottlieb Klopstock und 'Prometheus' von Johann Wolfgang von Goethe.

Title: Lyrik im Sturm und Drang: Das Gottesbild in den Gedichten 'Die Allgegenwart Gottes' von Friedrich Gottlieb Klopstock und 'Prometheus' von Johann Wolfgang von Goethe.

Term Paper , 2004 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Silke Kattenborn (Author)

German Studies - Modern German Literature
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„Das Gedicht ist ein Stück neuer Wirklichkeit wie ein Klavierstück oder eine Skulptur. Das Gedicht ist ein Bildwerk aus Sprache, das man auf sich wirken lassen muss. Vielleicht wird man dann staunen und berührt, ergriffen, beglückt oder erschüttert sein.“1 So lautet die Antwort des zeitgenössischen Dichters, Reiner Kunze, auf die Frage wie ein Gedicht zu lesen sei. Ich finde seine Ansicht sehr treffend. In der heutigen Zeit wird Lyrik nur noch sehr selten gelesen. Schülern ist das „Gedichte interpretieren“ in der Schule eher Last als Lust. Viele wissen nicht, wie viel hinter ein paar Versen stecken kann. Diese Vielschichtigkeit der Lyrik ist für mich faszinierend, so dass ich in dieser Hausarbeit zwei Gedichte zweier großer Schriftsteller interpretieren werde. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Gottlieb Klopstock. Sie haben auf ihre Weise mit ihren Gedichten ihre Wirklichkeit dargestellt und ihre Zeit damit verändert. Im ersten Teil meiner Arbeit stelle ich den Lebenslauf der beiden Dichter kurz vor, und vergleiche sie. Der zweite Teil zeigt die Kerngedanken und Ideen einer Epoche, die Goethe mitbegründet hat, den Sturm und Drang. Der letzte Teil beinhaltet die Interpretation der Gedichte „Die Allgegenwart Gottes“ von Klopstock und „Prometheus“ von Goethe. Ich werde ihr Gottesbild in diesen Texten analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I. Das Leben Goethes und das Leben Klopstocks. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

I.1 Johann Wolfgang von Goethe

I.2 Friedrich Gottlieb Klopstock

I.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Dichter

II. Sturm und Drang: Die Epoche des Protests

II.1 Beginn des Sturm und Drang

II.2 Die Protestbewegung

II.3 Literatur dieser Epoche

II.4 Der Begriff des Genies und die Subjektivität

II.5 Themen der Stürmer und Dränger

II.6 Sturm und Drang und die Aufklärung

III. Gedichtvergleich: F.G. Klopstock – „Die Allgegenwart Gottes“ und J.W. Goethe – „Prometheus“

III.1 Friedrich Gottlieb Klopstock: „Die Allgegenwart Gottes“

III.2 Johann Wolfgang von Goethe: „Prometheus“

III.3 Vergleich der Gottesbilder der beiden Gedichte

III.4 Einordnung des „Prometheus“ in den Sturm und Drang

Zielsetzung und thematische Ausrichtung

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das unterschiedliche Gottesbild in Friedrich Gottlieb Klopstocks Hymne „Die Allgegenwart Gottes“ und Johann Wolfgang von Goethes „Prometheus“ zu analysieren und gegenüberzustellen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die jeweilige religiöse oder skeptische Haltung der Dichter in ihren Werken widerspiegelt und wie Goethes Hymne als Ausdruck der individuellen Rebellion in die Epoche des Sturm und Drang einzuordnen ist.

  • Biografische Skizzierung und Vergleich von Klopstock und Goethe
  • Charakterisierung der Epoche des Sturm und Drang als Protestbewegung
  • Analyse des Gottesbildes und der christlichen Bezüge bei Klopstock
  • Untersuchung der Subjektivität und Gotteskritik in Goethes Prometheus-Hymne
  • Synthese der unterschiedlichen Menschen- und Gotteskonzepte

Auszug aus dem Buch

III.1 Friedrich Gottlieb Klopstock: „Die Allgegenwart Gottes“

Die Hymne „Die Allgegenwart Gottes“ schrieb Klopstock 1758, also noch einige Jahre vor der Epoche des Sturm und Drang. Sein Gottesbild unterscheidet sich von dem Goethes zu dieser Zeit.

Der Text umfasst 216 Verse, die in unterschiedlich langen, freien Strophen gefasst sind. Der Text wirkt wie ein Gebet zu Gott: Das lyrische Ich beschreibt wie es Gott erlebt und fleht ihn um sein Erbarmen an. Das Gedicht lässt sich in fünf thematische Teile gliedern.

Zu Beginn (V. 1-66) erzählt das lyrische Ich, wie jemand mit dem Tod kämpft. Dieser Sterbende verkündet eine große Wahrheit: „Willig ist eure Seele; allein das Fleisch ist schwach.“ (V. 13,14)

Da diese Hymne viele Verweise auf den christlichen Glauben und die Bibel beinhaltet, vermute ich, dass dieser Verkünder Jesus ist. Seine Botschaft ist ewig: „Tatest du jene große Wahrheit kund, Die Wahrheit sein wird, Solange die Hülle der ewigen Seele Staub ist!“ (V. 8-10)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Das Leben Goethes und das Leben Klopstocks. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Kurzer Abriss der Biografien beider Dichter mit Fokus auf deren Einflüsse und literarische Ausgangslagen.

II. Sturm und Drang: Die Epoche des Protests: Darstellung der epochalen Hintergründe, die durch Rebellion gegen Autoritäten und die Zentralisierung der individuellen Subjektivität geprägt sind.

III. Gedichtvergleich: F.G. Klopstock – „Die Allgegenwart Gottes“ und J.W. Goethe – „Prometheus“: Detaillierte textanalytische Gegenüberstellung beider Hymnen hinsichtlich ihrer Gottesbilder und der Einordnung in die zeitgenössische Literatur.

Schlüsselwörter

Sturm und Drang, Lyrik, Klopstock, Goethe, Prometheus, Gottesbild, Subjektivität, Genie, Aufklärung, Religion, Erlebnislyrik, Rebellion, Individualität, Christentum, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel und die Unterschiede im Gottesbild zweier bedeutender Dichter des 18. Jahrhunderts anhand ihrer jeweiligen Hymnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die literaturgeschichtliche Epoche des Sturm und Drang, die Bedeutung des Geniekults sowie das Spannungsfeld zwischen religiöser Demut und individueller Selbstbehauptung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Klopstocks christlich geprägte Hymne Goethes rebellischem Prometheus-Text gegenüberzustellen, um die ideologischen Unterschiede zwischen beiden Dichtern aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse und ein komparativer Vergleich (Gedichtvergleich) durchgeführt, ergänzt durch biografische und epochenspezifische Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Klopstocks Gedicht als Ausdruck eines christlich-demütigen Gottesglaubens und kontrastiert dies mit Goethes Prometheus als Personifizierung des menschlichen Protests gegen göttliche Autorität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Sturm und Drang, Subjektivität, Gottesbild, Genie und individueller Freiheit definieren.

Wie unterscheidet sich Klopstocks Gottesbild von dem bei Goethe?

Während Klopstock in seiner Hymne die Allgegenwart Gottes feiert und sich in christlicher Demut dem Schöpfer unterordnet, lehnt Prometheus bei Goethe die Götter ab und stellt die menschliche Autonomie in den Mittelpunkt.

Warum wird Prometheus als das „personifizierte Genie“ der Epoche bezeichnet?

Prometheus nimmt sein Schicksal selbst in die Hand, stellt sich über gesellschaftliche Normen und leugnet die Notwendigkeit göttlichen Beistands, was dem idealisierten Geniebegriff des Sturm und Drang entspricht.

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Details

Title
Lyrik im Sturm und Drang: Das Gottesbild in den Gedichten 'Die Allgegenwart Gottes' von Friedrich Gottlieb Klopstock und 'Prometheus' von Johann Wolfgang von Goethe.
College
University of Siegen
Course
Literatur des späten 18. Jahrhunderts
Grade
1,7
Author
Silke Kattenborn (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V32177
ISBN (eBook)
9783638329613
Language
German
Tags
Lyrik Sturm Drang Gottesbild Gedichten Allgegenwart Gottes Friedrich Gottlieb Klopstock Prometheus Johann Wolfgang Goethe Literatur Jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Kattenborn (Author), 2004, Lyrik im Sturm und Drang: Das Gottesbild in den Gedichten 'Die Allgegenwart Gottes' von Friedrich Gottlieb Klopstock und 'Prometheus' von Johann Wolfgang von Goethe., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32177
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