Das ständig wachsende Interesse der Privatanleger an Aktien wurde auch durch die jahrelang steigenden Kurse ausgelöst, die im Boomjahr 2000 gipfelten. Doch die anschließenden Kursstürze zerstörten das Vertrauen in die Börse und die Annahme ständig steigender Kurse. Gerade dieser Börsensturz und das Ende des Neuen Marktes, wodurch riesiges Vermögen vernichtet wurde, wirft die Frage auf, in welche Aktien man investieren soll. Weiterhin hat jeder Anleger das Problem, den richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf der Aktie herauszufinden. Es bedarf also eines geeigneten Mittels der Aktienanalyse. Weitestgehend dienen dem Anleger zur Einschätzung seiner Aktienanlage Daten und Erfahrungen der Vergangenheit als Grundlage. Die sogenannte Fundamentalanalyse berücksichtigt volkswirtschaftliche oder firmenbezogene Daten und Fakten. In Zeiten schlechter Börsenlage, in denen die Analyse mittels fundamentaler Daten jedoch häufig versagt, scheint die nähere Betrachtung der Charttechnik sinnvoll.
Die Charttechnik ist in Europa und somit auch in Deutschland noch relativ unbekannt. Während diese Art der Aktienanalyse in den USA schon lange eine anerkannt Methode ist, fristete sie bei uns lange Zeit ein Schattendasein und wurde fast ausschließlich von Experten angewandt. Aus diesem Grund habe ich mich mit dem Thema der Charttechnik beschäftigt. In dieser Arbeit wird zunächst die Charttechnik und sein Werkzeug – der Chart - kurz definiert. Anschließend wird die Dow-Theorie – die Grundlage der Charttechnik - vorgestellt. Weiterhin die verschiedenen Charttypen beschrieben bevor ich zum Abschluss auf die Analysemöglichkeiten näher eingehe.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Definition Charttechnik
- 3. Die Dow-Theorie
- 3.1 Die Indizes diskontieren alles
- 3.2 Der Markt hat drei Trends
- 3.3 Primäre Trends verlaufen in drei Phasen
- 3.4 Die Indizes müssen einander bestätigen
- 3.5 Das Volumen muss den Trend bestätigen
- 3.6 Ein Trend besteht solange, bis es definitive Signale gibt, dass er sich umkehrt
- 4. Verschiedene Arten von Charts
- 4.1 Linienchart
- 4.2 Balkenchart
- 4.3 Point & Figure Chart
- 4.4 Candlestick Chart
- 5. Trend und Formationen
- 5.1 Unterstützung und Widerstand
- 5.2 Trendlinie
- 5.3 Trendkanal
- 5.4 Umkehrformationen
- 5.5 Bestätigungsformationen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Charttechnik, ein Instrument der technischen Analyse im Finanzmarkt. Die Arbeit beleuchtet die Entstehung und die Kernaussagen der Dow-Theorie, welche die Grundlage der Charttechnik bildet. Anschließend werden verschiedene Charttypen vorgestellt und schließlich die Bedeutung von Trendlinien und Formationen in der Chartanalyse näher untersucht.
- Definition und Anwendung der Charttechnik
- Die Dow-Theorie und ihre Kernaussagen
- Verschiedene Charttypen und ihre Eigenschaften
- Analyse von Trends und Formationen in Charts
- Bedeutung der Charttechnik in der Finanzmarktanalyse
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel dieser Hausarbeit widmet sich der Einleitung und stellt den Hintergrund und die Relevanz der Charttechnik im Kontext des Aktienmarktes dar. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Definition der Charttechnik und grenzt sie von der Fundamentalanalyse ab. Das dritte Kapitel erläutert die Dow-Theorie, die als grundlegend für die Charttechnik gilt. Es werden die sechs Kernaussagen der Theorie vorgestellt, wie beispielsweise das Prinzip, dass der Kurs alle relevanten Informationen beinhaltet und dass der Markt drei Trendarten aufweist. Das vierte Kapitel widmet sich verschiedenen Arten von Charts, die in der technischen Analyse verwendet werden, wie beispielsweise Liniencharts, Balkencharts, Point & Figure Charts und Candlestick Charts. Das fünfte Kapitel behandelt das Thema Trend und Formationen in Charts. Es werden Support- und Widerstandsniveaus, Trendlinien, Trendkanäle und verschiedene Formationsarten besprochen, die als Signale für zukünftige Kursentwicklungen dienen können.
Schlüsselwörter
Charttechnik, technische Analyse, Dow-Theorie, Kursentwicklung, Trendanalyse, Charttypen, Formationen, Unterstützung und Widerstand, Trendlinie, Trendkanal, Umkehrformationen, Bestätigungsformationen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Charttechnik und Fundamentalanalyse?
Die Fundamentalanalyse nutzt wirtschaftliche Daten, während die Charttechnik ausschließlich historische Kursverläufe und Volumina analysiert, um künftige Trends vorherzusagen.
Was sind die Kernaussagen der Dow-Theorie?
Zentrale Thesen sind: Der Markt diskontiert alles, es gibt drei Arten von Trends (primär, sekundär, tertiär) und Indizes müssen einander bestätigen.
Welche Charttypen werden in der Aktienanalyse verwendet?
Zu den gängigsten Typen gehören der Linienchart, der Balkenchart, der Point & Figure Chart und der Candlestick Chart.
Was bedeuten „Unterstützung“ und „Widerstand“?
Unterstützungsniveaus sind Kursmarken, bei denen ein Fallen des Kurses oft stoppt, während Widerstände Marken sind, an denen ein weiterer Anstieg erschwert wird.
Warum ist das Handelsvolumen für die Charttechnik wichtig?
Nach der Dow-Theorie muss das Volumen den Trend bestätigen: Ein Aufwärtstrend ist erst dann valide, wenn er bei steigenden Kursen auch ein höheres Volumen aufweist.
- Quote paper
- Florian Sandrock (Author), 2003, Dow-Theorie und Charttechnik zur Aktienanalayse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32181