Wendekinder. Wie sich das Leben der Kinder und Jugendlichen in Ostdeutschland durch die Wiedervereinigung verändert hat


Facharbeit (Schule), 2015
25 Seiten, Note: 1,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Aufwachsen in der späten DDR
2.1 Staatliches Bildungssystem und Erziehung
2.2 Verhaltensweisen und Einstellungen der Jugendlichen

3 . Erfahrungen des Mauerfalls (November 1989)
3.1 Euphorie und Freude
3.2 Ängste und Bedenken

4. Jugend nach der Wiedervereinigung
4.1 Bildung und Erziehung
4.2 Freizeit
4.3 Sozialverhalten und Persönlichkeitsentwicklung
4.3.1 Werteorientierungen und Verhaltensmuster
4.3.2 Zukunftserwartungen
4.4 Politische Einstellung

5. „Dritte Generation Ost“ als Beispiel für eine Initiative zur Aufarbeitung der Erfahrungen von „Wendekindern“
5.1 Gründung
5.2 Organisationsform
5.3 Ziele
5.4 Aktueller Stand

6.Schlussbemerkung

7. Anhang

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Als 1989 die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fiel und 1990 schließlich die DDR durch die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten zur Bundesrepublik Deutschland komplett verschwand, veränderte sich für 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche schlagartig ihr geordnetes und kontrolliertes, aber auch von vielen Pflichten und Verboten geprägtes Leben. Sie wurden aus ihrer spät-sozialistischen Kindheit herausgerissen, verloren gewohnte Vorbilder und Autoritäten und mussten in einem völlig neuen System ohne die Hilfe ihrer selbst ratlosen und verzweifelten Eltern, die ihr gewohntes Leben in der DDR aufgeben und sich ein neues Leben in einem völlig neuen Staat aufbauen mussten, Halt finden.

Auf der einen Seite boten sich durch die Wiedervereinigung viele Freiheiten und Chancen für die Jugendlichen. Beispielsweise hatten sie nun die Möglichkeit zu reisen, wohin sie wollten, oder an anderen Orten zu studieren. Andererseits standen sie meist alleine und orientierungslos vor der Aufgabe, den neuen Alltag zu bewältigen und das neue System zu akzeptieren. Alle diese jungen Ostdeutschen, die zwischen 1975 und 1985 in der DDR geboren wurden und dort mit den sozialistischen, wirtschaftlichen und politischen Kennzeichen eines spät-totalitären Staats aufgewachsen sind, werden als „Wendekinder“, aber auch als „Die verlorene Generation“ oder „Dritte Generation Ostdeutschland“ bezeichnet.

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, wie sich der Alltag der Kinder und Jugendlichen in Ostdeutschland durch die Wiedervereinigung verändert hat und wie sich dieser Systemwechsel auf ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihr Sozialverhalten ausgewirkt hat. Zuerst wird der Alltag der Kinder und Jugendlichen in der späten DDR hinsichtlich des Schulsystems und der Erziehung, aber auch ihrer Verhaltensweisen und Einstellungen aufgezeigt. Anschließend werden positive, als auch negative Erfahrungen des Mauerfalls zum Leben in Ostdeutschland nach der „Wende“ dargestellt, wobei die Bildung und der Beruf, die Erziehung, das Freizeitverhalten, das Sozialverhalten, die Persönlichkeits-entwicklung und die politische Einstellung der Jugendlichen in dieser besonderen und neuen Situation in Augenschein genommen werden. Bevor sowohl eine zusammenfassende, als auch wertende Schlussbemerkung abgegeben wird, konzentriert sich das Augenmerk auf die Initiative „Dritte Generation Ost“, als Beispiel für eine Organisation zur Aufarbeitung der besonderen Erfahrungen der Jugendlichen aus Ostdeutschland. Dabei stehen der Anlass zur Gründung, die Organisationsform, ihre Ziele und auch der aktuelle Stand dieser Organisation im Vordergrund.

Durch ein Interview mit einer Betroffenen wurde der Einstieg in das Thema erleichtert. Die Auswahl der Quellen besteht aus themenspezifischer Literatur, aus Internetquellen und Zeitungsartikeln. Vor allem Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung konnten als nützliche Quelle verwendet werden. Eine Längsschnittstudie, bei der Jugendliche immer wieder zu ihren Erfahrungen zur Wiedervereinigung und der Veränderung in ihrem alltäglichen Leben und in ihren Einstellungen und Verhaltensweisen befragt wurden, liefert wichtige Daten und Grafiken, die der Arbeit als Bildmaterial dienen.

2. Aufwachsen in der späten DDR

Bevor 1989 die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland, und dadurch auch zwischen zwei völlig verschiedenen Systemen, fiel, lebten die Kinder und Jugendlichen in Ostdeutschland mit den sozialen und politischen Schwerpunkten eines totalitären Staats. Da nicht nur die Schullaufbahn vom Staat vereinheitlicht, sondern auch die Freizeitgestaltung weitläufig durch die Politik beeinflusst wurde, verbrachten die Kinder und Jugendlichen in der DDR ein geplantes und geordnetes Leben. Dieser von vielen Regeln und Verboten bestimmte Alltag wirkte sich auch auf ihre Verhaltensweisen und Einstellungen aus.

2.1 Staatliches Bildungssystem und Erziehung

1965 wurde das „Gesetzüber das einheitliche sozialistische Bildungssystem“ erlassen, in welchem Bildung und Erziehung zusammengefasst wurde und welches die Inhalte und die Organisation des Bildungssystems bis zur Wiedervereinigung festlegte.[1] Alle Institutionen, die am Erziehungsprozess der Kinder und Jugendlichen beteiligt waren, also sowohl die Familie, als auch die staatlichen Einrichtungen, wie Kinderkrippen und Schulen, wurden verpflichtet, eine sozialistische Gesellschaft mit den vom Staat vorgegebenen Wertvorstellungen und Normen heranzuziehen. „ Die allseitig und harmonisch entwickelte sozialistische Persönlichkeit sollte sich auszeichnen durch hohes Fachwissen, Gesundheit, geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, Kultur.“[2] Hilfsbereitschaft, Achtung gegenüber Eltern und älteren Menschen, Kollektivbewusstsein, Zielstrebigkeit und Disziplin waren Charaktereigenschaften, die die Kinder durch entsprechende Erziehung erlernen sollten, und die ihnen die Integration in das politische System erleichterten. Auch die kindliche Selbstständigkeit war bei der Erziehung von großer Bedeutung, wobei die Kinder keine allzu intensiven emotionalen Beziehungen zu den Eltern aufbauen und schon früh neben den Eltern andere Bezugspersonen akzeptierten sollten. Erziehung war zu dieser Zeit weniger ein fürsorgliches Unterstützen von Seiten der Eltern und Erziehern, als eine Anpassung an eine funktionale Lebensweise, in der die kindlichen Wünsche nur einen kleinen Platz fanden.

Der Staat hatte bei der Erziehung eine leitende und kontrollierende Funktion, da alle Kinder einen einheitlichen vom Staat vorgegebenen Bildungsweg mit den gleichen Bildungszielen und Voraussetzungen durchliefen und so dieselben Zukunftsaussichten, aber auch die gleichen sozialistischen Charaktereigenschaften besaßen. Das frühe Zusammensein der Kinder mit Gleichaltrigen führte zu der Einübung kollektiver Werte und Normen, wie Solidarität und Rücksichtnahme.

Die außerfamiliäre und frühkindliche Erziehung erforderte eine bedingungslose Zusammenarbeit der öffentlichen Institutionen und der, sofern sie den sozialistischen Zielen des Staates entsprach, hochgeschätzten elterlichen Erziehung . Gegenseitige Akzeptanz war der Grundbaustein für das Gelingen der zweiseitigen Erziehung. Die Eltern mussten die professionelle Kompetenz der staatlichen Fachkräfte und deren moralische Erziehungsziele anerkennen, andererseits wurden sie durch Leistungen des Staats unterstützt.[3]

Die freiwillige, aber vom Staat unterstützte Vorschulerziehung begann in Kinderkrippen, die Kinder ab drei Monaten bis zum 3. Lebensjahr aufnahmen, und wurde anschließend in Kindergärten und Vorschulen, aber auch durch Spiel- und Lernnachmittagen, fortgeführt. Dies ermöglichte einerseits beiden Elternteilen die Erwerbstätigkeit, wodurch sowohl die Gleichberechtigung der Frau unterstützt, als auch die wirtschaftliche Lage des Staats und der Familie stabilisiert wurde. Die Kinderkrippen boten eine Ganztagsversorgung von 6:00 bis 19:00 Uhr, wobei der Tagesablauf streng geregelt war und die Kinder zielgerichtet zum Leben im Kollektiv erzogen wurden. Im Jahr 1989 lag die Versorgung durch Kinderkrippen und Kindergärten zwischen 80 und 100 %. In den Kindergärten und in der Vorschule wurde der Nachwuchs gezielt auf die Schule vorbereitet.

Im Alter von sechs oder sieben Jahren wurden die Kinder in sogenannten allgemeinen polytechnischen Oberschulen (POS) eingeschult, die sie bis zur 10. Klasse besuchten. Diese Oberschulen waren in Unter-, Mittel- und Oberstufe gegliedert und sollten den einheitlich hohen Bildungsgrad aller betonen. An den Schulen fand sehr viel praxisbezogener Unterricht statt, was am Werk- und Schulgartenunterricht und auch am Fach Produktive Arbeit, in dem die Schüler einmal wöchentlich einen Betrieb besuchten, zu sehen ist. Der Unterricht sollte eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis, aber auch zwischen Schule und Leben herstellen und eine so Berufsorientierung ermöglichen.

Nachdem bereits das Fach Staatsbürgerkunde, in dem das Bekenntnis zur DDR als Arbeiter- und Bauernstaat und die Rechte und Pflichten eines DDR-Bürgers gegenüber dem kommunistische System im Vordergrund standen, wurde 1978 der sowohl theoretische, als auch praktische Wehrkundeunterricht eingeführt, der für alle Schüler Pflicht war. Jungen mussten in diesem Fach den Umgang mit Waffen erlernen, wohingegen Mädchen eine Sanitätsausbildung durchliefen. Das verweigern des Unterrichts konnte den Schülern Nachteile in Ausbildung und Berufswahl verschaffen. Für herausragend begabte Schüler gab es sogenannte Spezialschulen, in denen ihre Talente und Begabungen besonders gefördert wurden. An Erweiterten Oberschulen (EOS) hatten 10% der Schüler die Möglichkeit das Abitur zu schreiben. Der Notenschnitt von 1,7, aber auch die richtige politische Einstellung oder ein bestimmter Berufswunsch, wie Lehrer oder Offizier, erhöhten die Chancen auf einen Platz an diesen Schulen.[4] [5] Gute schulische Leistungen waren in der DDR nicht dem Individuum zuzuschreiben, sondern wurden als Erfolg der Gemeinschaft und als Leistungen für den Sozialismus gesehen.

Schule und Freizeit waren in der DDR nicht einfach zu trennen, da die Schüler durch die Ganztagsschulen die meiste Zeit in der Schule verbrachten und ihre Freizeit von der einzigen in der DDR zugelassenen Jugendorganisation „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ), die 1946 als Teil eines parallelen Erziehungssystems zur Schule gegründet wurde, um den Kindern und Jugendlichen das sozialistische System von Kindheit an nahezulegen und sie nach den vorgegebenen Werten und Normen des Staates zu sozialistischen Persönlichkeiten zu erziehen, stark geprägt war. Obwohl der Beitritt zu dieser Massen-organisation freiwillig war, entstanden in vielen Hinsichten Nachteile, kein Mitglied zu sein, da die FDJ auf fast alle Freizeitangebote der Jugendlichen, aber auch auf öffentliche Medien und auf den Schulalltag Einfluss nahmen. So hatten Schüler ohne eine Mitgliedschaft bei dieser Organisation geringere Chancen das Abitur zu schreiben oder ihren Berufswunsch auszuüben. Die Organisation bot den Jugendlichen ein vielseitiges Freizeitangebot, so wurden zum Beispiel Jugendklubs und ein Jugendreisebüro eröffnet. Die FDJ gab ebenfalls Jugend-stunden, die die Jugendlichen im Sinne der SED-Ideologie auf die Jugendweihe, die als Alternative zur christlichen Kommunion oder Konfirmation die Rolle der Kirchen und der Religion in der Bevölkerung zurückdrängen sollte, vorbereiteten. Die Jugendlichen sollten sich im Alter von 14 Jahren in einer feierlichen Zeremonie durch ein Gelöbnis „ zum sozialistischen Staat, zur Freundschaft mit der Sowjetunion und mit den anderen sozialistischen Bruderstaaten sowie zum Kampf für Frieden und gegen den Imperialismus“[6] bekennen. Das Verweigern der Jugendweihe konnte ebenfalls zu Nachteilen in Schule und Beruf führen.

Eine andere Aufgabe der FDJ war die Leitung der „ Pionierorganisation Ernst Thälmann", welche für Kinder ab der ersten Klasse Pioniersnachmittage und Ferienlager veranstaltete. Durch gemeinsame Aktionen und Projekte sollten sich die Kinder solidarisch gegenüber ärmeren Ländern zeigen.[7]

2.2 Verhaltensweisen und Einstellungen der Jugendlichen

Da die Kinder in der DDR schon ab dem frühen Kindesalter in Ganztagseinrichtungen betreut wurden, lernen sie von Kindheit an die Werte und Normen, die der Staat für richtig und wichtig hielt, um der sozialistischen Gesellschaft als guter Bürger beizuwohnen. So waren die Kinder meist schon in jungen Jahrenüberdurchschnittlich reif und selbstständig, da sie früh von ihren Eltern getrennt werden.[8]

Das in der DDR bei den Jugendlichen existierende Bewusstsein und die Grundüberzeugung gegenüber der Politik, welche Ziele der sozialistischen Erziehung darstellten, und auch die Wehrbereitschaft gingen in der Zeit vor dem Systemwechsel immer weiter zurück, was sich auf das schlechte Waren- und Dienstleistungsangebot, auf die eingeschränkte Reisemöglichkeit, auf die Beschränkung der Meinungs- und Glaubensfreiheit und auf das autoritäre Machtsystem der Staatsführung zurückführen lässt. Auch die Nutzung westlicher Massenmedien im Alltag verstärkte immer mehr die kritische Haltung gegenüber den politischen Informationen der DDR-Medien. Obwohl sich die Jugend bis Mitte der 70er Jahre mit dem sozialistischen System identifizieren konnte, baute sich bei ihnen eine immer größere Abneigung gegenüber den sozialistischen Werten, die ihnen schon von Kindesalter an in verschiedenen staatlichen Einrichtungen gelehrt worden waren, auf. Allerdings blieb eine emotionale Verbundenheit mit der DDR nicht zuletzt aufgrund der sozialen Sicherheit erhalten.

Die Akzeptanz gegenüber den Erziehungsmethoden und den politischen Ziele der Massenorganisation FDJ sank trotz hoher Mitgliedszahlen stetig, weil dich die Jugendlichen nicht länger als aktive Helfer der Partei und als Kämpfer für die Errichtung einer kommunistischen Gesellschaft ausnützen lassen wollten. Da die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen durch die Zielvorgaben des Staates und die diktatorische Führung der Organisation immer weiter in den Hintergrund rückten und der Spielraum für eigene Ideen und Vorschläge für die Gestaltung des Gruppenlebens immer geringer wurde, sank die Bindung und das Engagement gegenüber der FDJ stetig.

In den 80er Jahren verbreitete sich bei den Jugendlichen immer mehr der Drang, ihre politische Meinung zu äußern und auf öffentliche Probleme aufmerksam zu machen. Sie schlossen sich zu Jugendverbänden, Initiativen, Aktionsbündnissen und Friedens-bewegungen zusammen, um durch Disziplin und Leistungsbereitschaft neue Werte zu vermitteln und die Wende im Bereich der Jugend voranzutreiben. Sie rückten die Jugend wieder in ein besseres Licht, weil sie nicht nur kritisieren, sondern sich leistungsbereit, selbst- und zielsicher gaben, um ihre Forderungen und Ziele durchzusetzen. Obwohl sich die meisten Jugendlichen gegen die Ideologien des Rechtsextremismus resistent zeigten, spielte er zu dieser Zeit bereits eine Rolle in der Gesellschaft, wofür die Abneigung gegen das Machtsystem der DDR ein Grund gewesen sein kann.[9]

3 . Erfahrungen des Mauerfalls (November 1989)

Als im November 1989 die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fiel, standen die Jugendlichen diesem Systemwechsel mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits waren sie erfüllt von Euphorie und Freude, auf der anderen Seite hatten sie aber auch Angst vor dem bevorstehenden Neubeginn. Auch machten sich Bedenken breit, welche Auswirkungen das neue System mit sich bringen könnte.

3.1 Euphorie und Freude

Die positiven Erfahrungen mit der Wendezeit waren geprägt von der Hoffnung durch den Fall der Mauer neue Freiheiten wahrnehmen zu können und durch die vielen Möglichkeiten ihr bisher geplantes Leben vollkommen neu und selbstständig zu gestalten. Die Jugendlichen wollten mit ihren Erfahrungen aus ihrem bisherigen Leben die neue, faszinierende Welt entdecken. Stolz auf die friedlichen Revolutionäre und optimistisch, ihre Probleme durch die neuen Freiheiten und Möglichkeiten leichter lösen zu können, standen sie neugierig vor dem Neustart in ein völlig anderes Leben.

3.2 Ängste und Bedenken

Da die Wiedervereinigung eine weitreichende Umstellung in dem gewohnten Leben der Kinder und Jugendlichen erforderte, hatten sie Angst sich nicht in die neue Gesellschaft einleben und integrieren zu können. Wut, Ungewissheitüber die Folgen der drastischen Veränderungen, Misstrauen und Enttäuschung waren weitere negative Emotionen, die bei den Erfahrungen im November 1989 eine Rolle spielten. Zukunftsängste, darunter die Angst vor Arbeitslosigkeit und Geldsorgen, aber auch die Angst vor höherer Kriminalität spielten ebenfalls eine weitreichende Rolle.

4. Jugend nach der Wiedervereinigung

Mit dem Fall der Mauer 1989 und der knapp ein Jahr später erfolgten Wiedervereinigung änderte sich für die Kinder und Jugendlichen aus Ostdeutschland aufgrund der Einführung eines neuen politischen Systems ihr gewohntes Leben schnell und drastisch in vielen Bereichen. Das vollkommen neue Schulsystem, eine Erziehung, die die Vermittlung anderer Werte und Normen zum Ziel hatte, und ein verändertes Freizeitangebot beeinflussten stark das Sozialverhalten und die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen enorm.

[...]


[1] ) Syring, Gerald: Schule und Berufsausbildung unter: http://www.planet-schule.de/wissenspool/alltag-in-der-ddr/inhalt/hintergrund/jugend.html#kap2 (abgerufen am 26.08.2015)

[2] ) Wald, Renate: Kindheit der Wende – Wende der Kindheit, Heranwachsen in der gesellschaftlichen Transformation in Ostdeutschland, Opladen 1998

[3] ) vgl. Wald, Renate: Kindheit der Wende – Wende der Kindheit, Heranwachsen in der gesellschaftlichen Transformation in Ostdeutschland, Opladen 1998, S 27-32

[4] ) zum einheitlichen Schulsystem vgl. http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/alltag/kindheit-in-der-ddr/in-der-schule/ (abgerufen am 26.08.2015)

[5] ) zum einheitlichen Bildungssystem vgl. Syring, Gerald: http://www.planet-schule.de/wissenspool/alltag-in-der-ddr/inhalt/hintergrund/jugend.html#kap2 (abgerufen am 26.08.2015)

[6] ) http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/alltag/jugend-in-der-ddr/die-jugendweihe/) (abgerufen am 28.08.2015)

[7] ) zur „Freien deutschen Jugend“ vgl. http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/alltag/jugend-in-der-ddr/freie-deutsche-jugend/ (abgerufen am 28.08.2015)

[8] ) vgl. Klaus, Farin: Die Wende-Jugend 03.03.2010 unter: http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/jugendkulturen-in-deutschland/36248/die-wende-jugend (abgerufen am 27.09.2015)

[9] ) positive und negative Emotionen zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung vgl. Förster, Peter: Junge Ostdeutsche auf der Suche nach der Freiheit, Opladen 2002 unter: http://www.wiedervereinigung.de/sls/PDF/buch2002.pdf S. 32-47

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Wendekinder. Wie sich das Leben der Kinder und Jugendlichen in Ostdeutschland durch die Wiedervereinigung verändert hat
Note
1,3
Jahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V321940
ISBN (eBook)
9783668219007
ISBN (Buch)
9783668219014
Dateigröße
761 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wendekinder, leben, kinder, jugendlichen, ostdeutschland, wiedervereinigung
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Wendekinder. Wie sich das Leben der Kinder und Jugendlichen in Ostdeutschland durch die Wiedervereinigung verändert hat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321940

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