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Kann man den Roman "The Reformed Coquet" von Mary Davys der Gattung Bildungsroman zuordnen?

Title: Kann man den Roman "The Reformed Coquet" von Mary Davys der Gattung Bildungsroman zuordnen?

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mareike Janus (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Als vor kurzer Zeit eine Sammlung mit literarischen Werken englischer Autorinnen aus den Jahren 1660 bis 1730 herausgegeben wurde, war auch das Werk „The Reformed Coquet“ von Mary Davys, zuerst im Jahre 1724 veröffentlicht, mit dabei. Im Vorwort zum Roman bezeichnet die Herausgeberin Paula R. Backschneider den folgenden Roman als einen Bildungsroman („Within a clever Bildungsroman…”) Dieser Ausspruch warf die Frage auf, ob die vorliegende Geschichte, die immerhin 70 Jahre vor dem ersten als Bildungsroman beschriebenen Werk, Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, veröffentlicht wurde, trotzdem die Grundzüge der genannten Gattung trägt. Eine kurze Diskussion des Begriffs Bildungsroman steht am Anfang. Es wird die sehr weit gefasste, der englischen Literatur zugeordnete Definition der deutschen gegenüber gestellt. Letztere ist die deutlichere Version und findet daher im weiteren Verwendung. Die sich anschließenden Kapitel folgen der Zielsetzung, die Frage zu beantworten, ob man die Kriterien eines Bildungsromans im vorliegenden Werk wieder finden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Der Bildungsroman

1.1 Definition des englischen Bildungsromans

1.2 Der Bildungsroman in der deutschen Literatur

2. Der Roman „The Reformed Coquet“

2.1 Inhaltsangabe des Romans „The Reformed Coquet“

3. Analyse des Romans „The Reformed Coquet“ hinsichtlich der Merkmale der Gattung Bildungsroman

3.1 Charakterbildung und Formung

3.1.1 Amorandas Charaktereigenschaften

3.1.2 Amorandas Verhaltensänderung

3.1.3 Amorandas Charaktermodifikation und Bildungsroman

3.2 Zentrale Stellung des Protagonisten

3.3 Autobiographische Quellen in „The Reformed Coquet“

3.4 Entwicklungspsychologische Untersuchung Amorandas

3.5 Ideale in Amorandas verändertem Verhalten

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob der Roman „The Reformed Coquet“ von Mary Davys trotz seiner Entstehungszeit vor der klassischen Definition des Genres die Merkmale eines Bildungsromans erfüllt. Dabei wird insbesondere die Entwicklung der Protagonistin Amoranda unter Berücksichtigung der Kriterien von Wilhelm Dilthey analysiert.

  • Definition des Begriffs Bildungsroman (englisch vs. deutsch)
  • Inhaltliche Zusammenfassung und Charakteranalyse des Romans
  • Untersuchung der psychologischen und moralischen Wandlung der Hauptfigur
  • Überprüfung der Dilthey'schen Gattungsmerkmale am Beispiel des Werks

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Amorandas Charaktereigenschaften

Wenn der Leser des Romans Amoranda zuerst begegnet, ist sie zwar erst sieben Jahre alt, hat aber erstaunlicherweise schon fast alle Charakterzüge ausgebildet, die auch bei der Fünfzehnjährigen zu finden sind. Als Amoranda das erste Mal erwähnt wird, gilt die Aufmerksamkeit der Autorin vor allem ihrer äußeren Schönheit: „a little Angel for Beauty”, „[she had] all the Beauties of her Sex”. Sie wird sowohl für ihre Schönheit als auch für ihren munteren Verstand von allen bewundert, was einen großen Effekt auf sie erzielt: Durch die zahlreichen Komplimente wird Amoranda dazu verleitet, selbst sehr viel von sich zu halten, steht stundenlang vor dem Spiegel, um ihre Vorzüge zu bewundern und bildet sich viel auf ihre jugendliche Schönheit ein.

Mit dem Wissen um ihre besondere Wirkung auf andere wächst auch ihr Stolz: von den Besuchern ihres Vaters erwartet die Siebenjährige „Madam“ gerufen zu werden, genau wie ihre Mutter genannt wird. Ihr übertriebener Stolz zeigt sich außerdem in einer Begegnung mit einem gleichaltrigen Freund, die ein einschneidendes Erlebnis ihrer Kindheit darstellt. Als dieser sie wie üblich besuchen kommt, verhält sie sich ihm gegenüber auf einmal sehr abweisend und verletzend, denn sie fühlt sich als Dame und somit nicht mehr auf seinem Niveau. Jedoch stellt der nicht minder kluge Junge daraufhin die Einzigartigkeit Amorandas, von der sie selbst so überzeugt ist, in Frage, indem er sagt: „I have got a prettier Miss than you for my wife, and I love her better than I do you by half….” Amoranda reagiert sehr wütend, denn sie kann es nicht verstehen, dass jemand anderes ihr vorgezogen wird und sie ist Kritik an ihrer Person nicht gewohnt. Daraufhin zieht sie, sehr uneinsichtig und trotzig, die Konsequenz aus dem Ereignis: Sie will den Jungen nie wieder sehen und wünscht sich nichts mehr, als sich gebührend zu rächen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung, ob Mary Davys’ Roman trotz seiner frühen Entstehung als Bildungsroman klassifiziert werden kann.

1. Der Bildungsroman: Theoretische Abgrenzung der englischen Begriffsdefinition von der präziseren deutschen Definition nach Wilhelm Dilthey.

2. Der Roman „The Reformed Coquet“: Bietet einen Überblick über den Handlungsverlauf des Romans zum besseren Verständnis der Analyse.

3. Analyse des Romans „The Reformed Coquet“ hinsichtlich der Merkmale der Gattung Bildungsroman: Detaillierte Untersuchung der Charakterentwicklung, der Protagonistenrolle und der psychologischen Aspekte im Werk.

4. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung, die belegt, dass der Roman wesentliche Züge eines Bildungsromans trägt.

Schlüsselwörter

Bildungsroman, Mary Davys, The Reformed Coquet, Amoranda, Wilhelm Dilthey, Charakterbildung, Literaturanalyse, Entwicklungspsychologie, Tugend, Roman des 18. Jahrhunderts, Protagonistin, Reifeprozess, Romanstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob Mary Davys’ Roman „The Reformed Coquet“ aus dem Jahr 1724 als Bildungsroman bezeichnet werden kann, obwohl er zeitlich vor dem als ideal geltenden Werk Goethes entstand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die literaturwissenschaftliche Gattungsbestimmung, die Analyse von Charakterentwicklungsprozessen und die Übertragung theoretischer Konzepte des Bildungsromans auf ein englisches Werk des 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die Geschichte von Amoranda die grundlegenden Kriterien eines Bildungsromans nach Wilhelm Dilthey erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Definition des Bildungsromans durch Wilhelm Dilthey basiert und diese auf das Primärwerk anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsangabe, eine detaillierte Charakteranalyse, die Untersuchung der Protagonistenrolle, autobiografische Bezüge sowie eine entwicklungspsychologische Einordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bildungsroman, Charakterbildung, Amoranda, Wilhelm Dilthey, literarische Gattung und Reifeprozess.

Wie trägt die Figur „Formator“ zur Gattungseinordnung bei?

Formator fungiert als Mentor, der Amoranda durch Erziehung und moralische Impulse maßgeblich beeinflusst, was eine zentrale Bedingung für den klassischen Bildungsroman darstellt.

Warum wird Amorandas Kindheit für die Analyse beleuchtet?

Die Analyse der Kindheit verdeutlicht Amorandas ursprüngliche Eitelkeit und Egozentrik, wodurch der spätere, schmerzhafte Reifeprozess zur tugendhaften Dame als deutlicher Kontrast hervortritt.

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Details

Title
Kann man den Roman "The Reformed Coquet" von Mary Davys der Gattung Bildungsroman zuordnen?
College
University of Hamburg
Course
Early Female Writing
Grade
1
Author
Mareike Janus (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V32200
ISBN (eBook)
9783638329781
Language
German
Tags
Roman Reformed Coquet Mary Davys Bildungsroman Female Writing women literature Gattung woman früher Roman England
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mareike Janus (Author), 2004, Kann man den Roman "The Reformed Coquet" von Mary Davys der Gattung Bildungsroman zuordnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32200
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