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Methoden und betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung

Title: Methoden und betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung

Swiss Diploma Thesis , 2004 , 87 Pages , Grade: 1.5 (Schweiz: 5.5)

Autor:in: Martin Gafner (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In der zu erstellenden Studie geht es um die Verfahren der Prognoserechnung. Schwerpunktmässig wird einerseits ein grundlegender Überblick über die verschiedenen Verfahren der Prognoserechung aufgezeigt, andererseits werden die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Anwendungsbereiche erläutert.

Prognosen sind Ausdruck einer rationalen Beschäftigung mit der Zukunft. „Nicht zuletzt ist es die verstärkte Notwendigkeit einer strategischen Unternehmensführung bzw. eines strategischen Marketing, die Prognosen immer unverzichtbarer werden lässt.“ (Raffée 1989: 143). Die Bedeutung möglichst zuverlässiger Prognosen wächst ständig. „Die Gründe hierfür liegen nicht nur in der zunehmenden Komplexität des wirtschaftlichen Geschehens, sondern insbesondere auch darin, daß die Zeit immerwährenden Wachstums offenbar vorbei ist.“ (Hüttner 1986 :1).

Der Begriff der Prognose umfasst in weiter Sichtweise allgemeine Aussagen über die Zukunft (vgl. Weber 1990: 1), wobei diese sehr allgemeine Definition ein für die weitere Problemanalyse nicht hinreichend scharf umrissenes Werkzeug darstellt. Den folgenden Ausführungen soll daher die nachstehende Definition zugrunde gelegt werden: „Eine Prognose ist eine Aussage über ein oder mehrere zukünftige Ereignisse, die auf Beobachtungen und auf einer Theorie beruht.“ (Hansmann 1993: Sp. 3546). Die erste Bedingung stellt sicher, „daß jede Prognose auf der Analyse der Vergangenheit basiert, d. h. empirisch fundiert sein muss und kein blosses „Tippen“ sein darf. Die zweite Bedingung erfordert eine sachlogische Begründung der Prognose und die Angabe von Prämissen, unter denen sie abgegeben wird.“ (Hansmann 1983: 11). Die zugrunde liegende Theorie muss nicht unbedingt umfangreich oder detailliert ausgearbeitet sein. Sie dient jedoch als Abgrenzungskriterium der wissenschaftlichen Prognose von der irrationalen Prophetie (vgl. Hansmann 1993: Sp. 3546; Brockhoff 1977: 17).

Prognosen liefern Angaben über voraussichtliche Wirkungen und Entwicklungen. „Entsprechen die Ergebnisse der Prognose nicht den gesetzten Zielen bzw. einer für wünschenswert gehaltenen Entwicklung, so bedarf es weiterer Entscheidungen.“ (Hüttner 1986: 1). Prognosen liefern also, in dieser hier vertretenen Sicht des Zusammenhangs zwischen Prognose, Planung und Entscheidung nur die Informationen für das Treffen von Entscheidungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Begriffsdefinition

1.2 Forschungsziel der Studie

1.3 Methodisches Vorgehen

1.3.1 Literaturanalyse

1.3.2 Umsetzung

1.4 Aufbau der Arbeit

2. Prognoseverfahren

2.1 Ablauf des Prognoseprozesses

2.2 Arten von Prognoseverfahren

2.3 Qualitative Prognoseverfahren

2.3.1 Szenario-Technik

2.3.2 Delphi-Methode

2.4 Quantitative Prognoseverfahren

2.4.1 Zeitreihenverfahren

2.4.1.1 Verfahren des geleitenden Durchschnitts

2.4.1.2 Verfahren der exponentiellen Glättung

2.4.1.3 Box-Jenkins-Verfahren

2.4.1.4 Trendextrapolation

2.4.2 Kausalverfahren

2.4.2.1 Multiple Regressionsanalyse

2.4.2.2 Leitindikatormethode

2.4.3 Neuronale Netze

3. Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung

3.1 Systematisierungsversuche der Prognosemethoden

3.1.1 Systematisierung aufgrund quantitativer und qualitativer sowie normativer und explorativer Ausrichtung

3.1.2 Systematisierung aufgrund explorativer, projektiver, rekursiver und intuitiver Ausrichtung

3.1.3 Systematisierung nach konjekturalen, strukturmodellgestützten und zeitreihengestützten Verfahren

3.1.4 Implikation

3.2 Charakterisierungsversuche der Prognosemethoden durch Attribute

3.2.1 Charakterisierung nach Gestaltungsaspekten

3.2.2 Charakterisierung nach Anwendungsmerkmalen

3.2.3 Implikation

3.3 Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche

3.3.1 Prognosen der strategischen Unternehmensplanung

3.3.2 Prognosen im Bereich Marketing

3.3.3 Prognosen im Bereich Finanzierung

3.3.4 Prognosen im Bereich Produktion und Logistik

3.4 Stand des Einsatzes der Prognoserechnung in der Praxis

3.4.1 Betrachtung von zwei empirischen Erhebungen im deutschsprachigen Raum

3.4.2 Erkenntnisse aus den beiden betrachteten Erhebungen

4. Schlussbetrachtung

4.1 Zentrale Ergebnisse

4.2 Weiterleitende Forschungsfragen

4.3 Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die verschiedenen Methoden der betriebswirtschaftlichen Prognoserechnung und systematisiert deren Anwendungsbereiche in der Unternehmenspraxis, um Entscheidungsträgern bei der Auswahl geeigneter Instrumente zur Bewältigung komplexer Zukunftsszenarien zu unterstützen.

  • Grundlagen und Klassifizierung qualitativer und quantitativer Prognoseverfahren.
  • Detaillierte Analyse von Zeitreihenverfahren, Kausalmodellen und Neuronalen Netzen.
  • Systematisierung der Anwendungsbereiche in der Unternehmensplanung.
  • Kritische Diskussion der Prognosepraxis und der Methodeneignung für verschiedene Unternehmensbereiche.

Auszug aus dem Buch

Szenario-Technik

In der deutschen Literatur dominiert die folgende Begriffsfestlegung der Mitarbeiter des Battelle-Instituts: „Unter einem Szenario versteht man sowohl die Beschreibung einer möglichen zukünftigen Situation als auch das Aufzeigen des Entwicklungsverlaufs, der zu dieser zukünftigen Situation hinführt“ (Geschka/von Reibnitz 1983: 128). „Szenarien [..] sind [also] systematisch und nachvollziehbar aus der gegenwärtigen Situation heraus entwickelte, mögliche Zukunftsbilder.“ (Geschka 1999: 521).

Die Entwicklung der nahen Zukunft ist, abgesehen von unvorhersehbaren Ereignissen, in starkem Masse durch die gegenwärtigen Gegebenheiten (politisches System, Infrastruktureinrichtungen, Normen, Gesetze, Strukturen, Vernetzungen, Verhaltensmuster, etc.) bestimmt. Mit zunehmender Reichweite der Zukunftsbetrachtung, sinkt jedoch der Einfluss der Gegenwart und der Bereich möglicher Entwicklungen öffnet sich gleichsam wie ein Trichter (vgl. Götze/Rudolph 1994: 21 f.; Geschka 1999: 521 f.). Mit zunehmendem Prognosehorizont nehmen daher Unsicherheit und die Möglichkeit verschiedenartiger Entwicklungen zu (vgl. von Reibnitz 1989: Sp. 1984).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Prognoserechnung ein, definiert die zentralen Begriffe und erläutert das methodische Vorgehen sowie den strukturellen Aufbau der Lizentiatsarbeit.

2. Prognoseverfahren: Hier erfolgt ein umfassender Überblick über qualitative und quantitative Prognosetechniken, inklusive detaillierter Beschreibungen von Zeitreihen-, Kausal- und Neuronalen Netz-Modellen.

3. Betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung: Dieser Hauptteil systematisiert Prognosemethoden und untersucht deren Einsatz in der strategischen Unternehmensplanung, im Marketing, in der Finanzierung sowie in Produktion und Logistik.

4. Schlussbetrachtung: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen, ordnet diese methodisch ein und formuliert weiterleitende Fragen für zukünftige Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Prognoserechnung, Szenario-Technik, Zeitreihenanalyse, Multiple Regressionsanalyse, Neuronale Netze, Unternehmensplanung, Marketing, Finanzierung, Produktion, Logistik, Prognosemethoden, Quantitative Methoden, Qualitative Methoden, Methodenwahl, Unternehmensumwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Darstellung von Methoden der betriebswirtschaftlichen Prognoserechnung und deren praktischer Anwendung in verschiedenen Unternehmensbereichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifizierung von Prognoseverfahren, der Analyse von mathematisch-statistischen Modellen und der Untersuchung, wie diese in der strategischen und operativen Planung eingesetzt werden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Methodenvielfalt zu geben und Kriterien für die Auswahl des jeweils problemadäquaten Prognoseinstruments aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine sachlich-analytische Literaturanalyse sowie auf den Vergleich empirischer Erhebungen zur Prognosepraxis im deutschsprachigen Raum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Verfahren (qualitativ, quantitativ, neuronal) sowie in deren konkrete Anwendung in der strategischen Planung, im Marketing, Finanzwesen und der Produktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Prognoseverfahren, Szenario-Technik, Regressionsanalyse, Neuronale Netze, Unternehmensplanung und betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche.

Warum ist die Szenario-Technik besonders relevant für die strategische Planung?

Aufgrund ihrer Flexibilität und der Fähigkeit, qualitative Aussagen sowie diskontinuierliche Entwicklungen in komplexe Zukunftsbilder zu integrieren, ist sie laut Autor prädestiniert für die strategische Unternehmensführung.

Welche Rolle spielen Neuronale Netze laut dieser Arbeit?

Neuronale Netze werden als leistungsfähiges mathematisches Instrumentarium für komplexe Problemstellungen hervorgehoben, insbesondere dort, wo herkömmliche lineare statistische Methoden an ihre Grenzen stoßen.

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Details

Title
Methoden und betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung
College
University of Bern  (Institut für Innovationsmanagement)
Course
Universitätsabschluss (Lizentiatsarbeit)
Grade
1.5 (Schweiz: 5.5)
Author
Martin Gafner (Author)
Publication Year
2004
Pages
87
Catalog Number
V32209
ISBN (eBook)
9783638329866
Language
German
Tags
Methoden Anwendungsbereiche Prognoserechnung Universitätsabschluss
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Gafner (Author), 2004, Methoden und betriebswirtschaftliche Anwendungsbereiche der Prognoserechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32209
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