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Die Darstellung der Verginia-Episode bei Titus Livius. Ein Quellenkommentar zu Livius, 3,44-49

Titel: Die Darstellung der Verginia-Episode bei Titus Livius. Ein Quellenkommentar zu Livius, 3,44-49

Quellenexegese , 2013 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sabrina Rutner (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Quelle Livius, 3,44-49 handelt von einer durch sexuelle Begierde ausgelöste Freveltat und ist ein Auszug aus dem Werk Ab urbe condita des antiken Geschichtsschreibers Titus Livius. Ist die Verginia-Episode eine reine literarisch ausgeschmückte Erfindung des Livius oder birgt sie einen historischen Kern? Wie wird die Verginia-Episode bei Livius dargestellt und was beabsichtigt Livius mit dieser Darstellung?

Der Decemvir Appius Claudius begehrt die schöne Plebejertochter Verginia. Doch sie weist ihn ab, da sie mit dem ehemaligen Volkstribun Lucius Icilius verlobt ist. Appius Claudius beauftragt daraufhin seinen Klienten Marcus Claudius zu behaupten, Verginia sei Marcus Claudius unfreie Sklavin. Der Fall wird vor Gericht verhandelt. Appius Claudius versucht, seine Stellung als Richter zu missbrauchen, um sich Verginia zu bemächtigen. Da Verginias Vater Verginius keine andere Möglichkeit sieht, tötet er seine eigene Tochter, um ihre Tugend und Ehre zu retten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

3. Kommentar zu Liv. 3,44-49

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Verginia-Episode im Werk "Ab urbe condita" des antiken Historikers Titus Livius. Dabei wird analysiert, inwiefern Livius durch die Schilderung dieses privaten Einzelschicksals moralische Lehren für seine Zeitgenossen vermittelt und wie die Episode in den historischen Kontext der Ständekämpfe und der Entstehung des Zwölftafelgesetzes eingebettet ist.

  • Historische Einordnung des Verginia-Prozesses in die frühe Römische Republik
  • Analyse zentraler Begriffe wie Decemvirn, Libido-Motiv, Pudicitias und Libertas
  • Diskussion der Historizität und der verschiedenen Überlieferungsschichten der Legende
  • Untersuchung der narrativen Gestaltung und des "tragic approach" nach Livius
  • Die Funktion der Episode als Erinnerungsort und moralisches Mahnmal

Auszug aus dem Buch

3. Kommentar zu Liv. 3,44-49

In der heutigen Forschung ist die Historizität der vorliegenden Quelle bestritten. Es wird stattdessen davon ausgegangen, dass die Verginia-Episode in der römischen Sagenwelt als Legende fest verankert war und so schreibt man die Erzählung dem Bereich der literarischen Erfindung zu. Auf der anderen Seite sehen einige Forscher in der Verginia-Legende einen historischen Kern. E. Täublers Forschungen zufolge ist der historische Tatbestand durch mündliche Weitergabe erheblich ausgestaltet worden. Er stellt in den historischen Quellen zur Verginia-Erzähung vier Überlieferungsschichten fest. Die älteste erhaltene Erzählung der Verginia-Episode durch den römischen Geschichtsschreiber Fabius Pictor ist bei Diodorus Siculus zu finden, der ca. im 1. Jh v. Chr. lebte. In dieser Darstellung werden keine Namen genannt, sondern es ist nur von einem Decemvirn und einer Jungfrau die Rede. Christian Müller zufolge ist zu vermuten, dass der Name „Verginia“ aus dem lateinischen Wort „virgo“ (Jungfrau) entstanden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Person Titus Livius ein und skizziert die Darstellungsabsicht hinter seinem Werk "Ab urbe condita" sowie den Kern der Verginia-Episode.

2. Begriffserklärungen: Hier werden die für das Verständnis der Quelle essenziellen Termini erläutert, insbesondere das Amt des Decemvirns, das Libido-Motiv, der Begriff der Pudicitias und das Konzept der Libertas.

3. Kommentar zu Liv. 3,44-49: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Historizität der Legende, den verschiedenen Überlieferungsschichten sowie der narrativen und moralischen Bedeutung, die Livius der Episode für die römische Geschichte beimisst.

Schlüsselwörter

Titus Livius, Verginia, Römische Republik, Decemvirn, Ständekämpfe, Zwölftafelgesetz, Libido, Pudicitias, Libertas, Geschichtsschreibung, Antike, Historizität, Legende, Moral, Lucretia

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer Quellenkritik und Kommentierung der Verginia-Episode, wie sie Titus Livius in seinem Geschichtswerk "Ab urbe condita" überliefert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Ständekämpfe, die Analyse antiker Erzählweisen und die moralische Dimension historischer Berichterstattung in der römischen Antike.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Livius durch die dramatische Ausgestaltung der Verginia-Geschichte ein moralisches Beispiel für seine Zeitgenossen konstruiert, um Roms Aufstieg und die Bedeutung staatlicher Ordnung zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen Quellenkommentar, der auf der Analyse historischer Sekundärliteratur und dem Vergleich verschiedener Überlieferungstraditionen (z.B. Fabius Pictor, Diodorus Siculus) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Klärung der politisch-sozialen Institutionen der frühen Republik sowie eine tiefgehende Interpretation der literarischen Motive und des historischen Gehalts der Erzählung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Verginia, Livius, Decemvirn, Ständekämpfe, moralische Absicht der Geschichtsschreibung und antike Sagenbildung charakterisieren.

Inwiefern spielt der Vergleich mit Lucretia eine Rolle?

Der Vergleich dient dazu, den epochalen Charakter der Ereignisse um das Zwölftafelgesetz hervorzuheben und die Verginia-Episode als ein zentrales Mahnmal des kulturellen Gedächtnisses Roms zu festigen.

Warum ist die Historizität der Verginia-Episode umstritten?

Die Forschung geht mehrheitlich davon aus, dass es sich um eine literarische Erfindung oder zumindest eine durch mündliche Tradition stark ausgeschmückte Legende handelt, da frühe Quellen wie Fabius Pictor die Ereignisse deutlich nüchterner und ohne die späteren dramatischen Details schildern.

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Details

Titel
Die Darstellung der Verginia-Episode bei Titus Livius. Ein Quellenkommentar zu Livius, 3,44-49
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Einführung in das Studium der Alten Geschichte: Rom im Zeitalter der Ständekämpfe
Note
1,3
Autor
Sabrina Rutner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V322131
ISBN (eBook)
9783668212985
ISBN (Buch)
9783668212992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung verginia-episode titus livius quellenkommentar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Rutner (Autor:in), 2013, Die Darstellung der Verginia-Episode bei Titus Livius. Ein Quellenkommentar zu Livius, 3,44-49, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322131
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Leseprobe aus  9  Seiten
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