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Das Zoonosepotential bei der Durchführung tiergestützter Therapie mit Hunden

Erstellung einer Risikoanalyse und Ausarbeitung von Maßnahmen zur Vorbeugung und Risikominimierung

Titel: Das Zoonosepotential bei der Durchführung tiergestützter Therapie mit Hunden

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2016 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicolai Sternberg (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Tiergestützte Therapien stellen eine therapeutische Alternative oder Ergänzung in verschiedenen Bereichen bei der Behandlung von Leid von Patienten dar. Ein Beispiel ist die tiergestützte Therapie bei demenzkranken Menschen. Hierbei werden vor allem Hunde (aber auch Katzen, Reptilien oder Ziergeflügel sind möglich) für eine Therapie mit den Patienten eingesetzt und finden auch Zugang in die Einrichtungen z.B. von Altersheimen. Im Rahmen dieser Arbeit soll auf mögliche Probleme im Bereich Hygiene und somit auf Zoonosen eingegangen werden.
Dabei wird eine fundierte Risiko- und Gefahrenanalyse durchgeführt um dann als Folge Maßnahmen zu deren Verringerung oder Vermeidung vorzuschlagen.

Beim Zusammentreffen von Menschen mit Tieren oder auch Tierprodukten sei es im Beruf oder in der Freizeit ist auch immer ein Zoonoserisiko zu beachten. Wichtig ist eine fachlich fundierte Risiko- und Gefahrenanalyse durchzuführen um dann als Folge Maßnahmen zu deren Verringerung oder Vermeidung durchzuführen. Im Beispiel der tiergestützten Therapie bei demenzkranken Menschen werden ältere Patienten mit Tieren, zusammengebracht und kommen so mit diesen in räumlichen Kontakt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Zoonose

3. Zoonosepotential bei der tiergestützten Therapie

4. Wichtige Zoonosen bei Hunden

4.1 Tollwut

4.2 Leishmaniose

4.3 Giardien

4.4 Wurminfektionen

4.4.1 Spulwürmer

4.4.2 Bandwürmer

4.4.2.1 Gurkenkernbandwurm

4.4.2.2 Fuchsbandwurm

4.4.2.3 Hundebandwurm

4.5 Bakterielle Infektionen

4.6 Flöhe und Zecken

4.6.1 Lyme-Borreliose

4.6.2 FSME

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das potenzielle Infektionsrisiko durch Zoonosen bei der tiergestützten Therapie mit Hunden, insbesondere bei vulnerablen Personengruppen wie geriatrischen Patienten, und erarbeitet Strategien zur Risikominimierung durch hygienische und präventive Maßnahmen.

  • Hygiene- und Risikomanagement in der tiergestützten Therapie
  • Identifikation und Übertragungswege zoonotischer Erreger (Bakterien, Parasiten, Viren)
  • Einfluss des Gesundheitszustands des Therapietiers auf das Infektionsrisiko
  • Präventive Maßnahmen wie regelmäßige Entwurmung, Kotuntersuchungen und Vektorkontrolle

Auszug aus dem Buch

Die Leishmaniose

Eine andere in den letzten Jahren bekanntere Erkrankung des Hundes, die auf den Menschen übertragbar ist, die Leishmaniose, ist eine parasitäre Infektionskrankheit. Der Parasit Leishmania infantum, ist in Europa beheimatet. Der Erreger kommt bisher fast nur in Südeuropa vor, in Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland, Portugal (Lazri u. a., 2008, S. 1). Der Parasit, ein Protozoon, der intrazellulär vor allem in weißen Blutkörperchen vorkommt, kann beim Menschen zur viszeralen und der cutanen Leishmaniose führen (Enk, Gardlo, Hochberg, Ingber, & Ruzicka, 2003, S. 1). Die befallenen Organe sind Milz, Leber und Knochenmark. Etwa 3 % der Fälle führen unbehandelt zum Tod.

Das Protozon Leishmania infantum benötigt einen Vektor um sich zu verbreiten. Hier fungieren Phlebotomus (Sandfliegen) eine Unterfamilie der Schmetterlingsmücken sozusagen als Transporter des Erreger. Die Sandfliegen müssen an einem infizierten Tier Blut saugen, dass Leishmania enthält. Danach muss ebendiese Sandfliege einen Menschen stecken und so den Parasit übertragen. In Deutschland sprechen die klimatischen Gegebenheiten in der Regel gegen einen Aufentthalt von Sandfliegen. Diese sind vor allem im subtropischen Europa zu Hause. Hier fungieren sie als Vektor der Leishmanien indem sie die Erreger im Darm, nachdem sie von einem infizierten Hund während eines Stichs aufgenommen wurden, zum nächsten Hund transportieren und diesen wiederum durch einen Stich infizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der tiergestützten Therapie bei Patienten, beispielsweise in der Geriatrie, und stellt das Ziel der Untersuchung bezüglich möglicher Zoonoserisiken vor.

2. Definition Zoonose: Hier werden Zoonosen als zwischen Tier und Mensch übertragbare Infektionskrankheiten definiert und eine Unterscheidung zwischen Anthropozoonosen und Zooanthroponosen vorgenommen.

3. Zoonosepotential bei der tiergestützten Therapie: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit einer fachlich fundierten Risikoanalyse bei der Interaktion von Menschen mit Tieren.

4. Wichtige Zoonosen bei Hunden: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung verschiedener Erregergruppen, darunter Viren (Tollwut), parasitäre Erkrankungen (Leishmaniose, Giardien, Würmer) sowie bakterielle Zoonosen und Ektoparasiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass durch eine konsequente gesundheitliche Überprüfung der Tiere und die Einhaltung von Hygieneregeln das Infektionsrisiko signifikant reduziert werden kann.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Therapie, Zoonose, Infektionsrisiko, Risikominimierung, Hunde, Hygiene, Leishmaniose, Giardiose, Parasiten, Bandwürmer, Vektoren, Prävention, Geriatrie, Gesundheitsschutz, Infektionswege

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das potenzielle Infektionsrisiko durch Zoonosen, die bei der Durchführung tiergestützter Therapien mit Hunden auftreten können, insbesondere mit Blick auf vulnerable Patientengruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Identifikation relevanter Zoonoseerreger bei Hunden, die Analyse der Übertragungswege sowie die Ausarbeitung konkreter Maßnahmen zur Vorbeugung und Risikominimierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Vorgehen bei der Erstellung einer Risikoanalyse für Therapiehunde aufzuzeigen, um trotz der Tierkontakte eine sichere therapeutische Umgebung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Infektionsrisiken unter Berücksichtigung klinischer Parameter, Vektoren und Übertragungsbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich exemplarisch mit den wichtigsten Zoonosen wie Tollwut, Leishmaniose, Giardiose, Wurminfektionen sowie bakteriellen Erkrankungen und deren Bedeutung für die tiergestützte Therapie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Zoonose, tiergestützte Therapie, Infektionsrisiko, Prävention, Hygiene und Parasitologie.

Warum ist die Wahl des Hundes als Therapietier besonders relevant?

Der Hund ist das am häufigsten eingesetzte Therapietier. Daher ist die Untersuchung seiner spezifischen gesundheitlichen Risiken von besonderer praktischer Bedeutung für den Therapieerfolg.

Inwiefern beeinflusst die Klimaerwärmung das Risiko bei der Leishmaniose?

Durch die Klimaerwärmung verändern sich Lebensbedingungen in Mitteleuropa, was die Ansiedlung von Vektoren wie Sandfliegen begünstigt und das Risiko für die Verbreitung der Leishmaniose kritischer werden lässt.

Welche Rolle spielen die YOPI-Gruppen in der Risikoanalyse?

Die YOPI-Gruppe (young, old, pregnant, immunosuppressed) ist besonders anfällig für Infektionen. Da tiergestützte Therapien oft bei geriatrischen Patienten stattfinden, ist für diese Personengruppe eine besonders sorgfältige Risikobewertung unabdingbar.

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Details

Titel
Das Zoonosepotential bei der Durchführung tiergestützter Therapie mit Hunden
Untertitel
Erstellung einer Risikoanalyse und Ausarbeitung von Maßnahmen zur Vorbeugung und Risikominimierung
Hochschule
St. Elizabeth University of Health & Social Sciences  (Universität)
Note
1,3
Autor
Nicolai Sternberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V322280
ISBN (eBook)
9783668216181
ISBN (Buch)
9783668216198
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zoonosepotential durchführung therapie hunden erstellung risikoanalyse ausarbeitung maßnahmen vorbeugung risikominimierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolai Sternberg (Autor:in), 2016, Das Zoonosepotential bei der Durchführung tiergestützter Therapie mit Hunden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322280
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Leseprobe aus  11  Seiten
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