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Semantik Alteuropas in "Die Gesellschaft der Gesellschaft" von Luhmann

Titel: Semantik Alteuropas in "Die Gesellschaft der Gesellschaft" von Luhmann

Seminararbeit , 2003 , 10 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Frank Christian Petersen (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Semantik Alteuropas: Ontologie

Niklas Luhmann definiert in seiner Abhandlung über die Semantik Alteuropas aus „Die Gesellschaft der Gesellschaft“ das Gedankengut Alteuropas als römisch, griechisch und christlich geprägt, eine alteuropäische Tradition, die sich bis in unsere moderne Gesellschaft erhalten hat und in ihr weiter wirkt.

Aber, so Luhmann, „die alteuropäische Tradition ist in einer Gesellschaft entstanden, die heute nicht mehr existiert“.

Die Geschlossenheit mit ihrer religiösen Kontrolle und der Reichtum der Begrifflichkeiten der alteuropäischen Tradition, so Luhmann, resultiert primär aus einer stratifikatorischen Differenzierung als auch einer Differenzierung in Zentrum/Peripherie, wobei die stratifikatorische Einteilung etwa der Systematik -von oben nach unten- Adel , Klerus, Bürger, Bauern und Arbeiter etc. entspricht, während die Unterscheidung Zentrum /Peripherie sich auf das Verhältnis Stadt/Land bezieht, also eine machtzentrierte, hierarchische Beschreibung darstellt.

„Die Differenzierungsform sah jeweils eine konkurrenzfreie Position für die richtige Beschreibung der Welt und der Gesellschaft vor, nämlich die Spitze der Hierarchie, den Geburtsadel, und das Zentrum der Gesellschaft, die Stadt.“
[...]

Leseprobe


Gliederung

1. Semantik Alteuropas: Ontologie

2. Semantik Alteuropas: Das Ganze und seine Teile

3. Systemtheoretische Denkansätze

(oder: Vom „Oben nach Unten“ zum „Innen und Außen“)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Semantik Alteuropas, wie sie Niklas Luhmann in seinem Werk „Die Gesellschaft der Gesellschaft“ beschreibt, und kontrastiert dieses vormoderne, ontologische Weltbild mit den systemtheoretischen Ansätzen der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft.

  • Die ontologische Grundlage der vormodernen Gesellschaft (Sein vs. Nichtsein).
  • Die hierarchische Stratifikation der alteuropäischen Weltordnung (Zentrum/Peripherie).
  • Die Semantik des „Ganzen und seiner Teile“ als Paradigma der gesellschaftlichen Selbstbeschreibung.
  • Der Übergang zur systemtheoretischen Differenz von System und Umwelt.
  • Die Ablösung teleologischer Entwicklungsvorstellungen durch moderne funktionale Differenzierung.

Auszug aus dem Buch

1. Semantik Alteuropas: Ontologie

Niklas Luhmann definiert in seiner Abhandlung über die Semantik Alteuropas aus „Die Gesellschaft der Gesellschaft“ das Gedankengut Alteuropas als römisch, griechisch und christlich geprägt, eine alteuropäische Tradition, die sich bis in unsere moderne Gesellschaft erhalten hat und in ihr weiter wirkt.

Aber, so Luhmann, „die alteuropäische Tradition ist in einer Gesellschaft entstanden, die heute nicht mehr existiert“.

Die Geschlossenheit mit ihrer religiösen Kontrolle und der Reichtum der Begrifflichkeiten der alteuropäischen Tradition, so Luhmann, resultiert primär aus einer stratifikatorischen Differenzierung als auch einer Differenzierung in Zentrum/Peripherie, wobei die stratifikatorische Einteilung etwa der Systematik -von oben nach unten- Adel , Klerus, Bürger, Bauern und Arbeiter etc. entspricht, während die Unterscheidung Zentrum /Peripherie sich auf das Verhältnis Stadt/Land bezieht, also eine machtzentrierte, hierarchische Beschreibung darstellt.

„Die Differenzierungsform sah jeweils eine konkurrenzfreie Position für die richtige Beschreibung der Welt und der Gesellschaft vor, nämlich die Spitze der Hierarchie, den Geburtsadel, und das Zentrum der Gesellschaft, die Stadt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Semantik Alteuropas: Ontologie: Dieses Kapitel erläutert, wie die vormoderne Gesellschaft durch eine ontologische Welteinstellung geprägt war, die auf der binären Unterscheidung von Sein und Nichtsein basierte.

2. Semantik Alteuropas: Das Ganze und seine Teile: Hier wird analysiert, wie die gesellschaftliche Selbstbeschreibung durch die Paradoxie einer Einheit geprägt war, die zugleich als Ganzes und in seinen Einzelteilen existiert.

3. Systemtheoretische Denkansätze (oder: Vom „Oben nach Unten“ zum „Innen und Außen“): Dieses Kapitel kontrastiert das überholte ontologische Weltbild mit Luhmanns Systemtheorie, die Gesellschaft als funktional differenzierte Systeme und Umwelten beschreibt.

Schlüsselwörter

Semantik, Alteuropa, Niklas Luhmann, Systemtheorie, Ontologie, Stratifikation, Differenzierung, Ganzes, Teile, Autopoiesis, Kommunikation, Innen, Außen, Komplexität, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der gesellschaftlichen Selbstbeschreibung von der alteuropäischen Ontologie hin zur modernen systemtheoretischen Perspektive Niklas Luhmanns.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen das ontologische Sein/Nichtsein-Schema, die stratifikatorische Gesellschaftshierarchie und der Übergang von einer hierarchischen Zentrierung zur funktionalen Differenzierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die kategorialen Verschiebungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu verdeutlichen, insbesondere den Weg von der teleologischen Apotheose zum autopoietischen System.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der theoretischen Analyse und Rekonstruktion systemtheoretischer Begriffe aus Luhmanns Hauptwerk „Die Gesellschaft der Gesellschaft“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ontologische Fundierung Alteuropas, die Logik des Ganzen und seiner Teile sowie die systemtheoretische Neubewertung durch die Innen/Außen-Differenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Systemtheorie, Ontologie, Stratifikation, Autopoiesis und funktionale Differenzierung definiert.

Inwiefern hat sich die Rolle des Menschen laut Luhmann verändert?

Der Mensch ist laut der hier referierten Sichtweise aus dem Zentrum der Gesellschaft verschoben worden und wird nun als Bewusstseinssystem unter vielen anderen Systemen verstanden.

Warum greift die alteuropäische Logik laut dem Autor heute nicht mehr?

Aufgrund der zunehmenden Komplexität und funktionalen Ausdifferenzierung der modernen Gesellschaft reicht ein einfaches „Oben-Unten“- oder „Gut-Böse“-Schema zur Beschreibung sozialer Realität nicht mehr aus.

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Details

Titel
Semantik Alteuropas in "Die Gesellschaft der Gesellschaft" von Luhmann
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Soziologie)
Veranstaltung
Seminar zur Systemtheorie Luhmanns
Note
sehr gut
Autor
Frank Christian Petersen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V32229
ISBN (eBook)
9783638330008
ISBN (Buch)
9783640859108
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semantik Alteuropas Gesellschaft Luhmann Seminar Systemtheorie Luhmanns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frank Christian Petersen (Autor:in), 2003, Semantik Alteuropas in "Die Gesellschaft der Gesellschaft" von Luhmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32229
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Leseprobe aus  10  Seiten
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