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Haben Kinder das Recht auf religiöse Erziehung?

Geschichte, rechtlicher Rahmen, Inhalte und Formen

Title: Haben Kinder das Recht auf religiöse Erziehung?

Term Paper , 2016 , 17 Pages

Autor:in: Dimitri Minakov (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befast sich mit der Frage, ob Kinder ein Recht auf religiöse Erziehung haben. Dabei liegt der Fokus dieser Hausarbeit darauf, anhand einschlägiger Literaturrecherche den LeserInnen einen Einblick in die religiöse Kindererziehung aus der Sicht einiger Religionspädagogen aus dem deutschsprachigen Raum zu verschaffen. Zuerst werde ich den Religionsbegriff aus christlicher Sicht erklären.

Danach wird ein kurzer Blick auf den historischen Hintergrund religiöser Erziehung geworfen. Im folgenden Kapitel werde ich den rechtlichen Rahmen für religiöse Erziehung darstellen, welcher bei diesem Thema ebenso ins Gewicht fällt.

Anschließend werde ich die Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson sowie religiöses Verständnis von Kindern im Vorschulalter aufzeigen. Im Weiteren möchte ich Inhalte und Formen religiöser Erziehung schildern (ohne jedoch den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben), die an vier bekannten Lernorten praktiziert werden. Außerdem ist kurz auf die Hilfestellungen einzugehen, die Kinder bei ihren Lebens- und Glaubensfragen benötigen.

Zuletzt möchte ich das Ziel der religiösen Erziehung anhand der Aussagen der Religionspädagogen formulieren und dazu sieben Perspektiven nach Friedrich Schweitzer zeigen, wie Kinder von religiöser Erziehung profitieren können. Schließlich werde ich im Fazit meine persönliche Stellung zu diesem Thema beziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Religionsbegriff

3 Geschichtlicher Hintergrund religiöser Erziehung

3.1 Altes Testament

3.2 Neues Testament

4 Rechtliche Rahmen für religiöse Erziehung

5 Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson und religiöses Verständnis von Kindern im Vorschulalter

5.1 Negative Gottesbilder und Gottesvorstellungen

6 Inhalte und Formen religiöser Erziehung

6.1 Lernort Familie

6.2 Lernort Kindertagesstätte

6.3 Lernorte Schule und Kirchengemeinde

7 Das Ziel religiöser Erziehung

8 Wie die Kinder von religiöser Erziehung profitieren können

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob Kinder ein grundlegendes Recht auf religiöse Erziehung haben. Dabei analysiert der Autor die Rolle religiöser Erziehung im Kontext der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung, beleuchtet historische sowie rechtliche Hintergründe und identifiziert verschiedene Lernorte, an denen Kinder bei ihren Lebens- und Glaubensfragen begleitet werden können.

  • Religionspädagogische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
  • Historische und rechtliche Dimensionen religiöser Kindererziehung
  • Einfluss der Persönlichkeitsentwicklung auf Gottesbilder im Vorschulalter
  • Religiöse Erziehung in Familie, Kindertagesstätte, Schule und Kirchengemeinde
  • Perspektiven und Nutzen religiöser Erziehung für die kindliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Altes Testament

Im Deuteronomium erinnert der Prophet Mose sein Volk an ein wichtiges Gebot Gottes, in dem es sich um die Unterweisung der Kinder handelt:

„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst... so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der Herr führte uns mit starker Hand aus Ägypten... Und der Herr hat uns geboten, alle diese Satzungen zu halten, dass wir den Herrn, unseren Gott, fürchten und es uns gut geht alle Tage und er uns am Leben erhält, wie es heute der Fall ist. Und es wird uns zur Gerechtigkeit dienen, wenn wir darauf achten, alle diese Gebote vor dem Herrn, unserem Gott, zu tun, wie er es uns geboten hat“ (5.Mo 6,6-7.21.24-25).

Als höchste Priorität des jüdischen Volkes stand unbegrenzte Hingabe mit ganzem Herzen an Gott. Diese liebevolle Beziehung zu Gott musste im täglichen Leben durch den Gehorsam gegenüber Gottes Gesetzen ausgedrückt und gelebt werden. Die Kinder sollten sich ihren Eltern unterordnen und später gleichwohl den nachfolgenden Generationen erzählen, was sie selbst mit Gott erlebten und wie dieser Schöpfergott ihr ganzes Volk aus der ägyptischen Sklaverei befreite.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, inwieweit Kinder in einer säkularisierten Gesellschaft ein Recht auf religiöse Erziehung haben und skizziert das Vorgehen der Arbeit.

2 Religionsbegriff: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Religion, Religiosität und religiöse Erziehung, wobei die subjektive Seite des Glaubens sowie der Einfluss von Fremderfahrung und Selbsterfahrung im Mittelpunkt stehen.

3 Geschichtlicher Hintergrund religiöser Erziehung: Hier wird der Ursprung religiöser Erziehung in der jüdisch-christlichen Tradition des Alten und Neuen Testaments hergeleitet.

4 Rechtliche Rahmen für religiöse Erziehung: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland, insbesondere das Gesetz über die religiöse Kindererziehung (RKEG) und die Religionsmündigkeit.

5 Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson und religiöses Verständnis von Kindern im Vorschulalter: Der Autor verknüpft Eriksons Entwicklungsphasen mit der Bildung von Gottesbildern und warnt vor negativen Folgen durch unbewältigte Krisen.

6 Inhalte und Formen religiöser Erziehung: Die vier Lernorte Familie, Kindertagesstätte, Schule und Kirchengemeinde werden hinsichtlich ihrer spezifischen Möglichkeiten zur religiösen Begleitung analysiert.

7 Das Ziel religiöser Erziehung: Im Fokus stehen hier die Zielsetzungen aus religionspädagogischer Sicht, die den Kindern Halt und Orientierung bei Lebensfragen geben sollen.

8 Wie die Kinder von religiöser Erziehung profitieren können: Anhand von sieben Perspektiven nach Friedrich Schweitzer wird aufgezeigt, wie religiöse Erziehung die kindliche Entwicklung, etwa in Bezug auf Resilienz und Wertebildung, konkret unterstützt.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz religiöser Erziehung als Begleitung für Lebens- und Glaubensfragen in einer pluralistischen Gesellschaft zusammen.

Schlüsselwörter

Religiöse Erziehung, Religionspädagogik, Kindheit, Persönlichkeitsentwicklung, E.H. Erikson, Gottesbild, Lernorte, Recht auf Religion, Glaubensfragen, Wertebildung, Lebenssinn, Religionsmündigkeit, Kindeswohl, Spiritualität, Pluralismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Berechtigung religiöser Erziehung von Kindern im deutschsprachigen Raum unter Berücksichtigung pädagogischer, rechtlicher und historischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Religion, die kindliche Entwicklung nach Erikson, die Rolle verschiedener Erziehungsinstitutionen sowie die positiven Auswirkungen religiöser Bildung auf das Kindeswohl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage „Haben Kinder das Recht auf religiöse Erziehung?“ anhand von Fachliteratur zu beantworten und Argumente für eine solche Förderung zu sammeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller religionspädagogischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Ursprünge, die rechtliche Situation, die psychologische Entwicklungspsychologie sowie konkrete Lernorte wie Familie und Kindertagesstätte erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen religiöse Erziehung, Persönlichkeitsentwicklung, Gottesbilder, Kindeswohl und Religionspädagogik.

Welche Rolle spielt der Lernort Familie bei der religiösen Erziehung?

Die Familie wird als wichtigste Instanz gesehen, in der durch Vorbilder, Gebete und gemeinsame Rituale die Basis für die spätere religiöse Entwicklung gelegt wird.

Was sind laut Karl Frielingsdorf problematische Gottesbilder?

Dazu zählen unter anderem der strafende Richtergott, der Todes-Gott, der Buchhalter- und Gesetzesgott sowie der überfordernde Leistungsgott, die allesamt belastend für die kindliche Entwicklung sein können.

Warum betont der Autor das Konzept der Resilienz?

Religiöse Erziehung wird als Schutzfaktor und Kraftquelle gesehen, die Kindern hilft, in schwierigen Lebensphasen Widerstandskraft zu entwickeln und Krisen besser zu bewältigen.

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Details

Title
Haben Kinder das Recht auf religiöse Erziehung?
Subtitle
Geschichte, rechtlicher Rahmen, Inhalte und Formen
College
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Author
Dimitri Minakov (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V322445
ISBN (eBook)
9783668212176
ISBN (Book)
9783668212183
Language
German
Tags
Religion Erziehung Erikson Gottesbilder Persönlichkeitsentwicklung Vorschulalter Familie Schule Kita Kirchengemeinde Recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitri Minakov (Author), 2016, Haben Kinder das Recht auf religiöse Erziehung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322445
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