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Gelungene soziale Integration? Ethnische Chinesen in Thailand

Title: Gelungene soziale Integration? Ethnische Chinesen in Thailand

Term Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Zora Bombach (Author)

Asian studies
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Wer bei der Bangkok Post arbeiten will, muss kein Thai beherrschen - dafür aber Mandarin. Ausschlaggebend hierfür ist die große chinesische Diaspora in Thailand. Diese Arbeit untersucht, inwieweit man die Integration ethnischer Chinesen in Thailand heute als erfolgreich ansehen kann. Dabei gilt es zunächst zu erörtern, was Integration bedeutet und was nach Meinung der hier ausgewählten Theorie der sozialen Integration nach Dieter FUCHS die entscheidenden Faktoren erfolgreicher aber auch gescheiterter Integration sind. Im zweiten Teil dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Migrationsgeschichte der ethnischen Chinesen in Siam und Thailand. Dabei wird eine allgemein gebräuchliche Unterteilung in drei Haupt-Perioden deutlich. Jede der drei Abschnitte zeichnet sich durch eine besondere thailändisch-chinesische Beziehung aus und macht die zeitliche Unterteilung einfach.

Im Hauptteil konzentriere ich mich auf den Stand der Integration ethnischer Chinesen im heutigen Thailand. Um Belege hierfür zu finden, ist es wichtig, verschiedenen Sichtweisen einzunehmen: Wie beurteilt die thailändische Regierung die Integration der Chinesen und wie sehen Thais diese Bevölkerungsgruppe? Was bedeutet es für Chinesen, „Thai“ zu sein und wie beurteilen Forscher deren Integration?

Schließlich gilt es, eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu finden: Ist die Integration ethnischer Chinesen in Thailand gelungen, ist diese Bevölkerungsgruppe also sozial integriert? Hier nehme ich vorweg, dass sich die untersuchte Bevölkerungsgruppe völlig neue Dimensionen eröffnet hat - Dimensionen die im wissenschaftlichen Diskurs vor mehr als 50 Jahren, der vor allem von der Assimilationstheorie G. William Skinners geprägt war, unvorstellbar waren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Integration – Begriffsklärung

2.1 Faktoren erfolgreicher sozialer Integration nach Fuchs

2.2 Faktoren gescheiterter sozialer Integration nach Fuchs

3. Migrationsgeschichte der ethnischen Chinesen in Siam und Thailand

4. Integration ethnischer Chinesen heute

4.1 Aus Sicht der thailändischen Regierung

4.1.1 Die thailändische Verfassung von 2007

4.1.2 Der elfte National Economic and Social Development Plan

4.2 Aus Sicht der thailändischen Bevölkerung

4.3 Aus Sicht der Chinesen und Sino-Thais

5. Fuchs' Definition und der Integrationsstand der Chinesen

6. Schlussfolgerung und Ausblick auf mögliche Entwicklungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Integration der ethnischen Chinesen in Thailand als erfolgreich betrachtet werden kann, indem sie theoretische Ansätze zur sozialen Integration nach Dieter Fuchs auf die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Status dieser Bevölkerungsgruppe anwendet.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen sozialer Integration
  • Historischer Abriss der Migrationsgeschichte in Siam und Thailand
  • Untersuchung der Integrationsperspektiven von Regierung, Bevölkerung und der chinesischen Minderheit
  • Evaluierung der aktuellen Integrationssituation auf Basis soziologischer Definitionen
  • Reflexion über Hybrid-Identitäten und Assimilationsprozesse

Auszug aus dem Buch

3. Migrationsgeschichte der ethnischen Chinesen in Siam und Thailand

Die Anfänge der Chinesen als Migranten in Thailand liegen weit zurück: Nach jahrhundertelangen Völkerwanderungen in das Gebiet des heutigen Thailands und Vermischungen der Vorfahren der heutigen Chinesen mit südostasiatischen Völkern in diesem Raum, kam es ab 1782 zu einer ersten größeren Einwanderungswelle der Chinesen im einstigen Siam (WALWIPHA 1995: 44). Der damalige Herrscher, König Taksin, war selbst halb chinesischer, halb thailändischer Abstammung. Den früh nach Thailand eingewanderten Migranten folgte eine weitere große Einwanderungswelle zwischen 1918 und 1955, als das aufstrebende Königreich dringend Arbeitskräfte benötigte (WALWIPHA 1995: 44).

Die Migrationsgeschichte der Chinesen ist nicht nur geprägt von der tatsächlichen Anzahl ankommender Chinesen, sondern auch von den sich immer wieder ändernden thai-chinesischen Beziehungen. Ansil RAMSAY unterteilt die Geschichte dieses Konnexes in drei Abschnitte:

In the first period, which extended up through the first decade of the twentieth century, there was no “Chinese Problem” because there was no Chineseness as this concept is currently understood. […] The second period lasted from the reign of King Rama VI (1910-1925) into the 1970s and was marked by considerable official suspicion of Chinese and hostile policies toward them. The last period is marked by increased economic power of ethnic Chinese businesspeople, movements toward democratic politics, and political reconciliation and trade with China. (RAMSAY 2001: 57)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Autorin dar und erläutert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen bei der Untersuchung der chinesischen Integration in Thailand.

2. Soziale Integration – Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der sozialen Integration anhand der Theorie von Dieter Fuchs und legt die Kriterien für den Erfolg oder das Scheitern von Integration fest.

3. Migrationsgeschichte der ethnischen Chinesen in Siam und Thailand: Es erfolgt eine historische Einordnung der chinesischen Einwanderung nach Thailand unterteilt in drei maßgebliche Perioden.

4. Integration ethnischer Chinesen heute: Das Kapitel beleuchtet den aktuellen Integrationsstatus aus den unterschiedlichen Perspektiven der thailändischen Regierung, der einheimischen Bevölkerung sowie der chinesischen Gemeinschaft selbst.

5. Fuchs' Definition und der Integrationsstand der Chinesen: Hier werden die theoretischen Vorgaben aus Kapitel 2 auf die realen Beobachtungen der aktuellen Situation angewendet, um den Integrationsstand kritisch zu würdigen.

6. Schlussfolgerung und Ausblick auf mögliche Entwicklungen: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei das Phänomen der Hybrid-Identität als zukunftsweisendes Modell hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Soziale Integration, Ethnische Chinesen, Thailand, Migration, Assimilation, Thainess, Chineseness, Hybrid-Identität, Dieter Fuchs, Wirtschaftsmacht, Minderheit, Identitätspolitik, Guanxi, Staging, Kulturkontakt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziale Integration ethnischer Chinesen in Thailand und prüft, ob diese als gelungen bezeichnet werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Definition von Integration, die historische Einwanderungsgeschichte sowie die heutige Wahrnehmung der chinesisch-stämmigen Bevölkerung durch verschiedene gesellschaftliche Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Integrationsstand der Chinesen in Thailand vor dem Hintergrund der Integrationstheorie von Dieter Fuchs kritisch zu hinterfragen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Anwendung soziologischer Begriffsdefinitionen auf historische und aktuelle Gegebenheiten im thailändischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Migrationsphasen sowie eine Untersuchung der aktuellen Integrationsbedingungen aus Sicht von Staat, Bevölkerung und den Chinesen selbst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Thainess", "Chineseness", "Hybrid-Identität", "Assimilation" und "soziale Integration" charakterisiert.

Welche Rolle spielen die "guanxi" in der Arbeit?

Die Autorin erwähnt guanxi als Beispiel für soziale Werte, die von chinesischer Seite trotz einer Anpassung an die thailändische Gesellschaft weiterhin gepflegt werden.

Wie bewertet die Arbeit das Konzept der Assimilation für die Chinesen in Thailand?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die klassische Theorie der Assimilation auf die Chinesen nicht anwendbar ist, da sie vielmehr eine eigene Nische und eine Hybrid-Identität entwickelt haben.

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Details

Title
Gelungene soziale Integration? Ethnische Chinesen in Thailand
College
University of Bonn  (Institut für Orient- und Asienwissenschaften)
Course
Geographien Südostasiens, Wissenschaftliches Arbeiten in den Asienwissenschaften
Grade
1,0
Author
Zora Bombach (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V322599
ISBN (eBook)
9783668213609
ISBN (Book)
9783668216112
Language
German
Tags
Diaspora Chinesen Thailand Integration Assimilation staging Konflikt soziale Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zora Bombach (Author), 2012, Gelungene soziale Integration? Ethnische Chinesen in Thailand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322599
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