In meiner Seminararbeit mit dem Thema "Zuwanderung und ihre Auswirkungen auf die Jugendkriminalität - Erscheinungsformen, Hintergründe und Prävention" möchte ich untersuchen, inwieweit sich ausländische Jugendliche beziehungsweise Jugendliche mit Migrationshintergrund kriminell verhalten und wie es sich auf die polizeiliche Kriminalstatistik auswirkt. Desweiteren werde ich nach möglichen Gründen für ein delinquentes Verhalten von Jugendlichen suchen.
Da ich selber Migrationshintergrund habe, werde ich hierbei auch meine eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Ein weiterer Teil meiner Arbeit wird daraus bestehen, die verschiedenen staatlichen und sozialen Projekte, wie "Kurve kriegen", etc., vorzustellen und ihre Auswirkungen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität zu untersuchen.
Inhaltlich werde ich diese Arbeit wie folgt aufbauen: Begriffsklärung der Jugendkriminalität, Ursachenforschung für Jugendkriminalität (besonders die der "ausländischen" Jugendlichen), Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik, Projekte zur Prävention und ein abschließendes Fazit.
Mit Hilfe dieser Arbeit versuche ich, die Ursachen dafür zu verstehen und erhoffe mir mit dem neu erlangten Wissen der Präventionsansätze auch im Berufsalltag den delinquenten Jugendlichen beratend zur Seite stehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Jugendkriminalität
2.1 Begriffserklärung
2.2 Ursachen
2.3 Bezug auf ausländische Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund
2.4 Polizeiliche Kriminalstatistik
3. Projekte zur Prävention
3.1 Das Projekt "Kurve kriegen"
3.1.1 Praxisbeispiele
3.1.2 Bilanz
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Jugendkriminalität, beleuchtet die Hintergründe delinquentem Verhaltens und analysiert staatliche Präventionsansätze wie das Projekt "Kurve kriegen".
- Analyse der Ursachen von Jugendkriminalität unter besonderer Berücksichtigung des Migrationshintergrunds.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).
- Vorstellung und Bewertung von Präventionsmaßnahmen für delinquente Kinder und Jugendliche.
- Diskussion über die Bedeutung von Integration und sozialen Faktoren für die Kriminalitätsprävention.
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Projekt "Kurve kriegen":
Zur Verhinderung und Prävention von Jugendkriminalität hat das Land Nordrhein-Westfalen und die Polizei NRW im Jahr 2011 das Projekt "Kurve kriegen - dem Leben eine neue Richtung geben" ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es Straftaten von Kindern und Jugendlichen einzudämmen und das dauerhafte Abrutschen in die Kriminalität zu verhindern. Der Grund- und Leitgedanke der diesem Projekt als Vorlage dient ist, dass frühe Hilfe für delinquente Kinder und Jugendliche effektiver ist als späte Härte. Die Umsetzung soll in einem Dreier-Schritt erfolgen: Die Erkennung der Gefahr, das gemeinsame und frühzeitige Helfen und das Dabeibleiben.
Die Zielgruppe sind strafunmündige Kinder, also 8-14 Jährige, da hier die Aussicht auf Erfolg am höchsten ist. Diese Kinder müssen für die Aufnahme in dieses Projekt mindestens eine begangene rechtswidrige Gewalttat oder drei begangene schwere Eigentumsdelikte in Verbindung mit schweren Lebensumständen der Kinder und Jugendlichen auf dem "Kerbholz" haben. Zudem sind meistens auch individuelle Probleme der delinquenten Kinder vorhanden, wie zum Beispiel familiäre, soziale und persönlichkeitsbezogene Probleme, die die Neigung zur Kriminalität fördern. In der Praxis sollen diese Probleme frühzeitig, kompetent, gemeinsam und individuell behandelt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor stellt die Zielsetzung und den persönlichen Bezug zum Thema sowie den Aufbau der Seminararbeit vor.
2. Jugendkriminalität: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, analysiert Ursachen für delinquentes Verhalten und untersucht kritisch die Rolle des Migrationshintergrunds sowie die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik.
3. Projekte zur Prävention: Es werden verschiedene Präventionsmodelle vorgestellt, wobei der Fokus auf dem NRW-Projekt "Kurve kriegen" mitsamt dessen methodischem Vorgehen, Praxisbeispielen und einer ersten Erfolgsbilanz liegt.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass individuelle soziale Faktoren entscheidender als der Migrationshintergrund sind und präventive Projekte wie "Kurve kriegen" einen wertvollen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung leisten.
Schlüsselwörter
Jugendkriminalität, Zuwanderung, Migrationshintergrund, Kriminalitätsprävention, Kurve kriegen, Polizeiliche Kriminalstatistik, Delinquenz, Sozialisation, Integration, Risikofaktoren, Strafmündigkeit, Jugendhilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Erscheinungsformen, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten von Jugendkriminalität unter spezieller Betrachtung der Auswirkungen von Zuwanderung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Jugendkriminalität, die Analyse von Risikofaktoren im sozialen Umfeld, die statistische Erfassung von Tatverdächtigen und die Evaluation von Präventionsprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen von Jugendkriminalität zu entwickeln, um im Berufsalltag als Polizeibeamter präventiv und beratend tätig werden zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, offiziellen Statistiken und der Evaluierung staatlicher Präventionsprogramme basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenforschung, eine kritische Betrachtung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sowie eine detaillierte Vorstellung des Projekts "Kurve kriegen".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Jugendkriminalität, Migrationshintergrund, Prävention und soziale Integration charakterisiert.
Warum wird im Projekt "Kurve kriegen" ein Risikoscreening durchgeführt?
Das Risikoscreening dient dazu, Kinder, die gefährdet sind, Intensivtäter zu werden, frühzeitig zu identifizieren, um ihnen rechtzeitig Unterstützungsangebote unterbreiten zu können.
Welche Rolle spielt die Familie im Projekt "Kurve kriegen"?
Die Familie steht neben dem Jugendlichen im Fokus, da durch Eltern-Coaching und andere Maßnahmen ein stabileres Umfeld geschaffen werden soll, um die Entwicklung des Kindes nachhaltig positiv zu beeinflussen.
- Arbeit zitieren
- Andi Müller (Autor:in), 2015, Zuwanderung und ihre Auswirkungen auf die Jugendkriminalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322601