Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion


Masterarbeit, 2016
102 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Herauskristallisierung und Stellenwert der Themenstellung
1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Der Euro als Resultat der europaischen Wahrungsunion
2.1 Das Konstrukt einer Wahrungsunion
2.1.1 DefinitionWahrungsunion und Optimalitat
2.1.2 Wirtschaftliche Anreize sowie Kosten der Einheitswahrung
2.1.3 Politische Motivation
2.1.4 Rechtliche Grundlagen innerhalb der EU
2.1.5 Anfangliches Stimmungsbild privater Haushalte
2.2 Entstehung der europaischen Wahrungsunion
2.2.1 ImplementationderGemeinschaftswahrung
2.2.1.1 Konvergenzkriterien
2.2.1.2PraktischeUmsetzung
2.2.2 Erweiterung derWahrungsunion
2.2.3 Grundlegende Fehlkonstruktionen
2.2.4 Exklusion einiger europaischer Lander

3. Die Euro Krise
3.1 Analyse der Ursachen anhand derWirtschaftsleistung der PIIGS-Staaten
3.1.1 Portugal
3.1.2 Irland
3.1.3 Italien
3.1.4 Griechenland
3.1.5 Spanien
3.1.6 Deutschland im Vergleich zu den PIIGS-Staaten
3.2 Verlauf der Krise
3.2.1 Finanzkrise
3.2.2 Griechenlandkrise
3.3 Die Rolle der Europaischen Zentralbank
3.3.1 Institutionelle Abgrenzung und Originares Mandat
3.3.2 Leitungsorgane der EZB
3.3.3 Geldpolitische Instrumentarien
3.3.3.1 Offenmarktgeschafte
3.3.3.2 Standige Fazilitaten
3.3.3.3 Mindestreservepolitik
3.3.4 Unabhangigkeit der EZB
3.4 Der Euro-Rettungsschirm
3.4.1 Begriffsabgrenzung
3.4.2 Europaischer Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM)
3.4.3 Europaische Finanzstabilisierungsfazilitat (EFSF)
3.4.4 Europaischer Stabilitatsmechanismus (ESM)

4. Kritische Beurteilung moglicher Reformmodelle zur Uberwindung der Krise
4.1 Die Wahrungsunion als Transferunion
4.2 Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten
4.3 Nord- und Sudeuro
4.4 Einfuhrung einer Parallelwahrung zum Euro
4.5 Einfuhrung einer Europasteuer
4.6 Implementierung eines europaischen Finanzministers
4.7 Ausscheiden aufZeit
4.8 Insolvenzregime fur zahlungsunfahige Staaten
4.9 Ein Europa nach amerikanischem Vorbild

5. Fazit und Ausblick

Quellenverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle T1: Konvergenzkriterien der Eurozone

Tabelle T2: Einfuhrung der Konvergenzkriterien der Euro Mitgliedslander 1998

Tabelle T3: Die Konvergenzkriterien von Maastricht in den neuen Mitgliedslandem (Stand 2003)

Tabelle T4: EU-Mitglieder sowie Mitglieder der Euro-Zone

Tabelle T5: BIP Divergenzen der PIIGS-Staaten und Deutschland.

Tabelle T6: Differenzen der Arbeitslosenquoten der PIIGS-Staaten und Deutschland

Tabelle T7: Staatsschuldenquote der PIIGS-Staaten und Deutschland

Tabelle T8: Geschaftsarten des Offenmarktgeschaftes

Abbildungsverzeichnis

Abbildung A1: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro

Abbildung A2: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro klassifiziert in Ost und West

Abbildung A3: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro differenziert nach Alter und Geschlecht

Abbildung A4: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro klassifiziert nach Berufsgruppen

Abbildung A5: Leistungsbilanzenje Quartal von Deutschland, Frankreich und den PIIGS-Staaten in Mrd. Euro

Abbildung A6: Reale, effektive Wechselkurse, 1994-2010

Abbildung A7: Die Rendite zehnjahriger Staatsanleihen ausgewahlter Lander weltweit

Abbildung A8: Reales BIP-Wachstum in Portugal in Milliarden USD

Abbildung A9: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Portugal

Abbildung A10: Staatsverschuldung Portugals von 2004-2015 in Milliarden Euro

Abbildung All: Entwicklung des BIP in Irland in Milliarden USD

Abbildung A12: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Irland

Abbildung A13: Staatsverschuldung Irlands von 2004-2015 in Milliarden Euro

Abbildung A14: Entwicklung des BIP in Italien 2004-2015

Abbildung A15: Entwicklung des Schuldenstandes in Italien 2004-2015

Abbildung A16: Entwicklung derArbeitslosenquote in Italien 2004-2015

Abbildung A17: Staatsschuldenstand Griechenlands in Mrd. Euro

Abbildung A18: Lohnstuckkosten in Griechenland und Deutschland

Abbildung A19: Die Entwicklung des BIP in Griechenland in Milliarden USD

Abbildung A20: Entwicklung derArbeitslosenquote in Griechenland

Abbildung A21: Entwicklung des BIP in Spanien in Milliarden USD

Abbildung A22: Lohnstuckkostenvergleich

Abbildung A23: Entwicklung der Staatsverschuldung Spaniens von 2004-2015

Abbildung A24: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Spanien von 2004-2015

Abbildung A25: Exporte aus Deutschland in Mrd. Euro selektiert nach Guterabteilungen

Abbildung A26: Entwicklung des BIP in Deutschland in Mrd. Euro

Abbildung A27: Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland.

Abbildung A28: Brutto-Target-Forderungen und Brutto-ISA-Fordemngen (2003-2012)

1. Einleitung

1.1 Herauskristallisierung und Stellenwert der Themenstellung

Der Euro, welcher sukzessiv von 1999 - 2002 eingefuhrt worden ist, gait originar als das Symbol fur die europaische Integration von Wirtschaft und Politik im Euro-Wahrungsraum. Aus diesem Grund sollte die Gemeinschaftswahrung vor alien Dingen als Erganzung des Binnenmarktes innerhalb der Europaischen Union dienen und folglich dessen Effizienz steigem. Daruber hinaus erhoht eine Gemeinschaftswahrung die Preistransparenz, Wahrungswechselkosten entfallen, die Wirtschaft wird vorangetrieben und der intemationale Handel vereinfacht.1 Doch, dass der Euro daruberhinausgehend weitaus mehr Potenzial impliziert, betonte Angela Merkel in ihrer Rede zum 10. Jahrestag der Europaischen Zentralbank (EZB) am 3. Juni 2008: ,,Der Euro ist nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg. Er wirkt auch weit uber den Rahmen der Geldpolitik hinaus. Heute zahlen etwa 320 Millionen Menschen mit der gleichen Wahrung. Damit teilen sie etwas Alltagliches. Das stiftet Identitat. So ist der Euro auch Symbol und Motor des Zusammenwachsens und Zusammenlebens in Europa. "2

Demgegenuber weist eine europaische Gemeinschaftswahrung jedoch auch Nachteile auf, denen sich Kritiker ebenso von Beginn an widmeten. Denn, dass der Euro nicht nur positive Folgen nach sich ziehen konnte, konstatierte u.a. Ralf Dahrendorf3 bereits im Jahr 1995: "Die Wahrungsunion ist ein grofier Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet."4 Insbesondere im Nachgang zur Finanzkrise 2008 wurde deutlich, dass der Euro nicht fur alle Mitgliedslander zur Basis des wirtschaftlichen Erfolgs geworden ist, wie es die Theorie anfangs weitestgehend suggerierte. Vielmehr sind insbesondere strukturelle Probleme innerhalb einiger Euro-Mitgliedslander offensichtlich geworden, welche nachhaltig die Stabilitat und den Wert des Euro belasten sowie zu einigen Krisenherde innerhalb der gesamten Wahrungsunion fuhrten.

Diese Entwicklungen munden gegenwartig in eine gewisse Hilflosigkeit der beteiligten Institutionen und Politiker. Zudem verharten sich die Fronten zwischen Kritikem und Befurwortem, wobei sich Parolen wie „Europa braucht den Euro nicht.“5 bzw. „Scheitert der Euro, scheitertEuropa“6 etabliert haben.

1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Auf Grundlage der Relevanz dieser sehr komplexen und aktuellen Thematik wird sich die nachfolgende Arbeit insbesondere mit der kritischen Analyse moglicher Reformmodelle zur Starkung der Euro-Wahrungsunion beschaftigen. Zielsetzung hierbei ist es, Modelle zu erarbeiten, welche zu einer Losung der gegenwartigen Krisensituation beitragen und anfangliche Fehlkonstruktionen annullieren konnen.

Zu Beginn werden dazu in Kapitel zwei die theoretischen Grundlagen einer Wahrungsunion vorgestellt sowie der individuelle Entstehungsprozess der europaischen Gemeinschaftswahrung expliziert. In Kapitel drei wird die Eurokrise detaillierter analysiert, wobei Ursachen definiert werden und der Verlauf der Krise dargestellt wird. Des Weiteren werden die Rolle der Europaischen Zentralbank untersucht und MaBnahmen des Euro-Rettungsschirms verdeutlicht. Der Fokus dieser Masterarbeit liegt auf den Ausfuhrungen des vierten Kapitels, in dem mogliche Reformmodelle zur Uberwindung der Krise kritisch beurteilt werden. AbschlieBend folgen ein Fazit sowie ein Ausblick.

2. Der Euro als Resultat der europaischen Wahrungsunion

2.1 Das Konstrukt einer Wahrungsunion

2.1.1 Definition Wahrungsunion und Optimalitat

Die Grundidee einer Wahrungsunion besteht in dem Zusammenschluss souveraner Staaten mit unterschiedlichen Wahrungen zu einem einheitlichen Wahrungsraum.7 Dieses Wahrungsgebiet ist durch unwiderruflich fixierte Wechselkurse zwischen den Staaten gekennzeichnet oder basiert auf einer einheitlichen Wahrung.8 Die Auswahl des entsprechenden Wechselkurssystems ist insbesondere relevant, um die Optimalitat eines Wahrungsraumes bestimmen zu konnen, welche als zentrales Element einer Wahrungsunion angesehen wird.9 Vordergrundig ist hierbei das Streben nach einer effizienten Ressourcenallokation sowie nach einem System, welche die nationale Volkswirtschaft bestmoglich vor extemen sowie intemen Schocks schutzt.10 Der Fokus liegt demnach auf dem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht, welches sich wiederum aus extemen sowie intemen Komponenten zusammensetzt.11

Das interne Gleichgewicht symbolisiert das Erreichen des optimalen Trade-off zwischen Inflation und Beschaftigung, wobei das exteme Gleichgewicht dann vorliegt, wenn das Zahlungsbilanzgleichgewicht erreicht ist.12 Dementsprechend wird versucht fur einen definierten Wahrungsraum das Wechselkursarrangement dahingehend festzulegen, dass bei niedriger Inflation und niedriger Arbeitslosigkeit auch eine moglichst ausgeglichene Zahlungsbilanz verwirklicht wird.13 Basierend auf diesen theoretischen Grundlagen haben sich einzelne Ansatze zur Definition eines optimalen Wahrungsraumes entwickelt, welche die ZielgroBen unterschiedlich gewichten.14 Diesbezuglich werden nachfolgend die drei traditionellen Ansatze nach Mundell, McKinnon sowie Kenen erlautert und anschliebend eine Auswahl daruberhinausgehender Komponenten prasentiert.

Mundell definierte bereits 1961, dass ein optimaler Wahrungsraum dann vorliegt, wenn eine hohe Faktormobilitat zwischen den Mitgliedslandem besteht. Denn in Regionen, zwischen denen Arbeitskraftemobilitat herrscht, konnen Wirkungen von Storungen ohne Einsatz eines Wechselkursmechanismus beseitigt werden.15 Wurden sich hingegen Lander mit geringer Faktormobilitat zusammenschlieben, waren Arbeitslosigkeit und Inflation die Folge.16

McKinnon erweiterte dieses Modell 1963 durch das Hinzufugen der Offenheitskomponente. Diese besagt, dass Arbeitnehmer in Landem mit einem hohen Offenheitsgrad, d.h. einer hohen Importquote, die Effekte einer Wahrungsabwertung auf ihre Kaufkraft wahmehmen und somit hohere Lohne durchsetzen.17 Demzufolge wird die durch die Abwertung verursachte Steigerung der Beschaftigung durch die folgende Lohanpassung annulliert und der Verlust des Wechselkursmechanismus ausgeglichen.18

Als ein zusatzliches Kriterium fur die Abgrenzung eines optimalen Wahrungsraumes gilt nach Kenen die Diversifikation der Exportprodukte eines Landes. Denn Nachfragestorungen, welche national innerhalb eines Exportsektors auftreten konnen, wirken weniger stark, je differenter die Sektoren sind. Daruber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nachfrageschock bei einem Produkt durch die positive Dynamik eines anderen Produktes kompensiert, umso hoher, je mehr Produkte ein Land herstellt und exportiert.19

Uberdies konnen weitere Faktoren definiert werden, welche uber die traditionellen Ansatze hinausgehen und die Optimalitat eines Wahrungsraumes zudem beeinflussen:20

- Preis- und Lohnflexibilitat
- Hoher Integrationsgrad der Kapital- und Gutermarkte der beteiligten Lander
- Fiskalischer Foderalismus
- Abstimmung der Wirtschaftspolitiken
- Konvergenz der Inflationsraten

Die Preis- und Lohnflexibilitat nach Friedmann bezieht sich auf flexible Lohne sowie Preise, welche sich bei sinkender/steigender Nachfrage automatisch nach unten/oben anpassen. Dadurch werden die Produkte eines Landes wettbewerbsfahiger, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Zahlungsbilanz verbessert sich.21 Des Weiteren ist gem. Tavlas ein hoher Integrationsgrad der Kapital- und Gutermarkte der beteiligten Lander von zentraler Bedeutung, um das Risiko asymmetrischer Schocks zu minimieren, welche eine Auf- bzw. Abwertung beanspruchen wurden.22 In Bezug auf den fiskalischen Foderalismus wird konstatiert, dass Transferzahlungen zwischen den einzelnen Mitgliedslandem zur Kompensation asymmetrischer Schocks beitragen konnen und somit den Verzicht auf den Wechselkursmechanismus ermoglichen. Dieses Kriterium birgt jedoch haufiger Konfliktpotenzial in sich, insofem lediglich von einer monetaren und nicht politischen Union ausgegangen werden kann.23 Demzufolge fordert Kindleberger eine einheitliche Wirtschaftspolitik innerhalb eines Wahrungsraumes, um die Optimalitat zu maximieren.24 Daruber hinaus konnen gem. Fleming konvergente Inflationsraten der Teilnehmerlander dazu beitragen, dass langfristig die Kaufkraftparitat innerhalb des Wahrungsgebietes sichergestellt werden kann.25

Inwiefem die Euro-Wahrungsunion dieser Auswahl an Kriterien zur Beurteilung der Optimalitat eines Wahrungsraumes gerecht werden kann, wird in Kapitel 2.2.3 detaillierter analysiert. Vorerst werden jedoch wirtschaftliche sowie politische Anreize fur die Implementierung einer Einheitswahrung naher betrachtet.

2.1.2 Wirtschaftliche Anreize sowie Kosten der Einheitswahrung

Die wirtschaftliche Motivation einer Wahrungsunion ist insbesondere mikrookonomischer Natur und fokussiert hauptsachlich den Wegfall von wechselkursbedingten Transaktionskosten innerhalb des europaischen Binnenmarktes.26

Diese Transaktionskostenerspamisse lassen sich in drei Arten differenzieren. Die Finanzintermediar-Kosten sind die Kosten, welche durch die Inanspruchnahme einer Dienstleistung fur den Umtausch von Wahrungen entstehen. Durch die Implementierung einer einheitlichen Wahrung kann auf diesen Service jedoch verzichtet werden, wodurch Untemehmen und Haushalte einen direkten Effizienzgewinn erzielen konnen.27 Die zweite Kostenkomponente bezeichnet die Absicherungskosten, welche durch Wechselkursschwankungen intemationaler Transaktionen eingeleitet werden. Zur Minimierung dieser Risiken konnen verschiedene Kapitalmarktinstrumente genutzt werden, dessen Notwendigkeit bei einer Einheitswahrung jedoch nicht mehr gegeben ist.28 Die dritte Kostenartart bezeichnet hingegen die direkten und indirekten Informationskosten uber zukunftige Wechselkursentwicklungen. Innerhalb einer Wahrungsunion sind Prognosen uber zukunftige Wechselkurse jedoch nicht mehr notwendig und fuhren zu einem weiteren Nutzengewinn.29 Die Realisierung dieser Kostenerspamisse sollte in Verbindung mit den weiteren Effekten eines europaischen Binnenmarktes hauptsachlich zu einer Steigerung der europaischen Wettbewerbsfahigkeit fuhren. Denn durch die Implementierung eines europaischen Binnenmarktes entstand ein groberer Absatzmarkt, auf welchem die Realisierung von Kosteneinsparungspotentialen in Bezug auf die Materialbeschaffung ausgenutzt werden konnte. Zudem wurde angenommen, dass die erhohte Konkurrenz zu einem verstarkten Innovationsdruck und folglich zu Preissenkungen fuhrt.30 Insgesamt wurde angestrebt, das Sozialprodukt der Lander der Europaischen Wahrungsunion (EWU) kontinuierlich um 0,5%- 1% per annum zu erhohen.31

Diesen wirtschaftlichen Vorteilen stehen jedoch die Kosten einer Wahrungsunion gegenuber, welche sich einerseits aus dem Verlust des Wechselkursinstrumentes sowie anderseits aus dem Autonomieverlust der Geldpolitik ergeben.32 Der Wechselkursmechanismus dient hauptsachlich als Instrument zur Kompensation von Wettbewerbsunterschieden, entfalltjedoch innerhalb einer Wahrungsunion.33 Dieser Verlust wird vor alien Dingen dann offensichtlich, wenn asymmetrische Schocks auftreten. Insofem die Anpassung nach einer Storung durch die Mobilitat von Produktionsfaktoren bzw. durch die Angleichung der Lohne und Preise erreicht werden kann, ist der Verlust dieses Wechselkursmechanismus von marginaler Bedeutung.34 Doch je heterogener die Praferenzen der Lander und somit die Ausrichtung der Wirtschaftspolitiken sind, desto relevanter wird der Verlust der nationalen Geldpolitik.35 Welche politischen Entwicklungen hingegen als Motivation fur die Implementierung einer Einheitswahrung galten, werden im Folgenden detaillierter expliziert.

Das System von Bretton Woods hatte in der Nachkriegszeit eine Weltwahrungsordnung mit stabilen Wechselkursen geschaffen. Dieses Ordnungssystem definierte fixe Wechselkurse, bei dem Mitgliedsstaaten eine festgelegte Paritat gegenuber dem US-Dollar (USD) besaBen. Der USD gait dabei als Reservewahrung und wurde zu einem Kurs von USD 35 pro Unze an den Goldstandard gebunden. Um den Wechselkurs nachhaltig stabil zu halten, waren die USA somit verpflichtet, jederzeit fur USD 35 Gold von anderen Mitgliedslandem zu kaufen bzw. zu verkaufen.36 Doch bereits in den 1950er Jahren zeigten sich zunehmend Tendenzen zu Leistungsbilanzuberschussen bzw. Ueistungsbilanzdefiziten in einigen Landem sowie Disparitaten der Inflationsraten. Diese gegenlaufigen Entwicklungen im festen Gefuge des Bretton Woods Systems fuhrten zu immer starkeren Spannungen innerhalb der Mitgliedslander. Diese Entwicklungen im Zusammenhang mit der zu starken Abhangigkeit von den USA fuhrten letztendlich zu dem Zusammenbruch der Wahrung im Jahr 1971, verbunden mit einer endgultigen Wechselkursfreigabe.37 AnschlieBend etablierten sich verschiedene regionale Wechselkursregime, die zu starken Wechselkursschwankungen fuhrten.38 Aus diesem Grund fuhrten die neun Mitgliedsstaaten der Europaischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) die Europaische Rechnungseinheit (ERE) ein, welche als Verrechnungswahrung der Gemeinschaft Anwendung fand.39 Der Wert einer ERE ergab sich als Summe der unterschiedlichen Gewichtungen der neun Mitgliedslander. Die einzelnen Gewichtungen waren dabei abhangig von diversen gesamtwirtschaftlichen Kriterien, wie z.B. dem nationalen Anteil am Bruttosozialprodukt der Europaischen Gemeinschaft oder dem Anteil des Staates am EG- Binnenhandel.40 Seit dem Inkrafttreten des Europaischen Wahrungssystems (EWS) 1979 wurde die ERE sukzessive durch die European Currency Unit abgelost.41 Dieser europaische Wahrungskorb entsprach in der Zusammensetzung der ERE, wurde jedoch alle funf Jahre angepasst.42 Als vorrangiges Ziel gait es, Wechselkursschwankungen zwischen den Mitgliedsstaaten innerhalb von bestimmten Schwankungsgrenzen (+/- 2,25) zu beschranken.43 Diese politischen Entwicklungen, welche als Vorlaufer der europaischen Einheitswahrung galten, mundeten 1992 in dem Vertrag von Maastricht mit welchem die Implementierung des Euro endgultig beschlossen worden ist. Die Motivation hierbei lag hauptsachlich darin, die Stabilitat Europas mit einer einheitlichen Wahrung weiter zu stutzen.44

2.1.4 Rechtliche Grundlagen innerhalb der EU

Die rechtlichen Grundlagen einer Euro-Wahrungsunion wurden 1992 mit dem Vertrag von Maastricht in den Artikeln 102a bis 109m schriftlich fixiert.45 Dort verstandigten sich die Mitgliedsstaaten der Europaischen Union (EU) nicht nur auf eine einheitliche Wirtschaftspolitik, sondem ebenso auf die Einfuhrung einer Einheitswahrung.46 Um sicherzustellen, dass der Ubergang zur neuen Wahrung im gesamten Eurogebiet einheitlich vollzogen wird, griff der europaische Gesetzgeber auf seine EU-Verordnungskompetenz zuruck.47

Dazu wurden in der ersten Verordnung Nr. 1103/97 des Rates vom 17.06.1997 Vorgaben zur Gewahrleistung der Kontinuitat der Vertrage und Regelungen zur Umrechnung und Rundung definiert.48 In der zweiten Verordnung der Europaischen Gemeinschaft (EG) 974/98 des Rates vom 03.05.1998 wurden die wesentlichen, wahrungsrechtlichen Weichen gestellt. Denn diese Verordnung beinhaltete Regelungen zur Ausgestaltung der Ubergangszeit und der Substitution der nationalen Wahrungen.49 Die Festlegung der offiziellen Umrechnungskurse erfolgte durch die dritte Verordnung (EG) Nr. 2866/98 des Rates vom 31.12.1998, welche 2001 durch die Aufnahme der Drachme emeut angepasst werden musste.50 Die weiteren Verordnungen (EG) 975/98 und Nr. 423/1999 regelten anschlieBend die Stuckelung sowie die technischen Merkmale des Euro-Umlaufs.51 Folglich trat der Euro zum 01.01.1999 mit den unwiderruflich fixierten Umrechnungskursen des Europaischen Rates an die Stelle der nationalen Wahrungen, befand sich aber bis zum 31.12.2001 noch in einer dauemden Ubergangsphase. Wahrend dieser Karenzzeit war es den Mitgliedslandem freigestellt, den Euro zu verwenden ohne dass aber eine Verpflichtung zu dessen Verwendung bestand. Erst ab dem 01.01.2002 existierte als Buchgeld ausschlieBlich der Euro, welcher bis zu dem 30.06.2002 ebenso das Bargeld aller Teilnehmerstaaten vollstandig substituierte.52

Mit dieser Einfuhrung der Einheitswahrung haben die Mitgliedsstaaten rechtlich gesehen ihre Wahrungshoheit jedoch nicht aufgegeben, sondem lediglich stillgelegt. Somit ist es gemaB der Auffassung fuhrender Verfassungsjuristen durchaus moglich, aus der Wahrungsunion wieder auszutreten. Ein solcher Austritt wurde jedoch ein formliches Austrittsverfahren beanspruchen, in welchem die Zustimmung aller anderen Mitglieder der EU gefordert ist. Dementsprechend gilt es in der Praxis als nahezu unmoglich, den Euro freiwillig oder auch unter Zwang wieder zu verlassen.53

Nachdem politische sowie auch wirtschaftliche Anreize erlautert worden sind, wird im Folgenden untersucht, wie sich das anfangliche Stimmungsbild privater Haushalte gegenuber dem Euro zusammensetzte. Diese Untersuchung wird aus Komplexitatsgrunden auf den geographischen Raum Deutschlands beschrankt.

2.1.5 Anfangliches Stimmungsbild privater Haushalte

Die nachfolgend dargestellten Ergebnisse basieren auf einer Analyse der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2002. Hierfur wurden 1.191 zufallig ausgewahlte wahlberechtigte Personen in Deutschland zu der neuen Gemeinschaftswahrung interviewt.54

Anhand der ersten Abbildung A1 lasst sich erkennen, dass zu Beginn der abgebildeten Untersuchungsreihe im April 2001 lediglich 41% der Probanden fur den Euro votierten, 54% diesen hingegen ablehnten. Diese Tendenz anderte sich jedoch bereits bis zum Februar 2002 dahingehend, dass die Euro-Kritiker mit nur 37% der Minderheit angehorten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung Al: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro.

Quelle: Vgl. Deutsche Bundesbank (2002), S. 3.

Diese allgemeine Betrachtung lasst sich noch weiter unterteilen und verdeutlicht, dass das Gesamtergebnis, in Abhangigkeit von diversen geographischen sowie auch demographischen Faktoren, stark schwankt. Demzufolge kann beispielsweise abgeleitet werden, dass die Euro-Einfuhrung in den Alten Bundeslandem mehrheitlich befurwortet wurde, in den Neuen Bundeslandemjedoch zu 49% als schlecht befunden worden ist:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A2: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro klassifiziert in Ost und West.

Quelle: Vgl. Deutsche Bundesbank (2002), S. 4.

Des Weiteren wurde eine Aufgliederung nach Alter und Geschlecht vorgenommen. Zu erkennen ist hierbei, dass die Befurwortung der Einheitswahrung im Vergleich zum Dezember 2001 im Februar 2002 zugenommen hat. Dieser deutliche Zuwachs ist insbesondere bei den weiblichen Teilnehmem zu beobachten, welche in der gesamten Euro-Zustimmung den mannlichen Probanden jedoch weiterhin unterlegen sind. Am Euro kritischsten sind gemaB dieser Abbildung Frauen in der Alterskategorie 60+, mit einer Zustimmungsquote im Februar 2002 von lediglich 50%:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A3: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro differenziert nach Alter und Geschlecht.

Alter und Geschlecht:

Einfuhrung des Euro finde ich gut

Quelle: Vgl. Deutsche Bundesbank (2002), S. 4.

Daruber hinaus scheint auch die Berufsgruppe der Befragten ausschlaggebend fur die Beurteilung der Einheitswahrung zu sein. Wahrend lediglich 49% der Facharbeiter im Februar 2002 ein positives Statement bezuglich der Euro-Einfuhrung abgaben, waren es bei leitenden Angestellten sowie hoheren Beamten bereits 71%. Interessant hierbei ist ebenso, dass sich die

Euro-Befurworter unter den Selbstandigen von Dezember 2001 zu Februar 2002 rucklaufig entwickelten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A4: Einschatzungen zur Einfuhrung des Euro klassifiziert nach Berufsgruppen.

Berufsgruppen:

Einfuhrung des Euro finde ich gut

Quelle: Vgl. Deutsche Bundesbank (2002), S. 5.

Unabhangig von dieser Zergliederung in einzelne Komponenten korreliert das Urteil zur Einfuhrung der Gemeinschaftswahrung auch stark mit der subjektiven Einschatzung der okonomischen Entwicklung Deutschlands. Demzufolge beurteilten die Bundesburger die Einfuhrung des Euro deutlich positiver, welche einen optimistischen Konjunkturverlauf erwarteten.

2.2 Entstehung der europaischen Wahrungsunion

2.2.1 Implementation der Gemeinschaftswahrung

2.2.1.1 Konvergenzkriterien

Um Mitglied der Einheitswahrung werden zu konnen, mussen diverse Kriterien erfullt werden, welche bereits 1992 im Vertrag von Maastricht formuliert und mit dem Vertrag von Lissabon in den Vertrag uber die Arbeitsweise der Europaischen Union (AEUV) integriert worden sind.55

Demzufolge finden sich die rechtlichen Grundlagen der Konvergenzkriterien in Artikel 140 des Vertrages der AEUV und sind zudem Bestandteil des Protokolls Nr. 13 im Anhang der Grundungsvertrage der EU.56 Diese Beitrittskriterien setzen sich wie folgt zusammen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle Tl: Konvergenzkriterien der Eurozone.

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Richter (2015), S. 1 und Dezenter (2014), S. 2.

Dass die gelebte Praxis schon zu Beginn der Euro-Einfuhrung deutlich von der Theorie abwich, wird in der folgenden Tabelle veranschaulicht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle T2: Erfullung der Konvergenzkriterien der Euro-Mitgliedslander 1998.

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Richter (2015), S. 1

Demzufolge lasst sich erkennen, dass kaum ein Land, bis auf Finnland, Frankreich und Luxemburg, in der Lage war, zu Beginn der Euro-Wahrungsunion alle Konvergenzkriterien zu erfullen. Auffallig hierbei ist insbesondere Griechenland, welches bereits 1998 alle Schwellenwerte deutlich uberschritten hatte. Nichtsdestotrotz wurden alle dieser dargestellten Lander, auch Griechenland im Jahr 2001, in den Wahrungsraum aufgenommen. Wie dieser Prozess ablief, wird im Folgenden analysiert.

2.2.1.2 Praktische Umsetzung

Die Einfuhrung einer europaischen Einheitswahrung wurde zwar 1992 mit dem Vertrag von Maastricht formell beschlossen, die praktische Implementierung gait jedoch noch als diskussionswurdig. Aus diesem Grund etablierten sich diverse Theorien, welche jeweils unterschiedliche Ansatze zur Euro-Einfuhrung aufzeigten.

Die bekanntesten hierbei sind die Kronungs- sowie die Lokomotivtheorie.57 Anhanger der Kronungstheorie vertraten die Meinung, dass eine Gemeinschaftswahrung erst als Kronung einer gemeinsamen politischen Union, d.h. einem europaischen Bundesstaat, eingefuhrt werden kann.58 Als Gegenstuck dazu entstand die Lokomotivtheorie bzw. die Basistheorie. Diese vertritt hingegen die Auffassung, dass eine gemeinsame Wahrung die europaische Integration weiter fordem kann und somit eine enge wirtschafts- sowie finanzpolitische Union zur Folge hatte.59 Die Voraussetzung der einen Theorie gait demzufolge als Ergebnis der Anderen. Das damalige Bundesbank Direktionsmitglied Otmar Issing wamte jedoch bereits 1996 deutlich vor den Ansatzen der Lokomotivtheorie: „Die Wahrungsunion als Schrittmacher der Politischen Union einsetzen zu wollen heifit, das Pferd vom Schwanze aufzaumen. Das kann nicht funktionieren“60 Nichtsdestotrotz setzte sich letztendlich die vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl angefuhrte Lokomotivtheorie durch.

Wie die rechtliche Umsetzung der Euro-Einfuhrung stattfand, wurde bereits ausreichend expliziert. Ebenso wurde analysiert, dass kaum ein Land der potentiellen Mitgliedsstaaten in der Lage war, zu Beginn der Wahrungsunion die Konvergenzkriterien, welche originar als Voraussetzung fur den Beitritt galten bzw. gelten, zu erfullen. Die sich daraus ergebende Problematik zeigt den weitreichenden Interpretationsspielraum, in dem beispielweise nicht genau definiert ist, ab wann die Annaherung an die Haushaltsstabilitat als hinreichend betrachtet werden kann. Fur diese Beurteilung existieren keine validen Instrumente und die Kriterien wurden dahingehend ausgelegt, sodass sie fur die potentiellen Beitrittslander als praktikabel und realisierbar angesehen worden sind. Falls die Einhaltung eines bestimmten Zeitraumes nicht sichergestellt werden konnte, wurde „vorubergehend“ neu interpretiert, wie es bis dato in nahezu alien Euro Mitgliedslandem zu beobachten ist. Somit stellen die Konvergenzkriterien allgemein betrachtet nicht viel mehr als ein formelles Placebo dar, da diese langst von fast alien Mitgliedslandem verletzt werden.61 Doch ebenso lasst sich die Frage stellen wie okonomisch fundiert die Beitrittskriterien sind. Warum darf der Schuldenstand z.B. maximal 60% des BIP erreicht haben und nicht 55% oder 65%? Auch dafur gibt es keine rechtskraftige Begrundung. Die Kriterien sollen somit lediglich demonstrieren, dass Regierungen und Lander in der Lage sind, die Euro-Reformen in eine flexible Volkswirtschaft umzusetzen und dabei auf den nominalen Wechselkurs zu verzichten. Dementsprechend dient es vielmehr als politische Rechtfertigung, sich an Regeln halten zu konnen.62

Inwiefem die Euro Wahrungsunion in den folgenden Jahren erweitert worden ist, wird in dem nachsten Unterkapitel erlautert.

2.2.2 Erweiterung der Wahrungsunion

Die Euro-Wahrungsunion, welche 1999 noch aus 11 Grundungsmitgliedem bestand, expandierte auf gegenwartig 19 Mitgliedsstaaten. Diese Erweiterung setzte sich aus den Landem Slowenien, Zypem, Malta, Slowakei, Estland, Lettland und Litauen zusammen. Die Aufnahmepolitik der Wahrungsunion blieb dahingehend unverandert, dass auch weiterhin auf eine strikte Einhaltung der Konvergenzkriterien verzichtet wurde, wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle T3: Die Konvergenzkriterien von Maastricht in den neuen Mitgliedslandern (Stand 2003).

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Europaische Kommission fur Wirtschaft und Finanzen (2005), S. 3.

Obwohl die dargestellten Kriterien dem Jahr 2003 entsprechen und der Aktualitat teilweise nicht vollends gerecht werden, kann jedoch die Tendenz deutlich abgelesen werden. Lediglich zwei Lander, Litauen und Estland, sind zum Stand dieser Auswertung wirtschaftlich in der Lage dem Euro beizutreten. Alle anderen Staaten verfehlten mindestens in einem Kriterium den originaren Anspruch an die Mitgliedschaft.

Welche grundlegenden Fehlkonstruktionen, neben der Missachtung der ursprunglich definierten Konvergenzkriterien, in der Implementierung der Euro-Wahrungsunion zusatzlich noch gemacht worden sind, soil im folgenden Unterpunkt erlautert werden.

2.2.3 Grundlegende Fehlkonstruktionen

Um die grundlegenden Fehlkonstruktionen des europaischen Wahrungsraumes herauszukristallisieren, soil zu Beginn die Optimalitat der Wahrungsunion anhand der theoretischen Erkenntnisse beurteilt werden. Ein optimaler Wahrungsraum setzt insbesondere moglichst homogene nationale Wirtschaftsstrukturen voraus. Die Wirtschaftsraume der Wahrungsunion zeichnen sich jedoch hauptsachlich durch ihre Heterogenitat aus. Diese Diskrepanzen werden insbesondere durch einen Vergleich der Leistungsbilanzen sowie der realen effektiven Wechselkurse deutlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A5: Leistungsbilanzen je Quartal von Deutschland, Frankreich und den PIIGS-Staaten in Mrd. Euro.

Quelle: Vgl. Querschusse (2011), S. 1.

Generell kann in Bezug auf die Leistungsbilanzen konstatiert werden, dass sich der Leistungsbilanzuberschuss Deutschlands deutlich von den Leistungsbilanzen der Lander Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien (PIIGS-Staaten) sowie Frankreichs abhebt. Interessant hierbei ist vor alien Dingen die Entwicklung der Leistungsbilanzen nach Euro-Einfuhrung. Wahrend in Deutschland eine weitgehend positive Leistungsbilanzentwicklung zu beobachten war, verfolgten die Leistungsbilanzen der sudeuropaischen Lander einen deutlich negativeren Trend. Demzufolge haben sich die

Divergenzen zwischen den einzelnen Mitgliedslandem des Euro-Wahrungsraumes nach Einfuhrung der Gemeinschaftswahrung maximiert anstatt minimiert.63

Des Weiteren gibt der reale, effektive Wechselkurs Aufschluss daruber inwiefem die preisliche Wettbewerbsfahigkeit auf den intemationalen Markten vorhanden ist, wobei ein Anstieg des Indexes einen Ruckgang derWettbewerbsfahigkeit symbolisiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A6: Reale, effektive Wechselkurse, 1994 - 2010.

Quelle: Vgl. Eurostat (2010), S. 1.

Wird somit der reale, effektive Wechselkurs von 1994 - 2010 betrachtet, kann konkludiert werden, dass fur Deutschland die preisliche Wettbewerbsfahigkeit gestiegen ist. Fur die sudeuropaischen Peripherielander hat die preisliche Wettbewerbsfahigkeit hingegen tendenziell abgenommen und der Euro hat sich als eine zu Starke bzw. zu teure Wahrung bestatigt.64

In Bezug auf den Offenheitsgrad nach McKinnon kann demzufolge deduziert werden, dass ein hohes MaB an Offenheit insbesondere in den sudeuropaischen Importlandem vorliegt. Der Ausgleichsmechanismus der Kaufkraftabwertung durch hohere Lohne setzte sich dahingehend durch, dass bspw. die Lohne in Griechenland um 31,9% und in Italien sogar um 41% stiegen. Doch diese uberschussige Liquiditat forderte insbesondere in Spanien die Entstehung einer Immobilienblase sowie die Aufblahung der Bausektoren und sorgte in Griechenland fur das Wachstum des Regierungsapparates. Somit resultierte der starke private Konsum in den Jahren vor Ausbruch der Krise weder aus einer erfolgreichen Einkommens- noch aus einer nachhaltigen Wirtschaffsentwicklung, worin die Kemproblematik der Offenheitskomponente liegt.65 Diffizil ist ebenso die Diversifikation der Exportprodukte nach Kenen, da Deutschland zwar ein sehr exportstarkes Land ist, die Peripherielander hingegen jedoch eine hohere Im- als Exportquote verzeichnen.66 Zudem funktioniert der Mechanismus der Arbeitskraftemobilitat bis dato nur sehr eingeschrankt und langsam.67 Insbesondere im Nachgang zu der Wirtschaftskrise ist die Nettozuwanderung aus den Euro-Peripherielandem, die zuvor fur viele Migranten als besonders attraktiv galten, stark zuruckgegangen. Hauptsachlich in Spanien und Irland gab es somit deutlich mehr Ab- als Zuwanderung. Nichtsdestotrotz besteht weiterhin ein Zuwanderungsuberschuss innerhalb der Euro-Wahrungsunion, mit der Ausnahme von Irland. Demzufolge nimmt die Arbeitskraftemobilitat innerhalb der Euro-Zone nur sehr eingeschrankt den Druck von den jeweiligen Arbeitsmarkten und ersetzt nur bedingt den fehlenden Wechselkursmechanismus.68

Basierend auf den vorangegangenen Analysen kann konstatiert werden, dass die Einfuhrung des Euro kongruent der Lokomotivtheorie zu voreilig war und die erhofften Konsequenzen nicht eingetroffen sind. Die Wahrungsunion gilt bis dato weiterhin als unvollendet. Dieser Fakt lasst sich abschliebend auch deutlich an den differierenden Zinssatzen der einzelnen Euro-Staatsanleihen erkennen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A7: Die Rendite zehnjahriger Staatsanleihen ausgewahlter Lander weltweit.

Quelle: Vgl. Statista (2015), S. 1.

Insbesondere diese Differenzen symbolisieren, dass die Wahrungsunion bisher keine politische Union herbeifuhren konnte.69 Welche Losungsmoglichkeiten gegenwartig diskutiert werden, um die anfanglichen Fehlkonstruktionen in einem gewissen MaB zu kompensieren, wird in Kapitel vier detailliert expliziert. Vorab wird im nachfolgenden Unterkapitel jedoch analysiert, welche

Lander der EU sich von Beginn an bewusst gegen die Euro-Wahrungsunion entschieden und welche Beweggrunde damit verbunden waren.

2.2.4 Exklusion einiger europaischer Lander

In der nachfolgenden Tabelle ist eine Ubersicht dargestellt, die veranschaulicht welche EU-Mitglieder bereits an der Euro-Wahrungsunion partizipieren und welche auf die Euro- Einfuhrung noch verzichten bzw. sich bereits bewusst gegen den Euro entschieden haben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle T4: EU-Mitglieder sowie Mitglieder der Euro-Zone.

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an EUROPA (2015), S. 1.

Interessant hierbei sind vor alien Dingen die Lander GroBbritannien und Danemark, welche zu Beginn der Euro-Einfuhrung bereits EU-Mitgliedsstaaten waren, sich dennoch bewusst gegen die Gemeinschaftswahrung entschieden haben.70 Da sich diese Lander einen solchen Souveranitatsverzicht nicht vorstellen konnten, vereinbarten sie bei dem Vertrag von Maastricht eine sogenannte Opt-Out Klausel. Diese Ausnahmeregelung dient als Legitimation fur einen Mitgliedsstaat, sich in einem bestimmten Bereich nicht an der gemeinschaftlich vereinbarten Zusammenarbeit der EU-Lander zu beteiligen.71 Ebenso gelang es Schweden, nachdem sie die Mitgliedschaft der EU 1995 erworben haben, die Euro-Einfuhrung abzulehnen ohne uber diese Ausnahmeregel zu verfugen.72 Ob der Souveranitatsverzicht als alleiniges Ausschlusskriterium gait oder ob diese Staaten die vorab definierten Fehlkonstruktionen fruhzeitig erkannt und somit vermieden haben, bleibt reine Spekulation.

Bei den Landem Tschechische Republik, Ungam, Polen, Bulgarien, Rumanien und Kroatien handelt es sich hingegen um Lander, welche erst 2004 der EU beigetreten sind und die Bedingungen zur Aufnahme in die Euro-Wahrungsunion noch nicht hinlanglich erfullen. Zudem entwickelte sich analog der anhaltenden Euro-Krise ein immer starkerer Attraktivitatsverlust der Gemeinschaftswahrung.73 Im Dezember 2014 haben sich beispielsweise 68% der polnischen Bevolkerung gegen den Euro und fur den Zloty ausgesprochen.74 Auch Bulgarien hat die geplante Euro-Einfuhrung 2009 aufgrund der einzelnen Krisenherde auf unbestimmte Zeit verschoben.75 In der Tschechischen Republik votierten 2015 ebenso 85% der Tschechen gegen den Euro.76 Die Euro-Kritiker befurchten am Haufigsten eine Schwachung der nationalen Wirtschaft durch den Beitritt zu der europaischen Gemeinschaftswahrung.77 Diese Befurchtungen basieren im Wesentlichen auf den gegenwartigen Krisenherden in dem Euro-Wahrungsraum, dessen Ursachen im Folgenden analysiert werden

3. Die Euro Krise

3.1 Analyse der Ursachen anhand der Wirtschaftsleistung der PIIGS-Staaten

3.1.1 Portugal

Portugal trat zunachst 1986 der EU (damalig EG) bei und partizipiert seit dem 01.01.1999 an der europaischen Gemeinschaftswahrung. Aufgrund erheblicher Mittelzuflusse der EG konnten vorubergehend uberdurchschnittliche Wachstumszahlen und geringe Arbeitslosenquoten erzielt werden.78 Doch seither ist Portugal, insbesondere durch die fortschreitende Globalisierung und die zunehmende intemationale Konkurrenz, unter Druck geraten.

Denn bereits vor Ausbruch der Krise 2008/2009 wurde lediglich ein schwaches Wirtschaftswachstum mit geringen Produktivitatssteigerungen verzeichnet, wie der nachfolgenden Abbildung entnommen werden kann:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A8: Reales BIP-Wachstum in Portugal in Milliarden USD.

Quelle: Vgl. Statista (2015a), S. 1.

Diese Entwicklungen sind mabgeblich auf die geringe Wettbewerbsfahigkeit Portugals zuruckzufuhren.79 Diese geringe Wettbewerbsfahigkeit resultiert aus den international marginal relevanten Industriezweigen Portugals, welche sich uberwiegend aus dem Tourismus, der Papier- und Fischindustrie sowie der Herstellung von Kork zusammensetzen.80 Zudem fehlt es Portugals Wirtschaft an Forschungs- und Entwicklungsaktivitaten, um den eigenen Standort nachhaltig attraktiver zu gestalten.81 Mit der Euro-Einfuhrung wurden diese wirtschaftlichen Schwachpunkte offensichtlich, da durch die Gemeinschaftswahrung der Abwertungsmechanismus nicht mehr angewandt werden konnte und sich der Euro als eine zu starke Wahrung fur Portugals Wirtschaftsleistung entlarvte. Folglich stieg die Arbeitslosigkeit nahezu kontinuierlich an, wie die anschliebende Abbildung zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A9: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Portugal.

Quelle: Vgl. Statista (2015b), S. 1.

Der Tiefpunkt der Rezession im Jahr 2012 implizierte einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 16,18% im Jahr 2013. Im zweiten und dritten Quartal 2013 wuchs die Wirtschaft jedoch emeut um 1,1% bzw. 0,2% und im Jahr 2014 konnte ein Wachstum von ca. 1% realisiert werden.82 Diese leichte Erholung ist insbesondere auf die verzogerte Wirkung der Finanzhilfen der EU und des IWF zuruckzufuhren.83 Denn die Staatsverschuldung expandierte aufgrund mangelnden Wachstums stetig und die Refinanzierung an den Kapitalmarkten gestaltete sich durchaus diffizil:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung A10: Staatsverschuldung Portugals von 2004-2015 in Milliarden Euro.

Quelle: Vgl. Statista (2015c), S. 1.

Demzufolge einigten sich die EU sowie der IWF im Jahr 2011 darauf, Kredite in Hohe von insgesamt EUR 78 Milliarden uber einen Zeitraum von drei Jahren auszuzahlen.84 Im Gegenzug verpflichtete sich Portugal insbesondere zu einem Umbau des offentlichen Sektors. Der Fokus lag hierbei auf dem Stellenabbau des Staatsapparates und der Arbeitszeitenverlangerung von 35 auf 40 Wochenstunden. Zudem wurde das Rentenalter von 65 auf 66 Jahre hochgesetzt.85 Diese MaBnahmen trugen im Zusammenhang mit der Liquiditatszufuhr der EZB zu einer vorzeitigen Stimulierung der wirtschaftlichen Situation bei. Die Arbeitslosenquote sank im Jahr 2014 auf 13,9% mit weiterhin abnehmender Tendenz in 2015. Zudem erholte sich die portugiesische Wirtschaftsleistung leicht. Hierfur war vor alien Dingen die Neuorientierung der portugiesischen Industrie auf Markten auBerhalb Europas in den Bereichen Schuhe, Textilien, Pharmazeutika sowie Kunststoffe ausschlaggebend.86 Doch wie nachhaltig die Produktivitatssteigerung Portugals wirklich ist oder inwiefem dieser leichte Aufschwung auf die Liquiditatszufuhr zuruckzufuhren ist, wird sich zukunftig beweisen.

3.1.2 Irland

Im Gegensatz zu Portugal zahlte bzw. zahlt Irland zu einer exportorientierten und fur auslandische Investoren interessanten Volkswirtschaft. Doch uberdurchschnittlich starke Lohnerhohungen, welche aus dem lang wahrenden Wirtschaftsaufschwung Irlands (sog. Celtic Tiger) in den 1990er Jahren resultierten, gefahrdeten in den fruhen 2000er Jahren dessen Wettbewerbsfahigkeit.87 Diese Entwicklung spiegelte sich ebenso in der Schwachung des BIP und in dem Anstieg der Arbeitslosenquote wider:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung All: Entwicklung des BIP in Irland in Milliarden USD.

Quelle: Vgl. Statista (2015e), S. 1.

[...]


1 Vgl. Europaische Kommission fiir Wirtschaft und Finanzen (2015), S. 1.

2 Merkel (2008), S. 1.

3 Ehemaliges Mitglied der Europaischen Kommission.

4 Dahrendorf (1995), S. 15.

5 Sarrazin (2012), S. 1.

6 Merkel (2010), S. 1.

7 Vgl. Sitz (2001), S. 14.

8 Vgl. Feldspier (1980), S. 546f.

9 Vgl. Deinzer (2004), S. 128.

10 Vgl. Edison / Melvin (1990), S. 3.

11 Vgl. Traud(1996),S. 3.

12 Vgl. Cezanne (2005), S. 619.

13 Vgl. Traud (1996), S. 3.

14 Vgl. Traud (1996), S. 3.

15 Vgl. Mundell (1961), S. 661 ff.

16 Vgl. Mundell (1961), S. 659.

17 Vgl. McKinnon (1963), S. 717-725.

18 Vgl.Auria(1997), S.30.

19 Vgl.Auria(1997), S.30.

20 Vgl. Tavlas (1993), S. 33ff.

21 Vgl.Auria(1997), S.30.

22 Vgl. Deinzer (2004), S. 136.

23 Vgl. Schelkle (2001), S. 17.

24 Vgl. Deinzer (2004), S. 136.

25 Vgl. Fleming (1971), S. 263ff.

26 Vgl.Auria(1997), S.25.

27 Vgl. Traud (1996), S. 117.

28 Vgl. Traud (1996), S. 117.

29 Vgl. Traud (1996), S. 117.

30 Vgl. Schulz (2001), S. 5.

31 Vgl. Schulz (2001), S. 5.

32 Vgl. Traud (1996), S. 115.

33 Vgl. Schlipf (2009), S. 104.

34 Vgl. Traud (1996), S. 115.

35 Vgl. Traud (1996), S. 115.

36 Vgl. Karmann (2010), S. 3.

37 Vgl. Sarrazin (2012), S. 17.

38 Vgl. Sarrazin (2012), S. 17.

39 Vgl. Harms (2008), S. 474.

40 Vgl. Harms (2008), S. 474.

41 Vgl. Gruner I Woyke (2004), S. 461.

42 Vgl. Geigant (2002), S. 84.

43 Vgl. Gruner / Woyke (2004), S. 461.

44 Vgl. Szas (1997), S. 6.

45 Vgl.WIWO (2014), S. 1.

46 Vgl. Auszuge aus den Vertragstexten von Maastricht (1992), S. 2.

47 Vgl.EU-Info(2015),S. 1.

48 Vgl.EU-Info(2015),S. 1.

49 Vgl. Menzel (1998), S. 3.

50 Vgl.EU-Info(2015),S. 1.

51 Vgl. Menzel (1998), S. 3.

52 Vgl. Menzel (1998), S. 3.

53 Vgl. Universitat Munster sowie Helmut-Schmidt-Universitat Hamburg (2013), S. 1.

54 Vgl. Deutsche Bundesbank (2002), S. 1.

55 Vgl.Richter(2015), S. 1.

56 Vgl. EUROPA (2010), S. 1.

57 Vgl.Reckers(2012), S.39.

58 Vgl. Reckers (2012), S. 39.

59 Vgl. Reckers (2012), S. 39.

60 Issing (1996),S. 1.

61 Vgl.Bandulet(2011), S.26.

62 Vgl.Welter(2010),S. 1.

63 Vgl.Zurcher(2012), S. 1.

64 Vgl.Zurcher(2012), S.2.

65 Vgl. Reckers (2012), S. 40.

66 Vgl. Reckers (2012), S. 40.

67 Vgl. Brauninger / Majowski (2011), S. 2.

68 Vgl. Brauninger / Majowski (2011), S. 2.

69 Vgl. Bollmann 1 Siedenbiedel (2012), S. 1.

70 Vgl. Stratenschulte (2014), S.l.

71 Vgl. Stratenschulte (2014), S. 1.

72 Vgl. Stratenschulte (2014), S. 1.

73 Vgl. Stratenschulte (2014), S. 1.

74 Vgl. Deutsche Wirtschaftsnachrichten (2014), S. 1.

75 Vgl. Handelsblatt (2015), S. 1.

76 Vgl. Prag Aktuell (2015), S. 1.

77 Vgl. Deutsche Wirtschaftsnachrichten (2014), S. 1.

78 Vgl. Auswartiges Amt (2015), S. 1.

79 Vgl. Auswartiges Amt (2015), S. 1.

80 Vgl. Portugal-Live (2015), S. 1.

81 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (2015), S. 1.

82 Vgl. Auswartiges Amt (2015), S. 1.

83 Vgl. Auswartiges Amt (2015), S. 1.

84 Vgl. Auswartiges Amt (2015), S. 1.

85 Vgl. Zeit Online (2013), S. 1.

86 Vgl. Auswartiges Amt (2015), S. 1.

87 Vgl. Auswartiges Amt (2015a), S. 1.

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten

Details

Titel
Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
102
Katalognummer
V322718
ISBN (eBook)
9783656984061
ISBN (Buch)
9783656984078
Dateigröße
2436 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
reformmodelle, überwindung, euro-krise, status, perspektiven, eu-währungsunion
Arbeit zitieren
Marianne Stadler (Autor), 2016, Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322718

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