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Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion

Title: Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion

Master's Thesis , 2016 , 102 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marianne Stadler (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Der Euro, welcher sukzessiv von 1999 – 2002 eingeführt worden ist, galt originär als das Symbol für die europäische Integration von Wirtschaft und Politik im Euro-Währungsraum.
Aus diesem Grund sollte die Gemeinschaftswährung vor allen Dingen als Ergänzung des Binnenmarktes innerhalb der Europäischen Union dienen und folglich dessen Effizienz steigern. Darüber hinaus erhöht eine Gemeinschaftswährung die Preistransparenz, Währungswechselkosten entfallen, die Wirtschaft wird vorangetrieben und der internationale Handel vereinfacht.

Doch insbesondere im Nachgang zur Finanzkrise 2008 wurde deutlich, dass der Euro nicht für alle Mitgliedsländer zur Basis des wirtschaftlichen Erfolgs geworden ist, wie es die Theorie anfangs weitestgehend suggerierte. Vielmehr sind insbesondere strukturelle Probleme innerhalb einiger Euro-Mitgliedsländer offensichtlich geworden, welche nachhaltig die Stabilität und den Wert des Euro belasten sowie zu einigen Krisenherde innerhalb der gesamten Währungsunion führten.

Basierend auf diesem Status Quo liegt der Fokus dieser Masterarbeit auf der Analyse möglicher Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Herauskristallisierung und Stellenwert der Themenstellung

1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Der Euro als Resultat der europäischen Währungsunion

2.1 Das Konstrukt einer Währungsunion

2.1.1 Definition Währungsunion und Optimalität

2.1.2 Wirtschaftliche Anreize sowie Kosten der Einheitswährung

2.1.3 Politische Motivation

2.1.4 Rechtliche Grundlagen innerhalb der EU

2.1.5 Anfängliches Stimmungsbild privater Haushalte

2.2 Entstehung der europäischen Währungsunion

2.2.1 Implementation der Gemeinschaftswährung

2.2.1.1 Konvergenzkriterien

2.2.1.2 Praktische Umsetzung

2.2.2 Erweiterung der Währungsunion

2.2.3 Grundlegende Fehlkonstruktionen

2.2.4 Exklusion einiger europäischer Länder

3. Die Euro Krise

3.1 Analyse der Ursachen anhand der Wirtschaftsleistung der PIIGS-Staaten

3.1.1 Portugal

3.1.2 Irland

3.1.3 Italien

3.1.4 Griechenland

3.1.5 Spanien

3.1.6 Deutschland im Vergleich zu den PIIGS-Staaten

3.2 Verlauf der Krise

3.2.1 Finanzkrise

3.2.2 Griechenlandkrise

3.3 Die Rolle der Europäischen Zentralbank

3.3.1 Institutionelle Abgrenzung und Originäres Mandat

3.3.2 Leitungsorgane der EZB

3.3.3 Geldpolitische Instrumentarien

3.3.3.1 Offenmarktgeschäfte

3.3.3.2 Ständige Fazilitäten

3.3.3.3 Mindestreservepolitik

3.3.4 Unabhängigkeit der EZB

3.4 Der Euro-Rettungsschirm

3.4.1 Begriffsabgrenzung

3.4.2 Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM)

3.4.3 Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF)

3.4.4 Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)

4. Kritische Beurteilung möglicher Reformmodelle zur Überwindung der Krise

4.1 Die Währungsunion als Transferunion

4.2 Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten

4.3 Nord- und Südeuro

4.4 Einführung einer Parallelwährung zum Euro

4.5 Einführung einer Europasteuer

4.6 Implementierung eines europäischen Finanzministers

4.7 Ausscheiden auf Zeit

4.8 Insolvenzregime für zahlungsunfähige Staaten

4.9 Ein Europa nach amerikanischem Vorbild

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse möglicher Reformmodelle zur Stärkung der Euro-Währungsunion, um Lösungen für die gegenwärtige Krisensituation zu erarbeiten und grundlegende strukturelle Fehlkonstruktionen zu adressieren.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Währungsunion
  • Detaillierte Untersuchung der Euro-Krise anhand der PIIGS-Staaten
  • Evaluation der Rolle der EZB und der Euro-Rettungsschirme
  • Kritische Beurteilung alternativer Reformmodelle zur Krisenbewältigung

Auszug aus dem Buch

1.1 Herauskristallisierung und Stellenwert der Themenstellung

Der Euro, welcher sukzessiv von 1999 – 2002 eingeführt worden ist, galt originär als das Symbol für die europäische Integration von Wirtschaft und Politik im Euro-Währungsraum. Aus diesem Grund sollte die Gemeinschaftswährung vor allen Dingen als Ergänzung des Binnenmarktes innerhalb der Europäischen Union dienen und folglich dessen Effizienz steigern. Darüber hinaus erhöht eine Gemeinschaftswährung die Preistransparenz, Währungswechselkosten entfallen, die Wirtschaft wird vorangetrieben und der internationale Handel vereinfacht. Doch dass der Euro darüberhinaus weitaus mehr Potenzial impliziert, betonte Angela Merkel in ihrer Rede zum 10. Jahrestag der Europäischen Zentralbank (EZB) am 3. Juni 2008: „Der Euro ist nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg. Er wirkt auch weit über den Rahmen der Geldpolitik hinaus. Heute zahlen etwa 320 Millionen Menschen mit der gleichen Währung. Damit teilen sie etwas Alltägliches. Das stiftet Identität. So ist der Euro auch Symbol und Motor des Zusammenwachsens und Zusammenlebens in Europa.“

Demgegenüber weist eine europäische Gemeinschaftswährung jedoch auch Nachteile auf, denen sich Kritiker ebenso von Beginn an widmeten. Denn, dass der Euro nicht nur positive Folgen nach sich ziehen könnte, konstatierte u.a. Ralf Dahrendorf bereits im Jahr 1995: "Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet." Insbesondere im Nachgang zur Finanzkrise 2008 wurde deutlich, dass der Euro nicht für alle Mitgliedsländer zur Basis des wirtschaftlichen Erfolgs geworden ist, wie es die Theorie anfangs weitestgehend suggerierte. Vielmehr sind insbesondere strukturelle Probleme innerhalb einiger Euro-Mitgliedsländer offensichtlich geworden, welche nachhaltig die Stabilität und den Wert des Euro belasten sowie zu einigen Krisenherde innerhalb der gesamten Währungsunion führten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Währungsunion, Problemstellung und Aufbau der Arbeit.

2. Der Euro als Resultat der europäischen Währungsunion: Theoretische Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Währungsunion inklusive ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Parameter.

3. Die Euro Krise: Detaillierte Untersuchung der Ursachen der Euro-Krise, beleuchtet an den PIIGS-Staaten, sowie die Rolle von EZB und Rettungsschirmen.

4. Kritische Beurteilung möglicher Reformmodelle zur Überwindung der Krise: Analytische Betrachtung und Bewertung verschiedener Konzepte zur Reform der Währungsunion.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.

Schlüsselwörter

Euro, Währungsunion, Euro-Krise, PIIGS-Staaten, EZB, Fiskalunion, Reformmodelle, Geldpolitik, Konvergenzkriterien, Stabilität, Wirtschaftswachstum, Transferunion, Finanzkrise, Europäische Integration, Staatsverschuldung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Euro-Währungsunion, ihre Entstehung und die strukturellen Probleme, die zur Euro-Krise führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit umfasst die Entstehung der Währungsunion, die spezifische wirtschaftliche Situation der PIIGS-Staaten sowie die Rolle der EZB und verschiedene Krisenbewältigungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Reformmodelle kritisch zu beurteilen, um die Währungsunion zu stärken und grundlegende Fehlkonstruktionen zu beheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literatur- und Datenanalyse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der Krisenursachen in den PIIGS-Ländern und eine kritische Diskussion diverser Reformmodelle wie z.B. Transferunion oder Parallelwährung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Euro-Krise, Fiskalunion, EZB und strukturelle Fehlkonstruktionen charakterisieren.

Warum spielen die PIIGS-Staaten eine besondere Rolle?

Diese Länder stehen exemplarisch für die strukturellen Defizite und wirtschaftlichen Divergenzen innerhalb der Eurozone, die zur Eskalation der Krise beigetragen haben.

Wie wird die Rolle der EZB bewertet?

Die EZB wird in ihrer institutionellen Ausgestaltung sowie ihrem geldpolitischen Agieren während der Krise kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf ihre Unabhängigkeit.

Was ist die Kernbotschaft in Bezug auf die Reformmodelle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass viele Reformansätze zwar politisch diskutiert werden, aber oft mit tiefgreifenden ökonomischen und politischen Herausforderungen wie dem Moral-Hazard-Problem verbunden sind.

Ist ein Austritt aus der Euro-Zone eine realistische Option?

Die Arbeit erörtert das "Ausscheiden auf Zeit" und kommt zu dem Schluss, dass dies aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen und massiver ökonomischer Risiken derzeit kaum praktikabel ist.

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Details

Title
Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,3
Author
Marianne Stadler (Author)
Publication Year
2016
Pages
102
Catalog Number
V322718
ISBN (eBook)
9783656984061
ISBN (Book)
9783656984078
Language
German
Tags
reformmodelle überwindung euro-krise status perspektiven eu-währungsunion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marianne Stadler (Author), 2016, Reformmodelle zur Überwindung der Euro-Krise. Status und Perspektiven der EU-Währungsunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322718
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