Die Auszubildenden besitzen nach dieser Unterweisung die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um einen Messschieber sachgemäß handzuhaben.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausbildungssituation
2. Lernziele/Lernzielbereiche
2.1 Lernzielarten:
2.2 Lernzielbereiche:
3. Motivation
4. Unterweisungsverlauf
5. Arbeitszergliederung
6. Zeichnung Prüfwerkstück
7. Prüfprotokoll
Zielsetzung und Themen der Unterweisung
Das primäre Ziel dieser Unterweisung ist die fachgerechte Vermittlung der Handhabung eines Messschiebers bei der Überprüfung von Werkstücken. Der Auszubildende soll dabei in die Lage versetzt werden, präzise Messungen an Bauteilen durchzuführen, die ermittelten Ergebnisse korrekt zu protokollieren und einen Soll-Ist-Abgleich zur Qualitätssicherung vorzunehmen.
- Grundlagen der Ausbildungssituation und Lernumgebung
- Definition von Richt-, Grob- und Feinlernzielen
- Anwendung der 4-Stufen-Methode in der Praxis
- Strukturierte Arbeitszergliederung des Messvorgangs
- Methoden zur Qualitätssicherung und Toleranzprüfung
Auszug aus dem Buch
Übersicht
Material: Vorgefertigte Werkstücke, die gemessen werden sollen
Werkzeuge: Messschieber, Lappen, Reiniger
Vorbereitungsphase: Ich begrüße den Auszubildenden und erkundige mich nach seinem Befinden. Dann erkläre ich dem Auszubildenden, was wir heute vorhaben, nämlich das Messen von Werkstücken mit dem Messschieber. Ich erkläre ihm, dass es bei den Werkstückmaßen eine gewisse Toleranz gibt. Danach zeige ich dem Auszubildenden die Unfallgefahren an einem Messschieber, dass es sehr spitze Stellen gibt, an denen man sich verletzen kann und bereite die ganze Ausbildungseinheit vor.
Vormachungsphase: Jetzt spreche ich mit dem Auszubildenden durch, wie man die vorgegebenen Messstellen mit dem Messschieber misst. Danach zeige ich dem Auszubildenden das Prüfprotokoll, in dem er die Maße eintragen sollte. Ich erkläre ihm alles Schritt für Schritt, damit er es gut nachvollziehen kann.
Nachmachungsphase: In dieser Phase lasse ich den Auszubildenden die Messstellen selbst messen. Falls Fehler auftauchen, weise ich ihn darauf hin und verbessere ihn.
Übungsphase: Der Auszubildende kann jetzt selbstständig üben. Dadurch soll sich der ganze Ablauf verfestigen und dem Auszubildenden Sicherheit geben. Ich kontrolliere und beobachte ihn, falls sich doch nochmals ein Fehler einschleicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausbildungssituation: Beschreibt den Rahmen der Unterweisung, inklusive des Betriebsumfelds, des Profils des Auszubildenden sowie der technischen Rahmenbedingungen und der gewählten Lehrmethode.
2. Lernziele/Lernzielbereiche: Definiert die angestrebten Lernziele auf verschiedenen Ebenen und kategorisiert diese in kognitive, affektive und psychomotorische Bereiche.
3. Motivation: Erläutert den Motivationsansatz, indem der Auszubildende durch praktische Anwendung auf reale Arbeitsaufträge vorbereitet wird.
4. Unterweisungsverlauf: Bietet eine methodische Übersicht über die einzelnen Phasen der 4-Stufen-Methode, von der Vorbereitung bis hin zur selbstständigen Übung.
5. Arbeitszergliederung: Detailliert die einzelnen Arbeitsschritte des Messvorgangs inklusive Ausführungshinweisen, Begründungen und methodischen Anmerkungen.
6. Zeichnung Prüfwerkstück: Stellt die technische Zeichnung des Werkstücks bereit, welche die Grundlage für die zu messenden Bauteile bildet.
7. Prüfprotokoll: Enthält das tabellarische Formular zum Eintragen der Soll- und Ist-Maße sowie der Auswertung der Messergebnisse.
Schlüsselwörter
Messschieber, Ausbildung, Mechatroniker, 4-Stufen-Methode, Werkstückmessung, Qualitätskontrolle, Prüfprotokoll, Lernziel, Arbeitssicherheit, Messtechnik, Soll-Ist-Abgleich, Metallbranche, Feinmessung, Handhabung, Toleranzprüfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Dokumentation?
Die Arbeit dokumentiert die praktische Ausbildungseinheit eines Mechatronik-Auszubildenden zur korrekten Anwendung eines Messschiebers bei der Überprüfung von Werkstücken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die fachgerechte Handhabung von Messmitteln, die methodische Strukturierung einer Unterweisung sowie die Einhaltung von Qualitätsvorgaben in der Metallbearbeitung.
Was ist das primäre Ziel dieser Unterweisung?
Ziel ist es, dass der Auszubildende nach der Unterweisung in der Lage ist, Werkstücke mit einem Messschieber eigenständig, sicher und präzise nach Vorgabe zu vermessen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird angewandt?
Es wird die klassische 4-Stufen-Methode verwendet, um den Lernprozess in Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen und Üben strukturiert zu führen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Planung der Unterweisung, die detaillierte Arbeitszergliederung einzelner Messschritte und die Bereitstellung von Prüfdokumenten für die Qualitätssicherung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Messschieber, 4-Stufen-Methode, Qualitätssicherung, Messtechnik und berufspädagogische Ausbildungspraxis.
Warum ist die Wahl der Lernumgebung für das Messen so wichtig?
Die Kontrolle von Umgebungseinflüssen wie Temperatur, Lärm und Licht ist entscheidend, um Messfehler zu minimieren und konzentriertes, produktives Arbeiten zu ermöglichen.
Wie wird die Qualität der Messung sichergestellt?
Durch einen kontinuierlichen Soll-Ist-Abgleich im Prüfprotokoll und die Überprüfung der Messmittel vor Arbeitsbeginn wird sichergestellt, dass die Werkstücke innerhalb der geforderten Toleranzen liegen.
- Arbeit zitieren
- Steffen Steinhauser (Autor:in), 2016, Messen von Werkstücken mit dem Messschieber (Unterweisung Mechatroniker/in), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322856