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Hessische Waldorfschulen im Licht der Inklusion. Eine vergleichende Betrachtung

Title: Hessische Waldorfschulen im Licht der Inklusion. Eine vergleichende Betrachtung

Bachelor Thesis , 2015 , 58 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Sonnenberg (Author)

Social Work
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Das Thema der Inklusion in Deutschland durchdringt viele gesellschaftliche Bereiche. Überall dort, wo unsere Gesellschaft exkludiert und ausgrenzt oder einzelne Personen oder Gruppen von Menschen exkludiert oder ausgegrenzt sind, wird Inklusion gefordert (vgl. Balz / Benz / Kuhlmann 2012:S.1). Der Weg aus einer exkludierenden Pädagogik heraus in eine inklusive geht nach Feuser nur über eine integrierende Pädagogik (vgl. Feuser 2013:S.3). Seit ca. 20 Jahren arbeite ich in der Kinder und Jugendarbeit. Im Rahmen meiner Arbeit haben sich immer wieder Berührungspunkte und Begegnungen mit behinderten Menschen ergeben. Seit mehr als zwei Jahren arbeite ich nun als Inklusionshelfer ....Wie sieht nun aber der inklusive Gedanke an hessischen Waldorfschulen aus und inwieweit entspricht dieser den Vorgaben der inklusiven Beschulung an staatlichen Regelschulen? In dieser Bachelorarbeit werde ich Inklusion von Behinderten an einer Waldorfschule erforschen und dies in Bezug zum Inklusionskonzept des Landes Hessen stellen. Dafür werde ich zuerst den Begriff „Inklusion“ und seine Bedeutung darstellen. Weiterhin werde ich die Inklusionsentwicklung des hessischen Schulsystems beschreiben. Um den inklusiven Gedanken der Waldorfschule zu erfassen, werde ich zwei Konzepte hessischer Waldorfschulen und deren Haltung zum Thema Inklusion vorstellen. Abschließend werde ich die Konzepte der Walddorfschule mit dem hessischen Inklusionskonzept für staatliche Schulen vergleichen und bewerten. Um Missverständnisse zum Begriff der Behinderung zu vermeiden, verwende ich den Begriff „Behinderung“ im Sinne der Beschreibung des deutschen SGB IX §2 Abs.1 (vgl. ICF 2005:S.5).

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Inhaltsverzeichnis

1. Inklusion in Deutschland

1.1. Definition von Inklusion

1.2. Das Menschenbild und Haltung zur Inklusion

1.3. Die rechtliche Situation inklusiver Bildung auf Bundesebene

1.4. Förderliche Bedingungen inklusiver Bildung

2. Die Rahmenbedingungen für inklusive Bildung in Hessen

2.1. Die rechtliche Situation von inklusiver Bildung in Hessen

2.2. Die hessische Schullandschaft

2.3. Die 10 Ziele zur Inklusion

2.4. Besondere Aspekte inklusiver Bildung in Hessen

3. Die Waldorfschulen und Inklusion

3.1. Allgemeine rechtliche Situation der Waldorfschulen

3.2. Das allgemeine Menschenbild nach Rudolf Steiner

3.3. Allgemeine förderliche Bedingungen der Waldorfpädagogik

4. Inklusion an hessischen Waldorfschulen

4.1. Die rechtliche Situation der Waldorfschulen in Hessen

4.2. Schulbegleitung an der Waldorfschule

4.3. Die Waldorfschule in Hessen am Beispiel von 2 Schulen

4.4. Entwicklungsprozesse hessischer Waldorfschulen hinsichtlich der Inklusion

5. Waldorfschulen im Vergleich zu Regelschulen

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Umsetzung des Inklusionsgedankens an hessischen Waldorfschulen im Vergleich zu den staatlichen Regelschulen. Ziel ist es, die pädagogischen Konzepte der Waldorfschulen in Bezug auf das Inklusionskonzept des Landes Hessen kritisch zu analysieren und deren Eignung für eine inklusive Beschulung von Schülern mit Förderbedarf zu bewerten.

  • Grundlagen des Inklusionsbegriffs im bildungstheoretischen Kontext
  • Rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen in Hessen
  • Pädagogik der Waldorfschulen und deren Bezug zur Inklusion
  • Vergleichende Analyse der Inklusionsumsetzung zwischen Waldorf- und Regelschulen
  • Rolle der Schulbegleitung als unterstützende Maßnahme

Auszug aus dem Buch

3. Die Waldorfschulen und Inklusion

Die 1. Waldorfschule wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts für die Kinder der Arbeiter des Tabakunternehmens Waldorf-Astoria gegründet und durch den Unternehmer finanziert. Diese Schule wurde durch und nach den Vorstellungen Rudolf Steiners strukturiert. Der Lehrplan wurde von Rudolf Steiner geprägt. Rudolf Steiner trennte die normalen Kinder, bis auf wenige Ausnahmen nicht von Kindern mit einer Behinderung. Die Ausnahme war hier der zentrale Epochenunterricht. Hier war Rudolf Steiner der Ansicht, dass diese Kinder anders lernen müssten. Die Kinder mit einer Benachteiligung wurden für die Zeit des Hauptunterrichts von einem anderen Lehrer nach den Methoden der Heilpädagogik unterrichtet (vgl. Maschke 2010:S.15f). Mit dem Aufkommen der NSDAP in der Weimarer Republik kam es zu einer gänzlichen Trennung der Heilpädagogik und der Schulpädagogik. Diese Trennung wurde nach dem 2. Weltkrieg beibehalten. Erst in den 1990iger Jahren wurde wieder bewusst in einigen Waldorfschulen integrativ beschult (vgl. Barth 2008:S.89).

Zurzeit gibt es 235 Waldorf- oder Rudolf-Steiner-Schulen in Deutschland und weltweit 1059 (Stand August 2015)(vgl. Waldorfschulen- Schulverzeichnis 1).

Die Waldorfschulen sind private Schulen oder Ersatzschulen. Die Waldorfschulen sind in einem Verband organisiert. Jede Waldorfschule ist durch die beteiligten Lehrer, Schüler, Eltern und Förderer selbst organisiert und arbeitet nach einem eigenen Konzept. Das pädagogische Grundkonzept der Waldorfschulen richtet sich nach dem anthroposophisch-pädagogischen Konzept des Gründers der Waldorfschulen Rudolf Steiner.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inklusion in Deutschland: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Inklusion, Integration und Separation im deutschen Schulsystem sowie die rechtliche Einbettung durch die UN-Behindertenrechtskonvention.

2. Die Rahmenbedingungen für inklusive Bildung in Hessen: Beschreibt die spezifische rechtliche und schulpolitische Situation in Hessen, inklusive der 10 Grundsatzziele und der Rolle der Modellregionen.

3. Die Waldorfschulen und Inklusion: Vermittelt die anthroposophischen Wurzeln der Waldorfpädagogik und deren ursprüngliches Verständnis von Heil- und Schulpädagogik.

4. Inklusion an hessischen Waldorfschulen: Analysiert die Umsetzung an konkreten Beispielen (Marburg/Wetterau) und beleuchtet die Rolle der Schulbegleitung und allgemeiner Entwicklungsprozesse.

5. Waldorfschulen im Vergleich zu Regelschulen: Stellt die Konzepte, Leistungsbewertung und Rahmenbedingungen beider Systeme gegenüber, um Unterschiede in der Inklusionspraxis herauszuarbeiten.

6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe bleibt, wobei Waldorfschulen aufgrund ihrer Selbstverwaltung andere Potenziale bieten als staatliche Schulen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Waldorfschulen, Regelschulen, Waldorfpädagogik, Sonderpädagogik, Hessen, Schulgesetz, Schulbegleitung, Integration, anthroposophisches Menschenbild, Förderbedarf, Bildungsgerechtigkeit, Leistungsmessung, Behindertenrechtskonvention, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das übergeordnete Thema dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Waldorfschulen den Inklusionsgedanken interpretieren und in die Praxis umsetzen, insbesondere im Vergleich zu den gesetzlichen und strukturellen Vorgaben für öffentliche Regelschulen in Hessen.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Im Fokus stehen das anthroposophische Menschenbild Rudolf Steiners, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Inklusion in Deutschland und Hessen, sowie die spezifischen Unterrichtsmethoden der Waldorfschulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein kritischer Vergleich, der aufzeigt, wie Waldorfschulen trotz ihrer Freiheit als private Ersatzschulen auf die gesellschaftliche Forderung nach inklusiver Beschulung reagieren und wo die Unterschiede zum staatlichen Inklusionsmodell liegen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium rechtlicher Vorgaben sowie einer exemplarischen Untersuchung der Schulkonzepte zweier hessischer Waldorfschulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Inklusionsbegriff, die rechtliche Situation in Hessen, eine detaillierte Analyse der Waldorfpädagogik und einen direkten Vergleich zwischen staatlichem und waldorfpädagogischem Inklusionsansatz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Inklusion, Waldorfpädagogik, Sonderpädagogik, anthroposophisches Menschenbild und Schulentwicklung geprägt.

Wie unterscheidet sich die Leistungsbewertung zwischen Waldorf- und Regelschulen?

Während Regelschulen primär auf ein Notensystem zur Selektion und Leistungsnachweises setzen, verzichtet die Waldorfpädagogik zugunsten einer ganzheitlichen Entwicklungsbeschreibung auf Ziffernnoten.

Welche Rolle spielt die Schulbegleitung in den untersuchten Systemen?

Die Schulbegleitung fungiert in beiden Schulformen als notwendige Hilfe zur Teilhabe, wobei die Diskussion zunehmend weg von der reinen Unterstützung hin zu einer inklusiven Rolle als Klassenhelfer geht.

Können alle Kinder mit Behinderung eine Waldorfschule besuchen?

Die Untersuchung zeigt, dass Waldorfschulen als Privatschulen eine freie Schülerauswahl haben und somit nicht verpflichtet sind, jeden Förderbedarf aufzunehmen, was eine faktische Grenze für die vollständige Inklusion darstellen kann.

Wie bewertet der Autor das hessische Inklusionsmodell?

Das Modell wird kritisch gesehen, da es teils „top-down“ verordnet ist und Schulen vor Herausforderungen stellt, während Waldorfschulen eher durch einen inneren Antrieb aus der Selbstverwaltung heraus agieren.

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Details

Title
Hessische Waldorfschulen im Licht der Inklusion. Eine vergleichende Betrachtung
College
University of Applied Sciences Fulda  (Sozialwesen)
Course
BA-Thesis
Grade
1,3
Author
Peter Sonnenberg (Author)
Publication Year
2015
Pages
58
Catalog Number
V322901
ISBN (eBook)
9783668220744
ISBN (Book)
9783668220751
Language
German
Tags
Inklusion Waldorfschule Rudolf Steiner Hessen Behinderte Schulvergleich Regelschule vergleichende Betrachtung Schulgesetz UN-BRK Schule inklusive Bildung inklusive Schule inklusives Menschenbild Menschenbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Sonnenberg (Author), 2015, Hessische Waldorfschulen im Licht der Inklusion. Eine vergleichende Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322901
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