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Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Maßnahmen zur Prävention und Stärkung des Selbstwertgefühls in der Grundschule

Title: Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Maßnahmen zur Prävention und Stärkung des Selbstwertgefühls in der Grundschule

Bachelor Thesis , 2012 , 74 Pages , Grade: 3

Autor:in: Lisa Fischer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Sexuelle Gewalt ist in vielen Familien ein alltägliches Problem. Durch ein gestärktes Selbstwertgefühl und selbstsicheres Auftreten sollen Kinder und Jugendliche befähigt werden, sich selbst gegen unsittliche Übergriffe und sexuellen Missbrauch zu schützen.

Diese Forschungsarbeit ermittelt per Fragebogenauswertung Vorgehensweisen und Methoden, welche in der Grundschule zur Stärkung des Selbstwertgefühls eingesetzt werden.

Die psychischen und körperlichen Folgen sexueller Gewalt werden genau beschrieben sowie mögliche Präventionsmaßnahmen erklärt. Des Weiteren werden die unterschiedlichen Missbrauchsarten erläutert, Opfer- und Tätertypen beschrieben sowie die rechtlichen Grundlagen genannt.

Die Beschreibung von Vorgehensweisen und Methoden zur Aufklärung sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ebenfalls Teil dieser Arbeit. Weiterhin werden mögliche Einrichtungen genannt, welche für Opfer sexueller Gewalt Hilfeleistungen und Unterstützung anbieten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kennzahlen für Österreich

3 Historisches

4 Sexuelle Gewalt

4.1 Definitionen

4.2 Kategorien sexueller Gewalt

4.3 Alternative Begriffe zu „sexueller Gewalt“

4.4 Arten sexueller Gewalt

4.4.1 Der sanfte Missbrauch

4.4.2 Der gewaltsame Missbrauch

4.4.3 Der seelische Missbrauch

5 (Langzeit-)Folgen sexueller Gewalt

5.1 Einflussfaktoren auf die Folgen sexueller Gewalt

5.2 Auswirkungen auf Selbstwert und Körpergefühl

5.3 Psychodynamische Theorien zum Selbstgefühl

5.4 Empirische Untersuchungen

6 Opfer sexueller Gewalt

6.1 Gefühlslage und Situationsbeschreibung

6.2 Reaktionen der Opfer auf sexuelle Gewalt

6.3 Geheimhaltungsverpflichtung

7 Täter

7.1 Vorgehensweisen

7.2 Tätertypologien

7.3 Täterstrategien

7.3.1 Opferauswahl und Kontaktaufnahme

7.3.2 Beziehungsaufnahme

7.4 Täteraussagen

8 Vom Opfer zum Täter

9 Sexuelle Gewalt in Familien

9.1 Risikofamilien

9.2 Familiäres Zusammenleben in Risikofamilien

9.3 Risikofaktoren für sexuelle Gewalt

10 Sexualerziehung

10.1 Ziele zeitgemäßer Sexualerziehung

10.2 Sexualität und Tabu

11 Sexuelle Entwicklung

12 Persönlichkeitsentwicklung

12.1 Die psychosexuelle Entwicklung nach Freud

12.1.1 Die orale Phase (1. Lebensjahr)

12.1.2 Die anale Phase (2./3. Lebensjahr)

12.1.3 Die phallische Phase (4./5. Lebensjahr)

12.1.4 Die Latenzperiode (6. – 12. Lebensjahr)

12.1.5 Die genitale Phase (ab 12. Lebensjahr)

12.2 Die Bindungstheorie

12.2.1 Einleitung

12.2.2 Entstehung

12.2.3 Bindungsentwicklung

12.2.4 Bindungsverhalten

12.3 Vier Phasen der Bindungstheorie

12.4 Kritik an Bindungstheorie

13 Psychotraumatologie

14 Trauma

14.1 Begriffsdefinition

14.2 Traumatheorie

14.3 Physische und psychische Reaktionen

14.4 Ablauf von Traumen (3 Phasen)

14.4.1 Schockphase

14.4.2 Einwirkungsphase

14.4.3 Erholungsphase

14.5 Latenzzeit bei psychischem Trauma

14.6 Folgen

14.7 Traumabewältigung als soziale Aufgabe

15 Aufklärung sexueller Missbrauchsfälle

15.1 Signale erkennen

15.2 Vorgehensweisen

15.3 Hilfe und Unterstützung

15.3.1 Wer bietet Hilfe und Unterstützung an?

15.3.2 Wie kann Opfern sexueller Gewalt geholfen werden?

15.4 Opferberatung

15.5 Täterberatung

15.6 Prozessbegleitung

16 Rechtliche Grundlagen

16.1 § 206 - Schwerer sexueller Missbrauch

16.2 § 207 - Sexueller Missbrauch von Unmündigen

16.3 § 212 - Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses

17 Prävention

17.1 Ziele

17.2 Verantwortlichkeiten im Grundschulbereich

17.3 Inhalte der Präventionsarbeit

17.4 Elternarbeit

17.5 Säulenmodell für eine wirkungsvolle Präventionsarbeit

17.6 Intervention und Behandlung

17.6.1 Behandlung bei intrafamiliärem Missbrauch

17.6.2 Behandlung bei extrafamiliärem Missbrauch

18 Maßnahmen zur Prävention von sexueller Gewalt und Stärkung des Selbstwertgefühls in der Grundschule

18.1 Aufbau Fragebogen

18.2 Umfrageteilnehmer

18.3 Ergebnisdarstellung

18.3.1 Teilnehmergruppe

18.3.2 Einzelfragenauswertung Präventionsmaßnahmen

18.3.3 Bekannte Missbrauchsfälle

19 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit zielt darauf ab, Methoden und Vorgehensweisen zu identifizieren, die gegenwärtig in burgenländischen Grundschulen eingesetzt werden, um das Selbstbewusstsein und Auftreten von Kindern zu stärken und sie somit präventiv vor sexueller Gewalt zu schützen.

  • Analyse der Folgen sexueller Gewalt für Kinder
  • Untersuchung von Täterstrategien und Tätertypologien
  • Erfassung von Präventionsmaßnahmen im schulischen Kontext
  • Darstellung der psychosexuellen Entwicklung und Bedeutung der Bindungstheorie
  • Empirische Auswertung von Lehrerbefragungen zu Präventionsstrategien

Auszug aus dem Buch

7.4 Täteraussagen

„Wenn du ein Kind missbrauchen willst, musst du es langsam an dich gewöhnen. Laufe nackt herum, wenn das Kind da ist, tobe mit ihm und kitzle es und berühre es dabei zufällig zwischen den Beinen oder an der Brust.“

„Wenn du ein Kind missbrauchst, wird es sich gegen dich wehren. Du kannst diesen Widerstand jedoch getrost ignorieren. Du bist der Stärkere, niemand wird dem Kind glauben.“ Statement eines Straftäters, der seine Vorgehensweise bei Kindesmisshandlung schildert (Gugler, 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Definition von sexueller Gewalt, deren gravierende Folgen für Betroffene und die Zielsetzung der Arbeit, präventive Methoden in Schulen zu untersuchen.

2 Kennzahlen für Österreich: Liefert statistische Daten zur Verbreitung von sexuellem Missbrauch und den häufigen familiären Belastungsmerkmalen in Österreich.

3 Historisches: Beleuchtet die Entwicklung des gesellschaftlichen Umgangs mit sexueller Gewalt gegen Kinder von der Antike bis in die moderne Zeit.

4 Sexuelle Gewalt: Definiert den Begriff des sexuellen Missbrauchs und kategorisiert verschiedene Formen sowie Intensitätsgrade von Gewalt.

5 (Langzeit-)Folgen sexueller Gewalt: Analysiert die psychischen und sozialen Langzeitfolgen von Missbrauch sowie deren Einflussfaktoren auf die Betroffenen.

6 Opfer sexueller Gewalt: Beschreibt die Gefühlslage der Opfer, ihre Abwehrmechanismen und die oft damit verbundene soziale Isolation durch Geheimhaltung.

7 Täter: Untersucht verschiedene Tätertypen, deren Vorgehensweisen, Strategien bei der Kontaktaufnahme sowie die typische Täterpsyche.

8 Vom Opfer zum Täter: Erläutert den statistischen Zusammenhang zwischen eigenen Missbrauchserfahrungen in der Kindheit und dem späteren Täterverhalten.

9 Sexuelle Gewalt in Familien: Diskutiert die Auswirkungen von Inzest und die besonderen Risikofaktoren innerhalb familiärer Strukturen.

10 Sexualerziehung: Erörtert die Notwendigkeit einer offenen Sexualerziehung und die Ziele für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema.

11 Sexuelle Entwicklung: Beschreibt die Entwicklung der Sexualität als einen lebenslangen, eng mit kognitiver Reife verbundenen Prozess.

12 Persönlichkeitsentwicklung: Analysiert die psychosexuelle Entwicklung nach Freud und die Bindungstheorie als Basis für psychische Stabilität.

13 Psychotraumatologie: Führt in die wissenschaftliche Untersuchung von seelischen Traumatisierungen und deren Bedeutung für die Entwicklung ein.

14 Trauma: Beschreibt die Phasen von Traumen, deren Symptome sowie die Anforderungen an eine professionelle Traumabewältigung.

15 Aufklärung sexueller Missbrauchsfälle: Bietet Hilfestellung zum Erkennen von Signalen, richtigen Vorgehensweisen und Unterstützungsmöglichkeiten für Opfer.

16 Rechtliche Grundlagen: Nennt relevante Paragraphen des österreichischen Strafgesetzbuches, die den Schutz von Minderjährigen vor Missbrauch regeln.

17 Prävention: Skizziert Ziele und Inhalte der schulischen Präventionsarbeit, inklusive Elternarbeit und Interventionsmöglichkeiten.

18 Maßnahmen zur Prävention von sexueller Gewalt und Stärkung des Selbstwertgefühls in der Grundschule: Präsentiert die Ergebnisse der empirischen Lehrerbefragung zu praktischen Präventionsmaßnahmen.

19 Schlusswort: Fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, sexuelle Gewalt nicht als Tabu zu behandeln, sondern aktiv Prävention zu leisten.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Prävention, Grundschule, Selbstwertgefühl, Kindesmisshandlung, Traumatisierung, Sexualerziehung, Bindungstheorie, Täterstrategien, Opferberatung, Prozessbegleitung, psychosexuelle Entwicklung, Kinderschutz, Pädagogik, Gewaltstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen und untersucht, welche präventiven Maßnahmen in der Grundschule zur Stärkung des Selbstwertgefühls beitragen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Das Spektrum reicht von der Definition sexueller Gewalt über psychologische Aspekte wie Traumata und Bindungstheorie bis hin zu rechtlichen Grundlagen und pädagogischen Präventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Identifikation effektiver Methoden, mit denen Pädagogen in burgenländischen Grundschulen das Selbstbewusstsein von Kindern stärken, um sie widerstandsfähiger gegen Übergriffe zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt neben einer umfangreichen Literaturanalyse eine empirische Fragebogenauswertung unter Lehrpersonen, um den Ist-Zustand der Präventionsarbeit an burgenländischen Schulen zu ermitteln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Täterstrukturen, Folgen für Opfer, psychologische Entwicklungsmodelle sowie einen praktischen Teil, der die Ergebnisse der Umfrage zur schulinternen Prävention präsentiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kinderschutz, psychische Traumatisierung, Prävention im Schulalltag, Tätertypologie und Stärkung der sozialen Kompetenz charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie in diesem Zusammenhang?

Die Bindungstheorie nach John Bowlby dient als wissenschaftliche Basis, um die Bedeutung sicherer Bezugspersonen für die emotionale Entwicklung und die Widerstandsfähigkeit von Kindern gegen Missbrauch zu erklären.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrpersonals?

Das Lehrpersonal wird als zentrale Instanz für Prävention gesehen, die durch die Vermittlung von Selbstvertrauen und die Förderung einer offenen Gesprächskultur maßgeblich zum Schutz der Kinder beitragen kann.

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Details

Title
Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Maßnahmen zur Prävention und Stärkung des Selbstwertgefühls in der Grundschule
College
University of Applied Sciences Burgenland
Grade
3
Author
Lisa Fischer (Author)
Publication Year
2012
Pages
74
Catalog Number
V322924
ISBN (eBook)
9783668220058
ISBN (Book)
9783668220065
Language
German
Tags
sexuelle gewalt kindern jugendlichen maßnahmen prävention stärkung selbstwertgefühls grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Fischer (Author), 2012, Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Maßnahmen zur Prävention und Stärkung des Selbstwertgefühls in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322924
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