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Chancen und Herausforderungen beim Leselernprozess gehörloser Kinder

Title: Chancen und Herausforderungen beim Leselernprozess gehörloser Kinder

Seminar Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Lisa Fischer (Author)

Education - Reading Instruction
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In der vorliegenden Arbeit sollen folgende Fragen beantwortet werden: Vor welchen Herausforderungen und Chancen stehen gehörlose Kinder beim Leselernprozess? Welche Möglichkeiten gibt es für gehörlose Kinder bereits vor Schuleintritt, das Lesen und Schreiben zu lernen?

In dieser Arbeit wird zu Beginn die Definition der Gehörlosigkeit erläutert und zunächst die Bedeutung des Lesens für Gehörlose vorgestellt. Einen weiteren Punkt bildet der Leselernprozess bei gehörlosen Kindern, in welchem auch das Vorlesen als wichtiger Bestandteil und die mögliche Frühförderung näher erläutert wird. Chancen und Herausforderungen werden genauer beschrieben. Zudem wird auf Leselernmethoden in der Gehörlosenpädagogik eingegangen, wobei das Lesen lernen auf oralem Weg, das Lesen lernen durch simultane Kommunikation, das Lesen lernen mit der Gebärdenschrift sowie das Lesen lernen im bilingualen Unterricht näher erläutert werden. In Anschluss wird ein Praxisbeispiel einer Wiener Integrationsklasse in Bezug auf den Leselernprozess sowie auf den Schriftspracherwerb vorgestellt. Abschießend wird versucht, die Forschungsfrage zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Gehörlosigkeit

3. Bedeutung des Lesens für gehörlose Menschen

4. Leselernprozess bei gehörlosen Kindern

4.1. Vorlesen als wichtiger Bestandteil

4.2. Frühförderung gehörloser Kinder

5. Chancen und Herausforderungen gehörloser Kinder beim Leselernprozess

6. Leselernmethoden in der Gehörlosenpädagogik

6.1. Lesen lernen auf oralem Weg

6.2. Lesen lernen durch simultane Kommunikation

6.3. Lesen lernen mit der Gebärdenschrift

6.4. Lesen lernen im bilingualen Unterricht

7. Praxisbeispiel einer Wiener Integrationsklasse

8. Fazit und Beantwortung der Forschungsfrage

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die spezifischen Chancen und Herausforderungen, mit denen gehörlose Kinder während des Leselernprozesses konfrontiert sind, und beleuchtet Ansätze zur Förderung der Schriftsprachkompetenz im Kindergarten- und Pflichtschulalter.

  • Grundlagen der Gehörlosigkeit und deren Einfluss auf den Spracherwerb
  • Die zentrale Bedeutung der Lesekompetenz für soziale Teilhabe und Bildung
  • Verschiedene methodische Ansätze in der Gehörlosenpädagogik (oral, simultan, bilingual)
  • Praktische Implementierung von Leseförderung in Integrationsklassen
  • Frühförderung als entscheidender Faktor für den Schriftspracherwerb

Auszug aus dem Buch

4.1. Vorlesen als wichtiger Bestandteil

Wenn Eltern Geschichten vorlesen, tauchen Kinder zum ersten Mal in die spannende Welt des Lesens ein. Besonders faszinierend wirkt, wenn die Bücher zum Alter des Kindes passen. Dazu zählen die Sprache, die Länge und der Inhalt der Bücher. Sind viele Bilder zu den Texten enthalten, so kann die Freude zum Lesen ebenso geweckt werden. Wenn in Büchern Situationen beschrieben werden, die das Kind aus seinem Alltag kennt, wie beispielsweise das Einkaufen, den Spielplatz und den Kindergarten so kann das Kind motiviert werden. Das Interesse des Kindes sollte in jedem Fall angesprochen werden. Dies ist bei hörenden sowie gehörlosen Kindern gleich. Märchen werden bei hörenden Menschen sehr häufig vorgelesen. Bei gehörlosen Menschen ist dies allerdings anders, da sie Märchen meist nicht kennen. Häufig sind sie sich beim Erzählen unsicher, ob sie den Text tatsächlich richtig verstanden haben (Bundeselternverband gehörloser Kinder 2014, [2]).

Beim Vorlesen bekommt ein Kind viele sprachliche Bespiele. Unterhalten sich Eltern und ihr Kind dabei über das Buch, übt das Kind, selbst die Sprache zu benutzen. Gerade hörbeeinträchtigte Kinder profitieren sehr davon, da sie nämlich häufig nur wenige gebärdensprachkompetente Sprachvorbilder und/oder einen eingeschränkten Zugang zur Lautsprache haben. Die Eltern stehen aber vor einer Herausforderung: Hörende Eltern eines gehörlosen Kindes sind oft verunsichert, weil die Österreichische Gebärdensprache nicht ihre Muttersprache ist. Gehörlose Eltern sind oft unsicher, ob sie den Text des Buches richtig verstehen.

Beim Vorlesen sollte darauf geachtet werden, dass das Kind Gesicht und Hände des Vorlesers sehen kann. Wenn Eltern Gebärden nicht wissen, können sie Mimik und Gestik einsetzen, (auf) Bilder zeigen und/ oder die Situation nachspielen.

Wenn einem gehörlosen Kind viel vorgelesen wird, so kann es besser kommunizieren. Dadurch lernt es auch leichter schreiben und lesen – und zwar unabhängig davon, in welcher Sprache vorgelesen wird (Bundeselternverband gehörloser Kinder 2014, [3]).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Wichtigkeit der Schriftsprache für gehörlose Menschen, stellt die Forschungsfragen auf und beschreibt den Aufbau der Arbeit.

2. Definition von Gehörlosigkeit: Dieses Kapitel definiert Gehörlosigkeit anhand des Hörverlustes sowie der Auswirkungen auf Kommunikation und den Spracherwerb.

3. Bedeutung des Lesens für gehörlose Menschen: Der Abschnitt erläutert, warum Lesekompetenz essenziell für die Teilhabe an Gesellschaft, Bildung und Berufswelt ist.

4. Leselernprozess bei gehörlosen Kindern: Das Kapitel erklärt den visuellen Lernweg beim Lesen und thematisiert das Vorlesen sowie die Bedeutung der Frühförderung.

5. Chancen und Herausforderungen gehörloser Kinder beim Leselernprozess: Hier werden Schwierigkeiten wie fehlendes Phonembewusstsein den Vorteilen der visuellen Informationsverarbeitung gegenübergestellt.

6. Leselernmethoden in der Gehörlosenpädagogik: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Konzepte, von der oralen Methode bis hin zum bilingualen Unterricht.

7. Praxisbeispiel einer Wiener Integrationsklasse: Ein konkretes Fallbeispiel zeigt praktische Strategien zur Leseförderung, etwa durch Gebärden oder Wörterbuchmappen.

8. Fazit und Beantwortung der Forschungsfrage: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für die Verankerung der Gebärdensprache im Lehrplan.

Schlüsselwörter

Gehörlosigkeit, Leselernprozess, Schriftspracherwerb, Österreichische Gebärdensprache, Bilingualer Unterricht, Inklusion, Frühförderung, visuelle Wahrnehmung, Sprachkompetenz, Gehörlosenpädagogik, Integrationsklasse, Lesekompetenz, Kommunikation, Lautsprache, Fingeralphabet.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Chancen und Hürden beim Erwerb der Schriftsprache und des Lesens durch gehörlose Kinder im Kindergarten- und Schulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Definition von Gehörlosigkeit, die Bedeutung der Schriftsprache für die Teilhabe, verschiedene pädagogische Leselernmethoden und die Praxis der Inklusion.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, den Leselernprozess gehörloser Kinder besser zu verstehen und aufzuzeigen, wie durch geeignete methodische Unterstützung die Lesekompetenz gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Arbeit, die aktuelle fachliche Definitionen und pädagogische Ansätze aus der Fachliteratur zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Leselernmethoden sowie die Vorstellung eines Praxisbeispiels aus einer Wiener Integrationsklasse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Gehörlosenpädagogik, bilinguale Erziehung, Schriftspracherwerb und visuelle Kommunikation.

Warum wird im Buch der bilinguale Ansatz hervorgehoben?

Der bilinguale Ansatz wird als besonders förderlich erachtet, da er Gebärden- und Lautsprache kombiniert und so dem Kind den Zugang zu beiden Sprachwelten ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Österreichische Gebärdensprache im Unterricht?

Die Autorin kritisiert, dass die ÖGS noch nicht ausreichend im offiziellen Lehrplan verankert ist, was aus ihrer Sicht die schulische Inklusion erschwert.

Was ist das Ergebnis des Praxisbeispiels?

Das Beispiel zeigt, dass durch Methoden wie das Fingeralphabet oder eine konsequente Visualisierung (Wörterbuchmappen) auch gehörlose Kinder erfolgreich die Schriftsprache erlernen können.

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Details

Title
Chancen und Herausforderungen beim Leselernprozess gehörloser Kinder
College
University of Vienna  (Bildungswissenschaft)
Grade
2
Author
Lisa Fischer (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V322926
ISBN (eBook)
9783668220010
ISBN (Book)
9783668220027
Language
German
Tags
chancen herausforderungen leselernprozess kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Fischer (Author), 2016, Chancen und Herausforderungen beim Leselernprozess gehörloser Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322926
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