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Die Moskauer Deklaration

Title: Die Moskauer Deklaration

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Leopold Schalhas, Ing. (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Summary Excerpt Details

Die Moskauer Deklaration entstand anlässlich einer Konferenz der Außenminister von Großbritannien, der USA und der Sowjetunion vom 19.10.1943 bis 1.11.1943. Eigentliches Ziel der Konferenz war eine Abkürzung des Krieges in Europa und der Umgang mit den Besiegten danach. Am Rande dieser Überlegungen kam die Moskauer Deklaration über Österreich zustande. Sie wurde von den Außenministern der drei Mächte (Anthony Eden, Wjatscheslaw M. Molotow und Cordell Hull) am 30. Oktober 1943 beschlossen und am 1. November 1943 veröffentlicht wurde. Deshalb kursieren zur Datierung des Dokuments zwei unterschiedliche Daten. Auch das in der Erklärung erwähnte Datum des 15. März 1938 ist ein Fehler aus dem Original (geht auf den britischen Referentenentwurf zurück), das eigentlich der 13. März 1938 sein müsste1. Die drei Alliierten erklärten (Frankreichs freie Regierung schloss sich zwei Wochen später mit einer ähnlichen Erklärung an) im Wesentlichen ihren Willen, die Einverleibung Österreichs in das Dritte Reich vom März 1938 als null und nichtig anzusehen und die Wiederherstellung eines freien und unabhängigen Österreichs anzustreben. Die Moskauer Deklaration war das erste Dokument, das die Wiederherstellung eines selbstständigen Staates Österreich als einvernehmliches Kriegsziel der Alliierten ausdrückte. Dies entsprach allerdings keineswegs den bis dahin bestehenden Plänen und Vorstellungen vor allem im Lager der westlichen Alliierten und wurde auch nach der Veröffentlichung nicht als befriedigende und endgültige Lösung angesehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

A. Die Moskauer Deklaration – unmittelbare Entstehung

B. Die Moskauer Deklaration (Originaltext)

C. Die Moskauer Deklaration (Übersetzung)

D. Kernaussagen der Deklaration

II. SCHWERPUNKTERÖRTERUNG

A. Vorgeschichte der Moskauer Deklaration

1. Die Haltung der Westmächte zum Anschluss 1938

2. Die Nation Österreich – Die Haltung der österreichischen Politik

B. Die Moskauer Konferenz 1943

1. Ausgangspositionen der Alliierten

2. Die Verhandlungen und das Ergebnis der Moskauer Außenministerkonferenz – Die Moskauer Deklaration

C. Die Moskauer Deklaration und ihr Einfluss auf die österreichische Unabhängigkeitserklärung

D. Die Entstehung der Opferthese

E. Die unmittelbaren Nachkriegsjahre und der kalte Krieg

1. Prioritätensetzung der Alliierten

2. Die jugoslawischen Gebietsforderungen

3. Das „deutsche Eigentum“

4. Der kalte Krieg

F. Die Entstehung des Staatsvertrages von Wien-Belvedere

1. Berliner Konferenz 1954

2. Das Moskauer Memorandum

3. Der Staatsvertrag von Wien Belvedere

III. ZUSAMMENFASSUNG UND PERSÖNLICHE WÜRDIGUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Moskauer Deklaration von 1943 als grundlegendes Dokument für die Wiederherstellung der österreichischen Unabhängigkeit und analysiert deren Auswirkungen auf die politische Selbstwahrnehmung Österreichs, insbesondere im Kontext der sogenannten Opferthese bis zum Staatsvertrag von 1955.

  • Analyse der Entstehung und Kernaussagen der Moskauer Deklaration
  • Untersuchung der alliierten Kriegspolitik und der österreichischen Interessen
  • Entstehung und Instrumentalisierung der Opferthese in der Zweiten Republik
  • Herausforderungen der Nachkriegsjahre (jugoslawische Ansprüche, „deutsches Eigentum“)
  • Der Weg zum Staatsvertrag von Wien-Belvedere und die Rolle der Neutralität

Auszug aus dem Buch

Die Moskauer Deklaration – unmittelbare Entstehung

Die Moskauer Deklaration entstand anlässlich einer Konferenz der Außenminister von Großbritannien, der USA und der Sowjetunion vom 19.10.1943 bis 1.11.1943. Eigentliches Ziel der Konferenz war eine Abkürzung des Krieges in Europa und der Umgang mit den Besiegten danach. Am Rande dieser Überlegungen kam die Moskauer Deklaration über Österreich zustande. Sie wurde von den Außenministern der drei Mächte (Anthony Eden, Wjatscheslaw M. Molotow und Cordell Hull) am 30. Oktober 1943 beschlossen und am 1. November 1943 veröffentlicht wurde. Deshalb kursieren zur Datierung des Dokuments zwei unterschiedliche Daten. Auch das in der Erklärung erwähnte Datum des 15. März 1938 ist ein Fehler aus dem Original (geht auf den britischen Referentenentwurf zurück), das eigentlich der 13. März 1938 sein müsste.

Die drei Alliierten erklärten (Frankreichs freie Regierung schloss sich zwei Wochen später mit einer ähnlichen Erklärung an) im Wesentlichen ihren Willen, die Einverleibung Österreichs in das Dritte Reich vom März 1938 als null und nichtig anzusehen und die Wiederherstellung eines freien und unabhängigen Österreichs anzustreben. Die Moskauer Deklaration war das erste Dokument, das die Wiederherstellung eines selbstständigen Staates Österreich als einvernehmliches Kriegsziel der Alliierten ausdrückte. Dies entsprach allerdings keineswegs den bis dahin bestehenden Plänen und Vorstellungen vor allem im Lager der westlichen Alliierten und wurde auch nach der Veröffentlichung nicht als befriedigende und endgültige Lösung angesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Darstellung der Entstehungsumstände, des Textinhalts und der zentralen Aussagen der Moskauer Deklaration.

II. SCHWERPUNKTERÖRTERUNG: Analyse der historischen Vorgeschichte, der Konferenzverhandlungen sowie der Auswirkungen der Deklaration auf die österreichische Unabhängigkeitserklärung, die Opferthese, die Nachkriegsjahre und den Staatsvertrag.

III. ZUSAMMENFASSUNG UND PERSÖNLICHE WÜRDIGUNG: Synthese der Bedeutung der Moskauer Deklaration als Dokument der österreichischen Staatlichkeit und kritische Reflektion der politischen Nutzung der Opferthese.

Schlüsselwörter

Moskauer Deklaration, Österreich, Staatsvertrag von Wien-Belvedere, Zweite Republik, Opferthese, Alliierten, Zweiter Weltkrieg, Neutralität, Souveränität, Geschichtspolitik, NS-Regime, Unabhängigkeitserklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Moskauer Deklaration von 1943 und deren zentrale Rolle für die Wiedererlangung der österreichischen Unabhängigkeit und den weiteren Weg bis zum Staatsvertrag von 1955.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die alliierten Kriegsziele, der Umgang der österreichischen Politik mit der eigenen Verantwortung für die NS-Zeit, die sogenannte Opferthese sowie der Einfluss weltpolitischer Entwicklungen während des Kalten Krieges.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung der Moskauer Deklaration als diplomatisches Dokument zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Österreich diese für seine Selbstdarstellung und Identitätsbildung in der Zweiten Republik nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung von Primärdokumenten, zeitgenössischen Protokollen und wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Vorgeschichte, die Moskauer Konferenz, den Einfluss der Deklaration auf die Unabhängigkeitserklärung, die Entstehung der Opferthese und die Hindernisse auf dem Weg zum Staatsvertrag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Moskauer Deklaration, Opferthese, Staatsvertrag, Österreichische Unabhängigkeit und die Rolle der Alliierten.

Welche Rolle spielte die "Verantwortlichkeitsklausel" für Österreich?

Sie erinnerte Österreich an seine Verantwortung für die Teilnahme am Krieg an der Seite Hitler-Deutschlands, was die Alliierten als Grundlage für künftige Reparationsforderungen oder politische Zugeständnisse nutzten.

Wie beeinflusste der Kalte Krieg den Abschluss des Staatsvertrages?

Der Kalte Krieg machte Österreich zur Geisel des Ost-West-Konflikts, wodurch der Abschluss des Staatsvertrages durch geopolitische Interessen und die Verknüpfung mit der Deutschlandfrage über Jahre blockiert wurde.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die Moskauer Deklaration
College
University of Linz  (Rechtsgeschichte)
Course
AG Rechtsgeschichte
Grade
Sehr Gut
Author
Leopold Schalhas, Ing. (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V32297
ISBN (eBook)
9783638330497
Language
German
Tags
Moskauer Deklaration Rechtsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leopold Schalhas, Ing. (Author), 2004, Die Moskauer Deklaration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32297
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