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Kreativer Umgang mit lyrischen Texten: Zielsetzungen und methodische Möglichkeiten

Title: Kreativer Umgang mit lyrischen Texten: Zielsetzungen und methodische Möglichkeiten

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Andrea Fischer (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Kinderlyrik umfasst sowohl gebundene Texte, also in Reimform, als auch freie Prosatexte, die entweder von Erwachsenen oder von Kindern für Kinder geschrieben wurden. Kinderlyrik wird in

> Kinderreime (Volkspoesie), kurze, meist einstrophige Texte mit Paarreim
> traditionelle Kindergedichte (meist von bekannten Autoren verfasst, komplexer als Kinderreime)
> Kinderlied
> Kinder-Spiellied (gesungene Texte als Bestandteil von Spielen)
> Sprachspiel (meist komisch geprägt, oft durch Wiederholungen gekennzeichnet) und
> Realitätskritische Kindergedichte (alltagsbezogen, modern, kinderspezifische Themen werden besprochen)

unterteilt.

Bereits ab dem 13. Jahrhundert lassen sich Belege für Kinderreime finden, die dann mit der Erfindung des Buchdrucks immer mehr zunehmen. Ab 1750 wird Kinderlyrik ganz von der Erwachsenenlyrik abgegrenzt und somit die Basis für die Sammlung volkstümlicher Kinderlyrik geschaffen. Aufgrund dieser Volksliedforschung, die unter Anderem von den Gebrüdern Grimm unternommen wurde, erhielt Kinderlyrik ein gewisses Ansehen. Viele Autoren beginnen durch diese Anregungen nun ebenfalls Kinderlyrik zu schreiben. Während im 19. Jahrhundert Lyrik mitunter zur Anpassung des Volkes missbraucht wurde, galten Anfang des 20. Jahrhunderts, in der Reformpädagogik, jegliche Äußerungen von Kindern als Poesie. Die Folge waren zahlreiche Gedichte von Kindern für Kinder. In der Weimarer Republik fand man wieder reich illustrierte Ausgaben traditioneller Kinderlyrik, in der Nazi- Zeit wurde Kinderlyrik dann volkskundlich und im Sinne des Nationalsozialismus geprägt. Nach dem 2. Weltkrieg versuchte man diese Literatur aus den Lesebüchern zu verbannen. Erst in den 60er/70er Jahren schenkte man der Kinderlyrik wieder vermehrt Aufmerksamkeit. Man kommt dabei ab von traditionellen Themen und wendet sich dem Individuum zu. Thematisiert werden Wohlstand, mitmenschliche Beziehungen, Scheidung, neue Armut, Umweltprobleme und vieles mehr.
Trotz allen Wandlungen bleibt die Intention der erwachsenen Kinderlyrikautoren immer gleich, die Sozialisation der Kinder.

Kinder kommen in der Regel bereits vor dem Schulanfang mit Lyrik in Berührung. In vielen Kinderbüchern findet man traditionelle Abzählreime und Gedichte, wie zum Beispiel „Die kleine Hexe“ (Morgens früh um sieben, ...), oder „Ene meine miste“.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Zielsetzungen und methodische Möglichkeiten im Umgang mit lyrischen Texten

2.1 Zielsetzungen

2.1.1 Leitziele

2.1.2 Fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele

2.1.3 Fachprofil Deutsch

2.1.4 Fachlehrplan der 1. und 2. Jahrgangsstufe

2.1.5 Fachlehrplan der 3. Jahrgangsstufe

2.1.6 Fachlehrplan der 4. Jahrgangsstufe

2.1.7 Ziele des kreativen Umgangs mit lyrischen Texten

2.2 Methodische Varianten innerhalb der kreativen Schreibformen

2.2.1 Assoziative Verfahren

2.2.2 Schreibspiele

2.2.3 Schreiben nach Vorgaben, Regeln und Mustern

2.2.4 Schreiben zu Stimuli

2.2.5 Schreiben zu und nach (literarischen) Texten

2.2.6 Weiterschreiben an kreativen Texten

3. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kreativen Umgang mit lyrischen Texten in der Grundschule. Ziel ist es, die didaktischen Zielsetzungen aufzuzeigen und vielfältige methodische Möglichkeiten darzustellen, wie Kinder motiviert an die Produktion eigener Texte herangeführt werden können.

  • Didaktische Zielsetzungen und Lehrplanbezug
  • Kreative Schreibformen und Schreibspiele
  • Methodische Ansätze: Vom Impuls zum eigenen Text
  • Rolle der Lehrkraft bei der Textproduktion
  • Selbstreflexion durch kreatives Schreiben

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Schreiben nach Vorgaben, Regeln und Mustern

Die Schüler erhalten vom Lehrer bestimmte Vorgaben, an denen sich ihr Schreiben orientieren soll. Diese Vorgaben können inhaltlicher, struktureller, textsortenspezifischer oder literarischer Art sein. Für viele Kinder ist dies eine wichtige Hilfe bei den ersten Schritten zu freien Texten. Um einen Text nach Vorgaben zu verfassen ist es natürlich notwendig sich mit dieser Vorgabe auseinanderzusetzen. Dies fordert genaues Hinsehen und hilft bei der Interpretation oder Analyse von Texten.

Grundsätzlich bieten sich dazu alle lyrischen Formen an, die nach einem bestimmten Schema aufgebaut sind.

Beispiele für diese Art des Schreibens sind Elfchen, Haikus, Vokalgedichte, Rautengedichte, Kettenreime, etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema des kreativen Umgangs mit Lyrik in der Grundschule.

2. Zielsetzungen und methodische Möglichkeiten im Umgang mit lyrischen Texten: Detaillierte Analyse der Lernziele laut Lehrplan sowie Erläuterung verschiedener kreativer Schreibmethoden.

3. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Resümee über die Notwendigkeit, Schülern Raum für eigenes produktives Tun zu lassen, bei gleichzeitiger Beibehaltung vielfältiger didaktischer Methoden.

Schlüsselwörter

Kinderlyrik, kreatives Schreiben, Grundschule, Deutschunterricht, Lehrplan, Schreibspiele, Elfchen, Haiku, Textproduktion, literarische Bildung, Schreibanlässe, Assoziative Verfahren, Selbstreflexion, Sprachspiele, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den kreativen Umgang mit lyrischen Texten in der Grundschule und zeigt auf, wie Schüler durch verschiedene Methoden zum eigenen Schreiben motiviert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die didaktischen Ziele gemäß Lehrplan sowie die praktische Anwendung von kreativen Schreibformen wie Schreibspielen, assoziativen Verfahren und dem Schreiben nach festen Mustern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des kreativen Schreibens zur Persönlichkeitsentwicklung und Sprachförderung herauszustellen und methodische Wege für den Unterricht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung didaktischer Fachliteratur sowie der Analyse offizieller Lehrpläne der Grundschule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Zielsetzungsklärung und eine detaillierte Vorstellung methodischer Varianten, von assoziativen Verfahren bis hin zur Weiterarbeit an kreativen Texten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kinderlyrik, kreatives Schreiben, Grundschule, Deutschunterricht sowie verschiedene Schreibanlässe und Strukturvorgaben wie Elfchen oder Haikus.

Welche Rolle spielt die Struktur bei der Übung mit dem Gedicht „In einer Stadt“?

Die Struktur dient als Gerüst, das die Schüler durch das Ausfüllen von Lücken dazu zwingt, sich intensiv mit den grammatikalischen und inhaltlichen Zusammenhängen des Textes auseinanderzusetzen.

Warum ist der kreative Umgang mit Lyrik laut Autorin für die Lehrkraft vorteilhaft?

Der Unterricht wird bereichert, da die Schüler vielfältige und individuelle (Schreib-)Produkte hervorbringen, was den Literaturunterricht abwechslungsreicher und befriedigender gestaltet.

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Details

Title
Kreativer Umgang mit lyrischen Texten: Zielsetzungen und methodische Möglichkeiten
College
University of Regensburg
Grade
1
Author
Andrea Fischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V32298
ISBN (eBook)
9783638330503
Language
German
Tags
Kreativer Umgang Texten Zielsetzungen Möglichkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Fischer (Author), 2004, Kreativer Umgang mit lyrischen Texten: Zielsetzungen und methodische Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32298
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