Dass Fernsehen einen Einfluss auf Kinder hat ist unumstritten. Wie weit dieser geht, was sich die Kleinen vom Fernsehen wünschen und was sie daran so fasziniert, welchen Einflüssen sie dabei ausgesetzt sind und insbesondere welchen Einfluss Werbung dabei auf sie hat, soll im Folgenden erläutert werden.
Dazu ist der Hauptteil in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um das Fernsehverhalten von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren generell, im zweiten Teil geht es im Speziellen um Werbung, die sich an die Zielgruppe Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren richtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2. 1. Vom Umgang von Vorschulkindern mit dem Meidum Fernsehen
2. 1. 1. Mediennutzung
2. 1. 2. Kindliche Erwartungen an das Medium Fernsehen
2. 1. 3. Fernsehen als Sozialisationsinstanz
2. 1. 4. Wirkung, Einflüsse und Folgen
2. 2. – unter besonderer Berücksichtigung von Werbespots
2. 2. 1. Wie stellt sich Werbung dar, um aufgenommen zu werden
2. 2. 2. Ziele der Werbung
2. 2. 3. Die Wirkung von Werbung im kindlichen Erleben
2. 2. 4. Gesetzliche Regelungen zum Schutz der Kinder
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Umgang von Vorschulkindern (3-6 Jahre) mit dem Leitmedium Fernsehen, analysiert die Auswirkungen kindgerechter Programmgestaltung und beleuchtet kritisch den Einfluss von Fernsehwerbung auf diese Zielgruppe unter Berücksichtigung pädagogischer und rechtlicher Aspekte.
- Mediennutzungsverhalten von Vorschulkindern
- Qualitätskriterien für kindgerechte Fernsehsendungen
- Fernsehen als Sozialisationsinstanz
- Wirkungsweisen und Zielsetzungen von Kinderwerbespots
- Gesetzliche Rahmenbedingungen und Schutzmechanismen
Auszug aus dem Buch
2. 1. 1. Mediennutzung
Wie in der Einleitung gezeigt, nutzen also Kinder ab 3 Jahren das Medium Fernsehen im österreichischen Durchschnitt eine gute Stunde pro Tag, genauer 66 Minuten. Dabei sehen Kinder „anders“ fern als ihre Eltern oder Bezugspersonen. Kinder sehen nicht nur Sendungen, die speziell für sie produziert wurden. Sie sehen gerne Shows und Soap Operas, die ihnen das Leben der Erwachsenen näher bringen. Folglich müssen Sendungen, die für Kinder produziert werden und auch von ihnen gerne konsumiert werden sollen, sehr auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Grundsätzlich will eine Sendung, die für Kinder gemacht ist nichts erheblich anderes als eine Sendung, die auf den Bedarf von Erwachsenen ausgelegt ist: unterhalten. Der große Unterschied sind die Empfänger auf der anderen Seite des Bildschirms. Kinder sind Lebensanfänger und bezogen auf das Medium Fernsehen somit auch Fernsehanfänger. Sie zeigen viel weniger Distanz, ihre Neugierde ist größer und sie beurteilen strenger, besonders bei Fragen der Verhaltenslogik.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium in Österreich dar und definiert den Fokus der Arbeit auf die Altersgruppe der drei- bis sechsjährigen Vorschulkinder.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert das kindliche Mediennutzungsverhalten, die Rolle des Fernsehens als Sozialisationsinstanz sowie die spezifischen Wirkungsmechanismen und gesetzlichen Rahmenbedingungen von Kinderwerbespots.
2. 1. Vom Umgang von Vorschulkindern mit dem Meidum Fernsehen: Dieses Kapitel untersucht die grundlegenden Muster der Medienrezeption bei Kindern, ihre Erwartungen an Fernsehinhalte und wie das Medium als Sozialisationsfaktor wirkt.
2. 1. 1. Mediennutzung: Der Abschnitt erläutert, wie Kinder fernsehen, was sie an Sendungen fasziniert und warum sie aufgrund ihrer Lebensphase als spezielle „Fernsehanfänger“ gelten.
2. 1. 2. Kindliche Erwartungen an das Medium Fernsehen: Hier wird analysiert, welche Motive Kinder dazu bewegen, fernzusehen und welche inhaltlichen sowie formalen Merkmale eine Sendung erfüllen muss, um erfolgreich akzeptiert zu werden.
2. 1. 3. Fernsehen als Sozialisationsinstanz: Dieser Teil beleuchtet das Fernsehen als Instrument, das Wissen vermittelt und die Identitätsbildung durch die Aushandlung von Lebensauffassungen mitgestaltet.
2. 1. 4. Wirkung, Einflüsse und Folgen: Es wird erörtert, wie Kinder Erlebnisse aus dem Fernsehen verarbeiten und inwiefern der „Erlebensprozess“ zur ganzheitlichen Entwicklung (Komplexentwicklung) beiträgt.
2. 2. – unter besonderer Berücksichtigung von Werbespots: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Definition und Funktionsweise von Werbespots, die sich gezielt an die kindliche Zielgruppe richten.
2. 2. 1. Wie stellt sich Werbung dar, um aufgenommen zu werden: Es wird erklärt, mit welchen Mitteln, wie Musik oder spezieller Sprache, Werbung gestaltet wird, um bei Kindern Aufmerksamkeit und Erinnerungswert zu erzielen.
2. 2. 2. Ziele der Werbung: Dieser Abschnitt hinterfragt die strategischen Ziele der Werbebranche, die über die reine Verhaltenssteuerung zur Kaufmotivation hinausgehen.
2. 2. 3. Die Wirkung von Werbung im kindlichen Erleben: Hier werden die Parallelen zwischen Sendungsinhalten und Werbebotschaften sowie deren Einfluss auf die Suggestion bei Kindern beschrieben.
2. 2. 4. Gesetzliche Regelungen zum Schutz der Kinder: Der Abschnitt diskutiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Schutzmechanismen aus dem Staatsvertrag zur Neuordnung des Rundfunkwesens.
3. Schluss: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont, dass Medienerziehung als aktiver, reflektierter Prozess zur kritischen Teilhabe notwendig ist.
Schlüsselwörter
Vorschulkinder, Fernsehen, Mediennutzung, Kindermedien, Sozialisation, Werbespots, Werbepsychologie, Medienkompetenz, Kindgerechtes Programm, Jugendschutz, Identitätsbildung, Fernsehanfänger, Konsumverhalten, Medienerziehung, Staatsvertrag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss des Fernsehens und der damit verbundenen Fernsehwerbung auf das Verhalten, die Wahrnehmung und die Entwicklung von Kindern im Vorschulalter zwischen drei und sechs Jahren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Mediennutzungsdauer, die Auswahlkriterien von Kindern bei Sendungen, das Fernsehen als Lern- und Sozialisationsmedium sowie die psychologischen und rechtlichen Aspekte gezielter Kinderwerbung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Umgang von Vorschulkindern mit dem Medium Fernsehen zu analysieren und zu ergründen, wie Programmgestaltung und Werbung auf die kindliche Erlebniswelt wirken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender medienwissenschaftlicher Studien und Untersuchungen aus den 1990er Jahren, um theoretische und empirische Erkenntnisse zusammenzuführen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Die Analyse des allgemeinen Fernsehkonsums bei Kindern und eine detaillierte Untersuchung von Werbestrategien und deren Wirkung sowie Regulierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Vorschulkinder, Mediennutzung, Sozialisation, Kinderwerbung, Medienerziehung, Medienkompetenz und Jugendschutz.
Warum sind 4- bis 6-jährige Kinder eine besonders beeinflussbare Zielgruppe?
Laut der Arbeit liegt dies daran, dass Kinder in diesem Alter noch keinen gefestigten Charakter haben und ihr Denken stark an den unmittelbaren Augenschein gebunden ist, was sie für Suggestionen empfänglicher macht.
Welche Rolle spielt Musik in der kindlichen Medienrezeption?
Musik dient als emotionaler Verstärker, erhöht den Erinnerungswert und die Wiedererkennung, wobei insbesondere Raps aufgrund ihres Rhythmus bei Kindern im Vorschulalter sehr beliebt sind.
Warum fordern die Autoren einen reflexiven Umgang mit Medien?
Da Fernsehen ein zentraler Teil der Lebenswelt ist, soll nicht die Nutzung verboten, sondern durch Anleitung der Erziehungsberechtigten eine Kompetenz entwickelt werden, Programminhalte und ökonomische Interessen zu durchschauen.
Welche Bedeutung hat das Kriterium „Kontinuität“ für Kinder?
Die Einhaltung fester Sendezeiten ist für Kleinkinder fundamental, da sie Vertrauen stiftet und die Kinder ihre Helden zuverlässig am gewohnten Sendeplatz vorfinden müssen, um sich sicher zu fühlen.
- Arbeit zitieren
- Simone Kostka (Autor:in), 2011, Vorschulkindern und das Medium Fernsehen. Welchen Einfluss haben Werbespots auf Kinder?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323000