In der vorliegenden Arbeit sollen anhand des Kinderromans „Alle gegen Esra“ von Aygen-Sibel Çelik verschiedene Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing aufgezeigt werden.
Zunächst erfolgt ein kurzer Abriss über das Leben der Autorin, Aygen-Sibel Çelik, welche selber einen Migrationshintergrund hat, auf den eine inhaltliche Zusammenfassung des Romans folgt.
Anschließend wird der Roman auf seine Struktur und Sprache, sowie auf Erzählform und Stil untersucht.
Darauf folgt eine didaktische Begründung, die den Einsatz des Buches und des Lesetagebuchs im Unterricht legitimiert und genauer erläutert wird. Die Arbeit wird ein persönliches Fazit abschließen, indem auch die Erstellung der Aufgaben reflektiert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung des Buches „Alle gegen Esra“
2.1 Die Autorin – Aygen-Sibel Çelik
2.2 Inhalt des Buches „Alle gegen Esra“
2.3 Struktur, Erzählform, Sprache und Stil
2.4 Didaktische Begründungen und Überlegungen zur Anwendung in der Schule
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Kinderroman „Alle gegen Esra“ von Aygen-Sibel Çelik im Hinblick auf seine Eignung zur Thematisierung von Mobbing im Grundschulunterricht. Ziel ist es, durch die Entwicklung eines strukturierten Lesetagebuchs Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler sich handlungs- und produktionsorientiert mit dem Gelesenen auseinandersetzen und eine kritische Reflexion ihres eigenen Sozialverhaltens entwickeln können.
- Analyse des Kinderromans „Alle gegen Esra“ hinsichtlich Struktur, Sprache und Erzählweise
- Didaktische Legitimation des Einsatzes von Literatur zur Mobbingprävention
- Konzeption eines strukturierten Lesetagebuchs als Instrument der Leseförderung
- Förderung der Perspektivübernahme und Empathiefähigkeit bei Grundschulkindern
- Reflexion über die Rolle von Mitläufern in Mobbingsituationen
Auszug aus dem Buch
2.3 Struktur, Erzählform, Sprache und Stil
Das Buch „Alle gegen Esra“ von Aygen-Sibel Çelik ist ein moderner, realistischer, problemorientierter bzw. sozialkritischer Kinderroman. Diese legen es darauf an, „Einsichten in die Konflikte, Strukturen und Verharschungen des gegenwärtigen Gesellschaftssystems zu liefern, eine Art Gesellschaftsanalyse zu betreiben“ (Gansel 1999, S.60). Außerdem sind moderne, realistische Kinderromane dadurch gekennzeichnet, dass sie „[…] eine möglichst große Annäherung an die soziale Wirklichkeit und eine möglichst genaue Widerspiegelung der Lebenssituation und der Probleme von Kindern und Jugendlichen […]“ (Payrhuber 2012, S.106) bieten.
Zentrales Thema des Romans ist das Mobbing in der Schule, welches einen gesellschaftlichen Konflikt darstellt. Allerdings werden neben dem Hauptthema Mobbing auch noch einige andere Themen aufgegriffen und behandelt, wie beispielsweise Vorurteile gegenüber Aussiedlerfamilien und das Thema Freundschaft. Der Kinderroman erstreckt sich über einen Zeitraum von einigen Tagen. Es wird jedoch nicht deutlich, wie viele Tage genau der Zeitraum umfasst. Dies ist für die Handlung allerdings unwesentlich.
Eine Einteilung in Kapitel wurde vorgenommen, welche mit einfachen Beschriftungen wie „Kapitel 1“ (Çelik 2010, S.7) versehen wurden. Allerdings gibt es bei diesem Kinderroman eine Besonderheit in der Kapitelaufteilung. Am Ende des sechsten Kapitels wird den Lesern die Frage „Was hättest du getan?“ (Çelik 2010, S.33) gestellt. Ihnen werden zwei verschiedene Verhaltensmöglichkeiten dargeboten und sie werden dazu aufgefordert, sich für eine Möglichkeit zu entscheiden und auf der passenden Seite weiterzulesen (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Mobbing bei Kindern ein und begründet die Wahl des Lesetagebuchs als methodisches Instrument zur intensiven Textarbeit.
2. Vorstellung des Buches „Alle gegen Esra“: Dieser Abschnitt umfasst eine Biografie der Autorin, eine Inhaltszusammenfassung des Romans sowie eine detaillierte Analyse der narrativen Struktur und didaktischer Überlegungen für den schulischen Einsatz.
3. Fazit: Das Fazit reflektiert den Nutzen der Arbeit, die Relevanz des Themas Mobbing und die Wirksamkeit des Lesetagebuchs zur Förderung sozialer Kompetenzen bei Grundschülern.
Schlüsselwörter
Alle gegen Esra, Aygen-Sibel Çelik, Mobbing, Grundschule, Lesetagebuch, Lesekompetenz, Literaturunterricht, Sozialverhalten, Perspektivübernahme, Inklusion, Migrationshintergrund, Empathie, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Kinderroman, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Kinderromans „Alle gegen Esra“ und der Erstellung eines Lesetagebuchs, um das Thema Mobbing im Deutschunterricht der Grundschule zu bearbeiten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben dem Hauptthema Mobbing stehen Themen wie Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, Freundschaft sowie die Entwicklung von sozialer Kompetenz und Empathie im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Schülern durch ein strukturiertes Lesetagebuch einen Zugang zu ermöglichen, der sie zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Gelesenen und zur Reflexion ihres eigenen Verhaltens anregt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse des Romans sowie die didaktische Konzeption eines handlungs- und produktionsorientierten Lesetagebuchs auf Basis fachdidaktischer Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Autorin, des Inhalts, der narrativen Merkmale des Buches sowie eine ausführliche didaktische Begründung für den Einsatz im Schulalltag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mobbingprävention, Lesetagebuch, Grundschule und literarische Sozialisation geprägt.
Warum spielt die Wahl der Lösungswege eine besondere Rolle im Buch?
Das Buch bietet zwei verschiedene Handlungsverläufe an, die den Leser aktiv einbeziehen und verschiedene Konsequenzen für die Charaktere aufzeigen, was die Reflexion über eigenes Handeln fördert.
Welche Bedeutung kommt der Rolle der „Mitläufer“ in dieser Analyse zu?
Die Autorin hebt die Rolle des Mitläufers besonders hervor, da viele Kinder in Mobbingsituationen unentschlossen sind und das Lesetagebuch helfen soll, diese Position kritisch zu hinterfragen.
- Citar trabajo
- Larissa Hadwiger (Autor), 2013, Aygen-Sibel Celiks "Alle gegen Esra". Ein strukturiertes Lesetagebuch als Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Mobbing in der Grundschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323080