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Brauchen wir heute noch Parteien?

Eine Untersuchung ihrer Funktionen und deren Übernahme durch die Zivilgesellschaft

Titel: Brauchen wir heute noch Parteien?

Hausarbeit , 2016 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Franziska Wegener (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Parteien sind seit jeher prägend für politische Systeme, sodass die heutigen Demokratien ohne sie kaum vorstellbar wären. Und doch hat unlängst ein Prozess eingesetzt, der diese Machtposition der Parteien zu untergraben scheint. Von Politikverdrossenheit ist die Rede, von Mitgliederschwund und von Erosion oder Zerfall der großen Parteien. Im schlimmsten Fall sogar davon, dass Parteien heute gar keinen Unterschied mehr machen. Und vor allem in der Öffentlichkeit und unter den Bürgern herrscht immer mehr Skepsis gegenüber denen, die seit Jahrzehnten die politische Bühne prägen. Auf den Punkt gebracht: Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass die Rolle der Parteien in fortgeschrittenen Demokratien der Industriestaaten nicht mehr dieselbe zu seinen scheint.

Immer mehr treten dagegen zivilgesellschaftliche Alternativen in den Vordergrund, welche die Parteien in Bezug auf ihre ursprünglichen Funktionen zu ersetzen scheinen. Interessengruppen, Initiativen, Bürgerbewegungen und Vereine sind überall zu finden und werden immer präsenter. Egal wofür man sich einsetzen möchte, es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Und das Wichtigste – die eigene Stimme wird tatsächlich wahrgenommen. Daher stellt sich nun die Frage, ob wir Parteien heute überhaupt noch brauchen. Diese kann aus zahlreichen Blickwinkeln der Parteienforschung beleuchtet werden, da dieses Feld der Forschung als äußerst Facettenreich gilt. In er vorliegenden Arbeit soll die Frage aber aus einer normativen Perspektive betrachtet werden. Es soll daher auf die eigentlichen Funktionen von politischen Parteien eingegangen werden und ob diese durch die Zivilgesellschaft übernommen wurden.

Die Forschungsfrage: „Brauchen wir heute noch Parteien?“, soll nun innerhalb von drei Schritten beantwortet werden. Zunächst wird herausgearbeitet welche Funktionen den Parteien von der wissenschaftlichen Literatur zugeschrieben werden. Hierzu werden verschiedene Funktionskataloge vorgestellt. Dann soll näher auf die Definition und die Funktionen der Zivilgesellschaft selbst eingegangen werden, bevor dann in einer Analyse untersucht werden soll, ob die Funktionen der Parteien durch die Zivilgesellschaft übernommen worden sind und ob wir somit keine Parteien mehr brauchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionen von Parteien

2.1 Ulrich von Alemann

2.2 Klaus Detterbeck

3. Zivilgesellschaft

3.1 Definition

3.2 Funktionen

4. Analyse – Zivilgesellschaft als Ersatz der Parteien?

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus einer normativen Perspektive die Forschungsfrage, ob politische Parteien in modernen Demokratien noch notwendig sind oder ob ihre Funktionen zunehmend von der Zivilgesellschaft übernommen wurden. Dabei wird analysiert, inwieweit zivilgesellschaftliche Organisationen als Ersatz für traditionelle Parteifunktionen fungieren können.

  • Normative Analyse der Bedeutung politischer Parteien
  • Gegenüberstellung von Parteifunktionen und zivilgesellschaftlichen Leistungen
  • Untersuchung des Funktionswandels und der Parteienverdrossenheit
  • Evaluierung der Grenzen zivilgesellschaftlicher Partizipation

Auszug aus dem Buch

4. Analyse – Brauchen wir noch Parteien?

Im Folgenden soll nun unsere Forschungsfrage: „Brauchen wir noch Parteien?“, beantwortet werden. Dazu sollen die unter den vorherigen Punkten herausgearbeiteten Funktionen von Parteien und der Zivilgesellschaft gegenübergestellt werden, um zu untersuchen, ob die Zivilgesellschaft die Funktionen der Parteien übernommen hat.

Es lässt sich in der Parteienwelt ein grundlegender Wandel der Parteifunktionen feststellen (vgl. Beyme 1997: 376 f.). Die Bürger in Deutschland wenden sich immer mehr von den Parteien ab und das Phänomen der Parteienverdrossenheit schreitet immer weiter voran. Dabei wird die Distanz zwischen Bürger und Politik wird immer größer und die Bürger haben schlicht und ergreifend kein Vertrauen mehr in die Parteien. Ein Grund dafür ist die starke Veränderung in Bezug auf die Ausrichtung der Parteien. Für die Parteien rücken das „Innenleben“ der Partei und die Nähe zum Bürger immer mehr ins Abseits. Im Fokus stehen in er Regel nur noch eine Machterweiterung und es kommt zu einer fortschreitenden Verflechtung von Partei- und Staatsämtern. So schwindet die Verankerung in der Gesellschaft, welche abgelöst wird von einer staatlichen. Diese Ferne zu den Bürgern ist ein Grund warum den Parteien immer weniger zu getraut wird, Lösungen für Problem zu finden (vgl. Dettling 2005: 10-11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die schwindende Bedeutung der Parteien in modernen Demokratien und stellt die Forschungsfrage nach der Relevanz von Parteien angesichts aufkommender zivilgesellschaftlicher Alternativen.

2. Funktionen von Parteien: Dieses Kapitel arbeitet anhand der Ansätze von Ulrich von Alemann und Klaus Detterbeck die theoretischen Aufgaben und Funktionskataloge politischer Parteien heraus.

3. Zivilgesellschaft: Hier werden Definitionen und Funktionen der Zivilgesellschaft analysiert, um das Konzept als potenziellen intermediären Raum des Politischen zu bestimmen.

4. Analyse – Zivilgesellschaft als Ersatz der Parteien?: Dieses Kapitel führt die Kernanalyse durch, indem es die Funktionen von Parteien und Zivilgesellschaft gegenüberstellt und dabei auf die Stärken und Grenzen beider Akteure eingeht.

5. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage mit einem klaren „Ja“ zur Notwendigkeit von Parteien, betont jedoch die Notwendigkeit einer stärkeren Kooperation zwischen Parteien und Zivilgesellschaft.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Werke.

Schlüsselwörter

Parteien, Zivilgesellschaft, Parteienverdrossenheit, Funktionen von Parteien, Politische Beteiligung, Demokratie, Partizipation, Interessenvertretung, Legitimation, Politische Sozialisation, Systemstabilisierung, Intermediäre Organisation, Politische Kultur, Mediendemokratie, Wertewandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Krise der Parteiendemokratie und untersucht das Spannungsfeld zwischen traditionellen Parteien und der zunehmenden Bedeutung der Zivilgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktionswandel von Parteien, die Definition und Rolle der Zivilgesellschaft sowie die Untersuchung, ob letztere die repräsentativen Funktionen der Parteien ersetzen kann.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Brauchen wir heute noch Parteien?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine normative Analyse und führt eine Gegenüberstellung von theoretischen Funktionskatalogen (insbesondere von Alemann und Detterbeck) mit der beobachteten Realität der Zivilgesellschaft durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Parteifunktionen, die theoretische Bestimmung der Zivilgesellschaft und eine kritische Analyse ihrer Übernahme von Parteiaufgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Parteien, Zivilgesellschaft, Partizipation, Legitimation und Funktionswandel definieren den Kern der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Warum ist die „gate-keeper“-Funktion für Parteien so wichtig?

Laut Detterbeck ermöglicht diese Funktion den Parteien die monopolartige Kontrolle über den Zugang zu politischen Ämtern, was sie für die Regierung eines Staates unverzichtbar macht.

Welche Schwäche der Zivilgesellschaft identifiziert der Autor?

Die Arbeit stellt fest, dass die Zivilgesellschaft Schwierigkeiten hat, die gesamte Breite der Gesellschaft zu integrieren, da das Engagement oft auf obere Bildungs- und Einkommensschichten begrenzt bleibt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Zukunft der Parteien?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Parteien zwar weiterhin notwendig sind, um staatliche Funktionen zu gewährleisten, sie sich jedoch öffnen und stärker mit der Zivilgesellschaft kooperieren müssen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Brauchen wir heute noch Parteien?
Untertitel
Eine Untersuchung ihrer Funktionen und deren Übernahme durch die Zivilgesellschaft
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Proseminar: Einführung in die Theorie und Empirie der Parteienforschung
Note
1,3
Autor
Franziska Wegener (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V323147
ISBN (eBook)
9783668222809
ISBN (Buch)
9783668222816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politische Systeme Parteien Politik Zivilgesellschaft Funktion Demokratie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Wegener (Autor:in), 2016, Brauchen wir heute noch Parteien?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323147
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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