Die vorliegende Arbeit thematisiert die Kriterien computervermittelter Kommunikation in dem Weblog "Herr Larbig" und analysiert deren Auswirkungen auf die virtuelle Kommunikation und die Lernerfolge der Bloggerinnen und Blogger.
Die Thematisierung von Kommunikation nimmt in der Wissenschaft einen großen Stellenwert ein. Der Terminus kann mithilfe unterschiedlicher Definitionen erklärt und unter anderem als eine soziale Interaktion zwischen Lebewesen bezeichnet werden. Zudem kann Kommunikation mithilfe elektronischer Medien erfolgen; hierbei handelt es sich um eine computervermittelte Kommunikation. Dementsprechend wurden mit dem zunehmenden technischen Fortschritt bereits vorhandene Erklärungen und Kommunikationsmodelle erweitert oder neu beschrieben.
Soziale Netzwerke wie beispielweise Facebook und Twitter haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung im privaten Nutzungsbereich gewonnen. Allein in Deutschland stieg die Anzahl der Internetnutzer von 15 Millionen im Jahr 2006 auf über 30 Millionen im Jahr 2015. Zu unterschiedlichen Themen haben sich virtuelle Gruppen gebildet, die in einem permanenten Informationsaustausch stehen können.
Ebenfalls gibt es mittlerweile ebenfalls eine große Anzahl an Webseiten mit entsprechenden wissenschaftlichen Beiträgen, auch als Weblogs bezeichnet. Letzteres „ist ein Kunstwort, das sich aus den Komponenten Web und Logbuch zusammensetzt“. Autoren können einzelne Personen oder Gruppen sein, die über verschiedene Themengebiete kommunizieren. Bislang gibt es wenig empirische Studien zu den Kriterien und Auswirkungen computervermittelter Kommunikation in Weblogs.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Computervermittelte Kommunikation
2.1 Definition von Kommunikation und Übergang zur computervermittelten Kommunikation
2.2 Definition und Besonderheiten computervermittelter Kommunikation
2.3 Medienwahl und -merkmale im Kontext computervermittelter Kommunikation
2.4 Computervermittelte Kommunikation von und mit vielen Personen
2.5 Interaktion in virtuellen Gruppen
3. Computervermittelte Kommunikation im Weblog (Herr Larbig)
3.1 Definition Weblog
3.1.1 Merkmale von Weblogs
3.2 Vorstellung des Weblogs Herr Larbig
3.2.1 Merkmale des Weblogs Herr Larbig zum Thema Tabletklassen
3.3 Kriterien der computervermittelten Kommunikation im Weblog Herr Larbig zum Thema Tabletklassen
3.4 Auswirkungen der Kriterien der computervermittelten Kommunikation auf Kommunikation und Lernerfolg der Bloggerinnen und Blogger
3.5 Diskussion und Reflexion der Ergebnisse
4. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kriterien computervermittelter Kommunikation am Beispiel eines spezifischen Weblogs zum Thema Tabletklassen. Ziel ist es, zu analysieren, wie sich diese Kriterien auf die virtuelle Kommunikation sowie auf den Lernerfolg der beteiligten Bloggerinnen und Blogger auswirken.
- Theoretische Grundlagen der computervermittelten Kommunikation
- Merkmale und Funktionen von Weblogs als Kommunikationsmedien
- Analyse der Kommunikation im Weblog Herr Larbig
- Einfluss von Kommunikationskriterien auf den Lernerfolg in virtuellen Gruppen
Auszug aus dem Buch
3.3 Kriterien der computervermittelten Kommunikation im Weblog Herr Larbig zum Thema Tabletklassen
Im Weblog Herr Larbig zum Thema Tabletklassen findet gemäß der Definition einer computervermittelten Kommunikation von Döring (2013, S. 424) eine „interpersonale Kommunikation zwischen Einzelpersonen“ statt, die auf elektronischem Wege ihre Ansichten zum Thema Tabletklassen schreiben und im Weblog Herr Larbig gespeichert werden (Wagner, 2003, S. 63).
Im Weblog Herr Larbig zum Thema Tabletklassen findet ausschließlich eine Kommunikation auf schriftlicher Basis zwischen insgesamt neun Bloggerinnen und Bloggern statt. Schon beim Lesen des Eingangsberichts über Tabletklassen muss viel Text konsumiert werden, was sich später bei den Userfeedbacks fortzieht, da auch hier sehr ausführliche Antworten zu finden sind. Daher bietet sich ein PC oder ein Tablet mit einem großen Bildschirm als präferiertes Medium an; auf diesem Wege können alle relevanten Aspekte erfasst werden. Die Verwendung eines Smartphones könnte bei der Vielzahl an Informationen unkomfortabel sein und wichtige Gesichtspunkte möglicherweise nicht erfasst werden und verloren gehen. Zur Weiterverfolgung der Userfeedbacks im Blog eignet sich das Smartphone jedoch prinzipiell.
Die Bloggerinnen und Blogger verfassen ihre Kommentare in entsprechenden Antwortfeldern, die unter dem Beitrag zum Thema Tabletklassen untereinander gereiht aufgezeigt werden. Die älteren Userfeedbacks stehen oben, während die nachfolgenden darunter abgespeichert werden. Demzufolge beteiligen sich die Personen asynchron an der Kommunikation, das heißt, dass sie ihre Beiträge zu unterschiedlichen Zeiten posten, wie auch die Datums- und Zeitangabe oberhalb der Beiträge verrät.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, definiert den Forschungsgegenstand und umreißt die zentralen Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Computervermittelte Kommunikation: Es erfolgt eine theoretische Einbettung durch Definitionen von Kommunikation und spezifischen Aspekten der computervermittelten Kommunikation, wie Medienwahl, Gruppeninteraktion und soziale Hinweisreize.
3. Computervermittelte Kommunikation im Weblog (Herr Larbig): Das Kapitel analysiert den Weblog Herr Larbig als Fallbeispiel, wobei Definitionen von Weblogs, die spezifische Ausrichtung des Autors und die Auswirkungen der Kommunikationskriterien auf die Blogger untersucht werden.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und Ansätze für zukünftige, umfangreichere Studien vorgeschlagen.
Schlüsselwörter
Computervermittelte Kommunikation, Weblog, Tabletklassen, Soziale Netzwerke, Virtuelle Gruppen, Medienmerkmale, Asynchrone Kommunikation, Lernerfolg, Informationsüberflutung, Soziale Präsenz, Kommunikationsmodell, Digitale Bildung, Blogger, Wissenskommunikation, Mediendidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten der computervermittelten Kommunikation in einem Weblog, konkret am Beispiel des Weblogs von Herrn Larbig zum Thema Tabletklassen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Kriterien der computervermittelten Kommunikation, die Interaktion in virtuellen Gruppen, die Besonderheiten von Weblogs als Medium und die Auswirkungen dieser Faktoren auf Kommunikation und Lernerfolg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Analyse der Anwendung von Kriterien computervermittelter Kommunikation in einem spezifischen Weblog und deren Einfluss auf die Qualität der Kommunikation sowie den Lernerfolg der Beteiligten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Forschungsstandes und einer beispielhaften, qualitativen Analyse der Kommunikation im Weblog Herr Larbig.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung im zweiten Kapitel und eine detaillierte Fallanalyse des Weblogs Herr Larbig im dritten Kapitel, inklusive der Reflexion der beobachteten Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Computervermittelte Kommunikation, Weblog, Tabletklassen, virtuelle Gruppeninteraktion und digitaler Lernerfolg.
Warum ist das Weblog Herr Larbig ein geeignetes Fallbeispiel?
Es bietet eine kontroverse und subjektiv geprägte Diskussionsgrundlage, die es ermöglicht, die Kriterien der computervermittelten Kommunikation und die Reaktionen der Nutzer auf bildungspolitische Themen detailliert zu untersuchen.
Welche Rolle spielt die Anonymität in der Analyse?
Die Arbeit zeigt auf, dass entgegen mancher theoretischer Annahmen in diesem Weblog keine Anonymität herrscht, da die Blogger mit Klarnamen und teilweise mit Bildern agieren, was die Kommunikation persönlicher gestaltet.
- Arbeit zitieren
- Nora Schrader (Autor:in), 2016, Tabletklassen und deren Auswirkungen auf Kommunikation und Lernerfolg. Bewertungskriterien computervermittelter Kommunikation im Weblog "Herr Larbig", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323148