Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gehen Forscher davon aus, dass jeder Mensch nicht eine feste, starre Identität besitzt, sondern sich die Identität des Menschen aus unterschiedlichen Facetten zusammensetzt, die das ganze Leben im Wandel sind. Identität wächst sozusagen mit dem Menschen und korreliert verstärkt mit den jeweils gegenwärtigen Interessen und Vorlieben. Diese Seminararbeit untersucht Ulrich Bräker und dessen Autobiografie „Lebensgeschichte und natürliche Ebentheuer des armen Mannes im Tockenburg“. Dabei wird überprüft inwiefern und ob sich eine Identitätsentwicklung in Bräkers Lebenslauf, anhand der Autobiografie, belegen lässt und wie sich diese äußert.
Besonderer Fokus wird dabei auf die Aspekte Religion und Literatur gelegt, die getrennt voneinander nachfolgend betrachtet werden. Besonders hervorheben lässt sich leider keine wissenschaftliche Arbeit, da dieses Themengebiet bisher wenig Aufmerksamkeit genossen hat, was das Interesse an der Autobiografie noch verstärkt hat. Einige der Arbeiten finden sich in dieser Untersuchung wieder. Ulrich Bräker wird eher in Verbindung mit seinen Tagebüchern untersucht, die jedoch in dieser Seminararbeit nicht berücksichtigt werden.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- ENTWICKLUNG DER IDENTITÄT DURCH DEN GLAUBEN
- RELIGION ALS ERZIEHUNGSINSTRUMENT
- REFLEXION DES GLAUBENSBEGRIFFS
- ENTWICKLUNG DER IDENTITÄT DURCH LITERATUR
- LITERATUR ALS AUSEINANDERSETZUNGSMEDIUM MIT DER EIGENEN PERSON
- LITERATUR ALS HORIZONT-ERWEITERUNG
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Autobiografie „Lebensgeschichte und natürliche Ebentheuer des armen Mannes im Tockenburg“ von Ulrich Bräker, um die Frage zu beantworten, ob und inwiefern sich eine Identitätsentwicklung in Bräkers Lebenslauf anhand der Autobiografie belegen lässt. Dabei liegt der Fokus auf den Aspekten Religion und Literatur, die getrennt voneinander analysiert werden.
- Entwicklung von Identität durch Religion und Literatur
- Der Einfluss von Bräkers religiöser Erziehung
- Die Rolle der Literatur in der Identitätsfindung
- Die Bedeutung von Bräkers Erfahrungen in der Fremde
- Die Ausprägung von Bräkers eigenständigem Denken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Thematik der Identitätsentwicklung anhand von Bräkers Autobiografie vor und beleuchtet die Forschungslage. Kapitel 1 behandelt die prägende Rolle der Religion in Bräkers Leben. Hier wird die strenge religiöse Erziehung durch den Vater sowie die Entwicklung von Bräkers eigenem Verständnis des Glaubens beleuchtet.
Kapitel 2 fokussiert auf die Bedeutung der Literatur für die Identitätsentwicklung von Ulrich Bräker. Der Fokus liegt auf der Rolle der Literatur als Medium der Auseinandersetzung mit der eigenen Person und als Horizont-Erweiterung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt Themen wie Identitätsentwicklung, Autobiografie, Religion, Literatur, Ulrich Bräker, Glaube, Erziehungsinstrument, Reflexion, Selbstfindung, Horizont-Erweiterung, Tockenburg, Fremde, Erfahrungen.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Ulrich Bräker?
Ulrich Bräker (1735–1798), bekannt als der „Arme Mann im Tockenburg“, war ein Schweizer Schriftsteller, der durch seine Autobiografie über sein einfaches Leben und seine Zeit als Soldat berühmt wurde.
Wie beeinflusste die Religion Bräkers Identität?
Bräker wuchs in einem streng religiösen Umfeld auf. Seine Identitätsentwicklung zeigt sich in der Reflexion und dem Wandel von einer rein autoritären Erziehung hin zu einem individuellen Glaubensverständnis.
Welche Rolle spielte Literatur für Bräkers Selbstfindung?
Die Literatur diente ihm als Medium zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person und ermöglichte ihm eine enorme Horizonterweiterung trotz seiner einfachen sozialen Herkunft.
Ist Identität laut der Arbeit etwas Starres?
Nein, die Arbeit geht davon aus, dass Identität aus verschiedenen Facetten besteht, die sich im Laufe des Lebens durch Interessen, Vorlieben und Erfahrungen stetig wandeln.
Was ist das Besondere an Bräkers Autobiografie?
Sie ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Volksliteratur des 18. Jahrhunderts und dokumentiert die Emanzipation eines Autodidakten durch Lesen und Schreiben.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2014, Die Entwicklung einer Identität durch Religion und Literatur. Ulrich Bräkers „Lebensgeschichte und Natürliche Ebentheuer des Armen Mannes im Tockenburg“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323159