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Der Stroop-Effekt. Eine moderne Replikation

Title: Der Stroop-Effekt. Eine moderne Replikation

Scientific Study , 2016 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Stiller (Author)

Psychology - General
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Summary Excerpt Details

Im Stroop-Test interferiert die Wortbedeutung mit der Benennung der Druckfarbe desselben Wortes (zum Beispiel beim Wort „rot“ in blauer Schrift). Im Rahmen eines Experimentalpraktikums sollte dieser Effekt repliziert werden. Hierfür bearbeiteten 72 Personen in einer computergestützten Laborstudie einen adaptierten Stroop-Test. Dabei sollte per Tastendruck angeben werden, ob die Druckfarbe eines Teststimulus mit einem schwarz gedruckten Vergleichswort übereinstimmt oder nicht übereinstimmt.

Hierbei wurde der Kongruenzgrad der Teststimuli in drei Bedingungen manipuliert. Es zeigte sich, dass die mittlere Reaktionszeit der kongruenten Bedingung signifikant niedriger war als die der inkongruenten. Die mittlere Reaktionszeit der neutralen Bedingung (Farbrechtecke) war signifikant niedriger als die der kongruenten. Die Ergebnisse werden auf ein Modell parallel verteilter Informationsverarbeitung sowie frühere Forschungsergebnisse bezogen und anschließend diskutiert.

In the Stroop test, the meaning of a word interferes with the task of naming the colour the word is printed in (for example, the word „red“ in blue print). Its been aimed for replicating this finding during an experimental training course. 72 participants completed a computer-aided adapted version of the Stroop test in an experimental study. Participants should indicate by keypress, whether or not the meaning of a given word written in black matches the printing colour of a second word.

Congruency of the second word was manipulated in three conditions. Mean reaction time on congruent trials was significantly lower than it was on incongruent trials. Mean reaction time on neutral trials (coloured rectangle) was significantly lower compared to congruent trials. The results are applied to and discussed regarding a model of parallel distributed processing as well as past research results.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Abstract

Der Stroop-Effekt: Eine moderne Replikation

Erklärungsansätze

Hypothesen

Methode

Versuchsdesign

Versuchsaufbau

Versuchsdurchführung

Ergebnisse

Diskussion

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den klassischen Stroop-Effekt im Rahmen eines Experimentalpraktikums mittels einer computergestützten Laborstudie zu replizieren und unter Berücksichtigung des Modells der parallel verteilten Informationsverarbeitung zu untersuchen, wobei der Einfluss der Attributkongruenz auf die Reaktionszeiten bei einem manuellen Antwortmodus im Vordergrund steht.

  • Replikation des klassischen Stroop-Effekts
  • Einfluss der Attributkongruenz auf die Reaktionszeit
  • Vergleich von kongruenten, inkongruenten und neutralen Bedingungen
  • Manuelle vs. verbale Antwortmodi in der Interferenzforschung
  • Anwendung des Modells der parallel verteilten Informationsverarbeitung

Auszug aus dem Buch

Der Stroop-Effekt: Eine moderne Replikation

Seit den Arbeiten von John R. Stroop (1935) sind Farb-Wort-Interferenzen in der experimentellen und Kognitionspsychologie weitgehend als Stroop-Effekt bekannt. Dieser konnte in zwei klassischen Experimenten zeigen, dass das Benennen der Druckfarbe von 10*10 Wörtern einer Liste deutlich länger dauert und mehr Fehlern unterliegt, wenn Druckfarbe und semantische Wortbedeutung inkongruent sind (z.B. das Wort „rot“ in blauer Schrift). Als Vergleich diente die Farbbenennung von Rechtecken. Interferenz und Fehlerhäufigkeit treten hingegen nicht auf, wenn im Vergleich zu schwarz gedruckten Wörtern die Wortbedeutung inkongruenter Wörter vorgelesen werden soll (Dyer, 1973).

Seither wurden unterschiedliche Aspekte, aber auch Modifikationen des Stroop-Tests im Anwendungskontext untersucht und diagnostisch eingesetzt (Ben-Tovim & Walker, 1991; Cox, Fadardi & Pothos, 2006; McNeil et al., 1995). Beispielsweise wurde gezeigt, dass zu ignorierende Stimuli mit steigender semantischer Assoziationsstärke zum Konzept Farbe zunehmend interferieren (Klein, 1964; Ridley, 1980). Die Vorgabe von Einzelstimuli behebt zudem strukturbedingte Listen- und Itemeffekte, welche die Farbbenennung beeinträchtigen und Einzeldurchgänge damit als solche erst reliabel erfassbar machen (Dalrymple-Alford & Budayr, 1966).

Zusammenfassung der Kapitel

Der Stroop-Effekt: Eine moderne Replikation: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Forschung zum Stroop-Effekt und diskutiert die Entwicklung von Testmethoden sowie den Einfluss verschiedener Antwortmodi.

Erklärungsansätze: Hier werden theoretische Modelle, insbesondere die Zwei-Prozess-Theorie und das Modell der parallel verteilten Informationsverarbeitung, zur Ursachenerklärung von Farb-Wort-Interferenzen gegenübergestellt.

Hypothesen: Basierend auf der Literaturrecherche wird die Erwartung formuliert, dass inkongruente Attributkombinationen zu längeren Reaktionszeiten führen als neutrale oder kongruente Kombinationen.

Methode: Dieses Kapitel erläutert das innerhalb einer Laborstudie verwendete within-subjects Design, den Versuchsaufbau sowie das Material und die spezifische Programmierung der Stimuli.

Versuchsdesign: Beschreibt die Manipulation des Kongruenzgrades als unabhängige Variable und die Wahl der manuellen Kategorisierung als abhängige Variable.

Versuchsaufbau: Detailreiche Darstellung der Stichprobenrekrutierung, der demografischen Zusammensetzung und der technischen Rahmenbedingungen des Experiments.

Versuchsdurchführung: Dokumentation des konkreten Ablaufs der Datenerhebung im Labor, inklusive der Instruktion der Probanden und der Störungskontrolle.

Ergebnisse: Zusammenfassung der statistischen Auswertung der Reaktionszeiten mittels Varianzanalyse, welche signifikante Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen aufzeigt.

Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse im Kontext bestehender theoretischer Modelle und Einordnung der Befunde hinsichtlich der Moderation durch den Umfang des Stimulussets.

Fazit: Zusammenfassende Feststellung, dass die computergestützte Adaption des Stroop-Effekts erfolgreich war und Farb-Wort-Interferenzen weiterhin ein zentrales Forschungsfeld darstellen.

Schlüsselwörter

Stroop-Effekt, Farb-Wort-Interferenz, Reaktionszeit, Kongruenz, kognitive Psychologie, Informationsverarbeitung, manuelle Antwortmodi, Aufmerksamkeit, Automatisierung, Laborstudie, Versuchsdesign, Replikation, Stimuluskongruenz, Modellierung, kognitive Ressourcen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Replikation des klassischen Stroop-Effekts in einem computergestützten Experiment, bei dem der Einfluss von Attributkongruenz auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit untersucht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Farb-Wort-Interferenz, die Automatisierung kognitiver Prozesse sowie die theoretische Modellierung von Aufmerksamkeit und Reaktionszeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Stroop-Effekt in einem abgewandelten Versuchsdesign unter Verwendung manueller statt verbaler Antwortmodi empirisch zu bestätigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine experimentelle Laborstudie im within-subjects Design durchgeführt, wobei die Daten statistisch mittels einer einfaktoriellen Varianzanalyse mit Messwiederholung ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Erklärungsansätze), die methodische Konzeption (Versuchsdesign, Aufbau, Durchführung) sowie die Analyse und Diskussion der gewonnenen Reaktionszeitdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stroop-Effekt, Farb-Wort-Interferenz, Reaktionszeit, Kongruenz, kognitive Psychologie und Informationsverarbeitung.

Warum wurde ein computergestütztes Design statt der klassischen Kartensortierung gewählt?

Das computergestützte Design ermöglicht eine präzisere Messung der Reaktionszeiten und die Kontrolle über die Stimuluspräsentation, um strukturbedingte Listen- und Itemeffekte zu minimieren.

Welchen Einfluss hatte der Umfang des Stimulussets auf die Ergebnisse?

Die Arbeit diskutiert, dass der Umfang des Stimulussets (3-3 im Vergleich zu 2-2 in anderen Studien) ein moderierender Faktor für die beobachtete Verarbeitungsbeschleunigung ist.

Welche Rolle spielt die manuelle Antwort bei der Interferenz?

Die manuelle Antwort (Tastendruck) führt zu geringeren Interferenzeffekten im Vergleich zum verbalen Nennen der Farbe, da sie eine dichotome Kategorisierung erzwingt.

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Details

Title
Der Stroop-Effekt. Eine moderne Replikation
College
University of Wuppertal  (Lehrstuhl für Methodenlehre und psychologische Diagnostik)
Course
Experimentalpraktikum
Grade
1,0
Author
Michael Stiller (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V323226
ISBN (eBook)
9783668230415
ISBN (Book)
9783668230422
Language
German
Tags
stroop-effekt eine replikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Stiller (Author), 2016, Der Stroop-Effekt. Eine moderne Replikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323226
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