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Das Apostolikum, der Apostolikumsstreit und die Sicht von Adolf von Harnack

Titel: Das Apostolikum, der Apostolikumsstreit und die Sicht von Adolf von Harnack

Referat (Ausarbeitung) , 2016 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nina Schibielsky (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Referatsausarbeitung besteht darin, kurz und prägnant den Apostolikumsstreit zu skizzieren und im Anschluss daran die Stellung von Adolf von Harnack in Bezug auf den Apostolikumsstreit darzustellen. Als Grundlage wird zu Beginn der Ausarbeitung zunächst eine Begriffsklärung vorgenommen. Abschließend wird die sich an das Referat anschließende Referatsdiskussion dargelegt und erläutert.

Der sogenannte "Apostolikumsstreit" lässt sich am Ende des neunzehnten Jahrhunderts verorten. Der entstandene Konflikt befasste sich mit der theologischen Stellung des Apostolikums und dessen liturgische Relevanz insbesondere bei der Taufe und der Ordination. Im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts entstand eine Gruppe liberaler Geistlicher, welche das apostolische Glaubensbekenntnis als zeitlich nicht mehr zutreffend darstellten. Sie stimmten überein, dass das Apostolikum ein Terminus längst vergangener Zeiten sei und die dort benannten Perspektiven nicht mehr vertreten werden können.

Besonders die Aussagen „[…]Jungfrauengeburt, Höllenfahrt und leiblicher Wiederkunft Jesu Christi sowie der Auferstehung des Fleisches[…]“ wurden als kritisch angesehen. Der Evangelische Oberkirchenrat und seine Anhänger sahen Kritik am Apostolikum als Anzweiflung des Glaubens und forderten eine Ausschließung der Betroffenen vom geistlichen Amt. Um dies besser durchsetzen zu können wurde ein Mitbestimmungsrecht für die Wahl der Angestellten, im Bereich der Professur des geistlichen Amtes, beantragt. Dies wurde jedoch durch einen Mehrheitsentscheid abgelehnt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Apostolikum

2.1 Begriffsklärung

2.2 Entstehung des Apostolikums

3 Der Appstolikumsstreit

4 Die Sicht von Adolf von Harnack

5 Referatsdiskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem historischen Apostolikumsstreit am Ende des 19. Jahrhunderts auseinander und beleuchtet insbesondere die theologische Position des Gelehrten Adolf von Harnack, der eine Reform der Bekenntnisgrundlagen forderte, ohne jedoch das Glaubensbekenntnis gänzlich verwerfen zu wollen.

  • Historische Einordnung des Apostolikums und seiner Entstehungslegenden
  • Analyse des theologischen Konflikts um die liturgische Verbindlichkeit
  • Harnacks Kritik an spezifischen Dogmen wie der Jungfrauengeburt
  • Verhältnis zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und kirchlicher Tradition
  • Diskursive Aufarbeitung der Problematik in einem universitären Kontext

Auszug aus dem Buch

Die Sicht von Adolf von Harnack

Wie oben bereits erwähnt, wurde Christoph Schrempf im Jahr 1892 aus dem Kirchendienst entlassen. Diese Entlassung sah eine Vielzahl von Studenten als Handlungsgrund. Die Studenten diskutierten untereinander, ob es Sinnvoll wäre eine Unterschriftensammlung gegen die liturgische Verpflichtung des apostolischen Glaubensbekenntnisses durchzuführen. Diese solle dann im Anschluss an den evangelischen Oberkirchenrat gesandt werden. Im Juli 1892 suchten sie Professor Adolf von Harnack auf, um sich von ihm diesbezüglich eine Meinung einzuholen.

Der Professor wünschte sich Bedenkzeit und antwortete daraufhin in seiner Vorlesung über `neuste Kirchengeschichte`. Die Häufung der Entlassungen der Geistlichen und insbesondere die von Christoph Schrempf bot laut Harnack einen Grund, erneut über die Relevanz des Glaubensbekenntnisses zu diskutieren. Zu Beginn seines Kolleg teilte Harnack mit, dass er strikt gegen eine Entfernung des Apostolikums sei, eine Bearbeitung des jetzigen apostolischen Glaubensbekenntnisses in seinen Augen jedoch unausweichlich sei. Zunächst stellte Harnack dar, dass ein Verwerfen des Apostolikums diejenigen Christen vor den Kopfstoßen würde, die den Glauben voll in ihm ausgedrückt finden. Weiterhin wies Harnack auf die Historizität und den enormen religiösen Wert des apostolischen Glaubensbekenntnisses hin. Diese Aspekte bewegten Harnack, gegen eine generelle Abschaffung des Apostolikums zu plädieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Referatsthemas und der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung des Apostolikumsstreits.

2 Das Apostolikum: Erläuterung der begrifflichen Grundlagen sowie der historischen und legendenhaften Entstehung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses.

3 Der Appstolikumsstreit: Darstellung des Konflikts im 19. Jahrhundert, der durch die liberale Kritik an der liturgischen Verbindlichkeit bestimmter Dogmen ausgelöst wurde.

4 Die Sicht von Adolf von Harnack: Analyse von Harnacks Plädoyer für eine zeitgemäße Bearbeitung des Bekenntnisses bei gleichzeitiger Ablehnung einer vollständigen Abschaffung.

5 Referatsdiskussion: Dokumentation der studentischen Auseinandersetzung mit der Relevanz und Anpassungsfähigkeit kirchlicher Traditionen im heutigen Kontext.

Schlüsselwörter

Apostolikumsstreit, Adolf von Harnack, Glaubensbekenntnis, Liturgie, Theologie, Kirchengeschichte, Jungfrauengeburt, Christoph Schrempf, Dogmatik, Christentum, Reform, Bekenntnistext, Evangelische Kirche, Religionspädagogik, Tradition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den historischen Apostolikumsstreit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und die Rolle des Theologen Adolf von Harnack in dieser theologischen Auseinandersetzung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Entstehung des Apostolikums, der Konflikt um die liturgische Verpflichtung, die liberale Theologie der Zeit sowie das Verhältnis von kirchlicher Tradition und moderner Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Harnacks Standpunkt zu skizzieren, der zwischen dem Festhalten am Bekenntnis als religiösem Wert und der Forderung nach einer notwendigen dogmatischen Reform vermittelte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische und kirchengeschichtliche Aufarbeitung, die auf einer Literaturanalyse und der Dokumentation einer universitären Referatsdiskussion basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Historie des Apostolikums, die Eskalation des Konflikts durch den Fall Schrempf und die spezifische Positionierung Adolf von Harnacks dazu.

Was zeichnet die Arbeit inhaltlich besonders aus?

Besonders ist die Verbindung von historischer Faktenanalyse mit einer abschließenden Reflexion aus einer studentischen Referatsdiskussion, die den Bogen in die Gegenwart schlägt.

Welche Rolle spielte der Fall Christoph Schrempf im Apostolikumsstreit?

Schrempf gilt als Schlüsselfigur, da seine Weigerung, das Apostolikum bei einer Taufe zu verwenden, Disziplinarverfahren auslöste und die Debatte um die Lehrfreiheit massiv verschärfte.

Warum lehnte Harnack eine generelle Abschaffung des Apostolikums ab?

Harnack sah im Apostolikum einen hohen religiösen und historischen Wert und wollte vermeiden, dass gläubige Christen, die sich im Text wiederfinden, vor den Kopf gestoßen werden.

Welche dogmatischen Punkte kritisierte Harnack konkret?

Harnack stieß sich insbesondere an der Jungfrauengeburt, da er diese als historisch nicht belegbar ansah und sie für nicht zentral für den christlichen Glauben hielt.

Wie endete der Apostolikumsstreit historisch?

Die Arbeit stellt fest, dass der Streit letztlich zu keinen tiefgreifenden kirchenrechtlichen Änderungen oder einer offiziellen Neuformulierung des Bekenntnisses führte; es blieb ein diskursives Ereignis.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Apostolikum, der Apostolikumsstreit und die Sicht von Adolf von Harnack
Hochschule
Universität Osnabrück
Veranstaltung
Systematische Theologie
Note
2,0
Autor
Nina Schibielsky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V323244
ISBN (eBook)
9783668223707
ISBN (Buch)
9783668223714
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adolf von Harnack Apostolikum Apostolikumsstreit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Schibielsky (Autor:in), 2016, Das Apostolikum, der Apostolikumsstreit und die Sicht von Adolf von Harnack, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323244
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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